Glyphosat-Diskussion

viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#851

Beitrag von viktualia »

Ich gehe bei dem Ganzen davon aus, dass bewachsener Boden im natürlichen Verlauf einen Überschuss erwirtschaftet und dadurch immer fruchtbarer wird. Blödsinn. Von nix kommt nix. Effektiver ist nicht genau das gleiche wie "Fruchtbarer".
Nicht jeder Boden in jeder Lage gleich schnell -na bitte
und durch nicht beeinflussbare Umstände - Ausserirdische?
mitunter auch mit negativer Bilanz, - was bitte soll das jetzt sein?
aber insgesamt für die in D herrschenden Umstände eigentlich immer mit positiver Bilanz. -"Bilanz", welch unseliges DING.
Die kann man sicherlich gezielt "fördern" zum Beispiel durch die Kombination an Unterkulturen, Ruhezeiten (Brachen), Beweidung etc..
- Licht am Ende des Tunnels, aber: WIE....
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#852

Beitrag von viktualia »

Meine Behauptung war ja, gestützt auf die Bilanzen von Familie Brown,
dass trotz Ertragswirtschaft die Bilanz des Bodens immer noch positiv sein kann
"Bilanz", puh, Peter, du weist sicher besser als ich, dass eine Bilanz, wie jede "Wahrheit" nur in ihrem Kontext Sinn macht.
Wo ist dieses Wissen grade? Gibst mal wieder den "schwarzen Peter" unauffällig weiter, was?

- ohne externe Düngerzufuhr (Mineraldünger). Gottchen, hast du echt nicht mitbekommen, dass Gülle organischer Dünger ist?
Oder dass Gesteinsmehl Mineralischer Dünger ist?

Vielleicht magst du mir aber auch mitteilen, an welchen Stellen ich welche Zusammenhänge nicht betrachtet hatte?
Ich lerne gern dazu. Genau das könntest du effektiver gestalten, indem du z.B. an deinen Fragestellungen arbeitest, anstatt Behauptungen schön klingen zu lassen.
Und du hast natürlich Recht, der Boden düngt sich selbst: der Boden liefert die "Fabrikhalle" in der natürliche Vorgänge Nährstoffe freigeben können; ich hätte nie formuliert, dass "der Boden das macht." Macht ist nicht so mein Ding.
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#853

Beitrag von Peterle »

Na, vielen Dank erst mal wieder für die gewohnten Angriffe inkl. der Seitenhiebe auf frühere Diskussionen.

1. Ich hatte ganz klar angegeben, dass die Verrottung ebenfalls Dünger ist.
2. Ich hatte im Beitrag früher Campact und WMove angeführt bezgl. Glyphosat
3. Ich hatte mich auf den Link von Steinbock bezogen, in welchem beschrieben ist, dass Fam. Brown keinerlei Glyphosat auf Ihrem Land einsetz(t)en.
4. Im gleichen Zitat ist die betriebswirtschaftliche Seite und die positive Bilanz der Bodens aufgeführt. (Von wegen Bonanza)

Da ich aber scheinbar zu blöde bin dich zu verstehen, erklär mir aus deinem Geschreibsel, was du angeführt hast, was nicht in den Zitaten oder meinem Schreiben stand.
Ich hatte an Oelkanne eine Frage gerichtet, ich glaube damit ist deine letzte Forderung wohl auch erledigt oder?

Das war die Frage (nämlich wie Oelkanne die Erfolge der Fam. Brown erklärt, wenn es nach seiner Ausführung so ja nicht geht):
Vielleicht versuchst du mal auf diese Punkte und das, was im Bericht steht einzugehen? Weil deine Antwort beschreibt ja nur den konventionellen Anbau, nicht das, was Gabe Brown als Alternative aufzeigt.
Ich sehe gerade das deine Angriffe wieder mal überhand nehmen und werde nicht mehr weiter auf diese blöde Art reagieren. Reib dich an anderen.

Peter
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#854

Beitrag von viktualia »

Peterle hat geschrieben:
Betrachten wir die Nährstoffkette insgesamt, so wird nicht nur der vorhandenen Boden genutzt, sondern auch reichlich anderes, wie eben auch verrottendes Pflanzenmaterial oder Dung oder tote Tiere. Passt nicht 100pro, aber irgendwo möchte ich da mal den Unterschied zwischen Gemüse, Bäumen, Einjährigen und Stauden einbringen, der geht sonst ganz unter.
Hierzu gibt es viele schöne Bilder, unter anderem auch in dem oft geschmähten Seymore, und ist insgesamt unstrittig.
Unstrittig ist alles so schwammige, aber na ja.....
Nun könntest du behaupten, dass durch kurze Fruchtfolgen und angepasste Kulturpflanzen die Rechnung nicht mehr aufgeht, also mehr rausgeht als reinkommt.
Man könnte aber auch nachfragen, was genau auf welchem Boden unter welchen Umständen gepflanzt wird, dann tut man sich damit:
Und das ist ja auch das Argument für Düngen insgesamt. leichter.
Was is´n nu düngen für dich. Ich weis immer noch nicht mehr, als dass du die Zusammenhänge nur teilweise erfasst. Wenn es dich interessiert, bitte genaue Fragen in einem neuen Faden. Und nicht immer dieses "Ja, könntest recht haben, aber mein Punkt gefällt mir besser und klingt auch klarer."
Nicht, dass ich alles wüsste, ich weis nur, dass man die Schwarmintelligenz SO nicht nutzen kann.

viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#855

Beitrag von viktualia »

Peter, ich will dir nix.
Ich greif dich auch eigentlich nicht an, mach halt nur klar, warum so keine vernünftige Antwort zustande kommen kann.

Ich bin nicht mehr höflich, da du das in keinster Weise konstruktiv nutzt;
diese Erfahrung war mir so unangenehm, dass ich um eine Verhaltensänderung nicht umhin komme.
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#856

Beitrag von viktualia »

Das war die Frage (nämlich wie Oelkanne die Erfolge der Fam. Brown erklärt, wenn es nach seiner Ausführung so ja nicht geht):

Vielleicht versuchst du mal auf diese Punkte und das, was im Bericht steht einzugehen? Weil deine Antwort beschreibt ja nur den konventionellen Anbau, nicht das, was Gabe Brown als Alternative aufzeigt.
Du möchtest also von Ölkanne hören, wie eine Vielfalt-Bilanz mit und ohne Glyphosat aussieht?
Dann frag doch auch danach, anstatt zu behaupten, der Boden hätte Macht.
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#857

Beitrag von Peterle »

Für alle, die noch am Thema interessiert sind und vielleicht den Faden verloren haben, hier noch mal der Einstieg:
Oelkanne hat geschrieben:
Biobewirtschaftung lässt die Aufwände für Dünger ganz und für PSMs vermutlich ebenfalls komplett wegfallen.
Dünger kann nicht wegfallen,
das geht aus Prinzip nicht.

PSM könnte wegfallen, geht praktisch aber nicht.
Durch echte Biobewirtschaftung dürfte etwa der Zuckergehalt, aber auch der sonstige Mineralgehalt z.B. in Zuckerrüben sowie die Ertragsmenge deutlich höher liegen. Dadurch kann man den erhöhten Personalaufwand vermutlich ausgleichen.
wat soll das denn werden?
Das ist unmöglich und (der Mineralien Gehalt) absolut unnötig.
Und ich will natürlich nicht behaupten (und habe auch nicht behauptet), dass der Boden keinen Dünger braucht. Ich hatte nur versucht darzulegen (aufgrund des zitierten Links), dass ein Betrieb ab einer relevanten Größe durchaus in der Lage ist, auf zugekauften Dünger zu verzichten, ohne Einbußen beim Ertrag. Oelkanne hatte in einem späteren Post dann noch mal die gängige Verfahrensweise dargelegt.
Nicht das das jetzt untergeht in der Verwirrung. Sollte das hier im Glyphosatfaden nicht gewünscht sein, dann gern auch im Faden von Sabi(e)ne.

Viele Grüsse

Peter
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#858

Beitrag von Peterle »

In diesem Zusammenhang muss ich leider doch auf einen vorherigen Einwurf reagieren:
Ich gehe bei dem Ganzen davon aus, dass bewachsener Boden im natürlichen Verlauf einen Überschuss erwirtschaftet und dadurch immer fruchtbarer wird. Blödsinn. Von nix kommt nix. Effektiver ist nicht genau das gleiche wie "Fruchtbarer".
Ich zitiere hierzu die Uni Münster:
Die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit steht in engem Zusammenhang mit den Ernährungsgewohnheiten der Regenwürmer. Sie fressen abgestorbenes organi­sches Material (pflanzliche Rückstände und tierische Abfallstoffe), das bereits von Mikroorganismen vorzersetzt ist. Gleichzeitig nehmen sie dabei auch mehr oder weniger große Mengen an mineralischem Bodenmaterial auf (s. Ernährung). Während der Verdauungstätigkeit werden organische und mineralische Bestandteile gemischt, konzentriert und als nährstoffhaltiger Kot ausgeschieden, der reich an organomineralischen Verbindungen ist.
und
Die Durchmischung von Regenwurmkot und Bodenmaterial führt zu stabilen Krümelaggregaten im Boden, welche die Nährstoffversorgung, Nährstoffspeicherung und Lockerung des Bodens fördern. Zusammen mit den Regenwurmgängen verbessern sie die Struktur des Bodenkörpers und die Fruchtbarkeit des Bodens nachhaltig.
Quelle: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/02/51.htm

Das ist meiner Meinung nach ein rein natürlicher Vorgang und in jedem gesunden Boden zu finden. In mechanisch stark bearbeiteten und Glyphosat vergifteten Böden natürlich nur in reduzierter Form vorzufinden. Siehe hierzu eine Studie der Uni Wien, zitiert in https://www.agrarheute.com/news/studie- ... -glyphosat

Grüße

Peter
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#859

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Peter wir reden aneinander vorbei.

Du redest von Bodenfruchtbarkeit, Bewirtschaftungsmöglichkeiten usw.

Ich rede vom absoluten Nährstoffgehaltes pro Gewichtseinheit des Bodens.
Und ich will natürlich nicht behaupten (und habe auch nicht behauptet), dass der Boden keinen Dünger braucht. Ich hatte nur versucht darzulegen (aufgrund des zitierten Links), dass ein Betrieb ab einer relevanten Größe durchaus in der Lage ist, auf zugekauften Dünger zu verzichten, ohne Einbußen beim Ertrag.
Das mag eine Weile lang gut gehen, aber am Ende hast du immer ausgelaugte Flächen.

Ein Beispiel:

Du hast eine Schale (der Boden) mit Murmeln (ganz abstrakt die Nährstoffe) vor dir.
Jedes Mal wenn eine Pflanze auf deinem Boden wächst, nimmst du zwei Murmeln (eine für Stängel/Blätter/Wurzeln und eine für die Körner) aus der Schale und legst sie daneben auf den Tisch.
Jetzt kommt der Tag der Ernte,
du erntest eine Murmel, die kannst du deinem Kind zurück geben (das Erntegut ist verkauft).
Die andere Murmel kommt zu rück in die Schale, das Stroh verblieb ja auf dem Acker.
Wenn du jetzt X Jahre das durchspielst ist deine Schale am Ende leer.
Jetzt kommst du und sagst:
Wir bauen Zwischenfrüchte an.

Gesagt getan,
zwei Murmeln aus der Schale genommen, die Zwischenfrucht ist ja gewachsen und hat Nährstoffe aus dem Boden aufgenommen.
Da du das Grünzeug nicht verwerten kannst, pflügst du es unter:
die zwei Murmeln kommen in die Schale zurück.
Hat sich die Anzahl der Murmeln in der Schale erhöht, ist also der Nährstoffgehalt in deinem Boden gestiegen?
Leider nein, das wär zu schön um wahr zu sein.
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#860

Beitrag von Peterle »

hallo Oelkanne,

vielen Dank für deinen qualifizierten Beitrag! Dein Beispiel leuchtet mir ein, keine Frage. Nach diesem Muster habe ich früher auch immer gehandelt, meine Eltern und Großeltern sowieso.
Ich konnte allerdings nie auf Tiere zurück greifen und musste somit zukaufen (mache ich jetzt mit dem Rinderdung ja auch).

Wie macht sich der Nährstoffeintrag durch Beweidung, Stäube, Niederschläge, Aufschluss von Nährstoffen durch Mikroorganismen und Kleinstlebewesen bis hin zu Regenwürmern bemerkbar? Oder ist das in deiner Betrachtung schon enthalten? Ich gehe ja bei einem ungestörten Boden von einer permanenten Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit aus wie vorher angemerkt. Die ist zwar nicht gleichbleibend stark, eher logarithmisch zunehmend, aber bestimmt vorhanden.
Und wie erklären sich dann die Bodenverbesserungen bei Herrn Brown und Sohn? Oder meinst du, da spielen noch andere Faktoren eine Rolle, die aber nicht genannt wurden?

Was mir auch einleuchtend scheint ist, dass die Nahrung, welche wir dem Boden entziehen, ja nicht wieder in Form von (menschlichen) Fäkalien zurückgeführt wird. Dies auszugleichen könnte schon ein wesentlicher Faktor sein, der über die Tierhaltung aufgefangen wird. Eigentlich müsste, um einen nahezu kompletten Kreislauf zu betrachten, dies mit eingerechnet werden. Also ist gekauftes Viehfutter vermutlich gegen die fehlenden Fäkalien und den Verderb/Schwund zu rechnen

Danke dir und Gruß

Peter
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