Wölfe

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Reisende
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Re: Wölfe

#671

Beitrag von Reisende »

Unterdessen kursiert in Jägerkreisen das Gerücht, dass ein hohes NABU-Mitglied am Sonntagabend den zuständigen Jagdpächter angerufen und um Stillschweigen - auch gegenüber der Presse - gebeten haben soll. Was an dem Gerücht dran ist, kann top agrar nicht überprüfen.
na denn ist es ja sehr professionell, das gerücht weiterzuverbreiten. :)

aber mal ne andere frage.
welchen unterschied macht es eigentlich - ganz sachlich und objektiv gesehen - ob da nun ein hund zugebissen hat, oder ein wolf?
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
Olaf
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Re: Wölfe

#672

Beitrag von Olaf »

dass der Wolf in die Presse kommt und der Hund nicht :pfeif:
Dass meinem Nachbarn nen Hund nen Finger abgebissen hat stand jedenfalls nicht drin, stellt Euch vor es wäre ein Wolf gewesen!
Edit: Ein Jahr zuvor hat den übrigens ein Hund vom Fahrrad geholt und ein faustgroßes Stück aus der Wade gebissen. Gleiche Frage!
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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65375
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Re: Wölfe

#673

Beitrag von 65375 »

Ein Hund hat üblicherweise einen Eigentümer, dessen Versicherung hoffentlich zahlt.
Olaf
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Re: Wölfe

#674

Beitrag von Olaf »

Wenn die bei den Wölfen die gerissenen Tiere ersetzen, geh ich mal davon aus, dass sie auch abgebissene Finger bezahlen würden.
Praktisch ist der Fall ja wohl noch nicht vorgekommen, also beim Wolf. :aeh:
Das kann es also auch nicht sein.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Manfred

Re: Wölfe

#675

Beitrag von Manfred »

Ein Wolf hat nahe München zwei Schafe gerissen:
http://www.wildundhund.de/home/8923-wol ... hens-toren
Manfred

Re: Wölfe

#676

Beitrag von Manfred »

Wölfe waren doch für den NABU bisher diese scheuen Waldelfen, vor denen sich Menschen nur fürchten, weil die zarten Wesen in den bösen Märchen so verzerrt dargestellt werden?
Jetzt wo die Stimmung in vielen betroffenen Gebieten kippt, will man anscheinend das Geschäftsmodell für die Spendensammelei ändern?
Die Wölfe sind schließlich zum Multimillionengeschäft für diverse Organisationen geworden.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/s ... -Wolf.html
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Reisende
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Re: Wölfe

#678

Beitrag von Reisende »

ach Manfred....
und wer ist hier der größte stimmungsmacher?
informier dich mal anständig über wölfe, bei qualifizierten quellen und nicht bei irgendwelchen möchtegernexperten, die wölfe nur aus gehegen kennen.
dasselbe empfehle ich den deppen vom NABU.

zB hier:
http://elli-radinger.blogspot.de
http://www.wolfmagazin.de/wolfsbuecher/ ... rueck.html

multimillionengeschäft? hörst du dich eig selber reden? :dreh:
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
Wild-Bunch-Chris
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Re: Wölfe

#679

Beitrag von Wild-Bunch-Chris »

Naja, ich stelle bei mir mittlerweile auch ein gewisses Maß an "Genervtheit" fest - was aber weniger am Wolf selbst liegt, als am Umgang der offiziellen Stellen damit. Das ist alles so vorhersehbar - sowohl die Zurückruderei von wegen "scheu", die jetzt passiert, als auch das, was in Zukunft passieren wird - den Wolf einfach in Ruhe zu lassen, ist etwas, das nun mal nicht geht, wenn man dauerhaft Akzeptanz vor allem bei unmittelbar Betroffenen erreichen will, als auch möglichst viele Konfliktpotentiale von vorneherein ausbremsen will. Ich bin sicher, genauso wie "der Wolf" momentan lernt, dass er überall unbescholten hin kann, kann er lernen, dass es Gebiete gibt, in denen er nix zu suchen hat und in denen keine Willkommens-Plakate für ihn aufgehängt werden, sondern er vergrämt wird. Fängt man damit rechtzeitig an, wird es auch nicht so viele plötzliche "Problemwölfe" geben, die dem Menschen zu sehr auf die Pelle rücken.

Bei uns "steht" jetzt seit einiger Zeit der Jurassic-Park für Kühe - 7 Reihen, meist Glattdraht, die unterste Reihe liegt bei den empfohlenen 20 Zentimeter, die Reihen drüber folgen im jeweils 20 Zentimeter Abstand, also bis zu einer Höhe von 1,40 m. Ich bin damit weit über den offziellen Empfehlungen, die da immer noch lauten, dass der Zaun lediglich kälbersicher sein muss.
IMG_1124.JPG
IMG_1124.JPG (113.12 KiB) 1708 mal betrachtet
Das war nicht billig und seit der Zaun steht, bin ich bei der derzeitigen Witterung und dem Graswachstum alle drei Tage am Mähen - unterm Zaun lang, was bei 20 cm schon ne Nummer für sich ist, man kommt mit dem Freischneider grad noch drunter (mit Balkenmäher oder dem Mähwerk von meinem alten Trecker ohne Servo brauch ich da gar nicht erst anfangen), muss aber bei der kleinsten Unebenheit (und das sind nun mal Koppeln am Hang und kein Golfplatz :lol: ) aufpassen, dass man nicht im Zaun selbst landet. Klar, vorher musste man auch regelmäßig mähen - aber solange die unterste Zaunreihe nicht allzu tief liegt, fressen Pferde und Kühe da schon einiges drunter weg, so dass man nur Reste nachmähen musste, was wesentlich schneller ging und deutlich seltener passieren musste.
Neben der Zaunbauerei an sich also, die schon kompliziert genug war, denn es ist ein Unterschied, ob man auf einer nackigen Fläche einen Zaun baut, oder einen bestehenden Zaun im laufenden Betrieb umbaut, kommen für mich schon mal 4 zusätzliche Arbeitsstunden in der Woche durch Sonder-Mäh-Aktionen ganz schnöde hinzu, bloss, weil sich hier - noch unbestätigt - ein Wolf herumtreibt und ich den Schutz meiner Tiere nun mal ernst nehme.

Ich schreib das nicht, um zu jammern, sondern einfach, um mal darzulegen, dass so ein Wolf einen ganz schön auf Trab halten kann.

Wie das für einen Landwirt mit viel größeren Flächen, die möglicherweise (Landschaftsschutz, kleine Parzellen) auch noch weit verstreut liegen, in irgendeiner Art und Weise praktikabel sein soll, kann ich mir nicht vorstellen.

Ich lese Artikel über Wolfs-Angriffe auf Haus- und Nutztiere deshalb, weil man auf die Erfahrungen anderer angewiesen ist, um Fehler zu vermeiden.
Ich z. B. brauche noch dringend eine praktikable Lösung für den Winter - wir haben keine festen Stallungen für die Rinder, das war und ist eine extensive Haltung, so ist sie genehmigt und mit nur 2 Mutterkühen bin ich um Lichtjahre davon entfernt, Landwirt, geschweige denn Landwirt mit dem Privileg, im Aussenbereich einen festen Kuhstall bauen zu dürfen zu sein. Im Winter sind regelmäßig die Reihen bei 40 und 60 Zentimeter unter Schnee gewesen - einen Festzaun darf ich aber nicht bauen, da Aussenbereich. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich.

Sowas hier finde ich z. B. sehr interessant:
http://www.volksstimme.de/nachrichten/l ... rt=gallery
http://www.volksstimme.de/nachrichten/s ... Spass.html

Denn ich muss ja auch wissen, wie sich meine Tiere ggf. verhalten, genauso wie es gut für mich ist, zu wissen, wie Wölfe sich verhalten, wie die Unterschiede bei einzeln und in der Gruppe jagenden Wölfen sind und wie Wölfe lernen (ich gehe bisher immer davon aus, dass sie ähnlich wie Hunde lernen und es die beste Prävention ist, wenn sie erst gar keinen Erfolg an Nutztieren haben). Denn je besser man die Herrschaften kennt, desto besser kann man seine Tiere schützen. Nur, weil man seine Tiere gesichert haben möchte und auch den Nutztieren die Möglichkeit bieten will, ein Leben draussen leben zu können, ist man ja nicht automatisch gegen den Wolf. Man hat halt nur zunächst mal andere Prioritäten, als nur Hurra zu rufen.

Mir stellen sich z. B. Fragen wie die, ob meine Kühe, die traditionsgemäß auf Dreinutzigkeit, also neben der Fleisch- und Milchproduktion auch auf Arbeit mit dem Menschen gezüchtet worden sind, noch genügend Ur-Instinkt aufbringen würden, um sich über hektische Abwehrmaßnahmen hinausgehend, die wohl in uns allen stecken, gezielt gegen Beutegreifer-Angriffe zur Wehr zu setzen? Denn Tiere, die als besonders impulsiv, reizbar oder angriffslustig aufgefallen sind, wurden über lange Zeit konsequent ausgemerzt.
Ich wüßte gerne, ob die an bisher einigen wenigen Tagen früh morgens vorherrschende Nervösität der Kühe - die ganz unabhängig von ihrem Brunftzyklus und auch von so Sachen wie Fliegenplagen und Witterung aufgetreten ist - etwas zu bedeuten hat, z. B., dass da nachts wer um die Koppeln geschlichen ist.

LG, Chris
althea
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Re: Wölfe

#680

Beitrag von althea »

Wild-Bunch-Chris hat geschrieben: Im Winter sind regelmäßig die Reihen bei 40 und 60 Zentimeter unter Schnee gewesen - einen Festzaun darf ich aber nicht bauen, da Aussenbereich. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich..

Hallo Chris,

leider kenne ich die gesetzlichen Beschränkungen in D nicht (habe nur mitbekommen, dass sie einiges rigoroser als in A sein dürften).
Kann jemand etwas dagegen haben, wenn du deine Weiden mit einer Windschutzhecke/Wildobsthecke umgibst? Zumindest die ersten Jahre darf man da fixen Wildzaun aufziehen, als Schutz vor Verbiss (..und frägt nach 6 Jahren noch jemand danach?!)

Hierorts werden Wildgehölzhecken gefördert...

lG
althea
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