Glyphosat-Diskussion
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Manfred
Re: Glyphosat-Diskussion
Du scheinst wirklich gar keine Ahnung von Ackerbau zu haben?
Da steht nicht, wie der Boden jeweils vor der neuen Aussaat bearbeitet wird.
Da steht nicht, wie der Boden jeweils vor der neuen Aussaat bearbeitet wird.
- Rohana
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Re: Glyphosat-Diskussion
Das ist doch das Kernproblem...Manfred hat geschrieben:Du scheinst wirklich gar keine Ahnung von Ackerbau zu haben?
Abgesehen davon: Zwischenfrüchte nach Hauptfrucht können und machen auch Konventionelle, das ist ja nicht an Bio gebunden, genauso wie nackige Winterfurche.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Wildmohn
Re: Glyphosat-Diskussion
Na, wieder beim Abbügeln?Manfred hat geschrieben:Du scheinst wirklich gar keine Ahnung von Ackerbau zu haben?
Da steht nicht, wie der Boden jeweils vor der neuen Aussaat bearbeitet wird.
Also, nach der Ernte, das war ja eine Deiner Fragen, wird eine Zwischenfrucht eingesät, die dann im Frühjahr (Ich gehe davon aus, das dies ungefähr der Zeitpunkt vor der neuen Aussaat ist) in den Boden wieder eingearbeitet wird.
Aber es stimmt, ich bin auf diesem Gebiet kein Fachmann, vielleicht kannst Du diesen Sachverhalt ja besser erklären...
- emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion
Du hast da vergessen, einen Nebensatz einzufügen, damit es so stimmt:Manfred hat geschrieben:Dass er hackt und striegelt steht da schon, aber nicht, was er vor und nach der Ernte tut.
Da scheinbar 90% der Deutschen im Bioladen regionale Produkte aus ihnen bekannten Betrieben kaufen, muss der Rest ganz schön viel futtern.
Der Rest futtert viel, weil der Rest gross ist: Den meisten ist es ganz einfach egal. Mir ist es ja auch egal, wie es in einer Schraubenfabrik zugeht, wenn ich einen Pack Schrauben kaufe.Dass er hackt und striegelt steht da schon, aber nicht, was er vor und nach der Ernte tut.
Da scheinbar 90% der Deutschen, die sich in solchen Diskussionen engagieren und nicht selbst Landwirte sind, im Bioladen regionale Produkte aus ihnen bekannten Betrieben kaufen, muss der Rest ganz schön viel futtern.
Ich glaube, man muss einem Erwerbslandwirt nicht beibringen, wie man Ackerbau macht. Unsere Böden sind ja gegenüber gelegentlichen Fehlern recht tolerant.
Ein Mosaik aus Reinkulturen vertretbarer Flächengrösse mit einem vernünftigen (!) Rest an naturnahen Hecken und Grünbrachen und Dauerkulturen hätte wohl den besseren Effekt auf die Biodiversität (als alles immer zu mulchen und auf jede Bodenbearbeitung zu verzichten), bei immer noch akzeptablen Produktionsbedingungen.
Da ich aber nicht von den Früchten leben muss, die mein Acker bringt, rede ich da wie der Papst vom Kinderkriegen. Irgendwann wirds auch philosophisch, was man überhaupt "darf": Darf man einen hoffnungsvoll grünenden Baum fällen und zersägen, weil man Holzmöbel möchte? Falls ja, warum darf man dann nicht auch einen Acker pflügen, weil man mit vertretbarem Aufwand Ertrag möchte?
Bei der Diskussion müsste man eben alle Wirkungen beachten, nicht nur die auf den Boden: Nämlich, mit wieviel Zeitaufwand an Arbeitsstunden Nahrung für wieviele Personen erzeugt wird.
Wenn dann ein Bauer statistisch gesehen mit seiner Arbeit nur mehr 1.5 Personen ernähren kann statt wie jetzt 30 oder 50, dann bedeutet das über den Rand des eigenen Ackers hinausgeblickt eben auch, dass 2/3 der produktiven Bevölkerung wieder selber auf den Acker müssen.
Das dürfte derzeit nicht mehrheitsfähig sein. Ich schliesse daraus nicht, dass bodenschonende Bio-Landwirtschaft Unsinn ist, aber man sollte diese Seite der Geschichte nicht einfach vergessen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Glyphosat-Diskussion
ohne jetzt auf all die - tatsächlich nur von fachmenschen richtig führbare Diskussion über Fruchtfolgen mit dazugehöriger Bodenbearbeitung - eingehen zu können, möchte ich euch mal etwas schildern was ich hier jedes Frühjahr erlebe.
Die Flächen sind über Winter grün (Zwischenfrucht?) Werden dann im recht zeitigem Frühjahr abgespritzt(durch ungenaues arbeiten auch gern mal über den Ackerrand hinaus) und nach dem alles vergilbt ist, umgepflügt.
Da habt ihr dann Herbizit + pfügen zu einer zeit da das Bodenleben ja auch grad erst aus dem Winterschlaf erwacht.
Also das nenne ich dann :
Die Flächen sind über Winter grün (Zwischenfrucht?) Werden dann im recht zeitigem Frühjahr abgespritzt(durch ungenaues arbeiten auch gern mal über den Ackerrand hinaus) und nach dem alles vergilbt ist, umgepflügt.
Da habt ihr dann Herbizit + pfügen zu einer zeit da das Bodenleben ja auch grad erst aus dem Winterschlaf erwacht.
Also das nenne ich dann :
Grüße RatiBodenmisshandlung vom "Feinsten".
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
[Einstürzende Neubauten 1996]
Re: Glyphosat-Diskussion
der direkte Schluss ist zwar richtig emil, aber das heist nicht das es andere bodenschonende Möglichkeiten geben kann. Ich glaube da tatsächlich an das potential autonome Kleingeräte.emil17 hat geschrieben: ...Wenn dann ein Bauer statistisch gesehen mit seiner Arbeit nur mehr 1.5 Personen ernähren kann statt wie jetzt 30 oder 50, dann bedeutet das über den Rand des eigenen Ackers hinausgeblickt eben auch, dass 2/3 der produktiven Bevölkerung wieder selber auf den Acker müssen.
Das dürfte derzeit nicht mehrheitsfähig sein. Ich schliesse daraus nicht, dass bodenschonende Bio-Landwirtschaft Unsinn ist, aber man sollte diese Seite der Geschichte nicht einfach vergessen.
Forschung ist von nöten.
Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
[Einstürzende Neubauten 1996]
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Glyphosat-Diskussion
Deshalb hatte ich ja schon einmal gefragt, wieviele Landwirte jetzt tatsächlich pfluglos arbeiten. Wie gesagt, ich kenne keine, aber ich bin ja auch in Österreich zu Hause....Rati hat geschrieben:Also das nenne ich dann :Bodenmisshandlung vom "Feinsten".
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Nach dem Mais könnte der Feldsalat groß werden - ? (nur so ein Einfall) - Vogelmiere wächst sicherlich noch, vorausgesetzt, sie hat noch genug zum Futtern....
Es stimmt, müsste viel mehr geforscht werden!
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Manfred
Re: Glyphosat-Diskussion
Nochmal zum Niveau der Diskussion unter den Entscheidungsträgern:
Karl Lauterbach von der SPD hat in seiner Rede bei der Bundestagsdebatte den Glyphosatverbrauch in Deutschland wohl ca. 450 mal höher angegeben, als er tatsächlich ist.
Ich kopiere dazu mal den gestrigen Facebook-Eintrag von Daniel Bohl hier rein:
"Es ist unglaublich, dass Politiker nicht einmal im Parlament vor offensichtlich falschen Aussagen in der Glyphosat-Debatte zurückschrecken. Professor Karl Lauterbach (SPD) behauptet in seiner Bundestagsrede:
„Auf jeden in Deutschland hochgerechnet vom Kind bis zum Greis setzen wir pro Tag 60 Gramm Glyphosat ein. Das kann ich nicht mit Weinkonsum oder ähnlichen Schwänken abtun. Das wird dem Ernst dieser Debatte in keiner Weise gerecht.“
Das ist gleich doppelt falsch!
1. Wenn je Tag 60 Gramm Glyphosat je Einwohner in Deutschland eingesetzt werden würden, würden im Jahr 1,75 Mio. Tonnen Glyphosat eingesetzt. In Wahrheit sind es nur 0,0038 Mio. Tonnen. Professor Lauterbach liegt um den Faktor 450 daneben. Dass das nicht ganz unwesentlich ist, macht deutlich, wenn man sich mal kurz vorstellt, das eigene Monatseinkommen würde mal eben um das 450fache erhöht ;-) Ich hoffe, bei der Dosierng der Medikamente seiner Patienten war Professor Lauterbach genauer.
2. Der Vergleich von Glyphosat mit Wein ist wirklich absurd. Im Gegensatz zu Wein, wird Glyphosat nicht von den Menschen direkt konsumiert. Mehr als 20 Liter Wein werden in Deutschland je Einwohner getrunken. Dabei laufen mehr als 2 Liter Alkohol direkt durch die Kehlen und Alkohol ist von der Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), was seine Krebsgefahr angeht, in eine höhere Kategorie eingestuft als Glyphosat.
Plenarprotokoll der Debatte:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/19/19004.pdf
Glyphosat-Verbrauch in Deutschland:
https://www.facebook.com/DieDeutschenBa ... 00/?type=3
Weinkonsum in Deutschland:
http://www.deutscheweine.de/…/News/wein ... bt-stabil/"
Wer die Rede im Video ansehen möchte:
https://youtu.be/zXfK6tCpTH4?t=1147
Die betreffende Stelle beginnt bei 19:07 min
Karl Lauterbach von der SPD hat in seiner Rede bei der Bundestagsdebatte den Glyphosatverbrauch in Deutschland wohl ca. 450 mal höher angegeben, als er tatsächlich ist.
Ich kopiere dazu mal den gestrigen Facebook-Eintrag von Daniel Bohl hier rein:
"Es ist unglaublich, dass Politiker nicht einmal im Parlament vor offensichtlich falschen Aussagen in der Glyphosat-Debatte zurückschrecken. Professor Karl Lauterbach (SPD) behauptet in seiner Bundestagsrede:
„Auf jeden in Deutschland hochgerechnet vom Kind bis zum Greis setzen wir pro Tag 60 Gramm Glyphosat ein. Das kann ich nicht mit Weinkonsum oder ähnlichen Schwänken abtun. Das wird dem Ernst dieser Debatte in keiner Weise gerecht.“
Das ist gleich doppelt falsch!
1. Wenn je Tag 60 Gramm Glyphosat je Einwohner in Deutschland eingesetzt werden würden, würden im Jahr 1,75 Mio. Tonnen Glyphosat eingesetzt. In Wahrheit sind es nur 0,0038 Mio. Tonnen. Professor Lauterbach liegt um den Faktor 450 daneben. Dass das nicht ganz unwesentlich ist, macht deutlich, wenn man sich mal kurz vorstellt, das eigene Monatseinkommen würde mal eben um das 450fache erhöht ;-) Ich hoffe, bei der Dosierng der Medikamente seiner Patienten war Professor Lauterbach genauer.
2. Der Vergleich von Glyphosat mit Wein ist wirklich absurd. Im Gegensatz zu Wein, wird Glyphosat nicht von den Menschen direkt konsumiert. Mehr als 20 Liter Wein werden in Deutschland je Einwohner getrunken. Dabei laufen mehr als 2 Liter Alkohol direkt durch die Kehlen und Alkohol ist von der Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), was seine Krebsgefahr angeht, in eine höhere Kategorie eingestuft als Glyphosat.
Plenarprotokoll der Debatte:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/19/19004.pdf
Glyphosat-Verbrauch in Deutschland:
https://www.facebook.com/DieDeutschenBa ... 00/?type=3
Weinkonsum in Deutschland:
http://www.deutscheweine.de/…/News/wein ... bt-stabil/"
Wer die Rede im Video ansehen möchte:
https://youtu.be/zXfK6tCpTH4?t=1147
Die betreffende Stelle beginnt bei 19:07 min
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Glyphosat-Diskussion
werden wissentlich getrunken!Manfred hat geschrieben:Mehr als 20 Liter Wein werden in Deutschland je Einwohner getrunken. Dabei laufen mehr als 2 Liter Alkohol direkt durch die Kehlen und Alkohol ist .....
ist das bei Glyphosat-Rückständen in der Nahrung auch so?
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Manfred
Re: Glyphosat-Diskussion
@Wildmohn:
Das liegt wohl an meiner Erwartungshaltung.
Ich neige dazu, zu glauben, dass Leute, die hier Aufschlagen und mit Inbrunst irgendwelche Positionen vertreten, sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigt haben.
Würden sie moderat auftreten und Fragen stellen, würde man sich herantasten und versuchen herauszufinden, wo man sie im Wissensfindungsprozess abholen muss.
So war ich davon ausgegangen, dass die die klassischen Arbeitsschritte zwischen Ernte und Aussaat kennst:
Pflügen und Eggen.
Heute wird der Pflug oft durch Grubber oder Rolleggen ersetzt.
Teilweise auch durch Fräsen oder spatenmaschinenähnliche Geräte wie den Geohobel.
Allen ist ein intensiver Eingriff in den Boden gemein.
Heute wissen Leute, die sich mit bodenschonendem Wirtschaften beschäftigen, um die negativen Folgen dieser Eingriffe auf das Bodenleben und Bodengefüge.
Deshalb versuchen wir, diese mögl. auf null zu reduzieren.
Auch wissen wir um die Bedeutzung einer mögl. ganzjährigen Bodenbedeckung und Durchwurzelung durch eine mögl. diverse Pflanzenmischung, die das Bodenleben schützt und ernährt.
Bei einigen Früchten lässt sich ein Umwühlen des Bodens schon wegen der Ernte nicht vermeiden, wie bei Kartoffeln und Rüben. In manchen Fällen, z.B. bei starken Verdichtungen, kann eine mechanische Bearbeitung auch helfen, die Probleme schneller zu beheben.
Aber je geringer man die Eingriffe halten kann, und je länger der Boden pro Jahr bedeckt und durchwuzelt ist, desto besser ist es im allgemeinen für das Bodenleben und alle damit verbundenen Prozesse.
Der von dir oben verlinkte Betrieb scheint in Hinsicht auf die Bedeckung auf einem guten Weg zu sein. Seiner ansonsten beschreibenen Arbeitsweise nach gehe ich aber davon aus, dass er noch den Pflug oder eine Fräse für die Bodenbearbeitung einsetzt. Daraus dürfe auch ein Teil seines Hack-Bedarfs resultieren.
Und seine Bewirtschaftung ist auf den konventionellen Bereich halt nicht übertragbar, weil dort der Aufwand nicht finanzierbar wäre.
Und wie schon mehrfach in diesem Thread geschrieben: Wir brauchen funktionierende, auch wirtschaftlich funktionierende Alternativen. Alles andere richtet mehr Schaden an als es nutzt.
@ina:
Auch auf die Pfluglos-Frage wurde dir in diesem Thread schon geantwortet. Weltweit in den Großbetrieben ist Direktsaat oder zumindest eine reduzierte Bodenbearbeitung inzwischen eher Standard als die Ausnahme.
In den kleinen betrieben in Süddeutschland haben wir das Problem, dass die angebotenen Maschinen dafür idR zu teuer und zu groß sind, wodurch die Umstellung erheblich gebremst wird.
Wie viele Betriebe es in D genau sind, wird dir niemand sagen können, weil das nirgends erfasst und gezählt wird.
Das liegt wohl an meiner Erwartungshaltung.
Ich neige dazu, zu glauben, dass Leute, die hier Aufschlagen und mit Inbrunst irgendwelche Positionen vertreten, sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigt haben.
Würden sie moderat auftreten und Fragen stellen, würde man sich herantasten und versuchen herauszufinden, wo man sie im Wissensfindungsprozess abholen muss.
So war ich davon ausgegangen, dass die die klassischen Arbeitsschritte zwischen Ernte und Aussaat kennst:
Pflügen und Eggen.
Heute wird der Pflug oft durch Grubber oder Rolleggen ersetzt.
Teilweise auch durch Fräsen oder spatenmaschinenähnliche Geräte wie den Geohobel.
Allen ist ein intensiver Eingriff in den Boden gemein.
Heute wissen Leute, die sich mit bodenschonendem Wirtschaften beschäftigen, um die negativen Folgen dieser Eingriffe auf das Bodenleben und Bodengefüge.
Deshalb versuchen wir, diese mögl. auf null zu reduzieren.
Auch wissen wir um die Bedeutzung einer mögl. ganzjährigen Bodenbedeckung und Durchwurzelung durch eine mögl. diverse Pflanzenmischung, die das Bodenleben schützt und ernährt.
Bei einigen Früchten lässt sich ein Umwühlen des Bodens schon wegen der Ernte nicht vermeiden, wie bei Kartoffeln und Rüben. In manchen Fällen, z.B. bei starken Verdichtungen, kann eine mechanische Bearbeitung auch helfen, die Probleme schneller zu beheben.
Aber je geringer man die Eingriffe halten kann, und je länger der Boden pro Jahr bedeckt und durchwuzelt ist, desto besser ist es im allgemeinen für das Bodenleben und alle damit verbundenen Prozesse.
Der von dir oben verlinkte Betrieb scheint in Hinsicht auf die Bedeckung auf einem guten Weg zu sein. Seiner ansonsten beschreibenen Arbeitsweise nach gehe ich aber davon aus, dass er noch den Pflug oder eine Fräse für die Bodenbearbeitung einsetzt. Daraus dürfe auch ein Teil seines Hack-Bedarfs resultieren.
Und seine Bewirtschaftung ist auf den konventionellen Bereich halt nicht übertragbar, weil dort der Aufwand nicht finanzierbar wäre.
Und wie schon mehrfach in diesem Thread geschrieben: Wir brauchen funktionierende, auch wirtschaftlich funktionierende Alternativen. Alles andere richtet mehr Schaden an als es nutzt.
@ina:
Auch auf die Pfluglos-Frage wurde dir in diesem Thread schon geantwortet. Weltweit in den Großbetrieben ist Direktsaat oder zumindest eine reduzierte Bodenbearbeitung inzwischen eher Standard als die Ausnahme.
In den kleinen betrieben in Süddeutschland haben wir das Problem, dass die angebotenen Maschinen dafür idR zu teuer und zu groß sind, wodurch die Umstellung erheblich gebremst wird.
Wie viele Betriebe es in D genau sind, wird dir niemand sagen können, weil das nirgends erfasst und gezählt wird.
