Wer baut den von euch so Zeuchs wie zb. Zuccini, Auberginen und Kürbis an?
Also bei mir, man möge es mir verzeihen, steckt da mehr sportlicher Ehrgeiz hinter als der SV-Gedanke.
Anders formuliert, ist mir aufgefallen, dass es zu Hauptsaison eine deutliche Überproduktion gibt grad an Zuccinis, sowohl bei den Nachbarn, als auch am Straßenverkauf.
Kürbisse? Möglichst groß? Was soll ich damit. Ich hab da nen Ossi-Trauma, soll ich die süß-sauer einlegen als sg. Zonenananas?
Einzig, Hokkaidos bauen nur wenige hier an, und die haben an der Straße auch einen stolzen Preis, mach ich also selber. Ich sollte mal versuchen Pattisons zu verhökern. Das ist ein geiles Zeug, alles, was man mit Zuccinis machen kann geht mit denen auch, schmecken aber deutlich besser.
Gurken mache ich, weil es mir Spass macht und ich der Überzeugung bin, dass ichs eh am besten kann.

Ich hoffe, die Nachbarn sehen endlich ein, dass ich sie locker mitversorgen kann, dafür dann Zuccinis schnorre, und trotzdem Überproduktion habe, was dann an die Ziegen geht.
Auberginen....ja, das ist purer sportlicher Ehrgeiz....ich brauch das Zeug nicht, gegrillt ist es ok....aber damit kann ich sehr viel Eindruck bei meiner Frau schinden

, und das gibts nun wirklich nicht an der Strasse. Komplett aufgegeben hab ich Möhren und Petersilie, letzteres ja doch, im Topf mach ichs noch.
Das Zeug...Möhren also, wächst auf der andern Strassenseite vernünftig, hier nicht.
(Also wir wohnen in einem Grenzbereich zwischen Sander und Urstromtal, manchmal ist der Boden 100m weiter völlig anders, wir allerdings wohnen auf dem Sander).
Kartoffeln haben wir viele Jahre gelassen, Richtung Dorf andere Strassenseite ist eine alte Frau, die hat die besten Kartoffeln und den besten Spargel. Kartoffeln habe wir aber letztes Jahr wieder angefangen und machen wir wohl auch weiter.
Was mich sehr anficht ist, das hier Kohl aller Art nur unter Mühen und nur manchmal gelingt, eine Ort weiter, Lehnin, wächst das Zeug wie von selbst. Das war wohl kein Zufall, dass die Mönche sich 1182 dort und nicht hier angesiedelt haben. Das sollte ich lassen, aber da kommt wieder der sportliche Ehrgeiz ins Spiel.
Nun ja, wir haben auch keine Hemmungen mehr, Grünkohl als TK-Supermarktzeug zu kaufen, es erspart Frust.
Heute abend ist übrigens großes Grünkohl-Festessen, wozu wir jede Menge Leute geladen haben. Immerhin haben wir die Pinkelwurst selbst gemacht, und beim Grünkohl kommt es ja auch mehr drauf an, dass ihn einer, in dem Fall meine Frau, vernünftig zubereitet, als wo er gewachsen ist.
Ne, Thomas, man muss echt nicht alles selbst machen, es ist befreiend, manche Dinge einfach zu lassen.
LG
Olaf
Edit: Also eigentlich sind es sehr wenige Kriterien, die entscheiden:
1.Was geht mit vertretbarem Aufwand
2. Was ist so richtig erntefrisch geschmacklich entschieden besser als gekauftes (Salate, Bohnen, vielleicht auch Kartoffeln)
3. korrelliert mit 2, wo hab ich geschmacklich und/ oder finanziell einen Zugewinn (Tomaten!)
4. Was ist schön, wenn esimmer frisch verfügbar ist (Kräuter)
5. Woran hab ich Spass, koste es, was es wolle! Also ich ernte so ca. 15 Zitronen im Jahr. Der Aufwand ist erheblich. Aber die nach einmal überspülen sorgenfrei ins Essen zu tun, das nenn ich Glück.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.