Die EU wirds Millionen kosten um die Verwaltung dieser tollen "Hilfen" zu betreiben, die Bauern kostets Zeit und Nerven und helfen wird es niemandem wirklich und schon gar nicht langfristig. Aber Hauptsache man hat was getan
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Der Gipfel der absurden Ideen: 14 cent/Liter für nicht produzierte Milch, um die EU-weite Gesamtmenge um 0,7% abzusenken
http://www.topagrar.com/news/Rind-Rinde ... 13544.html
Die EU wirds Millionen kosten um die Verwaltung dieser tollen "Hilfen" zu betreiben, die Bauern kostets Zeit und Nerven und helfen wird es niemandem wirklich und schon gar nicht langfristig. Aber Hauptsache man hat was getan
Die EU wirds Millionen kosten um die Verwaltung dieser tollen "Hilfen" zu betreiben, die Bauern kostets Zeit und Nerven und helfen wird es niemandem wirklich und schon gar nicht langfristig. Aber Hauptsache man hat was getan
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Eigentlich müsste da die Staatsanwaltschaft aktiv werden, wegen sinnloser Verschwendung von Steuermitteln.
Aber das ist ja alles legal.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nur ein Zwischentief, oder beginnt die Bodenmarkt-Blase zu platzen?
Die Preise für Agrarland sind in NRW 2015 um 3,3% gefallen:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 13286.html
Die Preise für Agrarland sind in NRW 2015 um 3,3% gefallen:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 13286.html
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Zum Thema Milch: Bringt es den erzeugenden Bauern eigentlich etwas, wenn man Bio-Milch im Karton oder aus der Flasche für um die 1 Euro kauft?
Ja, richtige Milch ist das nicht - meistens pasteurisiert und/oder homogenisiert aber leider kenne ich in meiner näheren Umgebung keinen Milchbauern, der Milch direkt an Erzeuger verkauft. Leistet man bei diesem Preis nicht einen kleinen Beitrag, dass die Bauern für ihre Arbeit ordentlich entlohnt werden oder grallt sich da der Handel das größte Kuchenstück?
Ja, richtige Milch ist das nicht - meistens pasteurisiert und/oder homogenisiert aber leider kenne ich in meiner näheren Umgebung keinen Milchbauern, der Milch direkt an Erzeuger verkauft. Leistet man bei diesem Preis nicht einen kleinen Beitrag, dass die Bauern für ihre Arbeit ordentlich entlohnt werden oder grallt sich da der Handel das größte Kuchenstück?
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
https://www.bewusste-menschen.de/
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja. Ist eigentlich mit das Sinnvollste, was man aktuell als Verbraucher tun kann, Bio-Milchprodukte kaufen (abgesehen vom Kauf direkt beim Erzeuger). Die Bio-Erzeuger erhalten derzeit halbwegs angemessene Preise.
Wird sich aber wohl bald ändern, weil sehr viele Betriebe umstellen. Deshalb ist auch im Biosektor eine Schwemme zu befürchten.
Bei den ganzen konventionellen Teuer-Marken erhalten die Erzeuger zwar meist etwas mehr als bei den Billigmarken der Norddeutschen Großmolkereien, aber trotzdem nicht annähernd kostendeckende Preise, zumal die eher kleinen Erzeuger im Süden im Mittel auch höhere Stückkosten haben als die großen Milchviehbetriebe im Norden und Osten.
Wird sich aber wohl bald ändern, weil sehr viele Betriebe umstellen. Deshalb ist auch im Biosektor eine Schwemme zu befürchten.
Bei den ganzen konventionellen Teuer-Marken erhalten die Erzeuger zwar meist etwas mehr als bei den Billigmarken der Norddeutschen Großmolkereien, aber trotzdem nicht annähernd kostendeckende Preise, zumal die eher kleinen Erzeuger im Süden im Mittel auch höhere Stückkosten haben als die großen Milchviehbetriebe im Norden und Osten.
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Soweit ich weiss, ist in Markenmilch und Eigenmarkenmilch die selbe Milch drin, wenn beide aus der selben Molkerei kommen und keine besonderen Eigenschaften haben (erkennbar an der Milchnummer - siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... eutschland). Insofern - kein Unterschied für den Erzeuger. Allerdings kann die Molkerei auch nur so gut auszahlen, wie sie verdient, sprich bei mehr Wertschöpfung (z.B. durch Marke oder besondere Programme wie Weidemilch, genfrei etc bei konvi) gibt es tendenziell mehr für den Erzeuger.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Eine Million Schweine weniger
Laut Meldung in der aktuellen TopAgrar ist der Schweinebestand zum Stichtag 03.05.2015 um rund 1 Million Tiere auf jetzt 27,1 Mio. gesunken (Minus 3,7%).
Die Zahl der schweinehaltenden Betriebe ist im gleichen Zeitraum um 5,4% auf 24.500 gefallen.
Erfasst werden Betriebe, die mind. 50 Schweine oder mind. 10 Muttersauen halten.
In der gleichen Ausgabe gibt es eine Berechnung zur Entwicklung des Arbeitszeitbedarfs pro Mastplatz und Jahr.
In arbeitswirtschaftlich optimierten Betrieben ist der Arbeitszeitbedarf von seit 1950 von 2,15 Stunden pro Jahr (Haltung auf Tiefstreu) auf heute ca. 0,8 Stunden pro Jahr gesunken. Bei 3 Mastdurchgängen pro Jahr entspricht das einer Arbeitszeit von 0,27 Stunden, die ein Landwirt zur Erzeugung eines Mastschweines zur Verfügung hat. (Nicht pro Tag, sondern für die gesamte Mast vom 25 kg Ferkel bis zum schlachtreifen Schwein.)
In Tierwohl-Betrieben steigt der Arbeitszeitbedarf auf ca. 1 Stunde pro Jahr.
Falls bis 2030 wirklich das Kupierverbot und eine verpflichtende Strohvorlage eingeführt werden, wird der Arbeitszeitbedarf pro Mastplatz voraussichtlich auf 1,55 Stunden steigen, die Arbeitskosten pro Tier werden sich also ca. verdoppeln.
Laut Meldung in der aktuellen TopAgrar ist der Schweinebestand zum Stichtag 03.05.2015 um rund 1 Million Tiere auf jetzt 27,1 Mio. gesunken (Minus 3,7%).
Die Zahl der schweinehaltenden Betriebe ist im gleichen Zeitraum um 5,4% auf 24.500 gefallen.
Erfasst werden Betriebe, die mind. 50 Schweine oder mind. 10 Muttersauen halten.
In der gleichen Ausgabe gibt es eine Berechnung zur Entwicklung des Arbeitszeitbedarfs pro Mastplatz und Jahr.
In arbeitswirtschaftlich optimierten Betrieben ist der Arbeitszeitbedarf von seit 1950 von 2,15 Stunden pro Jahr (Haltung auf Tiefstreu) auf heute ca. 0,8 Stunden pro Jahr gesunken. Bei 3 Mastdurchgängen pro Jahr entspricht das einer Arbeitszeit von 0,27 Stunden, die ein Landwirt zur Erzeugung eines Mastschweines zur Verfügung hat. (Nicht pro Tag, sondern für die gesamte Mast vom 25 kg Ferkel bis zum schlachtreifen Schwein.)
In Tierwohl-Betrieben steigt der Arbeitszeitbedarf auf ca. 1 Stunde pro Jahr.
Falls bis 2030 wirklich das Kupierverbot und eine verpflichtende Strohvorlage eingeführt werden, wird der Arbeitszeitbedarf pro Mastplatz voraussichtlich auf 1,55 Stunden steigen, die Arbeitskosten pro Tier werden sich also ca. verdoppeln.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
60 Kühe im Schnitt
Auch zur Milchviehhaltung gibt es einige statistische Daten.
Durchschnittlich halten die Milcherzeuger 60,1 Kühe.
Dabei reich die Spannt bei den Bundesländern von durchschnittlich 36,8 Kühen in Bayern bis 231,9 Kühen in Brandenburg.
Die Zahl der Kühe ist bis Mai 2016 um 0,3% (ca. 15.000 Tiere) auf 4,272 Mio. gesunken.
Die Zahl der Milcherzeuger ist um gleichen Zeitraum um 4,7% auf 71.302 gefallen.
Die wachsenden Betriebe haben die Kuhzahl der aufgebenden Betriebe also fast komplett aufgefangen.
Die 15% größten Betriebe halten knapp 50% der Kühe.
Die Zahl der Betriebe mit über 200 Kühen ist um 7,7% gewachsen.
Im EU-weiten Vergleich hatte Deutschland 2013 die drittniedrigsten Milchauszahlungspreise.
Besonders die Niederlande (+11,6%) und Irland (+18%) haben das Quotenende genutzt, um die Milchproduktion massiv auszuweiten.
In Deutschland ist die Milchmenge um 1,7% gestiegen.
In Frankreich haben die Molkereien dagegen eine privatwirtschaftliche Mengensteuerung eingeführt. Die Milchmenge wurde 2015 gegenüber 2014 reduziert. Auch 2016 wurde bisher weniger angeliefert als 2015.
Die Erzeuger erhalten gestaffelte Preise. Das volle Milchgeld wird nur für eine jeweils vereinbarte Milchmenge bezahlt. Mehrmengen, die zu Butter- und Pulver verarbeitet werden müssen, werden mit deutlichen Preisabschlägen bestraft.
Auch zur Milchviehhaltung gibt es einige statistische Daten.
Durchschnittlich halten die Milcherzeuger 60,1 Kühe.
Dabei reich die Spannt bei den Bundesländern von durchschnittlich 36,8 Kühen in Bayern bis 231,9 Kühen in Brandenburg.
Die Zahl der Kühe ist bis Mai 2016 um 0,3% (ca. 15.000 Tiere) auf 4,272 Mio. gesunken.
Die Zahl der Milcherzeuger ist um gleichen Zeitraum um 4,7% auf 71.302 gefallen.
Die wachsenden Betriebe haben die Kuhzahl der aufgebenden Betriebe also fast komplett aufgefangen.
Die 15% größten Betriebe halten knapp 50% der Kühe.
Die Zahl der Betriebe mit über 200 Kühen ist um 7,7% gewachsen.
Im EU-weiten Vergleich hatte Deutschland 2013 die drittniedrigsten Milchauszahlungspreise.
Besonders die Niederlande (+11,6%) und Irland (+18%) haben das Quotenende genutzt, um die Milchproduktion massiv auszuweiten.
In Deutschland ist die Milchmenge um 1,7% gestiegen.
In Frankreich haben die Molkereien dagegen eine privatwirtschaftliche Mengensteuerung eingeführt. Die Milchmenge wurde 2015 gegenüber 2014 reduziert. Auch 2016 wurde bisher weniger angeliefert als 2015.
Die Erzeuger erhalten gestaffelte Preise. Das volle Milchgeld wird nur für eine jeweils vereinbarte Milchmenge bezahlt. Mehrmengen, die zu Butter- und Pulver verarbeitet werden müssen, werden mit deutlichen Preisabschlägen bestraft.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Aufklärung bei KTG wird zur Sisyphosarbeit für die Insolvenzverwalter. Ein einziger Wald aus Nebelkerzen...
http://www.wiwo.de/unternehmen/industri ... 05032.html
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