@Oelkanne
Das mit dem Rohrreiniger stammt ja nicht von mir, sondern so wurde dieses "Mittel" auch eingesetzt. Beschwer Dich doch bei Monsanto/Bayer, wenn Dir diese Geschichte nicht gefällt, vielleicht können die die Vergangenheit irgendwie ändern.
Glyphosat ist beileibe nicht irgend so ein Salz wie etwa manche Kunstdünger.
Und Vorsicht Luft anhalten, es kommt noch schlimmer.
@centauri
Ein anderes Beispiel ist dieses nette Medikament AZT(Azidothymidin)/Retrovir/Zidovudin (de.wikipedia.org/wiki/Zidovudin), das ursprünglich mal als Krebsmedikament entwickelt wurde und später (und ich glaube bis heute) bei AIDS-Patienten "erfolgreich" eingesetzt wurde.
Und noch ein Hinweis darauf, dass Glyphosat bereits in den 80ern (ca. 1984) einem Langzeitfütterungsversuch an Ratten unterzogen wurde. Dieser damalige Langzeitversuch ergab die Krebs-Klassifizierung C ("möglicherweise krebserregend für Menschen", s.
https://www.greenfacts.org/glossary/def ... cation.htm), später dann nur D ("keine [exakte] Klassifizierung bezüglich einer Krebsgefahr möglich") und die Mitglieder des unten zitierten Zweiten Peer Review zu Glyphosat beurteilten dann im Oktober 1991 abschließend dass Glyphosat so unbedenklich ist, dass es nur die Klassifizierung E ("kein Nachweis einer Krebsgefahr für Menschen") erhält.
OCT 30 1991
Memorandum
Subject: Second Peer Review of Glyphosate
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The Health Effects Division Carcinogenicity Peer Review Committee convened on June 26, 1991 to discuss and evaluate the weight of the evidence on Glyphosate with particular emphasis on its carcinogenic potential. The Committee concluded that Glyphosate should be classified as a Group E (evidence of non-carcinogenicity for humans), based upon lack of convincing carcinogenic evidence in adequate studies in two animal species.
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B. Background Information
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On February 11, 1985, the carcinogenic potential of glyphosate was first considered by a panel (then called the Toxicology Branch Ad Hoc Committee) comprised of members of the Toxicology Branch of the Hazard Evaluation Division. The Committee, in a consensus review dated March 4, 1985, classified glyphosate as a Group C carcinogen based on an increased incidence of renal tubular adenomas in male mice. According to the consensus review, the tumor is rare, it ocurred in a dose-related manner, and the incidence was outside the reported historical control range. The Committee also concluded that dose levels tested in a 26-month rat feeding study were not adequate for the assessment of glyphosate's carcinogenic potential in this species.
The kidney slides from the long-term mouse feeding study were subsequently reexamined, and one pathologist diagnosed an additional kidney tumor in control males. These findings were presented to the FIFRA Scientific Advisory Panel (SAP) which proposed that glyphosate be classified into Group D (inadequate animal evidence of carcinogenic potential).
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D. Evaluation of Carcinogenicity Data
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1. a. Experimental Design
The lifetime feeding study in Sprague-Dawley rats at 50/sex/dose was conducted at dietary concentrations of glyphosate of 0,30,100, and 300 ppm. These concentrations were adjusted during the course of the study so that actual doses 0,3,10, and 31 mg/kg/day in males an 0,3,11, and 34 mg/kg/day in females rats were maintained.
[Betreff: Zweites Peer Review zu Glyphosate
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Das Peer Review Kommittee für Karzinogenitäten der Gesundheitsbeeinträchtigungs-Abteilung kam am 26. Juni 1991 zusammen, um die Bedeutung der Hinweise zu beurteilen, die für Glyphosat vorlagen, mit besonderer Betonung auf seinem karzinogenen Potential. Das Kommittee beschloß, dass Glyphosat als Gruppe E Stoff einzustufen sei (kein Nachweis einer Krebsgefahr für Menschen), weil es in entsprechenden Studien mit zwei Tierarten, keinen überzeugenden Hinweis darauf gab, dass es krebsauslösend sei.
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Hintergrundinformation
Am 11. Februar 1985 wurde das karzinogene Potential von Glyphosat zum ersten Mal durch ein Panel (damals das "Schnellbeschließungskomitee für giftige Stoffe" genannt) in Betracht gezogen, das aus Mitgliedern des Toxikologischen Zweiges der Gefahrenbewertungsabteilung bestand. Dieses Kommittee, klassifizierte Glyphosat, in einer gemeinsamem Eklärung vom 4. März 1985, als ein Gruppe-C Karzinogen, basierend auf verstärkte Hinweise von Nierendrüsengeschwulsten in männlichen Mäusen. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, dass der Tumor selten ist und er in Abhängigkeit von der Dosierung auftrat, und die Häufigkeit außerhalb des berichteten Kontrollbereichs ist. Das Kommittee beschloß auch, dass die Dosen, die in einer 26-monatigen Fütterungsstudie bei Ratten eingesetzt wurden, nicht für die Einstufung über die Krebsgefahr von Glyphosat bei dieser besonderen (Tier)Art zulässig waren.
Die Nierenquerschnitte des Langzeitfütterungsversuchs mit Mäusen wurden hinterher noch einmal genau untersucht und ein Pathologe entdeckte einen zusätzlichen Nierentumor in der männlichen Kontrollgruppe. Diese Befunde wurden dem wissenschaftlichen Beirat des FIFRA ( Federal Insecticide, Fungicide, and Rodenticide Act) Panel präsentiert, welches daraufhin vorschlug dass Glyphosat in die Karzinogenitätsklasse D einzustufen sei.
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D. Bewertung der Karzinogenitätsdaten
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1. a Experimentelles Design
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Der Langzeitfütterungsversuch bei Sprague-Dawley-Ratten mit 50 Stück je Geschlecht und Dosis wurde mit Futterbeimengungen von Glyphosat von 0,30, 100 und 300 ppm [parts per million = Teile pro Million, d.h. 1 mg/Kilogramm Futter] durchgeführt. Diese Konzentrationen wurden während [ab welchem Zeitpunkt bzw. nach wieviel Tagen??? Und warum?] des Verlaufs der Studie angepasst, so dass schließlich mit tatsächlichen Dosen von 0,3,10 und 31 mg/kg/Tag bei männlichen und 0,3,11 und 34 mg/kg/Tag bei weiblichen Raten gearbeitet wurde.]
https://web.archive.org/web/20150430180 ... 91_265.pdf
Um es ganz deutlich zu sagen was dieses Dokument zeigt, damit diese Informationen nicht so schnell irgendwo in der Versenkung verschwinden:
Die (hauptamtlichen) Befürworter von Glyphosat bzw. die Kritiker von Gilles-Eric Seralini haben mindestens zweimal gelogen:
1. Es gab sehr wohl Langzeitstudien zu Glyphosat entgegen anderslautender Behauptungen
2. Gilles-Eric Seralini hat in seinen Fütterungsversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen genau die gleiche Rattenart verwendet, die auch bei den Glyphosat-Langzeitversuchen verwendet wurden, dennoch wurde ihm dies zum Vorwurf gemacht.
Über den Verlauf der Einstufung der Krebsgefährlichkeit von Glyphosat möge sich jeder ein eigenes Bild machen.