Glyphosat-Diskussion

Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#351

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

:rot: ups, hab das mal geändert
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#352

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Wenn uns die Argumente ausgehen, lassen wir die Bienen aus dem Stock.... :roll:
Gelöschter Benutzer 54

Re: Glyphosat-Diskussion

#353

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

nö, um die zeit sind sie schon drinnen :bieni:
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emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion

#354

Beitrag von emil17 »

Ölkanne hat geschrieben:Wenn uns die Argumente ausgehen, lassen wir die Bienen aus dem Stock ...
Ist ihm egal, er hat wohl keine Bienen.
Da ein Willen, die Argumente der Glyphosatkritiker wenigstens verstehen zu wollen, auch nicht erkennbar ist, wird die Diskussion langsam so wie typisch poilitische Diskussionen eben so sind.

Und zu Deiner anderen Frage: Ja, man muss bei allen umweltrelevanten Chemikalien die Unschädlichkeit nachweisen, bevor sie in grossem Massstab angewendet werden dürfen. Damit Katastrophen wie bei Thalidomid, Lindan, Cadmium und so weiter sich nicht wiederholen. Das würde schlichte Klugheit, Ethik und auch das Gesetz erfordern.
Ist es so schwer zu begreifen, dass ihr mit dem Zeug nicht nur Eure Äcker, sondern die Umwelt der anderen behandelt?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Thomas/V.
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Re: Glyphosat-Diskussion

#355

Beitrag von Thomas/V. »

Das würde schlichte Klugheit, Ethik und auch das Gesetz erfordern.
Wo sollen die her kommen in einer Gesellschaft, die aus lauter Glücksrittern und Zweckoptimisten besteht?

"Wird schon gut gehen, und wenn nicht, lassen wir uns eben dann, wenn es schief geht, was anderes einfallen, von dem wir hoffen, das es gut gehen wird" :bang:
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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Re: Glyphosat-Diskussion

#356

Beitrag von Rohana »

Die (deutsche) Gesellschaft besteht vor allem zu 98% aus Nichtlandwirten, Tendenz steigend.
Da ein Willen, die Argumente der Glyphosatkritiker wenigstens verstehen zu wollen, auch nicht erkennbar ist,
Nunja, ich kann auch wenig von dem Willen sehen, die Glyphosatbefürworter verstehen zu wollen :pfeif:

Ich würd lieber heut als morgen auf die Anwendung von sämtlichen Agrochemikalien verzichten, wenn es denn machbar und wirtschaftlich WÄRE. Ist es nicht. Für betroffene Landwirte ist das existentiell, für den Rest eine Frage der Ideologie.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Glyphosat-Diskussion

#357

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

Rohana hat geschrieben: Für betroffene Landwirte ist das existentiell, für den Rest eine Frage der Ideologie.
nachdems auch schon früher bauern gab, bevor alles mögliche zeugs auf den äckern versprüht wurde, kanns nicht existentiell sein. dass die bauern extrem unter wirtschaftlichem druck stehen und lösungsansätze dringend gebraucht werden, steht ausser frage. die giftspritze scheint jedenfalls nicht der weisheit letzter schluss zu sein, sonst müsste die bauernschaft inwzischen, nach all diesen jahren von einsatz von diversem zeugs, schon hochweiss sein.
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Re: Glyphosat-Diskussion

#358

Beitrag von Rohana »

Wenn du nicht nur die Bauern, sondern die ganze Gesellschaft auf "früher" zurückdrehst, funktioniert das sicher auch. Der Haken ist nur, dass es schlechterdings durchführbar ist.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Glyphosat-Diskussion

#359

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Nunja, ich kann auch wenig von dem Willen sehen, die Glyphosatbefürworter verstehen zu wollen
Deswegen ist eine Diskussionsführung wie diese
Rohana hat geschrieben:Es ist nur fürchterlich traurig dass einige Diskussionsteilnehmer hier und anderswo gerne mal pauschal auf "das böse Gift" und "die böse Agrarindustrie" bashen, ohne jegliche Differenzierung und Hintergrundwissen, ohne einen Hauch von respektvollen Umgang mit Mitmenschen und Mitforisten und vor allem viel zu oft ohne einen Hauch von Argumentation.
nicht hilfreich. Wer die Anwendung von Glyphosat hinterfragt, hat weder einen Hauch von respektvollem Umgang mit Mitmenschen noch irgend ein Hintergrundwissen, wird da einfach mal behauptet.

Rohana hat geschrieben:Ich würd lieber heut als morgen auf die Anwendung von sämtlichen Agrochemikalien verzichten, wenn es denn machbar und wirtschaftlich WÄRE. Ist es nicht. Für betroffene Landwirte ist das existentiell, für den Rest eine Frage der Ideologie.
Hier beginnt die Diskussion:
Es geht konkret um Glyphosat, nicht "um sämtliche Agrochemikalien"
Ob jemand auch für Glyphosat sein muss, weil er selber andere Agrochemikalien verwendet oder Produkte verzehrt, die unter Einsatz andere Agrochemikalien erzeugt worden sind, wäre eine andere Diskussion. Hier ist es ein logischer Kurzschluss, der sachlich durch nichts gerechtfertigt ist, also entweder unbedacht geäussert wurde oder eine differenzierten Betrachtungsweise bewusst nicht anstrebt und vom Problem des von vielen als übermässig empfundenen standardisierten Glyphosateinsatzes - dem Thema des Threads! - ablenkt.

Übrigens habe ich vorher schon am Beispiel Weinbau darauf hingewiesen, dass genau dieses Argument "nicht machbar und unwirtschaftlich" nicht stichhaltig ist.

Ob es wirtschaftlich machbar ist, da sind die Meinungen geteilt. Das wäre aber genau das, was an der Sache interessant ist.
Es gibt Landwirte, die ohne auskommen, und es gibt solche, die ohne auskommen wollen. Ob das nur Viehzüchter und Milchwirtschaftler sind?
Die Behauptung, für den Rest - das sind nicht betroffene Landwirte und alle anderen - sei es eine Ideologie, unterstellt all diesen Leuten, sie seien eigentlich gar nicht befähigt, darüber auch nur zu diskutieren, denn eine Ideologie ist per definitionem eine festgefügte Weltanschauung, in der nichts anderes Platz hat und die nicht zur Diskussion steht.

Wer eine sachliche Diskussion über ein Thema anstrebt, der braucht solche rhetorischen Tricks nicht.
Diskussionsteilnehmer sind keine Gegner, die es zu besiegen gilt, sondern Leute mit einer anderen Meinung von der gleichen Sache.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#360

Beitrag von Manfred »

emil17 hat geschrieben: Es gibt Landwirte, die ohne auskommen, und es gibt solche, die ohne auskommen wollen. Ob das nur Viehzüchter und Milchwirtschaftler sind?
Auch da ist es falsch zu pauschalisieren, Emil.
Jeder landwirtschaftliche Betrieb hat andere Voraussetzungen.
Ich tue mich als überwiegender Grünlandbetrieb mit Mutterkuhhaltung, der seinen Umsatz zum großen Teil durch öffentliche Mittel erwirtschaftet, und der auf einem Grenzertragsstandort wirtschaftet, ungleich leichter mit dem Verzicht als ein Ackerbaubetrieb auf einem guten Ackerbaustandort mit hoher Dichte an Veredelungsbetrieben und entsprechend hohen Pachtkosten für die Flächen.
Andere runterzumachen ist einfach, bringt aber außer Verletzungen und noch mehr verfestigten Fronten gar nichts.
Damit die Bauern runter kommen vom dem Zeug, braucht es funktionierende Konzepte, die wirtschaftlich konkurrenzfähig sind.
Deshalb stelle ich mich nicht neben Peta auf irgendeine Demo, sondern versuche lieber hier im Forum Wissen über alternative Landwirtschaftskonzepte zusammen zu tragen und auf meinem eigenen Betrieb etwas Vorzeigbares zu erreichen. Ich kann mir diese Experimente leisten, weil die Landwirtschaft für mich bisher nur ein Nebenerwerb ist. Es wird nach und nach besser, auch wirtschaftlich, aber ich habe noch einen langen Weg vor mir.
Ich kann jedem nur raten, selbst in die Landwirtschaft einzusteigen und es besser zu machen. Das ist eine echte Herausforderung und eine sinnvolle Lebensaufgabe. Muss ja nicht gleich Vollerwerb auf 200 ha sein. Einen ha Acker zu pachten und einen kleinen alten Traktor zu kaufen und sich ein paar Geräte zu basteln reicht schon aus, um alternative Konzepte im Ackerbau zu erproben.
Wer das so gut hinkriegt, dass er Freude daran hat und seine investierte Arbeitszeit gut verwertet, wird es ganz von selbst ausweiten.
Das würde ich auch jedem interessierten Ackerbauern raten, der etwas verändern will. Einfach mal auf einer Fläche anfangen, Alternativen zu erproben. Man muss ja nicht gleich den ganzen Betrieb umkrempeln.
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