Euer Selbstversorger-Ärger

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Olaf
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1961

Beitrag von Olaf »

Mit Abwarten.
Hast doch alles getan, was noch zu tun war.
Uns sind die Gänse ausgebrochen, vor 3 Tagen, rübergeflogen, was weiß ich, und haben meinen Brokkolies alle Blätter abgebissen.
Gut, da konnten sie heute nicht so viel verdunsten :lol: , hier war es auch irre heiß.(Ic h will aber nicht klagen, es ist geil!) Aber der treibt schon wieder aus, vielleicht wird es ja noch was.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
elli
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1962

Beitrag von elli »

Oh, mein Beileid! Deine 3 Brokkoli sehen viel besser aus als die meisten von meinen Kohlpflanzen. Da war ich echt geschockt, als ich das heute sah, wie sie schlaff rumlagen. Genau wie bei Küstenharry, auch wenn ich sie schon vor einigen Tagen gepflanzt habe. Ich hoffe, sie erholen sich - und Deine auch. Es geht eben nichts über richtig gute Wurzelballen. Also lieber zu kleine Töpfe als zu große, ist meine neueste Theorie. Die Tomaten sind in den Kästen zwar sehr groß geworden, aber sonst in den Töpfen waren die Ballen besser.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1963

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

elli hat geschrieben:lieber zu kleine Töpfe als zu große, ist meine neueste Theorie.
stimmt das nicht, dass die Wurzeln der Pflanzen in zu engen Töpfen anfangen im Kreis zu wachsen und dann nicht mehr normal werden?
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Peterle
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1964

Beitrag von Peterle »

Also zu große Töpfe ergeben lockere Wurzelballen wie natürlich gewachsen und sind schwerer zu verpflanzen (fallen gern auseinander).
Sind die im Kreis gedreht, dann dauert es lange bis zum anwachsen oder unterbleibt gar ganz. Da muss man viel gießen und abstützen.

Ich habe hier gerade eine Kampf- Amsel in der Kiefer. Am Tage scharrt die meinen ganzen Mulch inkl. Zwiebeln durcheinander, abends auf der Terrasse werden wir mit Sturzflug bedroht.
So ein Kerlchen aber auch.

Gruß

Peter
Olaf
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1965

Beitrag von Olaf »

Deswegen fuddelt man die Ballen ja etwas auseinander und verletzt die Wurzeln bewusst. Ich geh mit Elli konform, lieber knapp halten, zumindest das Zeug, was blühen soll....
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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Peterle
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1966

Beitrag von Peterle »

Hallo Olaf,

das mache ich auch, seit mir einige gekaufte Pflanzen eingegangen sind.
Bei großen Töpfen stelle ich die vorher in Wasser und presse diese dann beim enttopfen zusammen. Das hält den Ballen zusammen und verletzt möglichst wenig Wurzeln.
Außerdem erspare ich mir das Angießen (ich bin ziemlich faul) :lol:

Ohne es genau zu wissen vermute ich, dass Pflanzen ihre feinsten Wurzeln auf Reisen schicken - ähnlich wie die Kundschafterameisen - und die Wurzeln dann dort entwickeln, wo es am meisten nützt.
Diesen Vorgang möchte ich möglichst wenig behindern. Wurzeln abreißen mag Neuwachstum anregen, aber verbessern lässt sich vermutlich der ungestörte Vorgang nicht.

Gruß

Peter
mot437
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1967

Beitrag von mot437 »

hm da bin ich auch eher der meinung (erfarung)das bei manchen pflanzen das aufreisen gut tut da sie sonst eft zufriden scheinen mit dem forhandenen und dan bei der ersten trokenheit..eft wochen später kanst du sie imer noch in topfform rauszihen ohne das die wurzeln abgehen und suchen
Sei gut cowboy
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Peterle
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1968

Beitrag von Peterle »

Vielleicht denke ich falsch?
Wenn etwas durch externe Einflüsse wie Beschädigen zu verbessern ist, warum ist das dann in Millionen Jahren nicht von selbst entstanden?
Ich weiß, ein Knochenbruch heilt an dieser Stelle (beim sonst gesunden Menschen) stärker aus als er vorher war. Aber ist das sinnvoll (ohne Bruch)?
Pflanzen entwickeln mitunter an den Stellen, an denen Sie verletzt wurden neue Triebe oder Wurzeln. Sinnvoll?

Kohl zum Beispiel steht in dem Ruf, dass das Umpflanzen die Pflanze stärkt. Ich kann das, guten Boden vorausgesetzt, nicht bestätigen.
Mangelndes Wachstum der Wurzeln würde ich eher mit Überversorgung an Dünger und/oder Wasser erklären?

Also das (und eure Erfahrungen) ist ja mal wirklich interessant!

Gruß

Peter
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Rohana
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1969

Beitrag von Rohana »

Ärger des Tages: Die blöde Katze hat ne Schwalbe gefangen, kann die sich nicht an Mäuse halten? Schnüff. Ein Schwalb ist dann jetzt einsam...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
viktualia

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1970

Beitrag von viktualia »

Mischt ihr da nicht grad was zusammen?
Meines Wissens haben Pflanzen da unterschiedliche Bedürfnisse, mache sind empfindlicher, was ihr Wurzelwachstum, bzw. das Kürzen anlangt als andere. (Flach- und Tiefwurzler; Pfahlwurzeln nur ganz früh umpflanzen, wenn überhaupt.)
Bei den meisten ist es o.k. zur Anregung des Wurzelwachstums die kleinsten Würzelchen abzuschneiden (nicht mit den Fingern abzuquetschen...),
das ist aber nochmal ne andere Nummer als Pflanzen zu retten, deren Wurzeln schon 2 Runden im zu engen Topf gedreht haben.
Die kommen aus der Drehbewegung nicht mehr raus und können im Boden nicht richtig Halt finden, weil sie halt nicht zum -sich ausstrecken- kommen.
Die macht man dann ja auch nicht alle ab, sondern versucht, sie auszubreiten, was normalerweise mit mehr Verletzungen einhergeht.
Das eine ist der Versuch einer Optimierung, das andere der einer Rettung.

Hi Peter, grad noch gesehen:
kennst du den Vorgang, wie große Bäume in der Baumschule aufs verpflanzt werden vorbereitet werden? Da wird mehrmals die Baumscheibe abgestochen um den Wurzelballen kompakter zu machen, so dass der Baum dann, nach mehreren Jahren dieser Behandlung, irgendwohin gefahren und dort mit guter Überlebenschance, eingepflanzt werden kann.
Optimierung ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort dafür. Es ist eher ne Art "Training " : mit hat es bessere Chance, eine suboptimale Behandlung zu überstehen als ohne. Was man daraus fürs "ungestörte Wachstum" ableiten kann, weis sich nicht, ich würds aber erst mal auch noch vom Alter der Pflanzen abhängig machen. Und es gibt ja ganz Unterschiedliche Ziele, Alter ist ein Faktor, Rettung und Optimierung, Wuchsform, Überwintern für Saat.....
Wenn etwas durch externe Einflüsse wie Beschädigen zu verbessern ist, warum ist das dann in Millionen Jahren nicht von selbst entstanden?
Öhm, ist es doch: alle Spezialisierung entsteht so, oder denk ich jetzt falsch?
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