@Rohana:
Das Zurück zur Steinzeit-Argument ist ein typisches Killer-Argument, das nichts zur Diskussion beiträgt, weil es rhetorisch den Weg zur intelligenten Anwendung verbaut.
Ein typisches Beispiel dafür ist die AKW-Diskussion, wo genau das gebraucht wurde: Entweder AKWs oder Kerzenlicht. Heute gibt es andere Wege im Energiesektor und keiner will diese Atomkraftwerke mehr - den Preis haben die Umwelt, der Steuerzahler und vor allem die betroffenen Menschen bezahlt.
b) Glyphosat
ist ein Produktionsverbilligungsmittel, denn wenn es die Getreideproduktion nicht verbilligen würde, täte es keiner einsetzen.
Rohana hat geschrieben:Glyphosat alleine verbilligt keine Produktion nur weil es existiert
anders rum: es wird verkauft und gekauft weil es genau das tut, hat ja Ölkanne schön erklärt. Die Folgen werden von Kreisen mit finanziellem Interesse schöngeredet oder bezweifelt ,und wenn doch was passiert, sind die Anwender schuld.
Bei Umweltgiften (Glyphosat könnte eines sein) ist es nicht so, dass der Verbraucher entscheidet. Dein Argument mit der Produktwahl durch den Verbraucher greift das Problem nicht an - denn gewisse Produkte - Agrochemikalien zum Beispiel - respektieren keine Grundstücksgrenzen.
"Dann kauf halt glyphosatfreies Bier"
Rohana hat geschrieben:Es ist nur fürchterlich traurig dass einige Diskussionsteilnehmer hier und anderswo gerne mal pauschal auf "das böse Gift" und "die böse Agrarindustrie" bashen, ohne jegliche Differenzierung und Hintergrundwissen
Hier hast du die Antwort von mir schon erhalten:
emil17 hat geschrieben:Wie lauten die drei Regeln der Rhetorik?
1. hast du gute Argumente, bringe sie
2. hast du keine, greife den Gegener an
3. nützt das nix, stelle seine Kompetenz in Frage
Da fast immer 3, selten 2 kommt, lässt das nachdenken.
Es ist also bashing, wenn jemand eine andere Meinung hat, und das kann nur auf Inkompetenz zurückzuführen sein "ohne jegliche Differenzierung und Hintergrundwissen"? - Dein Diskussionsstil ist wirklich "fürchterlich traurig".
Rohana hat geschrieben:Mein Standpunkt: Wenn zweifelsfrei bewiesen wird dass Glyphosat krebserregend ist, dann muss es gesperrt werden
Ich verlange Beweislastumkehr in Fällen von Agrochemikalien wie von anderen Produkten, die in grossen Mengen regelmässig in die Umwelt gelangen, denn dieser Beweis ist gerichtsfest in der Praxis nicht zu erbringen, und die Geschädigten sind ebenfalls regelmässig schon rein finanziell nicht in der Lage, gegen einen Grosskonzern einen Prozess zu führen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.