Manfreds kleiner Bauernhof

Diese Rubrik ist für Blogging-Threads gedacht, in denen Ihr über den Fortgang Eurer Selbstversorger-Projekte berichten könnt.
Bitte beachten: Kopien forenexterner Blogs sowie Linksetzen zur SEO derselben sind hier nicht erwünscht!
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#431

Beitrag von Manfred »

Dieses Jahr haben sich allerlei interessante Farbspielerein ergeben.

Bild
Benutzeravatar
fuxi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 4003
Registriert: Di 3. Aug 2010, 10:24
Wohnort: Ruhrgebiet, Klimazone 8a
Kontaktdaten:

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#432

Beitrag von fuxi »

Zum Knutschen :hhe:
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#433

Beitrag von Manfred »

Die beiden grauen Kälber sind übrigens viel heller geworden. Das eine habe ich ja am Sontag schon verlinkt.
Das hellere ist inzwischen eher besch als grau.


Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
sybille
Beiträge: 3274
Registriert: Mi 2. Nov 2011, 19:48

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#434

Beitrag von sybille »

Das sind wieder so herrliche Fotos :michel:
Denen geht es echt gut!
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzeravatar
connymatte
Beiträge: 837
Registriert: Mo 12. Nov 2012, 21:12
Familienstand: verpartnert

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#435

Beitrag von connymatte »

Der oder die schwarze mit der weißen Nase is ja mal besonders hübsch Respekt hübsche Tiere hast du Manfred.
Alt genug um es besser zu wissen,
Jung genug um es nochmal zu tun!
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#436

Beitrag von Manfred »

Nach den Rückschlägen 2012/2013, als ich wegen Klauenproblemen und der Umstellung auf Selbst-Absetzen meine bis dahin bevorzuge Kuhlinie aussondern musste, geht es jetzt mit dem Projekt "Fränkisches Mopsrind" langsam wieder vorwärts.

Die beiden vielversprechendsten Jungtiere aus dem Jahrgang 2013:

Bild

Bild

Der Seniorchef ist diesen Herbst abzugeben. Falls jemand Interesse hat, bitte melden.
Rasse: Deutsche Angus
Es handelt sich um den Pezuto-Sohn "Schöpfer´s Swiss Pezuto".
Züchter ist Pirmin Schöpfer aus Schüpfheim, Schweiz
Geboren ist der Bulle im April 2009.
Bewertung in der Schweiz: Format 92, Bemuskelung 91, Fundament 90, Synthese 91
In Deutschland wurde er 2010 mit 8-8-8 gekört.

Bild


Und etwas Interessantes von der Weide:
Diese Teilfläche habe ich Anfang 2013 übernommen. Die dann eingesäte Gersten-GPS hat komplett versagt. Die Gerste ist nach dem Austrieb gelb geworden und eingegangen. Die Kleegras-Untersaat ist nur sehr zögerlich aufgelaufen.
Ich dachte zunächst, dass lag an der extrem nassen Witterung letztes Frühjahr.
Dann habe ich das Ergebnis der Bodenprobe erhalten: pH-Wert 4,7, Humusgehalt 3,4%.
Auf der Fläche habe ich jetzt ein Experiment am laufen, inwieweit eine Erhöhung des Humusgehalts (ohne Kalkung) den pH-Wert puffern kann.
Letzen Herbst habe ich Mist ausgebracht und die Fläche wurde seither mehrfach beweidet.
Nachdem letztes Jahr fast nur Gräser aufgelaufen sind, schlagen jetzt die Kleearten voll durch. Die Fläche ist im Moment ein dreifärbiges Blütenmeer.
Wundert mich etwas, weil Klee ja eigentlich leicht basische Verhältnisse bevorzugt. Ich will den Klee aussamen lassen. Mal sehen, wie sich der Bestand im Herbst und nächstes Jahr entwickelt.

Bild
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#437

Beitrag von Manfred »

Im Vordergrund: Färse, 17 Monate

Bild

Die selbe Färse von der Seite. Wie alle unsere Tiere selbstverständlich ohne Kraftfuttereinsatz, nur mit Weidegras und im Winter Heu und Grassilage gefüttert. Für mich bisher ein optimales Tier. Mittelrahmig, tiefer Rumpf mit hohem Pansenvolumen, jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob auch die Milchleistung für die Aufzucht der Kälber stimmt.

Bild

Stierkalb Jahrgang 2014. Dieses und die in den folgenden Bildern gezeigten Kälbern sind jetzt 4 bis 5 Montage alt. Abkalbezeitraum war dieses Jahr von Mitte April bis Mitte Mai.

Bild

Für mich das bisher beste weibliche Kalb aus dem Jahrgang 2014. Schon jetzt ein sehr tiefrumpfiges Tier mit hoher Futteraufnahme.

Bild

Jungbulle 2013. Ca. 17 Monate. Er wird wohl das Rennen als neuer Herdenchef machen. Einige Wochen sind noch Zeit bis zur Entscheidung, wer geschlachtet wird.

Bild

Der selbe Jungbulle. Deutlich ausgeprägte Maskulinität, ordentliche Bemuskelung. Etwas tiefrumpfiger dürfte er sein. In die Länge wird er noch etwas wachsen.

Bild

Hier noch mal, im Größenvergleich zum 5-jährigen Altbullen.

Bild

Ein weiteres Kuhkalb 2014 mit guten Ansätzen.

Bild

Die wollte nicht stehen bleiben fürs Foto...

Bild


Das ist aus dem dunkelgrauen Kälbchen geworden. Eines der besseren Stierkälber im Jahrgang.

Bild

Und das anfangs hell-blaugraue Kalb. Hat sich ebenfalls gut entwickelt, mir fehlt aber etwas Rumpf. Mal sehen, wie sie sich weiter macht. Die wirkliche Leistungsfähigkeit eines Tieres lässt sich erst einschätzen, wenn es nicht mehr an der Milchquelle hängt, sondern seine eigene Futteraufnahme- und Verwertungsfähigkeit beweisen muss.

Bild

Stierkalb 2014.

Bild

Das bisher am besten entwickelte Stierkalb 2014. Schon jetzt ist die ausgeprägte Maskulinität zu erkennen. Auch die Länge stimmt. Die Perspektive lässt ihn leider kürzer erscheinen als er ist.

Bild

Ein weiterer Jungbulle 2013. Derzeit Platz 2 im Rennen um zu zukünftigen Chefposten.

Bild

So sollen meine Bullen nicht aussehen. Solche Tiere nenne ich fruchtbare Ochsen. Ein spätreifes Tier, das mit 17 Monaten noch wenig Maskulinität erkennen lässt und mangels Rumpfigkeit auch in der relativen Zunahme hinter den andern Jungbullen zurückbleibt. Eher was für den Intensivmaststall als zur Fleischerzeugung auf der Weide.

Bild

Kandidat 3 aus dem Jahrgang 2014 beim spielerischen Kräftemessen mit dem Chef. Kein schlechter Bulle, aber für meinen Geschmack zu viel Fleckvieh.

Bild
fuente
Beiträge: 286
Registriert: Di 15. Feb 2011, 17:12
Wohnort: IBI / Alicante

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#438

Beitrag von fuente »

Hola Manfred.
vielen Dank für die Bilder und die dazu gehörigen Erklärungen. So erschließt sich auch einem Laien, was man aus dem Körperbau her aus lesen kann. Besonders die Rumpfigkeit für die Futteraufnahme war mir nicht klar. Sehr erhellend.
Adjua
Beiträge: 2843
Registriert: Mi 6. Jun 2012, 22:44

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#439

Beitrag von Adjua »

Fränkisches Mopsrind :haha:

Ist die Mutterkuhherde durch die illegale Deckaktion durchwegs tragend, oder hat der Chef auch noch was zu tun bekommen?
Manfred

Re: Manfreds kleiner Bauernhof

#440

Beitrag von Manfred »

@fuente: Ist von der Logik her ganz einfach:

Wenn man eine gute Grundfutterleistung will, dann muss im Verhältnis zur Größe des Tieres mögl. viel Grundfutter rein passen und dann mögl. effektiv verdaut werden. Dazu braucht es einen großen Pansen. Und der braucht Platz.

Die höchste Einzeltierleistung (Milchleistung oder Zunahme pro Tag) erreicht man am einfachsten damit, dass das einzelne Tier möglichst groß ist und mögl. viel hochenergetisches Futter bekommt. Deshalb sind die Holstein-Friesian-Milchkühe so riesengroß und werden immer größer. Und auch beim Fleckvieh werden die Tiere immer größer, seit fast nur noch auf Milchleistung und hohen Kraftfuttereinsatz selektiert wird.

Mir als Weidehalter hilft eine hohe Einzeltierleistung aber nichts. Ich will nicht mögl. viel Fleisch pro Tier erzeugen, sondern aus dem erzeugten Gras bzw. aus der vorhandenen Fläche mögl. viel Fleisch gewinnen.
Und dazu brauche ich Tiere, die nicht absolut, sondern bezogen auf ihre Körpergröße die höchste Leistung bringen.
Und da sind mittel- bis kleinrahmige Tiere klar im Vorteil. Die haben einen geringeren Erhaltungsbedarf als ein großrahmiges Tier und was noch wichtiger ist: Sie können bezogen auf ihr Körpergewicht mehr fressen.
Wenn ein riesenrahmiger Fleischofant z.B. 25 kg Trockenmasse fressen muss, um 1,6 kg am Tag zuzunehmen, und ein kleineres Rind mit 20 kg Trockenmasseaufnahme 1,4 kg zunimmt, dann ist die Futterverwertung des großen Tieres mit 1,6/25 = 0,064 merklich schlechter als die des kleinen Rindes mit 1,4/20 = 0,070.
Mein begrenzender Faktor ist die verfügbare Menge preiswerten Weidefutters. Wenn kleine Tiere dieses effektiver verwerten, dann halte ich als Graserzeuger lieber mehr kleine als weniger große Tiere.
Das heißt aber jetzt nicht, dass man gezielt auf klein selektiert. Selektiert wird auf effektiv. Es ist nur so, dass die effektivsten Grundfutterverwerter meist in den mittel- bis kleinrahmigen Bereich fallen.

In der intensiven Tiermast ist die Rechnung eine andere. Da fallen Stall- und Maschinen- und Personalkosten mehr ins Gewicht. Und eine kleinrahmiger Bulle zählt so viel Großvieheinheiten wie ein großrahmiger (die Begrenzung der Güllemenge erfolgt durch GV / ha nicht in m3 / ha). Also kann ich auch eine geringere Futterverwertung in Kauf nehmen, bzw. bin sogar auf (geschlechtlich) spätreife Tiere angewiesen, die sich schnell mit Kraftfutter aufblasen lassen (viel wasserhaltige, magere Muskelmasse) und die keine Energie auf das anlegen von intra- und extramuskulären Fettreserven (die brauchen viel mehr Energie pro kg als Wassermuskeln) verschwenden.
Antworten

Zurück zu „SV-Projekte“