Lass den Kopf nicht hängen Tom, ich glaub an dich!
Ich hätte auch gedacht dass Zuckerschoten eine Menge Geld bringen, vielleicht in dem Laden nicht, aber kann man da nicht über alternative Vermarktungswege nachdenken?
Ich würde sicherlich auch gerne so leben, mit eigenem Hof, mit dem Gemüse aus meinem Garten Geld verdienen usw. Deswegen beschäftige ich mich auch ausgiebig mit dem Thema. Auf der anderen Seite brauchst du aber auch Geld, harte Euros mit denen du deinen Strom, deine Versicherung, deine Grundsteuer zahlen kannst. Das ist der Grund, warum ich es (noch) nicht gestartet habe, das Projekt.
Viele Leute die Erfolg mit dem Marktgärtnern haben, raten folgendes:
Schau mal, was wirklich Geld bringt! All diese Tiere, wieviel Zeit kosten die und wieviel Euro bringen sie? Da gibt es auf Englisch die "Time - Motion Studies": Wieviel Zeit braucht täglich eine Aufgabe, was bringt sie an finanziellem Ertrag? Meist bringen 20% Aufwand 80% des Ertrages (80 - 20 Regel). Der Trick ist, sich auf diese 20% stärker zu fokussieren.
Viele Marktgärtner setzen auf Blattgemüse, Babygemüse, Sprossen, Beeren, Spargel, Zuckerschoten, Kräuter, eventuell Tomaten. Dann alles was wenig Arbeit macht, aber viel Fläche verbraucht wie Nüsse, Äpfel, Birnen, Pflaumen.
Vielleicht ist eine Community Supported Agriculture ein Weg für dich, ich weiß leider nicht wie das auf Deutsch heißt.
Ich hab Null Ahnung, aber ich glaube dass du einen verdammt harten Stremmel fährst bei dem am Ende wenig Knete rumkommt. Das muss jeder selbst wissen, nur ist bei einer Negativbilanz irgendwann der Traum ausgeträumt. Dann ist der Hof weg und alles Essig. Und vor lauter Arbeit konntest du die Zeit noch nicht mal genießen. Sowas wie Heu machen würde ich dann tun, wenn ich Freizeit dafür hätte. Du hast vermutlich weder das Gerät noch die Fläche um das wirtschaftlich machen zu können. Ansonsten: einer Freundin den Rasen mähen wenn man es zeitlich einrichten kann und fertig. Heu kann man kaufen. Außerdem braucht man es erst dann, wenn man sich das Hobby "Tiere die kein Geld bringen" zeitlich und finanziell leisten kann.
Unter dem Namen "Hausmeistertätigkeiten" kannst du im Winter deine offenbar nicht geringen handwerklichen Tätigkeiten versilbern.
Im Wesentlichen wäre meine Empfehlung: € machen wo immer möglich, wenn die finanzielle Existenz solide steht, Hobbies nachgehen (ausnageln, Tiere, Geodome bauen)