Schnecken verwüsten fast alles

Olaf
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#321

Beitrag von Olaf »

Moin, zu den Weinbergschnecken noch, ich bin wie Adjua der Überzeugung, dass sie alles genauso fressen wie die andern. Nur dass sie noch ein größeres Maul haben.
Das sie die Eier der andern fressen, las ich im Internet, sei ein Gerücht, was sich hartnäckig hält.
Wer trotzdem welche sich importieren will kann sich die eimerweise hier abholen.
Übrigens, wohl weil ich hier iim Forum irgendwo schrieb, es sei dieses Jahr noch moderat bei uns mit dem Schnecken haben sie gestern bei dem schönen Regenwetter eine Kürbispflanze komplett aufgefressen. Weil sie ja keine Finger haben zum Stinkefinger zeigen.
Oder machen Tauben sowas auch? Davon haben wir dieses Jahr unheimlich viele.
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Oli
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#322

Beitrag von Oli »

An die, die Schneckenkorn benutzen: Ich habe es dieses Jahr zum ersten Mal probiert. Vorteil: Salat, Zucchini, Radieschen sind noch da. Nachteil: jeder Salat und jedes Radieschen ist angefressen und pro Salatkopf ernte ich trotzdem rund 4 Schnecken mit. Ist das normal? Ich benutze Biomol von Bayer, ein anderes hatte der Landhandel nicht.
Welches benutzt ihr und funktioniert das besser?
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Thomas/V.
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#323

Beitrag von Thomas/V. »

ich bin wie Adjua der Überzeugung, dass sie alles genauso fressen wie die andern. Nur dass sie noch ein größeres Maul haben.
Ich hab noch nie eine WBS an irgendeiner Nutzpflanze gesehen (am Salbei war glaub ich mal eine, kann aber auch nur ihr Versteck gewesen sein), während NS täglich und überall rumfressen
eine Kürbispflanze komplett aufgefressen.
Ich hatte 2 Zuccini schön groß vorgezogen und auf den im Frühjahr umgesetzten Komposthaufen gepflanzt, die standen 2 Tage, in der 3. Nacht waren dann NS drüber und liesen nur noch Skelette übrig, also durchaus möglich
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
Olaf
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#324

Beitrag von Olaf »

Also bei meinem Kürbis war nur noch ein Strunks, der 1 cm aus dem Boden guckte, der Rest war weg.
Egal, ich hab (hoffentlich) noch 4 und eine noch im Topf....
Schneckenkorn benutze ich nicht mehr, hat mich einfach nicht so richtig überzeugt.
Kommt vielleicht auch drauf an. Ich könnte mir vorstellen, dass es in einer Kleingartenkolonie, wo man gegen eine sozusagen endliche Anzahl Schnecken kämpft funktioniert.
Mit den uns umgebenden Wiesen und Wäldern stell ich mir die Anzahl "unendlich" vor.
Und locke sofort neue mit den enthaltenen Lockstoffen an.
Den Gedanken hatte ich letztens, als ich mich mit meiner Mutter unterhielt:
Ist es nicht vielleicht besser, das Schneckenkorn neben den Nutzgarten zu schmeißen, um die vom Garten weg statt reinzulocken? :hmm:
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Schnecken verwüsten fast alles

#325

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oli hat geschrieben:Welches benutzt ihr und funktioniert das besser?
Ferramol - ist im Prinzip das gleiche, vor kurzem war mein Mann einkaufen, das "Gift" hab ich ihm verboten, es gab kein Ferramol, also hat er auch Biomol mitgebracht.
hab keinen Unterschiede bemerkt.
Also Schneckenkorn schützt schon bei uns - ich mach immer so eine Art Kreis um die zu schützenden Pflanzen. (manchmal werf ich auch ein bisschen in die "Wildnis" direkt neben dem Beet).
Nach einer Woche ist meistens alles weg, aber die Pflanzen stehen noch und nach ca. 2-3 Mal streuen kann ich drauf verzichten.
Ganz und gar nicht angeknabberte Sachen hab ich dann aber nicht mehr, doch es geht.

Bei uns kommen auch Unmengen Schnecken "von draußen" rein - es ist wie ein Fass ohne Boden, deshalb haben wir ja jetzt auch einen Schneckenzaun.
Der ist gerade die erste Woche "alleine" zuständig für den Schutz der Pflanzen......
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Oli
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#326

Beitrag von Oli »

Ja, das dachte ich mir eben auch. Erstmal kommen von der Koppel und den umliegenden Grünflächen massenhaft Schnecken nach und dann könnte es ja sein, dass ich mit dem Köder, ähnlich Bierfallen, alle Schnecken des Landkreises anlocke.
Ich will nicht übertreiben, es ist dieses Jahr nicht so schlimm wie letztes.
Aber ich wüsste eben gerne, ob jemand den Vergleich zwischen z.B. Ferramol und Biomol hat. Ob das eine lieber genommen wird als das andere oder mehr lokal wirkt. Denn auch wenn der Wirkstoff der Gleiche oder Selbe ist, werden die Lockstoffe nicht identisch sein.

Man kriegt ja auch nicht mit, wieviele Schnecken es wirklich dahinrafft, vielleicht hätte ich anstatt 4 Schnecken im Salat sonst gar keinen mehr. :hmm:

Edit: Die Zucchini & Co. haben nach wie vor einen Kupperring und die Hochbeete könnten wir flott mit Kupperblech oder Schneckenzaun nachrüsten. Aber wie ich schon mal schrieb hier, letztes Jahr, als der Druck so hoch war, sah ich eine Schnecke über das Kupperblech galoppieren.
Adjua
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#327

Beitrag von Adjua »

@Wildnis: Mein Biogärtner sagte mit Blick auf meinen Chaosgarten: Balkenmäher raus, mindestens 2m rund ums Feld kurz halten. Steine weg. Das mach ich jetzt. Und dann gibts hingelegte Blumentöpfe mit Schneckenkorn und Polenta drin.
Olaf
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#328

Beitrag von Olaf »

Balkenmäher raus, mindestens 2m rund ums Feld kurz halten. Steine weg. Das mach ich jetzt.
Genau diese Überzeugung teile ich!
Das Schneckenproblem letztes Jahr hatten wir extrem, und da konnte ich die Koppel, die direkt bis an den Nutzgarten reicht und auf der anderen Seite in der Wildnis endet nicht beweiden, weil Zaun kaputt.
Dieses Jahr ist sie beweidet, und ich schneide auch die anderen Fronten kurz.
Ich hab mich letztes Jahr drüber schlau gelesen, weiß aber die exakten Zahlen nicht mehr.
Ungefähr aber, eine schnelle Schnecke schafft in einer Nacht nicht mehr als 15 m.
Meine Theorie, wenn ich einen ausreichenden Streifen von verdichtetem Boden und ohne hohen Bewuchs habe holen die sich dann die Vögel.
Das ist derzeit meine Haupttaktik.
LG
Olaf
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Benutzer 3370 gelöscht

Re: Schnecken verwüsten fast alles

#329

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Olaf hat geschrieben:Das ist derzeit meine Haupttaktik.
Mach ich auch so :daumen: Nach einem Regenguss ist es allerdings ratsam die Schneckeninvasion aus dem "Wildwuchs", auf der kurzgemähten Wiese abzusammeln, bevor sie die Kulturen erreichen. Wenn es heiß ist, ist kein Schneckendruck von auswärts erkennbar.
Ceres

Re: Schnecken verwüsten fast alles

#330

Beitrag von Ceres »

Nach einem Tag suche habe ich endlich wieder die interessante Passage im Buch "Das Jahreszeiten Gartenbuch" von kraut&rübe gefunden:
"In den ersten Nächten nach ihrem Umzug verströmen die Pflanzen ein Gas, das Schnecken wittern. Sie eilen herbei, denn geschwächte Pflanzen sind ihre Leibspeise..."
Das erklärt doch einige Beiträge hier im Thread. Im Buch wird dann biologisches Schneckenkorn empfohlen. Aber vielleicht gibt es ja auch andere Lösungen? Direktsaat? Zeitpunkt der Aussaat? Mit viel Erde aussähen um die Pflanzen nicht zu schwächen???

Liebe Grüße Nicole
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