Jau, dann soll er sich doch ein anderes Volk wählen, wenn ihn sein Volk, das ihn gewählt hat, auf den Sack geht...127.000 Emails die dem EU-Komisar nur auf den Keks gehen.
Glyphosat-Diskussion
- Thomas/V.
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Re: Glyphosat-Diskussion
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Wildmohn
Re: Glyphosat-Diskussion
naja, so kann man es auch sehen.Thomas/V. hat geschrieben:Jau, dann soll er sich doch ein anderes Volk wählen, wenn ihn sein Volk, das ihn gewählt hat, auf den Sack geht...127.000 Emails die dem EU-Komisar nur auf den Keks gehen.
Das mit dem Kupfer im Biolandbau ist in der Tat ein Problem. Habe mich ein wenig schlau gemacht und bin zu der Meinung gekommen, dass trotz des Einsatzes von Kupfer 50% mehr Leben im und oberhalb des Bodens zu verzeichnen sind. Der Einsatz von Kupferlösung wird von den Biobauern ob seiner Schädlichkeit ernst genommen und sehr behutsam eigesetzt. Kupferbehandlungen werden übrigens seit 1880 durchgeführt, im Vergleich zu den synthetischen Giften würde ich Kupfer als das kleinere Übel betrachten.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Glyphosat-Diskussion
Ist bei anderen Pflanzenschutzmitteln nicht anderst.Der Einsatz von Kupferlösung wird von den Biobauern ob seiner Schädlichkeit ernst genommen und sehr behutsam eigesetzt.
Das alter der Mittel ist kein Argument.Kupferbehandlungen werden übrigens seit 1880 durchgeführt
In der Zeit (bzw. kurz danach) wurde auch Arsen gespritzt und die Saat mit Organo-Queksilber-Verbinungen behandelt.
Das macht man heute nicht mehr
Kupfersalze (Kupferhydroxid/Kupferoktanoat) sind Wirkstoffe wie andere auch.im Vergleich zu den synthetischen Giften würde ich Kupfer als das kleinere Übel betrachten.
Allerdings überwiegen (für den konv. Landwirt) die Nachteile gegenüber den modernen Wirkstoffen.
Aber wir kommen vom Glyphos ab
- emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion
du hast vergessen zu schreiben wer das damals gemacht hat - das waren nicht die biosOelkanne hat geschrieben: In der Zeit (bzw. kurz danach) wurde auch Arsen gespritzt und die Saat mit Organo-Queksilber-Verbinungen behandelt.
Das macht man heute nicht mehr
und damals hiess es wie immer in solchen Fällen, diese mittel seien erforderlich um die ernte zu sichern
später hiess es, mit Gesarol (Handelsnamen für DDT-Produkte) könne man die Arsenmittel durch problemlosere (!) ersetzen
Uns hat man noch erzählt, Saatgutbeizung mit Hg-Präparaten sei erforderlich, um Umfallkrankheiten zu bekämpfen.
Heute sind sie verboten, die Getreidekultur gelingt trotzdem.
Lies mal die Geschichte mit dem Bleitetraethyl, falls du wirklich wissen willst wie das in Wirklichkeit mit Umweltgiften so läuft, wenn die Industrie damit Geld verdient: Stichwort Ethyl Gasoline Corporation (amerikanischer Trust der die Verwendung von bleibasierten Antiklopfmitteln monopolistisch durchgesetzt hat)
Aber man kriegt den Eindruck du willst es gar nicht wissen. Wissen macht die Welt nur kompliziert.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Glyphosat-Diskussion
Alle Zitate von emil17.
Hier ist RubinTT der Standart.
Biobauern hier haben schon etliche male das Problem gehabt das der Acker nach Fisch stinkt.
Aber es stimmt auch das Gesarol ungiftiger war als Arsen.

Richtig.Uns hat man noch erzählt, Saatgutbeizung mit Hg-Präparaten sei erforderlich, um Umfallkrankheiten zu bekämpfen.
Heute sind sie verboten, die Getreidekultur gelingt trotzdem
Hier ist RubinTT der Standart.
Biobauern hier haben schon etliche male das Problem gehabt das der Acker nach Fisch stinkt.
Ja es ist richtig bzw gut das DDT verboten ist.mit Gesarol (Handelsnamen für DDT-Produkte) könne man die Arsenmittel durch problemlosere (!) ersetzen
Aber es stimmt auch das Gesarol ungiftiger war als Arsen.
Dann ist drin Eindruck falschAber man kriegt den Eindruck du willst es gar nicht wissen.
Wissen vereinfacht eher die Welt oder?Wissen macht die Welt nur kompliziert.
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Wildmohn
Re: Glyphosat-Diskussion
Da fällt mir eigentlich nur noch folgendes ein:" Das, was man sät, erntet man."
- emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion
Das passt leider nicht ganz zum Problem: Es ernten auch die, die nicht säen - DAS Problem bei potentiell umweltproblematischen Substanzen.Wildmohn hat geschrieben:Da fällt mir eigentlich nur noch folgendes ein:" Das, was man sät, erntet man."
Für die dies interessiert und die englisch können: http://www.damninteresting.com/the-ethy ... ned-earth/
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
- emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion
News zum Thema GLYPHOSAT
- die EU-Kommission hat die Entscheidung, Glyphosat für weitere 15 Jahre zuzulassen, vertagt.
- im jüngsten und bisher umfassendsten Test weisen alle Probanden Glyphosat-Rückstände im Urin auf.
Bei 75% der Probanden lag der Glyphosatgehalt im Urin über dem 5-fachen des Trinkwassergrenzwerts. Bei einem Drittel der Probne wurde dieser Wert um das 10fach oder mehr überschritten ...
Bei Hausschweinen wurden viel höhere Werte festgestellt, auch in allen Organen konnte das Glyphosat nachgewiesen werden.
Eine Hauptschuld am Glyphosatgehalt in Lebensmitteln liegt in der Sikkation (Besprühen von fast erntereifem Getreide mit Glyphosat, um gleichmässige Abreife zu erzwingen). Dies ist in der Schweiz generell verboten, in Europa nicht. Klar, das Zeug kann dort nicht mehr biologisch abgebaut werden und gelangt so ins Brotgetreide.
(Frage an Leute mit funktionierendem Verstand: Wer sprizt sich selber Unkrautvertilger auf die Ernte? )
Das europäische Amt für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird von Umweltverbänden verklagt: Die Zulassungsempfehlung wurde auf Daten gestützt, die in den USA erhoben worden sind - die Labors, welche die Daten erhoben haben, haben auch im Auftrag von Monsanto (dem Glyphosathersteller) Studien durchgeführt und wurden wiederholt wegen Datenfälschung verurteilt.
--> Da stehen erhebliche finanzielle Interessen auf dem Spiel, also wird Druck gemacht werden: Man wird versuchen, Institute, die solche Daten erheben, nicht zuzulassen, d.h. nicht als untersuchungsberechtigt anzuerkennen - was die gleiche Behörde nicht daran hindert, Daten zu verwenden von Instituten, die vom Produzenten beauftragt wurde und Daten nachweislich schöngerechnet oder gefälscht haben.
Wo kommen wir denn da hin, wenn plötzlich Leute anfangen, Glyphosat im Menschenurin und im Bier zu messen ...
Und die Behörden wundern sich, dass immer weniger Leute darauf vertrauen, sie würden in ihrem Sinne handeln und vorsorgen.
- die EU-Kommission hat die Entscheidung, Glyphosat für weitere 15 Jahre zuzulassen, vertagt.
- im jüngsten und bisher umfassendsten Test weisen alle Probanden Glyphosat-Rückstände im Urin auf.
Bei 75% der Probanden lag der Glyphosatgehalt im Urin über dem 5-fachen des Trinkwassergrenzwerts. Bei einem Drittel der Probne wurde dieser Wert um das 10fach oder mehr überschritten ...
Bei Hausschweinen wurden viel höhere Werte festgestellt, auch in allen Organen konnte das Glyphosat nachgewiesen werden.
Eine Hauptschuld am Glyphosatgehalt in Lebensmitteln liegt in der Sikkation (Besprühen von fast erntereifem Getreide mit Glyphosat, um gleichmässige Abreife zu erzwingen). Dies ist in der Schweiz generell verboten, in Europa nicht. Klar, das Zeug kann dort nicht mehr biologisch abgebaut werden und gelangt so ins Brotgetreide.
(Frage an Leute mit funktionierendem Verstand: Wer sprizt sich selber Unkrautvertilger auf die Ernte? )
Das europäische Amt für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird von Umweltverbänden verklagt: Die Zulassungsempfehlung wurde auf Daten gestützt, die in den USA erhoben worden sind - die Labors, welche die Daten erhoben haben, haben auch im Auftrag von Monsanto (dem Glyphosathersteller) Studien durchgeführt und wurden wiederholt wegen Datenfälschung verurteilt.
--> Da stehen erhebliche finanzielle Interessen auf dem Spiel, also wird Druck gemacht werden: Man wird versuchen, Institute, die solche Daten erheben, nicht zuzulassen, d.h. nicht als untersuchungsberechtigt anzuerkennen - was die gleiche Behörde nicht daran hindert, Daten zu verwenden von Instituten, die vom Produzenten beauftragt wurde und Daten nachweislich schöngerechnet oder gefälscht haben.
Wo kommen wir denn da hin, wenn plötzlich Leute anfangen, Glyphosat im Menschenurin und im Bier zu messen ...
Und die Behörden wundern sich, dass immer weniger Leute darauf vertrauen, sie würden in ihrem Sinne handeln und vorsorgen.
Da spielen Gehalte an unerwünschten Agrochemikalien keine Rolle bei der Beurteilung? Feuchte tief, Protein hoch, Ertrag pro Fläche hoch, Rest egal (messen wir der Einfachheit halber gar nicht, denn sonst wirds kompliziert)Oelkanne hat geschrieben:Es sollen 10t spitzen-Weizen werden
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Glyphosat-Diskussion
Doch.Da spielen Gehalte an unerwünschten Agrochemikalien keine Rolle bei der Beurteilung?
Nicht um sonst werden Grenzwerte festgelgt
- emil17
- Beiträge: 8381
- Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
- Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind
Re: Glyphosat-Diskussion
Ich frag mal nach, ob ich das richtig verstanden habe: So wie Restfeuchte, Proteingehalt und Reinheit (als Abwesenheit von Beimischungen anderer Getreidearten und Unkrautsamen) wird also bei jeder Ablieferung und von jedem Produzenten individuell der Gehalt an jedem für die betreffende Kultur zugelassenen sowie nicht zugelassenen Pflanzenschutzmittel bestimmt?Oelkanne hat geschrieben: Doch. Nicht um sonst werden Grenzwerte festgelgt
Das Thema Grenzwerte ist sowieso problematisch: Nach Tschernobyl wurden zu hoch belastete Lebens- und Futtermittel trotzdem in Verkehr gebracht, durch Argumente wie "wer isst denn schon 3 kg Fischkonserve pro Tag" oder durch schlichtes Vermischen mit weniger belasteten Chargen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
