Mischt ihr da nicht grad was zusammen?
Meines Wissens haben Pflanzen da unterschiedliche Bedürfnisse, mache sind empfindlicher, was ihr Wurzelwachstum, bzw. das Kürzen anlangt als andere. (Flach- und Tiefwurzler; Pfahlwurzeln nur ganz früh umpflanzen, wenn überhaupt.)
Bei den meisten ist es o.k. zur Anregung des Wurzelwachstums die kleinsten Würzelchen abzuschneiden (nicht mit den Fingern abzuquetschen...),
das ist aber nochmal ne andere Nummer als Pflanzen zu retten, deren Wurzeln schon 2 Runden im zu engen Topf gedreht haben.
Die kommen aus der Drehbewegung nicht mehr raus und können im Boden nicht richtig Halt finden, weil sie halt nicht zum -sich ausstrecken- kommen.
Die macht man dann ja auch nicht alle ab, sondern versucht, sie auszubreiten, was normalerweise mit mehr Verletzungen einhergeht.
Das eine ist der Versuch einer Optimierung, das andere der einer Rettung.
Hi Peter, grad noch gesehen:
kennst du den Vorgang, wie große Bäume in der Baumschule aufs verpflanzt werden vorbereitet werden? Da wird mehrmals die Baumscheibe abgestochen um den Wurzelballen kompakter zu machen, so dass der Baum dann, nach mehreren Jahren dieser Behandlung, irgendwohin gefahren und dort mit guter Überlebenschance, eingepflanzt werden kann.
Optimierung ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort dafür. Es ist eher ne Art "Training " : mit hat es bessere Chance, eine suboptimale Behandlung zu überstehen als ohne. Was man daraus fürs "ungestörte Wachstum" ableiten kann, weis sich nicht, ich würds aber erst mal auch noch vom Alter der Pflanzen abhängig machen. Und es gibt ja ganz Unterschiedliche Ziele, Alter ist ein Faktor, Rettung und Optimierung, Wuchsform, Überwintern für Saat.....
Wenn etwas durch externe Einflüsse wie Beschädigen zu verbessern ist, warum ist das dann in Millionen Jahren nicht von selbst entstanden?
Öhm, ist es doch: alle Spezialisierung entsteht so, oder denk ich jetzt falsch?