Landbau im Zeitalter der Radiation

Casalupus

Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#11

Beitrag von Casalupus »

Mit "Radiation" ist wohl eher "Strahlung" gemeint. Etwas verwirrend bezeichnet.

Auf keinen Fall sollte man sich für unser Gebiet hier Sorgen machen. Vollkommen irrationale Leute kaufen ja jetzt HIER Geigerzähler und Jodtabletten. :eek:
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fuxi
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Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#12

Beitrag von fuxi »

Casalupus hat geschrieben:Vollkommen irrationale Leute kaufen ja jetzt HIER Geigerzähler und Jodtabletten. :eek:
Jodtabletten zu kaufen ist gar nicht so blöd, wenn man in unmittelbarer Nähe (ich würde jetzt mal so 50km Radius sagen) eines AKW wohnt. Wenn es da mal zum GAU kommt, ist der Kriesenstab mit der Tablettenausgabe völlig überfordert. Sich blind auf die staatlichen Behörden zu verlassen finde ich da schon viel irrationaler.
Aber sie müssen schon die korrekte Dosis enthalten. Die meisten frei erhältlichen Jodtabletten sind so gering dosiert, dass man Zig Stück davon schlucken müsste.
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
BernhardHeuvel

Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#13

Beitrag von BernhardHeuvel »

Casalupus hat geschrieben:Vollkommen irrationale Leute kaufen ja jetzt HIER Geigerzähler und Jodtabletten. :eek:
Als so irrational empfinde ich das nicht. Hier mal eine nett zusammengestellte Übersicht:

http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=208864

Des Weiteren sind die in der Presse zu hörenden Entwarnungen stets aufgrund von "niedrigen Konzentrationen" gefußt. Die Konzentration ist nur ein Faktor in der Toxikologie. Der zweite wichtige Faktor ist die Zeit.

Denn mit der Dauer der Kontamination steigt auch die biologische Schadwirkung. Nicht linear, sondern exponentiell. Wie alles im Leben. Das bedeutet, daß die in der Presse kursierenden Angaben zu Dosierungen/Konzentrationen&Schadwirkungen rein nichts über die Langzeitwirkungen aussagen. Das zur Erkenntnis führende Stichwort lautet hier: Druckrey-Küpfmüller. Bekannter unter dem Begriff Habersche Regel. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Habersche_Regel

Allerdings halte ich Jodtabletten nicht für ausreichend, um den entstehenden Krebs entgegenzuwirken.

Viele Grüße
Bernhard
Casalupus

Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#14

Beitrag von Casalupus »

Vieles was in solchen Foren steht, entbeert jeder wissenschaftlichen Fundierung und ist Angstmacherei. Da sollte man sich auf fundierte Informationsquellen verlassen. :haha: :haha:
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emil17
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Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#15

Beitrag von emil17 »

Da sich die Radionuklide, bevor sie zerfallen, wie die chemischen Analoga verhalten, muss man halt wissen, wodurch die Strahlung verursacht wird, der man ausweichen will.
Iod: Durch Iodtabletten soll das radioaktive Iod-131 durch dasjenige der Tabletten verdrängt werden bzw. der Körper soll sich mit der nicht radioaktiven Variante sättigen und dann die radioaktive Variante ignorieren. Da Iod in höheren Dosen rasch giftig wird, kann man nicht beliebig viel davon therapeutisch nehmen, sonst ist die Vorbeugung schlimmer als da Uebel, das man damit vermeiden will, obwohl sich durch einen frühen Tod durch Iod-Vergiftung ein Schilddrüsenkrebs zuverlässig verhindern lässt.
Cäsium: Hier wird oft empfohlen, die Kulturen mit reichlich Kali zu düngen, da CS sich wie K verhält und bei Kalimangel vermehrt aufgenommen wird.
Strontium: Verhält sich chemisch wie Calzium, d.h. man kann es durch Erhöhen des pH-Wertes (theroretisch) etwas immobilisieren.
In der Praxis kann man immer nur das Gleiche machen: Wegziehen und warten, nach zehn Halbwertszeiten ist die Belastung auf ein Promille des Ausgangswertes gesunken.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Heiko

Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#16

Beitrag von Heiko »

Hmmm, immer noch unter den Grenzwerten aber erhöht: Belastung von Lebensmitteln...
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emil17
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Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#17

Beitrag von emil17 »

Sonnenblumeli hat geschrieben:Was passiert denn, wenn man das Grünzeug verbrennt?
dann isses inner Asche, oder in der Abluft.
Radiokativität ist der Zerfall von instabilen Atomkernen. Bevor sie zerfallen sind, verhalten sie sich wie die stabilen chemischen Analoga.
Unsere Welt besteht aus Chemie, und daran sind nur die Elektronenhüllen der Atome beteiligt. Radioaktivität ist eien Sache der Atomkerne, kann also durch chemische Prozesse grundsätzlich nicht beeinflusst werden.
Da radioaktive Nuklide sich bis zum Moment ihres Zerfalls wie ihre nicht aktiven Analoge varhalten, werden Fragen der Anreicherung und der Gefährlichkeit durch die Chemie bestimmt.
Insofern verhält sich Iod anders als Cäsium usw.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Rati
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Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#18

Beitrag von Rati »

Sonnenblumeli hat geschrieben:Viele Menschen, zumindest in Deutschland, nehmen ja sowieso schon viel zu viel Jod zu sich. ...Müsste man meinen, die wären schon halb Immun.
Jod hilft nur gegen Jod 131. es wird ein Radioaktiver Isotop gegen ein nicht radioaktives getauscht.
Aber ob die angebliche Überversorgung mir Jod als Schutz ausreicht bzw funktioniert weis ich nicht.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Casalupus

Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#19

Beitrag von Casalupus »

Ihr redet als würde morgen hier die Seuche losbrechen.
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Dagmar
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Re: Landbau im Zeitalter der Radiation

#20

Beitrag von Dagmar »

Hallo,
Casalupus hat geschrieben:Ihr redet als würde morgen hier die Seuche losbrechen.
lieber sich vorher Gedanken machen, als erst dann, wenn die Situation es wirklich erfordert. Und man kann sich schon auf einige Situationen vorbereiten - und das ist doch gut. Sind dann ein paar Leute weniger, um die sich dann in einer wirklichen, realen Katastrophensituation dann der THW, Rote Kreuz, etc. sich kümmern muss. :)

Allzeit bereit - war (oder ist) doch schon der Spruch der Pfadfinder. :daumen:


Dagmar
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