Euer Selbstversorger-Ärger

Forenschänke und Smalltalk
Benutzeravatar
osterheidi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 1203
Registriert: Mo 21. Okt 2013, 20:32
Familienstand: rothaarig
Wohnort: endmoräne, obendrauf, klimazone 6b, höhe 600

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1621

Beitrag von osterheidi »

hallo bärbel
ich wünsche euch dass aus dem zerstörten neues erwächst und ihr wieder mut habt weiterzumachen.
Hildegard
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1700
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 21:33
Wohnort: Oberösterreich

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1622

Beitrag von Hildegard »

Auch mein Mitgefühl. Am Horizont grollt es und jetzt beginnt´s zu hageln.Hab gerade meine Hochbeete geschützt. es kommt eine Front aus dem Norden (Moldaustausee hat uns was übriggelassen und der Rest aus Westen, da hat die 'Donau nicht aufgepasst!) ist schon da der Regen und Wind!
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
greymaulkin
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1489
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 13:12
Wohnort: achtern Berge UND hinterm Kanal, Klimazone 7b

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1623

Beitrag von greymaulkin »

Vielen Dank für eure Anteilnahme.
Gestern waren wir "in der Stadt", einkaufen. Wie die ganzen Nachbarn, so voll war es letzten Ostern nicht, aber weniger wegen Einkaufen als mehr wegen Geschichten austauschen.
:rot: ich jammer jetzt nicht mehr. Wir haben das Ding gehabt, ehe es Fahrt aufgenommen hatte.
Gestern hat es den ganzen Tag gegeimelt, abends haben wir die Pferde und die Schildkröte aufgestallt.
Heute scheint zum ersten Mal die Sonne :michel: Jetzt muß es nur noch trocknen, damit wir das Holz rausholen können.

Gruß, Bärbel
Olaf
Beiträge: 9053
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 14:25
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: Havelland BRB

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1624

Beitrag von Olaf »

Wenn man sowas liest, relativieren sich die vermeintlichen Ärgenisse, und ich überlegt, dass wir bislang eigentlich immer Glück hatten.
Und auch wenn ich immer über unseren Boden jammer, immerhin kann hier kein Fluss über die Ufer treten, es gibt keine Erdrutsche und keine Erdbeben. Und der Wald scheint uns vor schlimmen Winden eher zu schützen. Bei nem Kumpel ein Dorf weiter hab ich das mal gesehen, da hat ne Windhose ne riesige Kastanie entwurzelt, die hat ne Ecke vom Haus weggerissen und die Doppelgarage plattgemacht.
Insofern: Alles halb so wild, unsere Ärgernisse hier. Wir haben einen Kirschbaum, noch nicht sehr alt. Der hatte so 50 Kirschen. Klingt albern, aber wir hätten uns gefreut. Zum Zuhängen steht der ungünstig, auf der einen Seite ist der Teich, auf der andern der Hühnerauslauf mit Hagebuttendickicht, kriegt man keine Leiter so richtig hin. Gestern morgen waren es noch so 30, wir haben je eine gekostet, befunden, dass ich die abends abnehmen sollte, auch wenn sie noch 2 oder 3 Tage gekonnt hätten.
Gestern bin ich da nicht mehr zu gekommen, heute früh waren alle weg.
Pech!
Geh ich eben Johannisbeeren ernten, die hab ich zugehängt, und die hängen gut voll.
Den Kirschbaum werd ich irgendwie auf 2 m kürzen, dann reicht ein kleiner Tritt zum Hochsteigen und Zuhängen. Fürs nächste Jahr dann eben.
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Lena
Beiträge: 71
Registriert: Di 31. Dez 2013, 06:32
Familienstand: glücklich verheiratet

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1625

Beitrag von Lena »

Und hat das Unwetter diese Woche auch voll erwischt, im Garten ist so ziemlich alles hin, ca. 50% unserer Obstbäume sind umgekippt, auf den Heuwiesen liegt das Gras platt, fast alle Offenställe waren vollgelaufen, mehrere Dächer beschädigt, Keller voll Wasser, Auto von Hagel zerbeult.

Ich wohne seit über 30 Jahren hier im Dorf, habe keine Feinde, bin immer hilfsbereit....und mir hat kein Schwein Hilfe angeboten. Von den Nachbarn kamen nur blöde Sprüche wie " Da habt ihr es die nächsten Winter ja richtig warm", "Seid froh, dass das Dach nicht komplett weg ist" usw.
Hilfe kam von ganz fremden Leuten, die wir nur übers Internet kennen.
Baumfrau hat geschrieben: Hoffentlich habt ihr tolle Nachbarn oder einige Selbstversorger aus dem Forum und annähernd aus eurer Gegend kommen mal zum Arbeitseinsatz. Zusammen ist so was ja immer etwas leichter zu tragen.

Ich drücke euch die Daumen!

Liebe Grüße aus dem Norden (leider zu weit weg, sonst wäre ich kurz rübergefahren zu euch)
Regina
nette Grüße, Lena
Hildegard
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1700
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 21:33
Wohnort: Oberösterreich

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1626

Beitrag von Hildegard »

Gestern um die Zeit wütete es gerade . Fazit: Tausende Waldbäume sind entweder geköpft oder liegen gleich einem Trümmerhaufen entwurzelt am Boden.
Stromausfall bis Vormittag, bei einigen noch immer, Strassen blockiert, Wasser überall dort wo es nicht sein sollte.....
Ich entdeckte heute Morgen beim Blick aus dem Fenster Häuser, die seit 50 Jahren hinter einem Wald verborgen waren!
Da brauch ich meinen Beeren, Blumen und Marillen nicht wirklich nachweinen.
Mein Mann ist bei der Feuerwehr...die könnten sich jetzt klonen! und wären noch immer zuwenige.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
greymaulkin
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1489
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 13:12
Wohnort: achtern Berge UND hinterm Kanal, Klimazone 7b

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1627

Beitrag von greymaulkin »

Moin, ihr Armen :mama: , ich kann euch das nachfühlen. Und ein Riesenlob an die Feuerwehr, die reißen sich wirklich die Beine aus, um erste Hilfe zu leisten. Und dann muß jeder selber sehen.
Wir konnten auch nur wenig für andere tun, bis gestern abend waren wir mit dem Scheunendach zugange, vieles fällt einem erst nach und nach auf. Die Nachbarn sind doch selber am pumpen, lüften, trockenheizen, eindecken, Zäune reparieren, Futter organisieren, Holz wegschneiden.
Lena hat geschrieben:
Ich wohne seit über 30 Jahren hier im Dorf, habe keine Feinde, bin immer hilfsbereit....und mir hat kein Schwein Hilfe angeboten. Von den Nachbarn kamen nur blöde Sprüche wie " Da habt ihr es die nächsten Winter ja richtig warm", "Seid froh, dass das Dach nicht komplett weg ist" usw.
Hilfe kam von ganz fremden Leuten, die wir nur übers Internet kennen.
Baumfrau hat geschrieben: Hoffentlich habt ihr tolle Nachbarn oder einige Selbstversorger aus dem Forum und annähernd aus eurer Gegend kommen mal zum Arbeitseinsatz. Zusammen ist so was ja immer etwas leichter zu tragen.

Regina
Die richtige Antwort auf dämliche Brennholzsprüche wäre: geeeh weckkkk und lass den Wacholder hier und den manitu, bobcat, Hoflader etc. wenn du damit fertig bist.
Die Nachbarn, die es am schlimmsten getroffen hat, haben uns gestern von Touris erzählt, die Filmchen drehen. Einer hätte sich sogar im Rückspiegel die Frisur gerichtet, ehe er ein Selfie vor dem einsturzgefährdeten Kotten machte. Das er nicht genölt hat, daß die Eiche schon runter war, war alles. also ich hätte ihm gleich noch einen Scheitel gezogen

Wenn der letzte Sommer mit den 160l Regen auf einen Satz und dieser mit den ständigen Starkregen und den Windhosen jetzt die Normalität darstellt, dann sollten wir unseren Hofaufbau nochmal grundsätzlich überplanen. Als unser Brunnen trockenfiel, weil es einfach nicht regnete, haben wir Zisternen ausgebaut und Wassersammeln und Halten angefangen, jetzt steht das Wasser Armlänge unter Brunnenkante, die Zisterne kann kaum noch über den Überlauf entwässern, bevor sie das über die Deele ins Wohnhaus tut, müssen die Regenrinnen egal wohin nur anders ablaufen.
Und die Hochbeete müssen höher, damit sie schneller trocknen. Oder halbehalbe bepflanzen, jeweils für garkein und für zuviel Wasser.
Und in uns gehen, ob wir die exponierte Eiche am Haus, wegen der wir keine Photovoltaik haben, der Sicherheit zuliebe opfern.
Unkraut wie Erlen und Weiden als Windschutz für neue Obstbäume, die dann höchstens Halbstamm werden dürfen.
Die Geflügelställe müssen vom Boden weg. Und der Kartoffelacker weg vom Hang, wo die Kartoffeln ausgespült werden. Die Heukartoffeln haben übrigens nichts abbekommen, nur von unten wird´s langsam nass. Vielleicht nächstes Jahr mal alle möglichen Kleinanlagen wie den berühmten Kartoffelturm.

Ich bin vom Thema abgekommen :flag:

Gruß, Bärbel
Rati
Beiträge: 3629
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1628

Beitrag von Rati »

greymaulkin hat geschrieben:...Wenn der letzte Sommer mit den 160l Regen auf einen Satz und dieser mit den ständigen Starkregen und den Windhosen jetzt die Normalität darstellt, dann sollten wir unseren Hofaufbau nochmal grundsätzlich überplanen. Als unser Brunnen trockenfiel, weil es einfach nicht regnete, haben wir Zisternen ausgebaut und Wassersammeln und Halten angefangen, jetzt steht das Wasser Armlänge unter Brunnenkante, die Zisterne kann kaum noch über den Überlauf entwässern, bevor sie das über die Deele ins Wohnhaus tut, müssen die Regenrinnen egal wohin nur anders ablaufen....
greymaulkin, du wirst dich wohl auf beides einstellen müssen, sowohl Trockenheit als auch Wassermassen und Sturm. Das Wetter wird sich öfter mal von seiner extremern Seite zeigen.

Wir hatten am Sonnabend auch das erste mal so richtig extremen Starkregen - zum Glück ohne Hagel.
Ich konnte zusehen wie sich die Wasserfront, nachdem sie Strasse und Gullys überschwemmt hatte innerhalb von ca zwei Minuten über unsere Wiese bis zum Haus vorbewegte.
Zum Glück war dann der Scheitelpunkt auf der Strasse noch etwas niedriger als die Steinumfassung unserer Kellerfenster und wir blieben verschont, aber ich glaube es ist schon gut das auf unserem Grundstück nicht alles gepflastert ist.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
der.Lhagpa
Beiträge: 995
Registriert: Fr 6. Feb 2015, 09:34
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: am See

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1629

Beitrag von der.Lhagpa »

Lena hat geschrieben:Und hat das Unwetter diese Woche auch voll erwischt, im Garten ist so ziemlich alles hin, ca. 50% unserer Obstbäume sind umgekippt, auf den Heuwiesen liegt das Gras platt, fast alle Offenställe waren vollgelaufen, mehrere Dächer beschädigt, Keller voll Wasser, Auto von Hagel zerbeult.

Ich wohne seit über 30 Jahren hier im Dorf, habe keine Feinde, bin immer hilfsbereit....und mir hat kein Schwein Hilfe angeboten. Von den Nachbarn kamen nur blöde Sprüche wie " Da habt ihr es die nächsten Winter ja richtig warm", "Seid froh, dass das Dach nicht komplett weg ist" usw.
Hilfe kam von ganz fremden Leuten, die wir nur übers Internet kennen.
Traurig. Ich habe gerade das Gefühl daß Du in der gleichen Gegend wie wir wohnst.... Wir hätten hier auch keinerlei Hilfe zu erwarten... Also Kopf hoch und weiter. Und immer lächeln, Du kannst sie nicht alle töten.
Jul
Beiträge: 308
Registriert: So 19. Apr 2015, 21:05
Wohnort: Ein schnuggeliges Bergdörfchen in Norditalien

Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#1630

Beitrag von Jul »

Mensch, das klingt ja be***issen bei euch... Hoffe ihr schafft es alles wieder aufzubauen!

Bei uns ist im Notfall auch nicht viel Hilfe angesagt, weil wenn es ein Unwetter gibt, natürlich jeder an seinem eigenen Dach bastelt.
Aber die Straßen werden gemeinsam frei geschaufelt oder gesägt (sei es Schnee, Geröll, Matsch oder Bäume) und es ist selbstverständlich, dass man älteren Nachbarn den Schnee wegschaufelt. Es ist aber auch wirklich ein kleines Dörfchen und sozusagen die Hälfte ist eh verwandt^^
Antworten

Zurück zu „Zur lustigen Wildsau“