Schnecken verwüsten fast alles
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Wir haben schon viele Bäume gefällt und andere gesetzt, Beerensträucher gepflanzt und Terassen gemacht...
viel Arbeit - da haben wir auf unsere feuchte Wiese total vergessen (nie gemäht, nie betreten), gestern war ich dort, um die Johannisbeeren (haben viele kleine Früchte dran!) grob von den Wildkräutern zu befreien und bin fast in Ohnmacht gefallen - sogar Gras und Brennessel sind von Nacktschnecken bevölkert!!
So viele - mir kam die Idee hoch, dass das jetzt nicht mehr bloß ein lästiger Gartenschädling ist, sonden eine echte Plage - ich denke, wir werden lieber auch dort etwas gegen diese Tierchen tun - haben die bei uns echt keine natürlichen Feinde??
Igel, Amseln, Schlangen, Kröten und Frösche gibt es nämlich genug hier!
Trotzdem ist es heuer extrem - ich hoffe, das ist keine Entwicklung, die so weiter geht, sondern einfach nur ein "gutes Schneckenjahr"....
viel Arbeit - da haben wir auf unsere feuchte Wiese total vergessen (nie gemäht, nie betreten), gestern war ich dort, um die Johannisbeeren (haben viele kleine Früchte dran!) grob von den Wildkräutern zu befreien und bin fast in Ohnmacht gefallen - sogar Gras und Brennessel sind von Nacktschnecken bevölkert!!
So viele - mir kam die Idee hoch, dass das jetzt nicht mehr bloß ein lästiger Gartenschädling ist, sonden eine echte Plage - ich denke, wir werden lieber auch dort etwas gegen diese Tierchen tun - haben die bei uns echt keine natürlichen Feinde??
Igel, Amseln, Schlangen, Kröten und Frösche gibt es nämlich genug hier!
Trotzdem ist es heuer extrem - ich hoffe, das ist keine Entwicklung, die so weiter geht, sondern einfach nur ein "gutes Schneckenjahr"....
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Es muss meiner Erfahrung nach nicht unbedingt eine Entwicklung sein, aber ich würde trotzdem regulieren. Was begrenzt die sonst schon?
Ich hatte irgendwann, als es bei uns so krass war, vorletztes Jahr oder so mal geschrieben, dass auf jedem Löwenzahn eine Schnecke sitzt und es gibt hier sehr, sehr viel Löwenzahn. Das klang vielleicht wie eine Übertreibung, war aber durchaus ernst gemeint. Ich glaub' dir schon, dass das eine extrem üble Plage sein kann gegen die kein Feind ankommt, so es denn wirklich welche gibt.
Ich glaube mittlerweile einfach, dass Leute mit Wiesen von Leuten mit Normalgärten in den Dimensionen des Vorkommens von Schnecken, Quecken und anderen Schrecken nicht verstanden werden weil es schlicht nicht nachvollziehbar ist.
Mähen ist zwar auch schade für so manches Getier, aber hilft.
Ich hatte irgendwann, als es bei uns so krass war, vorletztes Jahr oder so mal geschrieben, dass auf jedem Löwenzahn eine Schnecke sitzt und es gibt hier sehr, sehr viel Löwenzahn. Das klang vielleicht wie eine Übertreibung, war aber durchaus ernst gemeint. Ich glaub' dir schon, dass das eine extrem üble Plage sein kann gegen die kein Feind ankommt, so es denn wirklich welche gibt.
Ich glaube mittlerweile einfach, dass Leute mit Wiesen von Leuten mit Normalgärten in den Dimensionen des Vorkommens von Schnecken, Quecken und anderen Schrecken nicht verstanden werden weil es schlicht nicht nachvollziehbar ist.
Mähen ist zwar auch schade für so manches Getier, aber hilft.
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Knipslust82
Re: Schnecken verwüsten fast alles
@Fred: Super Video! Danke!
Ich habe bis jetzt noch keine Schnecken im Garten. Ich versuch immer frühs zu gießen , da ich gehört habe
das Schnecken nachtaktiv sind und durch die Nässe am Abend angelock werden.
Bin gespannt wann ich die Erste erwische....
Ich habe bis jetzt noch keine Schnecken im Garten. Ich versuch immer frühs zu gießen , da ich gehört habe
das Schnecken nachtaktiv sind und durch die Nässe am Abend angelock werden.
Bin gespannt wann ich die Erste erwische....
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Dieses Jahr sitzen sie bei mir an trockenen Abenden trotzdem sogar auf der Zitronenmelisse. Da gehen sie sonst nie dran. Aber nicht überall im Garten.
Unsre SV-Bib: http://tinyurl.com/l7x9773
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poison ivy
Re: Schnecken verwüsten fast alles
bitte definiere 'Normalgarten'Oli hat geschrieben:Ich glaube mittlerweile einfach, dass Leute mit Wiesen von Leuten mit Normalgärten in den Dimensionen des Vorkommens von Schnecken, Quecken und anderen Schrecken nicht verstanden werden weil es schlicht nicht nachvollziehbar ist.
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Griseldis
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Ich habe das Video auch gesehen, nur wie erkläre ich das meinen Schnecken?Fred hat geschrieben:Da hat sich bei Youtube jemand nett mit dem Thema beschäftigt: Was hilft wirklich gegen Schnecken
Die sitzen zum Fressen auf frischem Klee, jungen Löwenzahnblättern, den Herzen von Kürbis-, Salat-, Sellerie-, ....-Pflanzen und anderen zarten Trieben.
Zum Schlafen nutzen sie gerne die feuchten Ecken, in denen Pflanzen verrotten. Fressen habe ich sie das noch nicht gesehen.
Und was soll ich mit den Schneckeneiern im Kompost? Da will ich die nicht haben, der kommt in die Beete. Ich versuche, den Kompost eher schneckenfrei zu halten, würde nie auf die Idee kommen, dort ein Endlager für lebende Schnecken einzurichten.
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Ja, das Video ist schön - nur so wirklich glauben kann ich es nicht, dass es so funktioniert....
eigene Erfahrung
Unser Gemüsegarten liegt relativ feucht und schattig umgeben von "Wildnis". Es gibt definitiv genug Getier (auch Totholz mit jeder Menge Käfer, Glühwürmchen...).
Meine Erfahrung heuer war eben, wenn man eine Wiese verwildern lässt (sehr sehr hohes Gras und Blumen) gibt es definitiv mehr Schnecken als im Rasen.
Ich liebe wilde Natur - bin sicher nicht dafür, am eigenen Grundstück alles aufzuräumen.
Was bei uns hilft, ist a) ein Schneckenzaun für besonders gefährdete und "neue" Pflanzen und b) eigenes Saatgut, mehrjährige Pflanzen bzw. Selbstaussaat.
Diese Pflanzen werden bloß angefressen, nicht gekillt. Warum das so ist? Wahrscheinlich wehren sie sich doch irgendwie.
Vor allem Selbstaussaat bzw. Mehrjährige, nachdem sie das erste mal Weggefressen-Werden überlebt haben, sind sehr resistent.
Mediterane Kräuter werden bei uns besonders heftig verputzt - wahrscheinlich weil sie dort unten nicht wirklich ideale Bedingungen haben - hab mal wo gelesen "die Schnecke ist eine Polizei im Garten, die alle Pflanzen wegfrisst, die hier nicht gut wachsen können".
Ein "normaler Garten" dürfte einfach sauber sein, nur Beete und Rasen - keine Verstecke rundherum. In den städtischen Gemeinschaftsgärten/Pachtparzellen gibt es weniger Schneckenprobleme, weil alle ihre Beete sauber halten (viel nackte Erde) und das Gras dazwischen wird regelmäßig gemäht - ist ganz kurz.
Dort halten sich die Schnecken vor allem unter Sträuchern und in mehrjährigen Kräutern/Blumen und
in meinem Garten.
Ich suche im Frühling gezielt unter meinen Stauden nach Schneckeneier!
In Wien, wo alles so "sauber" ist, merke ich, dass fast alle Schnecken zu mir kommen, wenn ich mulche - in NÖ, wo es "Wildnis" rundherum gibt, ist es egal, ob ich mulche oder nicht, nein: es werden meine Pfanzen sogar weniger angefressen, wenn ich Beikräuter und Mulch im Garten dulde.
Wer Schnecken im Komposthaufen hat (an und für sich sinnvoll), muss dann beim Ausbringen auf die Beete gut schaun, dass er keine Eier verteilt!
eigene Erfahrung
Unser Gemüsegarten liegt relativ feucht und schattig umgeben von "Wildnis". Es gibt definitiv genug Getier (auch Totholz mit jeder Menge Käfer, Glühwürmchen...).
Meine Erfahrung heuer war eben, wenn man eine Wiese verwildern lässt (sehr sehr hohes Gras und Blumen) gibt es definitiv mehr Schnecken als im Rasen.
Ich liebe wilde Natur - bin sicher nicht dafür, am eigenen Grundstück alles aufzuräumen.
Was bei uns hilft, ist a) ein Schneckenzaun für besonders gefährdete und "neue" Pflanzen und b) eigenes Saatgut, mehrjährige Pflanzen bzw. Selbstaussaat.
Diese Pflanzen werden bloß angefressen, nicht gekillt. Warum das so ist? Wahrscheinlich wehren sie sich doch irgendwie.
Vor allem Selbstaussaat bzw. Mehrjährige, nachdem sie das erste mal Weggefressen-Werden überlebt haben, sind sehr resistent.
Mediterane Kräuter werden bei uns besonders heftig verputzt - wahrscheinlich weil sie dort unten nicht wirklich ideale Bedingungen haben - hab mal wo gelesen "die Schnecke ist eine Polizei im Garten, die alle Pflanzen wegfrisst, die hier nicht gut wachsen können".
Ein "normaler Garten" dürfte einfach sauber sein, nur Beete und Rasen - keine Verstecke rundherum. In den städtischen Gemeinschaftsgärten/Pachtparzellen gibt es weniger Schneckenprobleme, weil alle ihre Beete sauber halten (viel nackte Erde) und das Gras dazwischen wird regelmäßig gemäht - ist ganz kurz.
Dort halten sich die Schnecken vor allem unter Sträuchern und in mehrjährigen Kräutern/Blumen und
Ich suche im Frühling gezielt unter meinen Stauden nach Schneckeneier!
In Wien, wo alles so "sauber" ist, merke ich, dass fast alle Schnecken zu mir kommen, wenn ich mulche - in NÖ, wo es "Wildnis" rundherum gibt, ist es egal, ob ich mulche oder nicht, nein: es werden meine Pfanzen sogar weniger angefressen, wenn ich Beikräuter und Mulch im Garten dulde.
Wer Schnecken im Komposthaufen hat (an und für sich sinnvoll), muss dann beim Ausbringen auf die Beete gut schaun, dass er keine Eier verteilt!
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Das könnte ein Erklärungsmodell auf der Polizeihypothese sein(leider in Englisch): https://www.youtube.com/watch?v=uM_gtZb8qyk#t=820ina maka hat geschrieben: und b) eigenes Saatgut, mehrjährige Pflanzen bzw. Selbstaussaat.
Diese Pflanzen werden bloß angefressen, nicht gekillt. Warum das so ist? Wahrscheinlich wehren sie sich doch irgendwie.
Vor allem Selbstaussaat bzw. Mehrjährige, nachdem sie das erste mal Weggefressen-Werden überlebt haben, sind sehr resistent.
Mediterane Kräuter werden bei uns besonders heftig verputzt - wahrscheinlich weil sie dort unten nicht wirklich ideale Bedingungen haben - hab mal wo gelesen "die Schnecke ist eine Polizei im Garten, die alle Pflanzen wegfrisst, die hier nicht gut wachsen können".
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Ich war heute bei einer Freundin zu Besuch, die einen meiner Definition entsprechenden 'Normalgarten' hat. Das Land ist wahrscheinlich seit Dorfgründung Gartenland, wurde mal besser mal schlechter gepflegt, man kann vermuten, dass die Generation unserer Großeltern auch großzügig mit Unkrautvernichtern rumgesaut hat, wie es ja eine zeitlang bedenkenlos gemacht wurde.poison ivy hat geschrieben:bitte definiere 'Normalgarten'Oli hat geschrieben:Ich glaube mittlerweile einfach, dass Leute mit Wiesen von Leuten mit Normalgärten in den Dimensionen des Vorkommens von Schnecken, Quecken und anderen Schrecken nicht verstanden werden weil es schlicht nicht nachvollziehbar ist.
Im großen und ganzen ist es nahrhafte, schwarze Erde und Generationen von Gärtnern haben das Unkraut soweit in Schach gehalten, dass da nur noch mal aufkommt, was einfliegt.
Es gibt Rasen statt Quecke, andere wilde Gräser eher auch nicht weil der Rasenmäher seit Jahrzehnten im Wochentakt unterwegs ist und nichts blühen kann. Die Rabatten sind gepflegt und üppig, die Bäume wachsen in leicht in Form zu haltenden Baumscheiben, in den Gemüsebeeten kommt wohlgeordnet das Gemüse und die Kräuter. Sehr übersichtliche und pflegeleichte Zustände.
Und dieser Garten ist im Vergleich zu denen, die ich so auf meinen Wegen sehe noch wild und schön.
Also an sich meinte ich tatsächlich aufgeräumte Gärten, wie sie in typischen Siedlungen oder zumindest im Dorf zu finden sind.
Wobei ich mit 'normal' meine: das was überwiegt. Durchaus auch Koniferen, Azaleen und Zeugs, wo Schnecken freiwillig emigrieren.
So und diese Freundin, die übrigens ein Dorf weiter wohnt, hat Weinbergschnecken. Hier gibt es die nicht, aber ich würde die ja gerne ansiedeln und gucken was passiert. Also sind wir auf Schneckensuche gegangen. Dabei ist mir genau 1 (eine!!!111elf) Nacktschnecke begegnet, Rest Gehäuseschnecken.
So kenne ich das aus 'Normalgärten'.
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Benutzer 3370 gelöscht
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Wir haben Weinbergschnecken ohne Ende, aber das deren Existenz irgendeine Auswirkung auf die Population von Nacktschnecken hätte, ist mir noch nicht aufgefallen, die haben wir zur Zeit auch ohne Ende(die Nacktschnecken).

