Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#971

Beitrag von Rohana »

Bleibt noch der ganze Rest von Problemen der an tierfreier Landwirtschaft hängt. Das ist natürlich ein anderes bzw. weitergehendes Thema. Aber: Die meisten NGOs bzw. das was ich so mitbekomme machen generell Stimmung gegen Gentechnik, egal was wozu wie und wo eingesetzt. Das widerspricht sich dann doch irgendwie, wenn daraus der Burger der Zukunft werden soll...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#972

Beitrag von Rati »

Rohana hat geschrieben:Bleibt noch der ganze Rest von Problemen der an tierfreier Landwirtschaft hängt....
natürlich. :)
Rohana hat geschrieben:...Die meisten NGOs bzw. das was ich so mitbekomme machen generell Stimmung gegen Gentechnik, egal was wozu wie und wo eingesetzt. Das widerspricht sich dann doch irgendwie, wenn daraus der Burger der Zukunft werden soll...
ja das daß nicht so ins Gesinnungsbild passt, stimmt natürlich. Allerdings haben generelle Anti oder Pro Einstellungen ja oft den Makel das so manche Konsequenzen ausgeblendet werden.
Und ich persönlich denke, das wir menschen noch viel zu wenig über die "Programmierung" von Lebewesen wissen.
Heißt, weiter forschen und strengstens auf Sicherheit achten.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#973

Beitrag von Manfred »

Laut topagrar baut China seine Eigenversorgung mit Schweinefleisch weiter aus.
Die Produktion beträgt jetzt 37,2 Mio. Tonnen jährlich.
Obwohl tausende kleiner Schweineerzeuger wegen steigender Umweltauflagen ihre Betriebe schließen mussten, steigt die Gesamtproduktion zügig an, weil die Großbetriebe kräftig expandieren.

Die Folge sind deutlich verringere Importe.
Die Schweinefleischimport wurde um ca. 920.000 Tonnen und der Import von Schlachtnebenerzeugnissen um 877.000 Tonnen reduziert.
Besonders stark betroffen ist Deutschland. Unsere Schlachtbetriebe haben innerhalb eines Jahres fast 47% des bisherigen Exportes nach China (ca. 140.000 Tonnen) verloren.


In der Schweiz werden bis September 2018 wohl viele Schweinemastbetriebe aufgeben, weil die Haltung von Mastschweinen auf Vollspaltenböden ab dann verboten sein wird. Aktuell geht man vom Verlust von 60.000 Mastplätzen aus.
Für die Ferkelzeuger wird deshalb mit einem massiven Preiseinbruch gerechnet, bis auch dort entsprechend viel Kapazität abgebaut wird.
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marceb
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#974

Beitrag von marceb »

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersac ... ne588.html

Studie zeigt Leiden kranker Schweine vor Tötung
Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover sorgt für Aufsehen in der Landwirtschaft. Sie zeigt erstmals, in welchem Ausmaß, es in der Schweinehaltung Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gibt. Elisabeth große Beilage, Veterinärwissenschaftlerin in Hannover, untersuchte im Frühjahr gemeinsam mit Kollegen Hunderte toter Schweine, die wegen Krankheit nicht in den Schlachthof, sondern bereits getötet zur Entsorgung in die Tierkörperbeseitigung gebracht worden waren. Laut dieser Studie werden deutschlandweit jeden Tag rund 1.200 Schweine in Tierkörperbeseitigungsanlagen entsorgt, die zu Lebzeiten unter länger anhaltenden und erheblichen Schmerzen gelitten haben müssen. Zuerst hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet.
Auch Mängel bei der Tötung festgestellt
Die für die Studie untersuchten toten Tiere stammten aus sechs Bundesländern. 13 Prozent der Mast- und 12 Prozent der Zuchtschweine wiesen der Wissenschaftlerin zufolge Hinweise auf, die auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz hindeuteten. Daneben seien auch erhebliche Mängel bei der Betäubung und Tötung der Tiere festgestellt worden. Laut NOZ-Bericht sollen die Schweine mit einen Bolzenschuss oder einen Schlag auf den Kopf betäubt worden sein, der gesetzlich vorgeschriebene Entblutungsstich, bei dem das Tier anschließend verblutet, aber wurde nicht getätigt.
Mehr als nur Einzelfälle
Die Studie der Wissenschaftlerin große Beilage zeigt, dass kranke oder verletzte Tiere zum Beispiel nicht angemessen versorgt werden. Das gehe mit Blick auf die Anzahl solcher Tiere sehr deutlich über das Maß gelegentlicher Einzelfälle hinaus, erklärte die Professorin NDR 1 Niedersachsen. An den Ergebnissen der Studie gebe es nichts zu beschönigen, so Thorsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands mit Sitz in Damme (Landkreis Vechta). Besonders die Defizite bei der Nottötung im schweren Krankheitsfall wolle man nun mit kurzfristigen Schulungen für Bauern und Tierärzte angehen.
"Das gehört sofort geändert"
Den nicht fachgerechten Umgang mit kranken Schweinen verurteilt auch das Landvolk des Landkreises Cloppenburg. Das gehöre "sofort geändert", sagte der Vorsitzende Hubertus Berges. Er verwies darauf, dass die Landwirte regelmäßig geschult würden, wie sie mit kranken und verletzten Tieren umgehen müssten. Viele Berufskollegen seien auch bereit, sich den Problemen zu stellen. Die Region Südoldenburg mit den Kreisen Cloppenburg und Vechta zählt als Hochburg der Schweinehaltung in Deutschland.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.11.2017 | 14:00 Uhr
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#975

Beitrag von Manfred »

Wo gibt es denn diese Studie im Original zu lesen?
Die Zahlen scheinen mir in dem Artikel etwas durcheinander zu gehen.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#976

Beitrag von Manfred »

Laut Albert Schweitzer Stiftung wurden in D 2016 ca. 59,3 Mio. Schweine geschlachtet.
Davon sind ca. 16 Mio. Tiere, die als Ferkel oder fertige Mastschweine importiert wurden.
Bleiben ca. 43,3 Mio. in D geborene und erfolgreich aufgezogene Ferkel (die geringen Verluste bei der Mast der schon älteren Importferkel ignoriere ich mal, die höchsten Verluste treten ja in den ersten Tagen auf).
In dieser schon älteren Aufstellung werden die durchschnittlichen Ferkelverluste mit 16,3% angegeben:
http://www.schweinebesamung.de/pdf/saug ... rluste.pdf
Das entspräche 43,3 Mio. * 16,3 % / 83,7 % = 8,43 Mio. Millionen toten Ferkeln im Jahr.
Durch 365 Tage sind 23.000 tote Ferkel am Tag.
1.200 wären davon 5%.

D.h. eines von 20 toten Ferkeln wurde zu lange gepäppelt und hat dadurch gelitten oder wurde nicht rechtskonform getötet?
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#977

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Manfred hat geschrieben:D.h. eines von 20 toten Ferkeln wurde zu lange gepäppelt und hat dadurch gelitten oder wurde nicht rechtskonform getötet?
echt? nur?
stimmen die Zahlen?
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#978

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Manfred hat geschrieben:Laut Albert Schweitzer Stiftung wurden in D 2016 ca. 59,3 Mio. Schweine geschlachtet.
Davon sind ca. 16 Mio. Tiere, die als Ferkel oder fertige Mastschweine importiert wurden.
Bleiben ca. 43,3 Mio. in D geborene und erfolgreich aufgezogene Ferkel (die geringen Verluste bei der Mast der schon älteren Importferkel ignoriere ich mal, die höchsten Verluste treten ja in den ersten Tagen auf).
In dieser schon älteren Aufstellung werden die durchschnittlichen Ferkelverluste mit 16,3% angegeben:
http://www.schweinebesamung.de/pdf/saug ... rluste.pdf
Das entspräche 43,3 Mio. * 16,3 % / 83,7 % = 8,43 Mio. Millionen toten Ferkeln im Jahr.
Durch 365 Tage sind 23.000 tote Ferkel am Tag.
1.200 wären davon 5%.

D.h. eines von 20 toten Ferkeln wurde zu lange gepäppelt und hat dadurch gelitten oder wurde nicht rechtskonform getötet?
Deine 16,3% Verluste sind SAUGferkelverluste
es werden also 16,3% Ferkel mehr geboren als am Ende der Laktation abgesetzt.
Angesichts der 16,3% Ferkelverluste sind die 5% Mastverluste sehr gering.
Und kein Betrieb tötet unnötig Ferkel und Mastschweine!
Schließlich fehlt dann auch 5% Umsatz/Gewinn und man versuchst die Ferkelverluste so gering wie möglich zu halten.
Wie groß sind eigentlich die "Mastverluste" bei uns Menschen zwischen 12 und 85 Jahren?
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#979

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:Wie groß sind eigentlich die "Mastverluste" bei uns Menschen zwischen 12 und 85 Jahren?
:haha: :haha:

85? wer wird denn so alt?
Da ist das Fleisch ja nicht mehr eßbar, müssen spätestens mit 18 geschlachtet werden.
obwohl: ein paar müssen weiterleben, wir brauchen ja auch Stimmvieh! :pft:

:hmm:
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#980

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

ina maka hat geschrieben:
Oelkanne hat geschrieben:Wie groß sind eigentlich die "Mastverluste" bei uns Menschen zwischen 12 und 85 Jahren?
:haha: :haha:

85? wer wird denn so alt?
Da ist das Fleisch ja nicht mehr eßbar, müssen spätestens mit 18 geschlachtet werden.
obwohl: ein paar müssen weiterleben, wir brauchen ja auch Stimmvieh! :pft:

:hmm:
Ich ging von einem durchschnittlich langen Schweineleben aus übertragen auf ein durchschnittliches Menschenleben.

OT:
Wenn, dann müsste man Jungen vor der Pubertät aufessen,
ebergeruch gibt's auch beim Menschen...
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