Also poison ivy,
jetzt hast Du mich auch sehr zum Lachen gebracht!
Verfressenheit und Dschungeldickicht sind natürlich absolut glaubhafte Argumente für die Gartenkultur unter schwierigsten Bedingungen

!!!
Das kann ich total nachvollziehen! *kicher*
Ölkanne, hast Du denn nen Bauernhof daheim, den Du übernehmen willst? Oder willst Du im Agrarbereich arbeiten?
Naja, der Nachbarbauer scheint wohl immer die Ecken zu spritzen und nicht den Rasen direkt.
Die Bäuerin steht halt immer dann bei mir am Gartentürchen, wenn ihr Mann ihre Löwenzahnecke totgespritzt hat...
Aber was er genau gespritzt hat muß ich nicht unbedingt wissen.
Bei uns gibt es einen richtig idyllischen Demeterhof mit Hofladen direkt neben der Waldorfschule.
Auch wenn ich persönlich von Anthroposophie nicht viel halte, gehe ich dort wirklich gerne hin, weil da alte Hühnerrassen frei herumlaufen, kleine Gänse rumwackeln, Schafe und Esel sind und es leckere Dinge zu kaufen gibt.
Dazwischen rennt dann der Hofhund herum, die Kinder hüpfen auf den Strohballen.
Solche Dinge sollten Kinder kennen, finde ich. In München sind neben einem Krankenhaus Zwergziegen im Streichelgehege und einmal als ich dort stand, hat ein Kind seine Mutter gefragt, was das für Tiere sind? Und die Mutter hat ihrer Tochter erklärt, daß das Schafe sind.
Das finde ich schon recht heftig.
Mein Vater stammt auch von einem großen Hof und war auf der Landwirtschaftsschule. Er hat mir viel über Tiere und Pflanzen beigebracht.
Aber als ich ihm gesagt habe, daß ich Haus und Garten möchte, um mein eigenes Gemüse anzubauen, hat er gemeint, daß sich das doch gar nicht lohnen würde, weil Gemüse doch so billig zu kaufen ist. Ich möchte das aber trotzdem für mich ausprobieren. (Daher auch dieses Forum hier ;-))
Ob Bio-Landwirtschaft für Alle möglich wäre, kann ich nicht beurteilen.
Aber welche Auswirkungen all die Herbizide, Fungizide, Insektenvernichtungsmittel auf die Gesundheit haben, ist meines Erachtens noch zu wenig erforscht. Und ich finde es schon heftig, daß bei 70 Prozent der deutschen Stadtbewohner Glyphosat im Urin nachgewiesen wurde.
Welche Auswirkungen hat das, wenn es einmal durch den ganzen Körper wandert? Dazu wurde nicht geforscht.
Und ich bin gespannt, welche Konsequenzen es hat, daß die WHO jetzt Glyphosat als vermutlich krebserregend eingestuft hat?
Wie wird jetzt die EU und die Landesregierungen reagieren?
Mein Vorbild sind die Bewohner der "Insel der Hundertjährigen": Okinawa in Japan. Die buddeln auch mit 100 Jahren noch im Garten herum.
Das ist mein Ziel!

Und auch deswegen will ich Chemie im Garten vermeiden.
Ja, der Rasen ist bei uns auch bei den meisten Leuten gelb. Nur eine Nachbarin hat ihren Rasen gegossen ... *seufz*. Aber die meisten sind schon vernünftiger. Bei den Leuten, die allerdings im Dorf etwas höher liegen, sind eben die Brunnen schon leer. Auch deswegen, weil das Sportheim oben liegt und die Fußballplätze kräftig gewässert werden.
Um wieder ein wenig zum Thema zurückzukommen: Ich habe am Freitag 15 grüne Hokkaido-Kürbisse von 4 Pflanzen geerntet. Und es hängen noch welche dran. Gegossen hatte ich nur ins Herz der Pflanze. Für die Menge an Blattmasse scheinen die also proportional wenig Wasser zu brauchen und die Hitze gut auszuhalten.
Dafür haben meine Kartoffeln Schorf und die Tomaten Blütenendfäule. Ist zwar jetzt kein großer Schaden, scheint aber auch auf die Trockenheit zurückzuführen zu sein.
Naja, ich werde nächstes Jahr versuchen, so und so anzubauen. Gemüse, das bei feuchtem, kühlen Wetter wächst wie Kohl, Kartoffeln und Mais. Und Sachen, die Hitze und Trockenheit aushalten. Dann kann ich schon mal nicht verhungern!
Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntagabend wünsche ich Euch.