Hühnerratsch
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Gartendilettantin
Re: Hühnerratsch
Ja klar, ich gehe mal davon aus, dass hier niemand ernsthaft auf die Idee kommt, seine armen Hühnchen ins Dunkle zu sperren. Ich wollte nur einen Gegenpol zum üblichen "die bösen Frogs, schaut mal, was die schon wieder Fieses mit ihren Tieren machen!"-Geschrei bieten, aber da bin ich seit meiner Zeit in GB vielleicht einfach etwas überempfindlich geworden. 
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Olaf
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Re: Hühnerratsch
Ja, verschenken kann ich mir dann auch eher vorstellen, das dürfte vielfach sogar das bessere Geschäft seinIch rechne gar nicht erst Futter gegen Eier. Ich verkaufe einfach den Überschuss (für besagte 2.50) aber wir verschenken auch viele.
Wenn da eine große Schachtel für 2,50 stünde und daneben eine kleine für 3,50 kommt vielleicht manch einer ins Grübeln, ob der Preis für die kleine gerechtfertigt ist.
Und das "Geschäft" mit den Wachteln, wie immer Arbeitslohn beiseite gelassen, wirft ein kleines Plus ab....
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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hobbygaertnerin
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Re: Hühnerratsch
Warum die Bresse eine Endmast bekommen, es wird für die Schlachtkörper irgendeine Form von Nutzen haben - Dunkelhaft
im I-Net steht vieles, ob es immer stimmt. So weit ich mitbekommen habe, sind früher die Hähne auch beschnitten worden und als Kapaune gemästet-
in Frankreich hatten wohl die Hühner und seine Veredelungsformen einen höheren Stellenwert- das Sonntagshuhn im Topf war dort wohl höher angesiedelt-
bei uns eher der Braten am Sonntag.
Milch an Hühner verfüttern, ich denke eher, dass früher die Buttermilch oder die Molke gemischt mit Kartoffeln und Getreide der Region an die Hühner verfüttert worden ist. Woanders wurden die Schweine mit der Molke gefüttert (Parma) Irgendwie erscheint es mir logisch, dass aus dem was vor Ort vorhanden war, das Bestmögliche herausgeholt worden ist.
Weizen wuchs früher nicht überall, Buchweizen als Nachfrucht - in manchen Gegenden auch der Mais schon früher als in Deutschland.
Ich hab unseren gesäuerte Milch, Kartoffeln, Buchweizen und ein wenig Mais gefüttert- nur so um zu sehen, ob das andere Futter wirklich eine Auswirkung auf den Geschmack hat. Für eine geteilte Gruppe hatte ich leider zu wenig Masttiere. Mein erstes Brutergebnis von den Bresseeiern war mehr als niederschmetternd.
Ein paar Vorwerkhähne haben auch die Bresserationen erhalten- war froh, dass ich den Unterschied mit meinen eigenen Augen gesehen habe-
der Unterschied im Gewicht und in der Form- gewaltig.
Aber verkaufen werde ich keinen von den Bresse- hier gönnen wir uns selbst mal für die viele Mühe etwas Gutes- die wenigsten wissen mit einem Bressehuhn wirklich was anzufangen, sind die billigen Preise der Masthähnchen gewöhnt und ich habe keine Lust, herum zu diskutieren, warum so ein Huhn um einiges teurer sein muss.
im I-Net steht vieles, ob es immer stimmt. So weit ich mitbekommen habe, sind früher die Hähne auch beschnitten worden und als Kapaune gemästet-
in Frankreich hatten wohl die Hühner und seine Veredelungsformen einen höheren Stellenwert- das Sonntagshuhn im Topf war dort wohl höher angesiedelt-
bei uns eher der Braten am Sonntag.
Milch an Hühner verfüttern, ich denke eher, dass früher die Buttermilch oder die Molke gemischt mit Kartoffeln und Getreide der Region an die Hühner verfüttert worden ist. Woanders wurden die Schweine mit der Molke gefüttert (Parma) Irgendwie erscheint es mir logisch, dass aus dem was vor Ort vorhanden war, das Bestmögliche herausgeholt worden ist.
Weizen wuchs früher nicht überall, Buchweizen als Nachfrucht - in manchen Gegenden auch der Mais schon früher als in Deutschland.
Ich hab unseren gesäuerte Milch, Kartoffeln, Buchweizen und ein wenig Mais gefüttert- nur so um zu sehen, ob das andere Futter wirklich eine Auswirkung auf den Geschmack hat. Für eine geteilte Gruppe hatte ich leider zu wenig Masttiere. Mein erstes Brutergebnis von den Bresseeiern war mehr als niederschmetternd.
Ein paar Vorwerkhähne haben auch die Bresserationen erhalten- war froh, dass ich den Unterschied mit meinen eigenen Augen gesehen habe-
der Unterschied im Gewicht und in der Form- gewaltig.
Aber verkaufen werde ich keinen von den Bresse- hier gönnen wir uns selbst mal für die viele Mühe etwas Gutes- die wenigsten wissen mit einem Bressehuhn wirklich was anzufangen, sind die billigen Preise der Masthähnchen gewöhnt und ich habe keine Lust, herum zu diskutieren, warum so ein Huhn um einiges teurer sein muss.
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Olaf
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Re: Hühnerratsch
Genauso sehen wir das mit unseren jetzigen Hühnern auch, also im wesentlichen Lachs-/Sundheimermixe.
Der Nachbar kreigt eins, an dessen Grenze wir mit unserem Freilauf rangehen, das ist so ausgemacht, und den Rest essen wir schön selbst!
Nix verkaufen. Naja, ab 20 Euro werde ich vielleicht weich!
Der Nachbar kreigt eins, an dessen Grenze wir mit unserem Freilauf rangehen, das ist so ausgemacht, und den Rest essen wir schön selbst!
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Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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- Thomas/V.
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Re: Hühnerratsch
Du wirst lachen, aber im Hühnerforum gibts einen, der angeblich seine Bresse an ein Restaurant/Hotel verkauft.Nix verkaufen. Naja, ab 20 Euro werde ich vielleicht weich!
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
Re: Hühnerratsch
Um 20 Euro?Thomas/V. hat geschrieben:Du wirst lachen, aber im Hühnerforum gibts einen, der angeblich seine Bresse an ein Restaurant/Hotel verkauft.Nix verkaufen. Naja, ab 20 Euro werde ich vielleicht weich!
- Thomas/V.
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Re: Hühnerratsch
Schlag mich tot, aber ich glaube für 25. Ist schon ne Weile her, das der das geschrieben hatte.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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Gartendilettantin
Re: Hühnerratsch
Hier in der Nähe gibt es einen sehr gut laufenden Edel-Biohof, www.herrmannsdorfer.de
Die verkaufen Bresse- und Bresse-Sulmtaler-Mix-Schlachthähnchen in ihrem eigenen Laden für ca. 30€, und deren Eier für 50 cent pro Stück. Meist sind sie samstags spätestens um 10 Uhr komplett ausverkauft.
Die verkaufen Bresse- und Bresse-Sulmtaler-Mix-Schlachthähnchen in ihrem eigenen Laden für ca. 30€, und deren Eier für 50 cent pro Stück. Meist sind sie samstags spätestens um 10 Uhr komplett ausverkauft.
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Olaf
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Re: Hühnerratsch
*lach*Schlag mich tot,]
ja mich auch!
Ich glaube, man muss eine gewisse Arroganz an den Tag legen. Das setzt natürlich voraus, dass man nicht verkaufen muss.
Ich weiss eine, die zahlt mir das locker, hat genug Geld und legt Wert auf hochwertige Lebensmittel.
Kann sich die Tiere und die Haltung angucken.
Ich hab den Stall nicht ganz nur aus Spieltrieb so schön gemacht...und wenn ich die Norm für Bressehühner halten wollte könnte ich auf 600m2 60 Viecher halten, bislang sinds nur 13...
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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hobbygaertnerin
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Re: Hühnerratsch
Es gibt sicher viele Leute, die bereit sind, für Lebensmittel ihrer Wahl mehr Geld auszugeben.
In meinem Umfeld kenne ich leider niemanden.
Da weiß ich ungefähr die Geldschmerzgrenze und deswegen wird es im Herbst hoffentlich Bresse zum Schlachten geben und wir werden sie selbst essen.
Was mir an den Tieren auch sehr gut gefällt, da ist ein Suppenhuhn dann auch noch eine wirkliche Delikatesse- ich habe für mich beschlossen, es wird in Zukunft keine Gnadenbrothühner mehr geben. 2 höchstens 3 Jahre und dann kommen sie in den Suppentopf. Ich hatte heuer im Winter ziemlich üble Grippe, eine frisch gekochte Hühnersuppe hat mich schnell wieder auf die Beine gebracht.
Mein Kükensorgenkind- ich weiß nicht, ob es durchkommt. Hat schon was an sich, diese Auslese der Natur- aber ich kenn mich zu gut, beim nächsten mal werde ich wieder genauso handeln.
Deswegen mache ich auch meine Arbeit, der Umgang mit dem Leben lässt einen nie die Bodenhaftung verlieren, weil auch der Tod immer wieder Gast ist.
Den anderen Küken geht's gut, diesmal bin ich bequem, ich füttere sie mit Kükenstarter, Brennessel, Hirse, Haferflocken und gekochte Eier bekommen sie ab nächster Woche.
In meinem Umfeld kenne ich leider niemanden.
Da weiß ich ungefähr die Geldschmerzgrenze und deswegen wird es im Herbst hoffentlich Bresse zum Schlachten geben und wir werden sie selbst essen.
Was mir an den Tieren auch sehr gut gefällt, da ist ein Suppenhuhn dann auch noch eine wirkliche Delikatesse- ich habe für mich beschlossen, es wird in Zukunft keine Gnadenbrothühner mehr geben. 2 höchstens 3 Jahre und dann kommen sie in den Suppentopf. Ich hatte heuer im Winter ziemlich üble Grippe, eine frisch gekochte Hühnersuppe hat mich schnell wieder auf die Beine gebracht.
Mein Kükensorgenkind- ich weiß nicht, ob es durchkommt. Hat schon was an sich, diese Auslese der Natur- aber ich kenn mich zu gut, beim nächsten mal werde ich wieder genauso handeln.
Deswegen mache ich auch meine Arbeit, der Umgang mit dem Leben lässt einen nie die Bodenhaftung verlieren, weil auch der Tod immer wieder Gast ist.
Den anderen Küken geht's gut, diesmal bin ich bequem, ich füttere sie mit Kükenstarter, Brennessel, Hirse, Haferflocken und gekochte Eier bekommen sie ab nächster Woche.
