Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Ina: Die meisten deiner alternativen Ansätze bewirken natürlich kleine Schritte zum Positiven. Aber halt nur in der jeweiligen Saison. Nutztiere schaffen das ganze Jahr über nutzbare Nischen.
Stellt euch mal vor, wie viel Leben mehr es gäbe, wenn al die Nutztiere, die jetzt in Ställen hocken, alle ganzjährig wieder draußen leben könnten.
Vor 1900 habe es in D noch irgendwas um die 120 Mio. Schafe. Auch Rinder und Scheine, Ziegen, Geflügel wurden zumindest zeitweise draußen gehalten. Auf dem Land hatte fast jeder einen Nutzgarten und Kleinvieh.
Das ist alles weg, bis auf minimale Reste. Und was an Tieren noch da ist, muss aus Kostengründen und wegen unzähliger Vorschriften in den Ställen eingepfercht werden, weil die Verbraucher in Umfragen zwar immer alle Bio und Regional kaufen, aber ihr Geld dann seltsamer Weise doch fast komplett bei Aldi und Co. ausgeben und selbst zwischen diesen Discountern wechseln, wenn der eine was 2 Cent billiger anbietet.
Es ist halt so einfach, die eigene Bequemlichkeit zu ignorieren und anderen die Schuld zu geben.
Wenn sich etwas ändern soll in der Landwirtschaft, dann muss sich das Konsumverhalten der Verbraucher und der Weg vom Bauern zum Verbraucher ändern. Das können die Bauern alleine nicht leisten.
Solange die "guten" Betriebe von Idealismus und Selbstausbeutung leben müssen und die "bösen" das Geld verdienen, werden die einen weniger werden und die anderen mehr.
Mit Schimpfen auf die Bauern erreicht man da garnichts. Und mit immer neuen Auflagen, die die großen auf die Masse umlegen können und die die Kleinen ersticken erreicht man das Gegenteil des Erwünschten.
Das ganze System muss umgebaut werden, so dass die erwünschten Betriebe den Wettbewerbsvorteil haben und ihren Menschen eine gute Lebensqualität bieten. Dann erst ändert sich in der Fläche die Bewirtschaftung zu mehr Vielfalt.
Stellt euch mal vor, wie viel Leben mehr es gäbe, wenn al die Nutztiere, die jetzt in Ställen hocken, alle ganzjährig wieder draußen leben könnten.
Vor 1900 habe es in D noch irgendwas um die 120 Mio. Schafe. Auch Rinder und Scheine, Ziegen, Geflügel wurden zumindest zeitweise draußen gehalten. Auf dem Land hatte fast jeder einen Nutzgarten und Kleinvieh.
Das ist alles weg, bis auf minimale Reste. Und was an Tieren noch da ist, muss aus Kostengründen und wegen unzähliger Vorschriften in den Ställen eingepfercht werden, weil die Verbraucher in Umfragen zwar immer alle Bio und Regional kaufen, aber ihr Geld dann seltsamer Weise doch fast komplett bei Aldi und Co. ausgeben und selbst zwischen diesen Discountern wechseln, wenn der eine was 2 Cent billiger anbietet.
Es ist halt so einfach, die eigene Bequemlichkeit zu ignorieren und anderen die Schuld zu geben.
Wenn sich etwas ändern soll in der Landwirtschaft, dann muss sich das Konsumverhalten der Verbraucher und der Weg vom Bauern zum Verbraucher ändern. Das können die Bauern alleine nicht leisten.
Solange die "guten" Betriebe von Idealismus und Selbstausbeutung leben müssen und die "bösen" das Geld verdienen, werden die einen weniger werden und die anderen mehr.
Mit Schimpfen auf die Bauern erreicht man da garnichts. Und mit immer neuen Auflagen, die die großen auf die Masse umlegen können und die die Kleinen ersticken erreicht man das Gegenteil des Erwünschten.
Das ganze System muss umgebaut werden, so dass die erwünschten Betriebe den Wettbewerbsvorteil haben und ihren Menschen eine gute Lebensqualität bieten. Dann erst ändert sich in der Fläche die Bewirtschaftung zu mehr Vielfalt.
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hobbygaertnerin
- Förderer 2019

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- Registriert: Di 14. Jun 2011, 08:48
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Manfred,
Danke für deinen Beitrag, ganz, ganz herzlich Danke.
Danke für deinen Beitrag, ganz, ganz herzlich Danke.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Manfred hat geschrieben: Wenn er NABU helfen will, dann soll er sich für einen Food-Freedom-Act einsetzen, der die Direktvermarkter und kleinen Lebensmittelhandwerker komplett von all diesen Auflagen befreit (wer will, könnte sich natürlich freiwillig weiter kontrollieren und dafür zertifizieren lassen).
Dann könnte wieder ein blühender Markt für Direktvermarkter und kleines Lebensmittelhandwerk entstehen und die damit verbundene Vielfalt in der Landwirtschaft.
Manfred, auch von mir ein Dankeschön.
Aber gibt es denn irgendjemanden, der das auf politischer Ebene auch nur ansatzweise fordert? Die großen Naturschutzverbände jedenfalls nicht, der Bauernverband ja wohl auch nicht. Und die meisten Verbraucher haben ja alle so gerne immer viel Angst vor allen, so jedenfalls mein Eindruck
Lebe das Leben, das Du liebst und liebe das Leben, das Du lebst.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
viktualia hat geschrieben:Moooment, Rati, wieso soll "mein" Schweinekot kein Leben enthalten ausser Parasiten, also Krankheitserregern?
Verdauung ist Verdauung und die ist nicht steril.
Symbionten werden da ja wohl noch drin sein, zumindest meiner Fütterung nach haben die eine wunderbar ausgewogene Darmflora.
Aber 100pro!...
An sonsten, meinte ich eher das
den genau danach suchen die:Manfred hat geschrieben:Und sobald die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, sind auch wieder Insekten daran zugange.
Würmer und Larven von Tieren die ihre Eier in den Mist legen.. und die sind halt in, im November frisch aus Beet gekipptem Mist nicht soo aktiv.viktualia hat geschrieben:Ich hatte dieses Bild vor Augen, von in der Wiese stehenden und in Fladen pickenden Vögeln....
Die anderen Sachen die du beschreibst hab ich natürlich schon.
Allerdings enthält dein Schweinchenmist sicherlich auch Futterreste die für Vögel interessant sind.
Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
[Einstürzende Neubauten 1996]
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viktualia
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wow, da erschliessen sich mir ja ganz neue Kreisläufe.
Nochmal danke für die Anregung; da findet sich sicher ein Eckchen für ne "neue" Art der Flächenkompostierung....
Nochmal danke für die Anregung; da findet sich sicher ein Eckchen für ne "neue" Art der Flächenkompostierung....
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das stimmt!Rati hat geschrieben:Würmer und Larven von Tieren die ihre Eier in den Mist legen....
(oh es gab mal ein smiley, dass so ein Licht im Kopf angeht..... das bräuchte ich jetzt)
Wo Mist im Komposthaufen ist, da kommen irre viele Fliegen!!
(muss aber nicht unbedingt tierischer sein)
Weidehaltung ist Umweltverschmutzung!
Da wo die Kuh hinscheißt und pisst, ist der Untergrund total mit Ammonik, Nitrat, Nitrit, Kali usw. überbelastet und das Sickerwasser nimmt alles mit in den Untergrund und ist somit nicht mehr Pflanzenverfügbar. Da nützt auch kein Mulchen mehr. Da lob ich mir mein altes Güllefass mit Prallteller mit einem ordentlichen Schuß Wasser da haben alle Pflanzen auf der Wiese was von..
(Kommentar bei: Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Rind-Rind ... 68027.html)
stimmt das?
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das ist Unsinn. Aber wer ständig unsachlich angegriffen wird, giftet halt auch mal in ähnlicher Form zurück.ina maka hat geschrieben:stimmt das?
Wenn eine Fläche regelmäßig beweidet wird, baut sich ein Verwertungskreislauf auf und es warten unzählige hungrige Mäuler auf jeden Fladen, die ihn verteilen und verwerten.
Die Natur hat schließlich ziemlich lange dran geübt, dass nichts verkommt und jede Nische genutzt wird.
Aber solche Verwertungsketten sind von regelmäßigem Nachschub abhängig. Kommt nur unregelmäßig eine große Menge, sind die Mikroben die einzigen, die sich schnell genug vermehren können, um nennenswerte Mengen davon zu verarbeiten. Die 10 Mistkäfer und Dungfliegen, die von Hasenkötteln überleben, können eine Gülleschwemme nicht verarbeiten und auch keinen Vogelschwarm ernähren.
Das ist kein Vorwurf an irgendeinen Kollegen, sondern eine Anregung zum Nachdenken für die Gesellschaft, ob es nicht besser wäre, die Strukturen so zu ändern, dass wir die Tiere wieder auf die Flächen bringen, so sie m.E. hin gehören.
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
https://www.az-online.de/altmark/stenda ... 45940.html
Top-Idee der Politiker. Künftig überlegt sich jeder zweimal ob er einen Wolfsriss meldet, denn es könnte ja der Schutz als "nicht ausreichend" bewertet werden und hopps ist die ganze Betriebsprämie weg, zusätzlich zum Schaden durch den Riss. Dadurch würde sicher die Zahl der Wolfsrisse wesentlich merkbarer zurückgehen als durch jede Vergrämungsaktion... krasser Scheiss.
Top-Idee der Politiker. Künftig überlegt sich jeder zweimal ob er einen Wolfsriss meldet, denn es könnte ja der Schutz als "nicht ausreichend" bewertet werden und hopps ist die ganze Betriebsprämie weg, zusätzlich zum Schaden durch den Riss. Dadurch würde sicher die Zahl der Wolfsrisse wesentlich merkbarer zurückgehen als durch jede Vergrämungsaktion... krasser Scheiss.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- Herbstelfe
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Bundesregierung beschließt Stickstoffbericht. Sachverständigenrat drängt auf konsequentes Umsetzen der strengeren Regulierung des Düngemitteleinsatzes und bemängelt fehlende Umsetzung von Maßnahmenvorschlägen:
https://www.topagrar.com/news/Acker-Agr ... 99264.html
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Keine Zeit für dumme Späße, ich hab zu tun mit Älterwerden.
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
So, der Butterpreis ist auf Rekordhoch (teurer als 1983) und der Milchpreis? Abrechnung für Mai ist noch nicht da, ich schätze wir bewegen uns um 35 ct/l als konvi ohne Zuschläge. Erst sieht der LEH wo er bleibt, dann die Molkerei, und wenn vielleicht noch was übrig bleibt...
http://www.wz.de/home/ratgeber/gesundhe ... -1.2452004
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