Manfreds kleiner Bauernhof

Diese Rubrik ist für Blogging-Threads gedacht, in denen Ihr über den Fortgang Eurer Selbstversorger-Projekte berichten könnt.
Bitte beachten: Kopien forenexterner Blogs sowie Linksetzen zur SEO derselben sind hier nicht erwünscht!
Benutzeravatar
65375
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 4555
Registriert: Fr 16. Dez 2011, 04:58
Wohnort: Rheingau

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#561

Beitrag von 65375 »

Manfred, kannst Du besonders gut fotografieren oder hast Du so besonders schöne Rinder?

Ich unterstelle mal, daß Du einen besonders guten Blick für die richtige Zuchtauswahl hast. Du hast ja Deine Kriterien hier im Forum auch schon mal erläutert.
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#562

Beitrag von Manfred »

@Ölkanne: Da werden wir voraussichtlich Hafer reinsäen. Keine Bodenbearbeitung, nur ganz flach kreiseln um etwas einzuebnen und bessere Chancen fürs Anwachsen zu eröffnen. Das Gras ist durch die Überweidung im Winter eh geschwächt, soll aber erhalten bleiben.

@65375: Die richtigen Rassezüchter werden darüber nur milde lächeln. Aber dafür, dass ich nie richtig teure Zuchttiere gekauft habe, bin ich schon ganz zufrieden, wie es sich entwickelt. Aber von meinen Wunschvorstellungen bin ich noch immer weit entfernt.
Gestern habe ich mal wieder nach Beefmaster-Tieren gesucht und einen Züchter in Südafrika gefunden:
http://www.wobeefmasters.co.za/sales-events
Der dunkelrote Bulle oben auf dem Plakat (unterhalb des Videos) hat es mir angetan.
Von dieser Qualität von Tieren bin ich noch weit, weit entfernt. Auch unter seinen weiblichen hat er einige sehr gute, tiefrumpfige Tiere.
Da würde ich gerne mal einkaufen gehen... Mit fehlt nur die nötige Zahnarztpraxis fürs Kleingeld. :lol:
Alleine schon der Transport würde wohl zwischen 5.000 und 10.000 Euro pro Tier kosten.

Die 2 braunen weiblichen Kälber oben sind die schwächsten aus dem letzten Jahrgang.
Das Linke hat aber ohne Mutter überwintert und das recht ist von einer Färse mit relativ wenig Milch, fängt aber jetzt langsam an aufzuholen. Mal sehen, wie die sich noch machen. Aber sie werden wohl im Herbst zum Schlachten gehen.
Sabi(e)ne

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#563

Beitrag von Sabi(e)ne »

@Manfred: wäre Embryo-Transfer nicht billiger?
Oder ist das in Bio nicht erlaubt?
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#564

Beitrag von Manfred »

Ist im Biobereich nicht zulässig.
Und man müsste erst mal Embryonen oder Sperma kriegen, dass alle nötigen Voraussetzungen für den Import in die EU erfüllt.
Das ist extrem aufwändig. Lebende Tiere zu importieren ist rechtlich einfacher, aber halt teuer.
In den USA gibt es jetzt einen Beefmaster-Züchter, der Sperma mit EU-Zulassung erzeugen will. Dazu müssen die Jungbullen aber auf einen speziell zugelassenen Quarantänebetrieb aufzogen werden. Deshalb wird das noch einige Zeit dauern.
Sabi(e)ne

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#565

Beitrag von Sabi(e)ne »

Danke, weil ich gestern auf N3 eine LangzeitDoku über 5 Jahre gesehen habe, über Wagyu-Rinder und Rotes Harzer Höhenvieh.
Das Höhenvieh war die LowLevel-Variante im Bericht, und das Wagyu Spitzen-Technik - alle Embryonen kamen aus Australien. Die hatten da richtig viel Geld investiert - so nah an ner halben Million, ohne zu wissen, ob es klappt.
Das hat mich ziemlich umgehauen - ich wußte zwar von den Transfers, aber nicht, daß man sowas für letztendlich Schlachtrinder mit solch hohen Kosten macht - ich finde das obszön.
Es ist eine Sache, seltene Arten zu vermehren, aber nur Luxusfleisch zu produzieren kommt bei mir gleich nach Kaviar in der Wichtigkeit.... :dreh:
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#566

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

@Ölkanne: Da werden wir voraussichtlich Hafer reinsäen. Keine Bodenbearbeitung, nur ganz flach kreiseln um etwas einzuebnen und bessere Chancen fürs Anwachsen zu eröffnen. Das Gras ist durch die Überweidung im Winter eh geschwächt, soll aber erhalten bleiben.
Und das mit der Hafersaat gilt nicht als Grünlandumbruch?

Wenn du das nur mit Kreiseln einebnen willst, ist das Gras hinterher (fast) vollständig tot.
Quasi püriert. ;)
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#567

Beitrag von Manfred »

Wenn man die Kreiselegge richtig einstellt, funktioniert das recht gut.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#568

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

und wie stellst du die ein?

Wenn wir Pflugfurchen vor Zuckerrüben einebnen und nicht zwei (schnelle) Überfahrten haben wollen, wird das leider immer unweigerlich püriert...

1000er Welle mit ca. 800U/min und 5-6km/h sind das dann, bei 15cm Tiefe und einer Zahnpackerwalze als Nachläufer.
Mehr packt der 120Ps Schlepper nicht. :aeh:

Bei zwei Überfahrten sind ist es zuerst die 750er Eco-Zapfwelle mit 15cm Tiefe und 7-8km/h und dann die 1000er Welle mit ca. 5-7-cm Tiefe und ca. 6km/h, jeweils mit Zahnpackerwalze.

Die zweite Variante liefert die besseren Ergebnisse (unten Krümelig und oben drauf viel Feinerde) als Variante 1, erstere geht aber schneller. (0,55h/ha zu 0,766h/ha)
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#569

Beitrag von Manfred »

15 cm Tiefe? :eek:
Wenn das nötig ist, pflügt ihr vermutlich zu nass?
Die Kreiselegge soll doch im Ackerbau nur die Kluten an der Oberfläche auf 2 bis 3 cm Größe zerschlagen und nicht den ganzen Oberboden atomisieren.
http://www.topagrar.com/archiv/Der-rich ... 51370.html

Bei der Wiesennachsaat lässt man die Egge über der Grasnarbe laufen, wenn hauptsächlich eingeebnet werden soll.
Wenn man sie leicht nach hinten kippt, also hinten etwas tiefer stellt als vorne, ist die Querverteilung des Bodens besser. Hilfreich bei Schwarzwildschäden.
Wenn eine stärkere Narbenverletzung für die Nachsaat gewünscht wird, dann stellt man etwas tiefer, damit sie einige mm eindringt.
Man muss halt etwas mit Drehzahl und Tiefe spielen, bis man die gewünschte Narbenöffnung erreicht.
hunsbuckler
Beiträge: 469
Registriert: Di 16. Nov 2010, 21:43

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#570

Beitrag von hunsbuckler »

Es wundert mich, warum der Import von lebenden Tieren rechtlich einfacher ist als der Sperma- und Embryo-Import.
Ist bei ersterem das Risiko von Krankheits-Einschleppung nicht wesentlich größer?
Wenn ich ich zu bestimmen hätte, würde ich aus hygienischen Gründen das zweite zur Norm machen
und das erste nur unter strengen Auflagen erlauben.
Ist sogar tierfreundlicher.
Der Streß für weltweit verschicktes Zuchtvieh ist sicher nicht ohne.
Liebe Grüße, Hans www.jugendrettet.org
Antworten

Zurück zu „SV-Projekte“