Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#951

Beitrag von Rati »

Peterle hat geschrieben:..Na, jetzt bis du aber der Träumer. Es wird nicht am Traum gebastelt sondern daran, diesen zu verhindern. Auch global.
Ich sehe jedenfalls keine Tendenzen hin zum Besseren :roll:

Gruß

Peter
darst halt nicht nur auf die politischen Würdenträger schauen, sondern mußt auch all die kleinen und größeren Projekte engagierter menschen in Wissenschaft und Praxis begutachten, die sich mit allem möglichen beschäftigen.
Von neuen Ideen des Zusammenlebens bis hin zur Wiederbelebung toten Landes, neuer Nahrungsmittelerzeugung, neuer Energiene, neues Interesse am Gestalten, usw, usv
Und hier im Forum, is auch einiges davon zu finden.
Also, Augen auf und träumen. :mrgreen:

Grüße Rati

PS: es brauch halt viel Zeit um eine neue Gesellschaftsform zu entwickeln, das ist glaube ich für viele ein Problem. :)
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Peterle
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#952

Beitrag von Peterle »

Ja, dein P.S. reißt es wieder raus. Was weder ich noch meine Kinder erleben ist mir erst mal sekundär.

Gruß

Peter
Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#953

Beitrag von Rati »

Peterle hat geschrieben:Ja, dein P.S. reißt es wieder raus. Was weder ich noch meine Kinder erleben ist mir erst mal sekundär....
:lol: :) ja, den menschen zu vermitteln das anders zu beurteilen ist eine der größten Baustellen des Projektes. :ohm:

Grüße Rati
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Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#954

Beitrag von Rati »

zu gerade geschriebenem:

Für mich ist es so, wenn die Kinder meiner Kinder leiden (weil die Welt nicht gut funktioniert-unser Thema), leiden meine Kinder und wenn meine Kinder leiden leide ich, den ich trage Verantwortung für sie und ich möchte das es ihnen gut geht.
Da auch meine Kinder eines Tages genau so denken werden ist diese Kette in die Zukunft fortsetzbar.
Soll heißen: es geht nicht darum ob ich das alles noch erlebe, sondern das es mir - neben meinem Leben- auch wichtig ist wie meine Nachfahren leben werden.
Und deshalb ist für mich der Blick auf die Zukunft genaus so primär wie der auf die Gegenwart.

klingt wahrscheinlich für andere verrückt. :aeh: ist halt ne Gefühlssache und Gefühle sind ja individuell. :)

Grüße Rati
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Wildmohn

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#955

Beitrag von Wildmohn »

Rohana hat geschrieben: Kannst du "kapitalistisches Hamsterrad" und "artgerechte Innovation" genauer definieren? Durch die Gegebenheiten vor Ort haben wir (genau wie alle anderen, die an Land gebunden sind) einen relativ begrenzten Gestaltungsspielraum, aber das würde vermutlich eh jeden Rahmen eines Postings sprengen. Geht einfacher wenn du vorbeikommst ;)
Alles immer aufs System abzuwälzen ist übrigens zu einfach, vonwegen Druck macht blind. Es ist einiges theoretisch möglich, aber lange nicht alles bezahlbar(!), praktisch bzw. arbeitstechnisch umsetzbar und/oder wirtschaftlich (und anderweitig) sinnvoll.
Erstmal danke für Deine Erläuterungen. :) Jetzt kann man sich ein besseres Bild machen.
Das "kapitalistische Hamsterrad" ist genau das, was Du an Folgen spürst, wenn die Preise auf Grund marktwirtschaftlicher Interessen bis unter die Schmerzgrenze gedrückt werden. Hat man als Betrieb z.B. Schulden, die getilgt werden müssen, ist man schon im Hamsterrad drin. Das Kapital bestimmt den Markt und natürlich der Verbraucher, der im allgemeinen zu den billigsten Produkten greift.
Ich glaube, es gibt eine relativ hohe europaweite Selbstmordrate von Milchbaueren, die auf Grund des Preisdrucks verzweilfelt aus dem Leben geschieden sind...
Tja und die "artgerechte Innovation" wäre an Deinem Beispiel, dass den Kühen Weidewirtschaft zu gute käme und die Kälber entsprechend lang bei der Mutterkuh bleiben könnten, was sich logischer Weise entsprechend im Milchpreis niederschlagen müsste.
Unsere Gesellschaft ist aber noch sehr weit davon entfernt, für solche Produkte einen entsprechenden Betrag zu entrichten...
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#956

Beitrag von sybille »

Wildmohn, das ist sehr gut geschrieben!
Ich glaube, es gibt eine relativ hohe europaweite Selbstmordrate von Milchbaueren, die auf Grund des Preisdrucks verzweilfelt aus dem Leben geschieden sind...
Das ist leider so!
Unsere Gesellschaft ist aber noch sehr weit davon entfernt, für solche Produkte einen entsprechenden Betrag zu entrichten...
Das ist genau das Problem :bang: Leben wir länger und besser mit Handy, Smartphone ... als mit guten Lebensmitteln? Der Gesellschaft wird das so vorgegaukelt und alle galuben es :nudel:
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#957

Beitrag von centauri »

Ich bin eigentlich dafür, nur,
1. Wer Milchprodukte haben möchte halte er sich eine Kuh, Schaf oder Ziege.
2. Wer ein Ei haben möchte halte sich ein Huhn.
3. Wer Fleisch und Wurst möchte hält sich ein Schwein, Rind, Schaf, Ziege, Truthahn, Huhn, Ente, Meerschweinchen,
Kaninchen usw.usf..
Macht doch einfach! :aeh:

Edit: Darauf antwortet eh keiner weil da müsste man ja was machen!
@Ina Vieleicht könntest du jetzt mal keine Frage stellen und eine Antwort finden.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#958

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

centauri hat geschrieben:Edit: Darauf antwortet eh keiner weil da müsste man ja was machen!
na jaaaa - um darauf zu antworten, muss man mal nicht wirklich viel machen....
centauri hat geschrieben:@Ina Vieleicht könntest du jetzt mal keine Frage stellen und eine Antwort finden.
doch zuerst muss ich was fragen: Antwort auf welche Frage? :rot:
ich seh da eigentlich nur eine Herausforderung: "mach doch!"

weißt du, mein Traumberuf war/ist Bäurin - obwohl die Bauern, mit denen ich gearbeitet habe, immer korrigiert haben: "Du willst nicht Bäurin sein, sondern Bauer" weil ich vor allem die Männerarbeit getan habe.
Wenn ich ehrlich bin: es ist eine wunder-wunderschöne Tätigkeit, nur leider unmöglich (für mich), sich einen Hof zu erarbeiten.
hm

welche Antworten soll ich finden?

Ich esse echt wenig Fleisch, ich weiß so ungefähr, wielange es dauert, bis man ein Rindschnitzel am Teller haben kann.
Und ja, die Tiere leiden.
Es ist schwierig.....

Wir hatten Fische (Forellen) in unserm Teich. Leider ist das mit dem Wasserzufluß so eine Sache und weil ich auf keinen Fall will, dass die Fische eines schönen Sommertages alle sterben, weil schon wieder mal irgendwer durch den Bach gefahren ist, sodass kein Frischwasser mehr zu uns fließt. Wirklich viel Fische haben wir nicht gehalten, aber Füttern mussten wir nicht, weil sehr viel Kleingetier in unserm Teich lebt - so stell ich mir das eigentlich vor: nur selten Fleisch oder Fisch, zum Sattwerden pflanzliches.
Wir leben auch so :im:

Ich habe ein paar Jahre auf einem Milchviehbetrieb gearbeitet und das Zeugnis, das ich bekam, kann sich sehen lassen.
Diese Arbeit ist nicht schwer!!!!
nur wird man dabei schmutzig und man muss das Grundkapital (oder den Hof) mal irgendwo herkriegen.

Ich glaube ja, dass viel zu viel Fleisch/Eier gegessen, Milch getrunken wird.
nicht dass wir alle vegan leben sollten, aber ein bisschen weniger wäre dem Tierwohl sehr zuträglich.

Nur: bitte nicht jeder, der Milch trinken will, eine Kuh halten. Das wäre total verkehrt...
Wer Milch trinken will, muss sich mit anderen zusammentun und eine Rinderherde halten :aeh:
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Peterle
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#959

Beitrag von Peterle »

centauri hat geschrieben: .
.Macht doch einfach! :aeh:

Edit: Darauf antwortet eh keiner weil da müsste man ja was machen!
Wenn wir das so halten würden, dann wären wir nicht viel weiter als die anderen Primaten heute.
Bin ich Schuster, Maurer, Bäcker, Tischler, Bauer, Schlachter, Imker, Steinmetz ...

Und doch nutzt jeder von uns all das. Diese Ansatz kann wohl falscher nicht sein. Eine Verweigerungshaltung (esst mehr vegetarisch) ist auch keine Lösung. Weniger Nachwuchs in den Brennpunkten dieser Welt wäre sicherlich eher ein Weg aus dem Dilemma. Und Nachwuchs vermeiden hieße, dort ein ähnliches Niveau herstellen wir bei uns. Dann fällt der Zwang zum Nachwuchs ganz von allein weg.
Aber das wiederum hieße teilen und ein gerechtes Wirtschaftssystem. Wer will das denn schon?

Gruß

Peter
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#960

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Peterle hat geschrieben:Aber das wiederum hieße teilen und ein gerechtes Wirtschaftssystem.


Wer will das denn schon?
Der riesige Landwirtschaftsbetrieb, der mir freiwillg einen Teil seines Landes überlässt, damit ich dort der Aufforderung "mach selber!" folgen kann.... :haha: :pft:

sorry :flag:

im Ernst; Armut beginnt in den Entwicklungsländern dann, wenn die vielen Kleinbauern verschwinden und Großbetrieben Platz machen.
nicht jetzt, dass Arbeitsteilung grundsätzlich falsch wäre, aber irgendwas haben wir nicht richtig gemacht dabei....
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