Sitio Terra Abencoada
-
DerElch
Re: Sitio Terra Abencoada
Tolle Bilder...danke fuers einstellen und gruesse an die Wärme...wobei...mit 18 grad sind wir auch noch reichlich verwöhnt 
-
Gesegnete Erde
- Beiträge: 181
- Registriert: So 30. Okt 2011, 09:42
- Wohnort: Aiuruoca, Minas Gerais, Brasilien. Klimazone10. 1200 - 1450m. ü. M
Re: Sitio Terra Abencoada
Unser Hausbau ruht zur Zeit
Im September, Oktober beginnt die Pflanzzeit. Und als angehende Selbstversorger müssen wir uns auch um unser leibliches Wohlergehen kümmern.
Grundnahrungsmittel sind bei uns Mais, Reis und Bohnen. Dazu kommen verschiedene Knollengewächse, wie Kartoffel, Süsskartoffel, Yamswurzel, Yacon und vor allem die vielseitige und köstliche Maniokwurzel.
Ich stelle mal Fotos vor von dem Feld, was uns hauptsächlich als Pflanzort dient.
Bepflanzt haben wir es mit Bananen, Zuckerrohr, Mais, Reis, Maniok, Kürbis, verschiedenen Bohnensorten, Kichererbsen, Kartoffeln, Erdnüssen, Kurkuma und Ingwer.
Es ist eine Ganztagesarbeit. Es wird ja nicht nur der Boden vorbereitet und gesät, es wird natürlich auch gejätet, gehäufelt und gejätet, Rankgerüste für die Bohnen gesetzt, gejätet, gehäufelt, und gejätet und gejätet......
Sonnige Grüsse
Michael
Im September, Oktober beginnt die Pflanzzeit. Und als angehende Selbstversorger müssen wir uns auch um unser leibliches Wohlergehen kümmern.
Grundnahrungsmittel sind bei uns Mais, Reis und Bohnen. Dazu kommen verschiedene Knollengewächse, wie Kartoffel, Süsskartoffel, Yamswurzel, Yacon und vor allem die vielseitige und köstliche Maniokwurzel.
Ich stelle mal Fotos vor von dem Feld, was uns hauptsächlich als Pflanzort dient.
Bepflanzt haben wir es mit Bananen, Zuckerrohr, Mais, Reis, Maniok, Kürbis, verschiedenen Bohnensorten, Kichererbsen, Kartoffeln, Erdnüssen, Kurkuma und Ingwer.
Es ist eine Ganztagesarbeit. Es wird ja nicht nur der Boden vorbereitet und gesät, es wird natürlich auch gejätet, gehäufelt und gejätet, Rankgerüste für die Bohnen gesetzt, gejätet, gehäufelt, und gejätet und gejätet......
Sonnige Grüsse
Michael
- Dateianhänge
-
- Drei Schwestern haben wir auch...
- SNB10065.jpg (237.4 KiB) 3789 mal betrachtet
-
- und so nach der Befplanzung
- SNB10062.jpg (253.86 KiB) 3789 mal betrachtet
-
- So sah das jetzt bestellte Feld im Mai aus
- IMG_2428.jpg (250.72 KiB) 3789 mal betrachtet
Alles, was ist, ist gut, weil es ist.
- Spencer
- Förderer 2019

- Beiträge: 1093
- Registriert: Di 11. Sep 2012, 11:30
- Wohnort: pommersches Dorf, slawischen Ursprungs
Re: Sitio Terra Abencoada
Jawoll. Versüße uns die trieste Winterzeit wieder mit vielen schönen Bildern-
Obwohl.... momentan haben wir gar kein Winter. Eher schmuddeliger Spätherbst.
- citty
- Beiträge: 1542
- Registriert: Do 25. Aug 2011, 20:26
- Familienstand: glücklich verheiratet
- Wohnort: Canada
Re: Sitio Terra Abencoada
Vielen Dank fuer die interessanten Berichte und die wunderschoenen Photos! Ich muss nur an Vogelspinnen denken damit keine Neidgefuehle aufkommen...
Gruesse aus dem tiefverschneiten Kootenays, Citty
Gruesse aus dem tiefverschneiten Kootenays, Citty
-
Gesegnete Erde
- Beiträge: 181
- Registriert: So 30. Okt 2011, 09:42
- Wohnort: Aiuruoca, Minas Gerais, Brasilien. Klimazone10. 1200 - 1450m. ü. M
Re: Sitio Terra Abencoada
@ citty
Vogelspinnen gibt es bei uns nicht und anderes Kleingetier halten uns die freilaufenden Hühner vom Hals.
@ Spencer
Deine Träume von wärmeren Gefilden kenne ich ja schon zur Genüge.....
@ Sabine
Ja Hamburg, meine Heimat für über 50 Jahre.... aber meine Sehnsucht hält sich in Grenzen. Ab und zu bin ich zu Besuch in meiner Geburtsstadt und behalte so den Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden. Jetzt im Januar ist es wieder soweit.
Grüsse
Michael
Vogelspinnen gibt es bei uns nicht und anderes Kleingetier halten uns die freilaufenden Hühner vom Hals.
@ Spencer
Deine Träume von wärmeren Gefilden kenne ich ja schon zur Genüge.....
@ Sabine
Ja Hamburg, meine Heimat für über 50 Jahre.... aber meine Sehnsucht hält sich in Grenzen. Ab und zu bin ich zu Besuch in meiner Geburtsstadt und behalte so den Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden. Jetzt im Januar ist es wieder soweit.
Grüsse
Michael
Alles, was ist, ist gut, weil es ist.
-
Gesegnete Erde
- Beiträge: 181
- Registriert: So 30. Okt 2011, 09:42
- Wohnort: Aiuruoca, Minas Gerais, Brasilien. Klimazone10. 1200 - 1450m. ü. M
Re: Sitio Terra Abencoada
Hallo, wir leben noch und sind munter und rege.
Über ein Jahr hab ich mich nicht mehr gemeldet mit unserem Familienlandsitzprojekt. Asche auf mein Haupt. Nein lieber nicht, die Asche haben die Pflanzen mehr verdient.
Was haben wir alles gemacht?
Das vergangene Jahr haben wir uns hauptsächlich mit dem Vorbereiten von Flächen für das Bepflanzen beschäftigt.
Wir haben uns ja keine bewirtschaftete Ackerfläche gekauft. Das Grundstück war
"schmutzig" (sujo, wie es hier heisst). Wald und Wildwuchs herrschten und herrschen immer noch vor. So soll es auch bleiben, denn für den Eigenbedarf brauchen wir keine knapp 50 Hektar. Soviel sind es doch, nach der neuesten Vermessung.
Einen Teich haben wir angelegt, mit der Absicht, ab und zu auch mal einen Fisch
auf dem Teller zu haben.
Die Hühner hat uns nach und nach einer unserer Hunde weggeschnappt. Immer dann, wenn ich nicht da war, ging er auf die Jagd.
Das letzte haben wir dann verschenkt und vorerst die Hühnerhaltung agbebrochen.
Die Fortsetzung unseres Hausbaus ist uns auch wichtiger gewesen.
Fundament und Holzständerwerk mit Dach standen vor einem Jahr schon.
Jetzt haben wir mit dem Ausfachen begonnen, eine Schlafempore eingebaut und fangen mit dem Einsetzen der Fenster und Türen an.
Unsere biologische Kläranlage für "Schwarzwasser"wird ein Verdunstungsbecken sein. Ich stelle das zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer vor.
Das Grauwasser wird in einem anderen System biologisch geklärt werden.
Unser jüngster Sohn ist Vater geworden, so dass jetzt 3 Generationen unser Land bewohnen. Vielleicht ergibt es sich, dass eine andere junge Familie mit Kind, in dem ungefähren Alter meines Enkels, mit uns zusammen leben wollen.
Das wäre eine Bereicherung
Unser zweiter Sohn ist gerade nach Deutschland geflogen und wird sich um eine Ausbildung als Zimmermann bemühen.
Fortsetzung folgt.
Sonnige Grüsse
Michael
Über ein Jahr hab ich mich nicht mehr gemeldet mit unserem Familienlandsitzprojekt. Asche auf mein Haupt. Nein lieber nicht, die Asche haben die Pflanzen mehr verdient.
Was haben wir alles gemacht?
Das vergangene Jahr haben wir uns hauptsächlich mit dem Vorbereiten von Flächen für das Bepflanzen beschäftigt.
Wir haben uns ja keine bewirtschaftete Ackerfläche gekauft. Das Grundstück war
"schmutzig" (sujo, wie es hier heisst). Wald und Wildwuchs herrschten und herrschen immer noch vor. So soll es auch bleiben, denn für den Eigenbedarf brauchen wir keine knapp 50 Hektar. Soviel sind es doch, nach der neuesten Vermessung.
Einen Teich haben wir angelegt, mit der Absicht, ab und zu auch mal einen Fisch
auf dem Teller zu haben.
Die Hühner hat uns nach und nach einer unserer Hunde weggeschnappt. Immer dann, wenn ich nicht da war, ging er auf die Jagd.
Das letzte haben wir dann verschenkt und vorerst die Hühnerhaltung agbebrochen.
Die Fortsetzung unseres Hausbaus ist uns auch wichtiger gewesen.
Fundament und Holzständerwerk mit Dach standen vor einem Jahr schon.
Jetzt haben wir mit dem Ausfachen begonnen, eine Schlafempore eingebaut und fangen mit dem Einsetzen der Fenster und Türen an.
Unsere biologische Kläranlage für "Schwarzwasser"wird ein Verdunstungsbecken sein. Ich stelle das zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer vor.
Das Grauwasser wird in einem anderen System biologisch geklärt werden.
Unser jüngster Sohn ist Vater geworden, so dass jetzt 3 Generationen unser Land bewohnen. Vielleicht ergibt es sich, dass eine andere junge Familie mit Kind, in dem ungefähren Alter meines Enkels, mit uns zusammen leben wollen.
Das wäre eine Bereicherung
Unser zweiter Sohn ist gerade nach Deutschland geflogen und wird sich um eine Ausbildung als Zimmermann bemühen.
Fortsetzung folgt.
Sonnige Grüsse
Michael
- Dateianhänge
-
- Eine einfach aufgebaute und zur Entnahme wieder demontierbare Kompostanlage
- Kompostanlage aus Bambus.jpg (185.8 KiB) 3570 mal betrachtet
-
- Mit Reis versuchen wir es schon seit einem Jahr. Da das letzte und dieses Jahr sehr trocken waren, ist der Ertrag unter Erwartung, aber für neues Saatgut reicht es allemal
- Reis.jpg (251.59 KiB) 3570 mal betrachtet
-
- Das Foto ist einen Monat alt und von Osten her aufgenommen
- Hausbau Februar 2015.jpg (224.94 KiB) 3570 mal betrachtet
Alles, was ist, ist gut, weil es ist.
-
Gesegnete Erde
- Beiträge: 181
- Registriert: So 30. Okt 2011, 09:42
- Wohnort: Aiuruoca, Minas Gerais, Brasilien. Klimazone10. 1200 - 1450m. ü. M
Re: Sitio Terra Abencoada
Unser Bauvorhaben geht schleppend voran. Es gibt so viele andere Sachen zu tun, um den täglichen Ablauf sicher zu stellen. Außerdem hat unser jüngster Sohn eine Familie gegründet und sieht es als Priorität an, sich ein Zuhause zu schaffen. Seinen Bau, von der Planung bis zur Fertigstellung werde ich etwas ausführlicher dokumentieren.Es wird eine "Eco Construction", mit der Vorgabe, so viel Baumaterial wie möglich, vom eigenen Grund und Boden zu verwenden. Dabei wird u.a.als Aussenwandkonstruktion eine interessante Bauweise zur Anwendung kommen, die sich Hiper Adobe nennt (Tante Google zeigt dir mehr). Die Innenwände sind mit selbst geferigten Adobe (getrocknete Lehmsteine) geplant.
Wir freuen uns darüber,dass er seine Zukunft bei uns auf dem Lande sieht und dabei ist, sich als lehrberechtigter Permakulturist ausbilden zu lassen, mit dem zukünftigen Ziel, bei uns ein Ausbildungszentrum zu errichten.
Die grosse Trockenheit ist auch bei uns eingekehrt und fängt an, uns Sorge zu machen. Viele Quellen sind versiegt und der jetzige Winter (unsere Trockenzeit dauert von Ende Mai bis in den September hinein) ist darüber hinaus noch außergewöhnlich warm und sonnig, so dass die Verdunstungsrate sehr hoch ist.
Zum ersten mal müssen wir unsere Pferde mit zusätzlichem Futter Versorgen. Wir nehmen dafür frisch kleingehäckseltes, extra für diesen Zweck angebautes riesen Gras, sowie Zuckerrohr. Der Vorteil der Fütterung ist, dass die Pferde und wir uns gegenseitig wieder besser kennenlernen und näher kommen. Die Pferde sind sonst weitestgehend sich selbst überlassen, bis auf wenige Male, wo wir sie als Tragetiere nutzen, bzw. reiten. Oft sehen wir uns tagelang nicht.
Unser Bewässerungssystem haben wir ausgebaut, um die neuen, jung gepflanzten 100 Obstbäume nicht eingehen zu lassen.
Zwei Quellen, die sehr weit oben an der Grenze zu einem Nachbargrundstück entspringen, haben wir uns erschlossen und damit (noch?) ausreichend Wasser, was, dem Gefälle folgend, durch Plastikrohre geführt, uns mit Wasser im Überfluss versorgt, so dass wir auch 24 Stunden am Tag unsere Beregnungsanlagen laufen lassen können, ohne irgend einen zusätzlichen Energieaufwand. Der Schwerkraft sei es gedankt.
Die Gartenbeschäftigung beschränkt sich auf wenige Arbeiten, die aber ausreichend sind, uns mit frischem Gemüse zu versorgen.
Die Knollengewächse, wie Süßkartoffeln, Yamswurzel Maniok, sowie Ingwer und Kurkuma u. a. verbleiben im Boden und werden nach Bedarf ausgebuddelt.
Temporär viel Zeit verwenden wir für den Anbau und die Ernte von Bohnen und Mais.
Unsere Erfahrungen mit Reis stecken noch in den Kinderschuhen. Immerhin hat uns die diesjährige Ernte einen so guten Ertrag gegeben, dass wir um das Saatgut für die geplante 1000 qm Anbaufläche nicht bangen müssen.
Irgend etwas an Obst findet sich eigentlich zu jeder Jahreszeit. Bananen sind unermüdlich und liefern uns kontinuierlich ihre Stauden ab. Erstaunlich ist auch die Fruchtbarkeit der verschiedenen Citrusbäume. Es gibt Sorten, die 2 Mal im Jahr tragen und andere, die kontinuierlich tragen, da immer neue Blüten am Baum sind. Insbesondere eine Limonenart, die eine orangefarbene Schale hat und sich in unserer Gegend "ausgewildert" hat. Sie taugt bestens zur Herstellung einer besonders leckeren Bitterorangenarmelade und die Caipirinha wird, damit zubereitet, noch unwiderstehlicher.
Das fehlt uns noch: eine Destille, um eigenen Cachaca herzustellen.............
Aber der Saft frisch gepressten Zuckerrohrs, mit einem Schuss Limonensaft, gut gekühlt, ist auch nicht schlecht.
Sonnige Grüsse
Michael
Wir freuen uns darüber,dass er seine Zukunft bei uns auf dem Lande sieht und dabei ist, sich als lehrberechtigter Permakulturist ausbilden zu lassen, mit dem zukünftigen Ziel, bei uns ein Ausbildungszentrum zu errichten.
Die grosse Trockenheit ist auch bei uns eingekehrt und fängt an, uns Sorge zu machen. Viele Quellen sind versiegt und der jetzige Winter (unsere Trockenzeit dauert von Ende Mai bis in den September hinein) ist darüber hinaus noch außergewöhnlich warm und sonnig, so dass die Verdunstungsrate sehr hoch ist.
Zum ersten mal müssen wir unsere Pferde mit zusätzlichem Futter Versorgen. Wir nehmen dafür frisch kleingehäckseltes, extra für diesen Zweck angebautes riesen Gras, sowie Zuckerrohr. Der Vorteil der Fütterung ist, dass die Pferde und wir uns gegenseitig wieder besser kennenlernen und näher kommen. Die Pferde sind sonst weitestgehend sich selbst überlassen, bis auf wenige Male, wo wir sie als Tragetiere nutzen, bzw. reiten. Oft sehen wir uns tagelang nicht.
Unser Bewässerungssystem haben wir ausgebaut, um die neuen, jung gepflanzten 100 Obstbäume nicht eingehen zu lassen.
Zwei Quellen, die sehr weit oben an der Grenze zu einem Nachbargrundstück entspringen, haben wir uns erschlossen und damit (noch?) ausreichend Wasser, was, dem Gefälle folgend, durch Plastikrohre geführt, uns mit Wasser im Überfluss versorgt, so dass wir auch 24 Stunden am Tag unsere Beregnungsanlagen laufen lassen können, ohne irgend einen zusätzlichen Energieaufwand. Der Schwerkraft sei es gedankt.
Die Gartenbeschäftigung beschränkt sich auf wenige Arbeiten, die aber ausreichend sind, uns mit frischem Gemüse zu versorgen.
Die Knollengewächse, wie Süßkartoffeln, Yamswurzel Maniok, sowie Ingwer und Kurkuma u. a. verbleiben im Boden und werden nach Bedarf ausgebuddelt.
Temporär viel Zeit verwenden wir für den Anbau und die Ernte von Bohnen und Mais.
Unsere Erfahrungen mit Reis stecken noch in den Kinderschuhen. Immerhin hat uns die diesjährige Ernte einen so guten Ertrag gegeben, dass wir um das Saatgut für die geplante 1000 qm Anbaufläche nicht bangen müssen.
Irgend etwas an Obst findet sich eigentlich zu jeder Jahreszeit. Bananen sind unermüdlich und liefern uns kontinuierlich ihre Stauden ab. Erstaunlich ist auch die Fruchtbarkeit der verschiedenen Citrusbäume. Es gibt Sorten, die 2 Mal im Jahr tragen und andere, die kontinuierlich tragen, da immer neue Blüten am Baum sind. Insbesondere eine Limonenart, die eine orangefarbene Schale hat und sich in unserer Gegend "ausgewildert" hat. Sie taugt bestens zur Herstellung einer besonders leckeren Bitterorangenarmelade und die Caipirinha wird, damit zubereitet, noch unwiderstehlicher.
Das fehlt uns noch: eine Destille, um eigenen Cachaca herzustellen.............
Aber der Saft frisch gepressten Zuckerrohrs, mit einem Schuss Limonensaft, gut gekühlt, ist auch nicht schlecht.
Sonnige Grüsse
Michael
- Dateianhänge
-
- Kurkumablüte.jpg (109.44 KiB) 3429 mal betrachtet
-
- Unser Teich ist dabei auszutrocknen..jpg (193.88 KiB) 3429 mal betrachtet
-
- Strassenbau mit Bulldozer.jpg (200.9 KiB) 3429 mal betrachtet
Alles, was ist, ist gut, weil es ist.
-
Gesegnete Erde
- Beiträge: 181
- Registriert: So 30. Okt 2011, 09:42
- Wohnort: Aiuruoca, Minas Gerais, Brasilien. Klimazone10. 1200 - 1450m. ü. M
Re: Sitio Terra Abencoada
Bananen
Es muss um das Jahr 1950 gewesen sein, als ich meine erste Banane am Gaumen zerdrückte.
Ich war ein Jungspund und wohl noch Erstklässler, als mein Cousin, der auf der anderen Strassenseite wohnte, mir von seinem Fund auf einem nahegelegenen Schrebergartengelände erzählte: eine abgekippte Ladung von Bananen.
Auf dem Schrebergartengelände sind sie deshalb gelandet, weil sie nicht mehr zum Verkauf geeignet waren und für den Kompost noch Verwendung finden sollten..Überreif, zematscht und teilweise schon in Zersetzung begriffen, fanden sich dennoch einige darunter, die noch zum Verzehr geeignet waren. Die griffen wir uns und waren glücklich ob des unbekannten exotischen Geschmacks.
30 Jahre später, Anfang der 80er Jahre, lebte und arbeitete ich für längere Zeit auf den Seychellen und in dem Garten des Hauses, was von mir bewohnt wurde, gab es Bananen im Überfluss. Was tun mit etwa 100 Bananen an einer Staude, die nahezu alle gleichzeitig reif werden? Einfrieren dachte ich und tat´s mit dem Erfolg, dass sie nach dem Auftauen nicht mehr geniessbar waren, weil Matsch draus geworden war.
Immerhin habe ich dort die Banane als fruchtige Beilage zu allen Currygerichten kennen und schätzen gelernt.
Jetzt im hier und heute, liebe ich diese Pflanze mit Frucht, Stumpf und Stiel.
Mit Avocago und einem Schuss Milch als Fruchtsmoothie: ein Gedicht.
Geschält und in Stücke geschnitten, über Nacht im Tiefkühlfach aufbewahrt und am nächsten Tag im Mixer mit etwas Milch püriert, ergibt eine wunderbare Bananeneiscreme.
In Scheiben auf heiße Eierpfannkuchen gelegt und mit Zimt bestreut: was für eine Gaumenfreude.
Was nicht im Magen verschwindet wird getrocknet und damit haltbar gemacht.
Von uns nicht weiter verwertete Bananen bekommen die Hunde als Leckerli.
Die Bananenblätter werden von den Pferden geliebt.
Der in Schichten aufgebaute Stamm lässt sich durch das Ablösen der einzelnen Schichten auf jeden gewünschten Durchmesser reduzieren und dient damit als verlorene Form für Durchbrüche beim Giessen von Fundamenten, um später die entsprechenden Versorgungsrohre durchführen zu können.
Die Innenseite der Bananenschale, auf dem Aussenlehmputz verrieben, wirkt wasserundurchlässig und schützt so vor Auswaschungen bei Schlagregen.
Einzelne, abgezogene und getrocknete Fasern der Schichten ergeben reissfestes Bindematerial.
Aus den grossen Blättern resultiert eine grosse Verdunstungsrate und damit ist die Banane prädestiniert zum Bepflanzen von Verdunstungsbecken, einer Form von Biokläranlage, die bei uns zum Einsatz kommt.
Die Banane, einmal gepflanzt, braucht wenig Pflege. Durch die grosse Produktion von Biomasse ernährt sie sich selbst. Die einzige Pflege besteht darin, überzählige Triebe zu entfernen, um die Pflanzung nicht zu dicht werden zu lassen.
Es gibt nicht die Erntezeit bei Bananen, sie reifen das ganze Jahr über kontinuierlich.
Die Banane gilt als eines der vollwertigsten Lebensmittel.
Es gibt viele verschiedene Arten, die sich auch geschmacklich unterscheiden, aber keine einzige der bei uns angebauten schmeckt so fad und nichtssagend, wie die hinreichend bekannt etikettierten in den Regalen der deutschen Supermärkte.
Vieles wäre bestimmt noch hinzuzufügen, aber ich beende hiermit mal meine Hymne auf die Banane.
Sonnige Grüsse
Michael
Es muss um das Jahr 1950 gewesen sein, als ich meine erste Banane am Gaumen zerdrückte.
Ich war ein Jungspund und wohl noch Erstklässler, als mein Cousin, der auf der anderen Strassenseite wohnte, mir von seinem Fund auf einem nahegelegenen Schrebergartengelände erzählte: eine abgekippte Ladung von Bananen.
Auf dem Schrebergartengelände sind sie deshalb gelandet, weil sie nicht mehr zum Verkauf geeignet waren und für den Kompost noch Verwendung finden sollten..Überreif, zematscht und teilweise schon in Zersetzung begriffen, fanden sich dennoch einige darunter, die noch zum Verzehr geeignet waren. Die griffen wir uns und waren glücklich ob des unbekannten exotischen Geschmacks.
30 Jahre später, Anfang der 80er Jahre, lebte und arbeitete ich für längere Zeit auf den Seychellen und in dem Garten des Hauses, was von mir bewohnt wurde, gab es Bananen im Überfluss. Was tun mit etwa 100 Bananen an einer Staude, die nahezu alle gleichzeitig reif werden? Einfrieren dachte ich und tat´s mit dem Erfolg, dass sie nach dem Auftauen nicht mehr geniessbar waren, weil Matsch draus geworden war.
Immerhin habe ich dort die Banane als fruchtige Beilage zu allen Currygerichten kennen und schätzen gelernt.
Jetzt im hier und heute, liebe ich diese Pflanze mit Frucht, Stumpf und Stiel.
Mit Avocago und einem Schuss Milch als Fruchtsmoothie: ein Gedicht.
Geschält und in Stücke geschnitten, über Nacht im Tiefkühlfach aufbewahrt und am nächsten Tag im Mixer mit etwas Milch püriert, ergibt eine wunderbare Bananeneiscreme.
In Scheiben auf heiße Eierpfannkuchen gelegt und mit Zimt bestreut: was für eine Gaumenfreude.
Was nicht im Magen verschwindet wird getrocknet und damit haltbar gemacht.
Von uns nicht weiter verwertete Bananen bekommen die Hunde als Leckerli.
Die Bananenblätter werden von den Pferden geliebt.
Der in Schichten aufgebaute Stamm lässt sich durch das Ablösen der einzelnen Schichten auf jeden gewünschten Durchmesser reduzieren und dient damit als verlorene Form für Durchbrüche beim Giessen von Fundamenten, um später die entsprechenden Versorgungsrohre durchführen zu können.
Die Innenseite der Bananenschale, auf dem Aussenlehmputz verrieben, wirkt wasserundurchlässig und schützt so vor Auswaschungen bei Schlagregen.
Einzelne, abgezogene und getrocknete Fasern der Schichten ergeben reissfestes Bindematerial.
Aus den grossen Blättern resultiert eine grosse Verdunstungsrate und damit ist die Banane prädestiniert zum Bepflanzen von Verdunstungsbecken, einer Form von Biokläranlage, die bei uns zum Einsatz kommt.
Die Banane, einmal gepflanzt, braucht wenig Pflege. Durch die grosse Produktion von Biomasse ernährt sie sich selbst. Die einzige Pflege besteht darin, überzählige Triebe zu entfernen, um die Pflanzung nicht zu dicht werden zu lassen.
Es gibt nicht die Erntezeit bei Bananen, sie reifen das ganze Jahr über kontinuierlich.
Die Banane gilt als eines der vollwertigsten Lebensmittel.
Es gibt viele verschiedene Arten, die sich auch geschmacklich unterscheiden, aber keine einzige der bei uns angebauten schmeckt so fad und nichtssagend, wie die hinreichend bekannt etikettierten in den Regalen der deutschen Supermärkte.
Vieles wäre bestimmt noch hinzuzufügen, aber ich beende hiermit mal meine Hymne auf die Banane.
Sonnige Grüsse
Michael
Alles, was ist, ist gut, weil es ist.
-
Autarkie
Re: Sitio Terra Abencoada
Bom dia Michael!
Deine Berichte sind so toll zu lesen. Und tragen auch zur Allgemeinbildung bei! Ich dachte nie, daß es mitten in den Tropen eine Gegend gibt, wo es nicht sooo heiß wird, und sogar Frost möglich ist.
Bezüglich der Bananen wollte ich noch ergänzend sagen, man kann die auch als Backpapierersatz verwenden, also Fleisch oder Früchte einwickeln und im Ofen oder im Wasserdampf garen lassen. Ebenso sind die auch als "Teller" bzw. Jausenbrett zu gebrauchen. Nur ein Stückchen Blatt auf den Tisch, die Lebensmittel drauf und dann beim Abräumen einfach auf den Kompost! Diese Art von "Essgeschirr" hatte ich mal in einem Film gesehen, den unser Nachbar, der Chocolatier Zotter bei seinen Kakaobauern in Südamerika gedreht hatte. Da wir ja eine Großfamilie sind, und keiner gerne abwäscht, wäre dies eine tolle Sache.
Habe ja schon einige winterharte Bananen gepflanzt (wohne ja in der warmen Ecke Österreichs), aaaaber leider gibt es noch keine, die resistent gegen Ziegen sind!
Wünsche dir noch viel Freude auf deiner gesegneten Erde und berichte weiterhin so informativ!
Autarkie, die ganz liebe Grüße über den Atlantik schickt!
Deine Berichte sind so toll zu lesen. Und tragen auch zur Allgemeinbildung bei! Ich dachte nie, daß es mitten in den Tropen eine Gegend gibt, wo es nicht sooo heiß wird, und sogar Frost möglich ist.
Bezüglich der Bananen wollte ich noch ergänzend sagen, man kann die auch als Backpapierersatz verwenden, also Fleisch oder Früchte einwickeln und im Ofen oder im Wasserdampf garen lassen. Ebenso sind die auch als "Teller" bzw. Jausenbrett zu gebrauchen. Nur ein Stückchen Blatt auf den Tisch, die Lebensmittel drauf und dann beim Abräumen einfach auf den Kompost! Diese Art von "Essgeschirr" hatte ich mal in einem Film gesehen, den unser Nachbar, der Chocolatier Zotter bei seinen Kakaobauern in Südamerika gedreht hatte. Da wir ja eine Großfamilie sind, und keiner gerne abwäscht, wäre dies eine tolle Sache.
Habe ja schon einige winterharte Bananen gepflanzt (wohne ja in der warmen Ecke Österreichs), aaaaber leider gibt es noch keine, die resistent gegen Ziegen sind!
Wünsche dir noch viel Freude auf deiner gesegneten Erde und berichte weiterhin so informativ!
Autarkie, die ganz liebe Grüße über den Atlantik schickt!
