ina maka hat geschrieben:cfun hat geschrieben:Das meine ich mit "privilegiert". Rede mal mit einer Mutter, deren Kinder ihr in den Armen verhungern und die 0 Chance auf Landbesitz hat, um Nahrung anzubauen.
Das ist aber wohl in erster Linie so, weil ich auf ihrem Land Biodiesel, Zucker und Kaffee anbauen lasse.
Weiß nicht. Es gibt ja dieses 2000m2-Projekt. Die haben berechnet, dass jeder Mensch etwa 2000m2 zur Verfügung hat und das wir damit zur Zeit noch hinkommen würden, wenn die ganze Fläche für Nahrung genutzt werden würden, es eine gerechtere Verteilung und eine veganere Ernährung gäbe. Aber auch das ist schon ganz schön knapp und du wirst die Leute auch nicht dazu bekommen, weniger tierische Produkte zu essen damit andere nicht mehr hungern müssen. Alles sehr theoretisch.
EDIT: Und ich muss noch einmal anfügen, dass unsere Hobbies ja auch sehr viel Fläche beanspruchen. Von unserem Grundstück (1900m2) könnte ein weiterer Mensch ernährt werden, wenn wir in einem Mietshaus wohnen würden. Also nicht nur Biodiesel, Kaffee und Rindfleisch, auch unsere Freizeitgestaltung ist ein Luxus.
ina maka hat geschrieben:Deshalb denke ich, wir haben uns aus der Natur ausgeklinkt (unter anderem deshalb).
Ich weiß nicht, ob das so ist. Ich denke, da überschätzen wir uns leicht. Es gibt immer wieder Arten, die es nicht schaffen, ins Gleichgewichtig zu kommen und daher aussterben oder starken Schwankungen unterliegen (die man aber auch als Gleichgewicht bezeichnen könnte). Wir haben gerade wenig effiziente natürliche Feinde (Viren, Bakterien, Raubtiere/Menschen, Parasiten), aber auch da gibt es andere Spezies, denen es ähnlich geht (z.B. Wegschnecken
Da der Mensch aber so klug ist, hoffe ich immer noch, dass diese Anpassung ohne viel Qual und Leid abläuft. Es geht auf die harte und auf die sanftere Tour.
