Und die Pflanzen schießen zu sehr ins weiche Blatt und werden von den Schnecken als zu schwächlich angesehen?
Ich habe auch Charles Dowding entdeckt und bedecke seit letztem Jahr das Kohlquadrat immer 2-3 cm mit (vom Grüngutplatz gekauftem) Kompost. Vorher noch Gartenkalk leicht einharken. Der Salat und die Hülsenfrüchte kommen bei mir in das Quadrat, wo im Vorjahr der Kohl auf Kompost stand.
Kein tierischer Dünger beim Salat oder Kohl. Brennesseljauche auch nur ganz selten. Allerdings setze ich jeden Kürbis, Zucchini, Kohl, Salat, Buschbohnen ... einzeln in einen Schneckenring. Außenrum habe ich Hackschnitzelwege und schaue, daß ich das Gras möglichst kurz halte.
Um gefährdete Aussaat, die ich nicht in Ringe setzen kann wie Dicke Bohnen oder Zuckererbsen, streue ich Maismehl oder Maisgries.
Dann fressen die Schnecken am Gries, kommen gar nicht erst zu meinem Gemüse, und ich kann sie morgens bequem mit gepuderter Fußsohle ohne Festsaugen absammeln.
Bin von der Dowding-Methode wirklich begeistert. Es ist vielvielviel weniger Unkraut zu jäten als in "normalen" Beeten und die Nutzpflanzen gedeihen auch sehr gut. Regenwürmer habe ich auch ganz viele. Ich glaube, daß es "meinem" Boden ohne jährliches Umgraben besser geht.
Allerdings bekomme ich das mit meinem eigenen Kompost noch nicht so hin. Da habe ich zuviel Unkrautsamen dabei, weil ich die großzügig mit draufgeschmissen habe. Das muß ich noch lernen, wie ich die Temperaturen hoch genug bekomme. Aber wenn ich jedes Jahr Kompost kaufe für 20 qm bringt mich das finanziell nicht um.

