Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
- emil17
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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
"Bio" in "biologisch abbaubar" heisst erstmal nur, dass die Substanz durch Prozesse, die an die Aktivität von Lebenwesen gebunden sind, chemisch verändert wird.
Wenn beispielsweise eine Substanz in der Kläranlage biologisch abbaubar ist, dann kommt sie nicht mehr hinten raus. Was daraus wird, ist eine andere Frage.
Das meinen zwar die Konsumenten berechtigterweise nicht, aber die, die es auf ihre Packung schreiben.
Seltsamerweise steht es noch nicht auf den Kleinpackungen Kaminfeuerholz, die hier überall palettenweise am Eingang der Supermärkte stehen. Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.
Wenn beispielsweise eine Substanz in der Kläranlage biologisch abbaubar ist, dann kommt sie nicht mehr hinten raus. Was daraus wird, ist eine andere Frage.
Das meinen zwar die Konsumenten berechtigterweise nicht, aber die, die es auf ihre Packung schreiben.
Seltsamerweise steht es noch nicht auf den Kleinpackungen Kaminfeuerholz, die hier überall palettenweise am Eingang der Supermärkte stehen. Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
-
roland
Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
Bist du ruhigemil17 hat geschrieben:Seltsamerweise steht es noch nicht auf den Kleinpackungen Kaminfeuerholz, die hier überall palettenweise am Eingang der Supermärkte stehen. Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.
Roland
- krabbe
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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
waren sie vielleicht auch freilaufend?
äh feiwachsend...
lg Andrea
lg Andrea
lg Andrea
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BernhardHeuvel
Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
Die Gentechnik wird schon bei Bäumen eingesetzt und die massive Verwendung von verschiedenen Insektiziden, Fungiziden und Totalherbiziden gibt es in Monokulturforsten auch.emil17 hat geschrieben: Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.
Holz heißt also nicht automatisch "Bio".
Ein Baum steht lange in der Weltgeschichte rum, bevor er zu Asche verbrannt wird. Genug Zeit um Umweltgifte und Strahlung im Holz zu speichern. Ein Konzentrat an Schwermetallen und anderen Stoffen sozusagen.
Ich habe daher Bedenken, was die Verwendung im Geschirr betrifft. Dass ich die Asche trotzdem dafür verwende, liegt an der Omnipräsenz dieser Substanzen. Wir bekommen stets auf den Teller, was wir als Menschheit uns einbrocken.
Deswegen gibt es selbst heute noch DDT im Babybrei. Siehe:
http://www.bvl.bund.de/cln_028/DE/01__L ... taende.pdf
Ganz unten in der Liste.
Ich will euch nicht den Appetit oder Tag verderben. Nur solltet ihr wissen, daß ihr auf dem richtigen Weg seid. Je mehr Menschen ihre Nahrung selbst produzieren und je weniger unsere Erdenmutter durch uns belastet wird, desto besser für alle.
Viele Grüße
Bernhard
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strega
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Re: Geschirr mit Asche abwaschen
du bringst mich auf Ideen...
hab es bisher nicht selbst gemacht, aber gehört von älteren Leuten, dass sie früher Asche einfach aufs Geschirr gerieben haben, abgespült, fertig. Keine Lauge angerührt also.
Mit Asche von eigenem Holz würd ich das vielleicht auch machen, mit anderem Zeugs vielleicht eher nicht.
und willkommen übrigens im Forum
hab es bisher nicht selbst gemacht, aber gehört von älteren Leuten, dass sie früher Asche einfach aufs Geschirr gerieben haben, abgespült, fertig. Keine Lauge angerührt also.
Mit Asche von eigenem Holz würd ich das vielleicht auch machen, mit anderem Zeugs vielleicht eher nicht.
und willkommen übrigens im Forum
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
Re: Geschirr mit Asche abwaschen
Hallo,
ich wollte mal Seife (nach einem Besuch eines großen Mittelaltermarkt) machen und hab mich kurz damit befaßt. Hab's aber dann gelassen. Gibt's du aber Seife, Asche, Lauge in die Suche ein, bekommst du viele Infos. Allerdings ist meist die Rede von Pottasche.
Sowas z.B. : http://tarmes.at/seife/
Säubern nur mit Asche war mir bis jetzt unbekannt, vielleicht schreibst du später mal deine Erfahrungen?
ich wollte mal Seife (nach einem Besuch eines großen Mittelaltermarkt) machen und hab mich kurz damit befaßt. Hab's aber dann gelassen. Gibt's du aber Seife, Asche, Lauge in die Suche ein, bekommst du viele Infos. Allerdings ist meist die Rede von Pottasche.
Sowas z.B. : http://tarmes.at/seife/
Säubern nur mit Asche war mir bis jetzt unbekannt, vielleicht schreibst du später mal deine Erfahrungen?
Gruß Dieter
Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
Hallo,
für eine Mittelalterveranstaltung habe ich mich ein bisschen mit der Herstellung von Seife in der Antike und Frühmittelalter beschäftigt und einiges ausprobiert. Hier mal ein paar Ergebnisse:
- Holzasche in weiches Wasser gekippt (ca. eine Handvoll auf einen Liter Wasser), verlaugt relativ schnell, schon nach einer halben Stunden fühlte sich das Wasser "seifig" an und wirkte fettlösend (Finger mit Speiseöl eingerieben ließen sich erfolgreich waschen).
- Aufgrund der schnellen Verlaugung habe ich dann auch eine Handvoll Asche statt Waschpulver in die Waschmaschine (gleich in die Wäsche, nicht in eins der Fächer) getan. Die Wäsche wurde sauber, wie mit Kastanien, etc auch. Enthält halt keine Bleichwirkung. Inwiefern die Laufe das Gewebe oder die Farben angreift müßte man über einen längeren Zeitraum testen, habe aber nur ein paar Mal gewaschen.
- Geschirrwaschen geht mit der Aschenlauge auch, wobei die Asche am besten im Abwaschwasser bleibt, weil sie ja auch eine mechanische Reibwirkung hat. Geht natürlich nciht bei leichtverkratzenden Materialien. Die Lauge ist allerdings nicht gerade hautfreundlich, da fettlösend. Asche im Geschirrspüler habe ich noch nicht ausprobiert.
- Kocht man die Lauge ein und verdampft die Flüssigkeit bleibt im wesentlichen Pottasche übrig, die man zur Seifenherstellung verwenden kann, was allerdings zum Geschirrspülen und Wäschewaschen nciht braucht.
für eine Mittelalterveranstaltung habe ich mich ein bisschen mit der Herstellung von Seife in der Antike und Frühmittelalter beschäftigt und einiges ausprobiert. Hier mal ein paar Ergebnisse:
- Holzasche in weiches Wasser gekippt (ca. eine Handvoll auf einen Liter Wasser), verlaugt relativ schnell, schon nach einer halben Stunden fühlte sich das Wasser "seifig" an und wirkte fettlösend (Finger mit Speiseöl eingerieben ließen sich erfolgreich waschen).
- Aufgrund der schnellen Verlaugung habe ich dann auch eine Handvoll Asche statt Waschpulver in die Waschmaschine (gleich in die Wäsche, nicht in eins der Fächer) getan. Die Wäsche wurde sauber, wie mit Kastanien, etc auch. Enthält halt keine Bleichwirkung. Inwiefern die Laufe das Gewebe oder die Farben angreift müßte man über einen längeren Zeitraum testen, habe aber nur ein paar Mal gewaschen.
- Geschirrwaschen geht mit der Aschenlauge auch, wobei die Asche am besten im Abwaschwasser bleibt, weil sie ja auch eine mechanische Reibwirkung hat. Geht natürlich nciht bei leichtverkratzenden Materialien. Die Lauge ist allerdings nicht gerade hautfreundlich, da fettlösend. Asche im Geschirrspüler habe ich noch nicht ausprobiert.
- Kocht man die Lauge ein und verdampft die Flüssigkeit bleibt im wesentlichen Pottasche übrig, die man zur Seifenherstellung verwenden kann, was allerdings zum Geschirrspülen und Wäschewaschen nciht braucht.
Viele Grüße, Anya
-
Benutzer 72 gelöscht
Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
danke für den Erfahrungsbericht!!
Wenn du damit deine Hände gewaschen hast, kann es nicht so arg ätzend sein - oder?
Wenn du damit deine Hände gewaschen hast, kann es nicht so arg ätzend sein - oder?
Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
Ätzend war es in dem Sinne nicht, aber schon festlösend, was die Haut natürlich auch ganz gut merkt. Lauge ist nun mal alles andere als ph-haut-neutral
Der Holzlöffel, den ich zum Umrühren beim Einkochen der Lauge mehrmals benutzt habe, ist ganz spröde, rissig und trocken geworden. Da habe ich natürlich im Konzentrat gearbeitet. Nichts destotrotz möchte ich die Asche lieber nicht zum Körperreinigen nehmen, aber da reicht ja meistens auch Wasser.
Der Holzlöffel, den ich zum Umrühren beim Einkochen der Lauge mehrmals benutzt habe, ist ganz spröde, rissig und trocken geworden. Da habe ich natürlich im Konzentrat gearbeitet. Nichts destotrotz möchte ich die Asche lieber nicht zum Körperreinigen nehmen, aber da reicht ja meistens auch Wasser.
Viele Grüße, Anya
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge
Ich würde meine Hände nicht längere Zeit in Aschewasser tauchen, das so konzertiert ist, das es Geschirr sauber bekommt.
Asche enthält ca.5-8% Kalium als Kaliumhydroxid und Kaliumcarbonat, vor allem das Kaliumhydroxid greift die Haut stark an.
Dazu kommt Calciumoxid, besser beaknnt als Brantkalk, das ergibt in Wasser Caliumhydroxid das nicht minder hautpflegend ist wie Kaliumhydroxid.
Wenns unbedingt was selbstgemachtes sein soll, dann Pottasche aus Asche gewinnen und damit dann Fett verseifen.
Haben wir auf einem Mittelalterlager gemacht.
Zu fünft waren wir 4 Tage damit beschäftigt 4,5kg Seife herzustellen. Die war dann absolut authentisch, aber immer noch nicht ganz hautfreundlich.
Asche enthält ca.5-8% Kalium als Kaliumhydroxid und Kaliumcarbonat, vor allem das Kaliumhydroxid greift die Haut stark an.
Dazu kommt Calciumoxid, besser beaknnt als Brantkalk, das ergibt in Wasser Caliumhydroxid das nicht minder hautpflegend ist wie Kaliumhydroxid.
Wenns unbedingt was selbstgemachtes sein soll, dann Pottasche aus Asche gewinnen und damit dann Fett verseifen.
Haben wir auf einem Mittelalterlager gemacht.
Zu fünft waren wir 4 Tage damit beschäftigt 4,5kg Seife herzustellen. Die war dann absolut authentisch, aber immer noch nicht ganz hautfreundlich.
