Mondkalender

viktualia

Re: Mondkalender

#31

Beitrag von viktualia »

Wann würdet ihr eine brennesseljauche nach dem mondkalender ansetzen ?
Du meinst nach dem Mond? In den Kalendern, bzw. Poppe-Ratgebern find ich nicht wirklich was direktes zum Thema.
Brennesseljauche zum Bekämpfen von Blattläusen, incl. Nutzung des Restes zum düngen kann ich anbieten:
Vor Vollmond 2 große Handvoll in 10Litern Wasser, Kaltauszug, also nur 24 St. ziehen lassen, unverdünnt! in den Wurzelbereich;
wenn bei abnehmendem Mond angesetzt wurde, doppelt so lange ziehen lassen.
(Restlichen Auszug zum Düngen verdünnen.)
Dies seinen Schutzmassnahmen, nix für akuten Befall.
Düngen sollte man eher bei abnehmendem Mond, besser an Blatttagen bei blättrigem; schwache Wurzelbildg. an Würzeltagen behandeln; zum Blühen an Blütentagen.
(Wenn ich also 2 Wochen ziehen lassen wollte, würde ich kurz nach Neumond loslegen, also nach dem 26.ten Mai; am 28ten ist´n Blatttag den nähme ich, wenn mich das Ganze nicht neurotifiziern würde. Ist so bei mir, kann bei Andern anders sein)

Aus: "Vom richtigen Zeitpunkt", dem Standartwerk. Ist ne Ausgabe von 1991, die geht noch; ein "Mondlexikon" von 2000 find ich schon fast nicht mehr lesbar, extrem schräg/kategorisch geschrieben.
O.T.: da sind aber noch Tips, welche Pflanzenauszüge welche Insekten vertreiben, eher ne Sammlung als was Mondspezifisches: gegen Blattläuse auch Kapuzinerkresse (und Marienkäfer, nicht als Auszug, nehm ich an.); Erdflöhe: Holunderauszug, Wermut, Pfefferminze, Zwiebeln, Knobi, Salat. Pilzkankheiten: Zinnkraut.
Mehr? (Hier?)
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osterheidi
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Re: Mondkalender

#32

Beitrag von osterheidi »

Danke.ich nutze genau auch nur dieses uraltbuch. Wie und wann ich es ausbringe weiß ich dann. Ich möcht düngeverduche machen. Ich habe mir schwer getan die passende Info da rauszufiltern.
DieRingelblume

Re: Mondkalender

#33

Beitrag von DieRingelblume »

hunsbuckler hat geschrieben:Also ich halte Mondkalender für esoterischen Humbug. :platt:
Wenn man voll berufstätig ist UND noch etwas SV hinkriegen will, hat man schon Mühe genug, die wenigen kurzen Zeitfenster mit dem Wetter, dem Bodenzustand und anderen Aktivitäten und Bedürfnissen unter einen Hut zu kriegen.

Aber selbst wenn ich die Zeit hätte, will mir nicht einleuchten, wieso der Mond, geschweige denn die der menschlichen Willkür entsprungenen sogenannten"Sternbilder/Tierkreiszeichen" ALLE Pflanzen zwischen Flensburg und Garmisch so gleichschalten sollen, daß sie gleichzeitig ihre angeblichen Blatt/Blüten/Wurzel- und sonstwas-Tage haben sollen ? :ohoh:

Pflanzen sind doch ganzheitliche Individuen, die mit allen ihren Organen in ihrem ganz eigenen Rhythmus mit dem sie unmittelbar umgebenden Biotop wechselwirken.
Die genetischen Eigenschaften der verschiedenen Pflanzen, das Klima/Wetter, der Boden, Wasser und Nährstoffe, die Konkurrenz, Krankheiten und Schädlinge haben so entscheidende Einflüsse auf das Gedeihen, daß der Mondphasen-Effekt dagegen vernachlässigbar gering ist.
Wäre das anders, hätten Monsanto+Co ihn längst patentiert, da können wir Gift drauf nehmen !

Eine Übersicht zu Studien, die sich kritisch mit diversen behaupteten Mondwirkungen auseinandersetzen, findet Ihr übrigens unter http://www.dermond.at/mondphasen.html
Danke für diesen Beitrag, voll meine Meinung. Klar soll man immer neugierig sein und die Dinge hinterfragen. ABER: wenn gewisse Zusammenhänge hinreichend genau erforscht sind, braucht man sie nicht mehr in Frage zu stellen und sollte sich lieber anderen Fragestellungen widmen. Der Mond, das weiss die Wissenschaft, hat keinen Einfluss auf das Pflanzenwachstum. Der dreht da draußen seine Runden und gut is. Dieser eine Stern da, wie hieß er noch, ach ja: Sonne. Der hat allerdings eine gewisse Bedeutung. :grinblum:
viktualia

Re: Mondkalender

#34

Beitrag von viktualia »

ABER: wenn gewisse Zusammenhänge hinreichend genau erforscht sind, braucht man sie nicht mehr in Frage zu stellen und sollte sich lieber anderen Fragestellungen widmen.
Und genau desshalb mag ich Mondkalender, auch wenn sie mich wuschig machen würden, täte ich mich denn nach ihnen richten:
sorry, aber das Konzept des "hinreichend Erforschten" verträgt sich nun mal ganz grundsätzlich nicht
mit meinem Respekt vor und meiner Liebe zur Natur. Oder meiner Neugier.
Und hey, "braucht man sie nicht mehr hinterfragen" geht gar nicht.
"Andere Fragestellungen", die undynamisch da dann dazu wollen, hätten sowieso keine Chance mehr.
Mmh, da weis ich bei Mondanhängern wenigstens gleich, woran ich bin.
Ich weis nicht, wie Hunsbuckler auf unterschiedliche Rhytmen allen Lebens kommt; ich kann auch nicht beurteilen, wieviel Einklang da nun herrscht.
Aber Konzeptmässig ist mir, in aller Unbescheidenheit, was miteinander Verbundenes doch auch logischer.
Klar soll man immer neugierig sein und die Dinge hinterfragen.
aber nur das, was die Wissenschaft übrig lässt, oder wie?
DuRingelblume, willkommen hier, aber das ABER hat mich da grad echt angesprungen.
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Re: Mondkalender

#35

Beitrag von Rohana »

kraut_ruebe hat geschrieben: ich hab generell was übrig für die althergebrachten arbeitsweisen. früher war man auf ertrag wesentlich mehr angewiesen als jetzt und hat die beobachtungen nicht umsonst festgehalten, diese uralten erfahrungen nicht zu schätzen finde ich verschwendung.
Ich achte durchaus auf "altes Wissen", aber früher hat man auch geglaubt dass die Erde eine Scheibe wäre und Fett von Gehenkten eine heilende Wirkung hätte...
Persönlich halte ich die Witterungsbedingungen und den Bodenzustand für wesentlich entscheidender als die Mondphase. Diese beiden schränken eh schon ganz schön ein, wenn man dann noch das passende Mondzeitfenster dazunehmen will, wann kann man dann noch was machen? Insbesondere im grösseren Stil :ohoh: Also, bei dem Zeitverlust kann ich mir nicht vorstellen dass ein günstiger Mond das wieder reinholen/aufholen kann...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Mondkalender

#36

Beitrag von Peterle »

@Rohana

Bingo! Genau mein Ding. Und die Auswirkungen dessen, was der Mond als Trabant auf der Erde im Kleinen bewirkt ist wirklich zu vernachlässigen. Aber manch einer misst Entfernungen in Ångström per Meter.

Gruß

Peter
Olaf
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Re: Mondkalender

#37

Beitrag von Olaf »

Und darum halt ich mich da raus ;)
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
DieRingelblume

Re: Mondkalender

#38

Beitrag von DieRingelblume »

viktualia hat geschrieben:
ABER: wenn gewisse Zusammenhänge hinreichend genau erforscht sind, braucht man sie nicht mehr in Frage zu stellen und sollte sich lieber anderen Fragestellungen widmen.
Und genau desshalb mag ich Mondkalender, auch wenn sie mich wuschig machen würden, täte ich mich denn nach ihnen richten:
sorry, aber das Konzept des "hinreichend Erforschten" verträgt sich nun mal ganz grundsätzlich nicht
mit meinem Respekt vor und meiner Liebe zur Natur. Oder meiner Neugier.
Liebe zur Natur heißt für mich auch, sie so zu nehmen, wie sie ist und nicht Dinge hinein zu interpretieren, die nicht sind. Wo ist denn sonst die Grenze? Stellen wir morgen Geisterverschrecker auf den Acker, weil "könnte ja sein"?
Und hey, "braucht man sie nicht mehr hinterfragen" geht gar nicht.
"Andere Fragestellungen", die undynamisch da dann dazu wollen, hätten sowieso keine Chance mehr.
Ja, gewisse Dinge sind in der Wissenschaft schon so hinreichend geklärt, die kann man dann akzeptieren. Wir sehen ja umgekehrt, wohin dieses Denken, dass selbst etablierte Erkenntnisse in Frage stellt, führt: plötzlich glauben 50 % aller Amerikaner, die Welt sei 6000 Jahre alt und Gott wirklich der Erschaffer. Plötzlich werden Impfungen in Frage gestellt. Usw.
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Peterle
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Re: Mondkalender

#39

Beitrag von Peterle »

65375 hat geschrieben:
DieRingelblume hat geschrieben:gewisse Dinge sind in der Wissenschaft schon so hinreichend geklärt, die kann man dann akzeptieren.
Nenn uns doch einfach die entsprechenden Studien und wo wir sie finden können und gut is. Solange Du auch nur einfach Behauptungen verbreitest, bist Du nicht besser als die, die Du kritisierst.
Anders rum geht auch :)
Gut, bei den Geburten scheint der Mond keinen Einfluss zu haben. Dann aber vielleicht an anderer Stelle. Daran haben auch schon andere gedacht und fast alles untersucht, was man sich denken kann: Zahl der Verkehrsunfälle, Suizidversuche, Komplikationen nach Operationen. Hunderte Studien wurden angefertigt. Von denjenigen, die den wissenschaftlichen Standards entsprechen, hat bisher keine einzige einen Einfluss des Mondes auf den Menschen belegt.
Quelle:
klick

Gruß

Peter
Benutzer 72 gelöscht

Re: Mondkalender

#40

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Stattdessen fand Kuß einen Wochenrhythmus: Montags und dienstags wurden die meisten Kinder geboren, an den Wochenenden die wenigsten. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass künstlich eingeleitete Geburten eher auf den Wochenanfang gelegt werden.
Also falls bei der Studie künstlich eingeleitete Geburten dabei waren, dann ist sie nicht wissenschaftlich gemacht worden!
Auf solche Geburten hat der Mond natürlich keinen Einfluss! :lol:

Ich weiß gar nicht, bei welcher Mondphase meine Kinder geboren worden sind - kann man das irgendwo für die Vergangenheit nachschaun?
möcht es jetzt wissen....
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