Lammzeit 2014
Re: Lammzeit 2014
Aber nicht für die Zucht, kriegt man schlecht verkauft. Ziegenohren müssen stehen oder hängen, Fliegerohren will keiner.
- ahora
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Re: Lammzeit 2014
Hallo Zacharias,
solche eine Maserung habe ich noch nie zuvor gesehen, sieht sehr interessant aus. Aber der kleine Kerl mit dem abstehenden Ohren ist ja zu putzig.
lg Ahora
solche eine Maserung habe ich noch nie zuvor gesehen, sieht sehr interessant aus. Aber der kleine Kerl mit dem abstehenden Ohren ist ja zu putzig.
lg Ahora
Re: Lammzeit 2014
Nennt sich Mondschecke und ist recht selten, vor allem in D. Kommt auch nur bei Nubiern vor. Der Papa ist der hier:

Die Färbung hat sich leider bisher nur bei dem letzten Bock durchgesetzt.

Die Färbung hat sich leider bisher nur bei dem letzten Bock durchgesetzt.
- ahora
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Re: Lammzeit 2014
Der sieht ja sehr interessant aus, auch vom Körperbau her. Seit wann hast du die Rasse und welche Vorteile bringt sie mit? lg Ahora
-
Tanja
Re: Lammzeit 2014
Oh Birgit, der Kleine sieht so klasse aus! Und ich liebe seine Ohren!
Wenn ich Milchziegen anschaffen können würde, dann auf jeden Fall auch ihn! Ich hoffe, er findet jemanden, der das genauso sieht...
Re: Lammzeit 2014
Das hat wirklich Geschichte:
Ich habe früher Thüringer Waldziegen und Toggenburger gezüchtet, anfangs sogar im HB. Kriegte sie aber nicht verkauft und dafür war mir dann die Zuchbuchgeschichte zu teuer. Ohne HB fand ich aber auch keine Abnehmer und es machte für mich wenig Sinn an einer aussterbenden Rasse festzuhalten, die ich nur keulenweise verkaufen kann. Habe dennoch lange daran festgehalten. In einem Jahr verstarb mir aber ganz plötzlich mein neuer Zuchtbock genau während der Brunst. Und da es so schwierig ist, blutsfremde Herren zu finden und es schnell gehen musste, habe ich kurzerhand einen rassefremden Bock gekauft. Welche Rasse war mir egal, Hauptsache kein Zwerg und so nah wie möglich, da es nicht so prickelnd ist, einen Bock in der Brunst zu transportieren. Im Nachbarort wurde ein Nubier angeboten und das Erste was mich irritierte war der fehlende Brunstgeruch. So begann ich mich für die Rasse zu interessieren. Es gibt durchaus Nubierböcke, die auch stinken, allerdings bei Weitem nicht so heftig, wie bei anderen Rassen. Und ein weiterer Vorteil ist die Milch, die eine andere Zusammensetzung hat, als Ziegenmilch anderer Rassen. Die Käseausbeute ist auch höher. Man sagt sogar, dass Nubiermilch so dezent schmeckt, dass sie von Leuten getrunken wird, die keine Ziegenmilch mögen. Ich schmecke da ehrlich gesagt keinen Unterschied, bis auf den höheren Fettgehalt. Schmeckt irgendwie rahmiger. 3. Vorteil: Die Rasse ist tatsächlich noch begehrt und man kann damit vernünftige Preise erzielen. 4. Vorteil: Die Nubier haben eine ordentliche Größe, insofern auch mehr Fleisch.
Allerdings bin ich auch recht bald auf einen heftigen Nachteil gestoßen. Diese Rasse ist nämlich extrem krankheitsanfällig. Deswegen bin ich ganz schnell davon abgekommen, reine Nubier zu züchten. Der Papabock Zwolle z.B. hatte über viele Monate chronischen Durchfall, zudem ständige Klauenentzündungen und immer mal wieder Erkältungen. Mein Versuch ist nun, ob man über andere Rassen Robustheit in die Rasse bekommt. Ich bin nun bei 75% angelangt (Böcke immer reinrassig, Ziegen die vorhandenen) und bis jetzt sieht es gut aus. "Richtige" Nubierlämmer dürfen aufgrund der Anfälligkeit nämlich die ersten Wochen nicht den Stall verlassen und meine leben von Anfang an in Offenstallhaltung. Falls mein Versuch scheitert verzichte ich auf Schönheit und gute Milchwerte und kehre reumütig zu den Robustrassen und Stinkeböcken zurück.
@ Tanja
Ich bin gerade die Inserate am erstellen. Vielleicht sollte ich deinen Satz reinschreiben?
Ich habe früher Thüringer Waldziegen und Toggenburger gezüchtet, anfangs sogar im HB. Kriegte sie aber nicht verkauft und dafür war mir dann die Zuchbuchgeschichte zu teuer. Ohne HB fand ich aber auch keine Abnehmer und es machte für mich wenig Sinn an einer aussterbenden Rasse festzuhalten, die ich nur keulenweise verkaufen kann. Habe dennoch lange daran festgehalten. In einem Jahr verstarb mir aber ganz plötzlich mein neuer Zuchtbock genau während der Brunst. Und da es so schwierig ist, blutsfremde Herren zu finden und es schnell gehen musste, habe ich kurzerhand einen rassefremden Bock gekauft. Welche Rasse war mir egal, Hauptsache kein Zwerg und so nah wie möglich, da es nicht so prickelnd ist, einen Bock in der Brunst zu transportieren. Im Nachbarort wurde ein Nubier angeboten und das Erste was mich irritierte war der fehlende Brunstgeruch. So begann ich mich für die Rasse zu interessieren. Es gibt durchaus Nubierböcke, die auch stinken, allerdings bei Weitem nicht so heftig, wie bei anderen Rassen. Und ein weiterer Vorteil ist die Milch, die eine andere Zusammensetzung hat, als Ziegenmilch anderer Rassen. Die Käseausbeute ist auch höher. Man sagt sogar, dass Nubiermilch so dezent schmeckt, dass sie von Leuten getrunken wird, die keine Ziegenmilch mögen. Ich schmecke da ehrlich gesagt keinen Unterschied, bis auf den höheren Fettgehalt. Schmeckt irgendwie rahmiger. 3. Vorteil: Die Rasse ist tatsächlich noch begehrt und man kann damit vernünftige Preise erzielen. 4. Vorteil: Die Nubier haben eine ordentliche Größe, insofern auch mehr Fleisch.
Allerdings bin ich auch recht bald auf einen heftigen Nachteil gestoßen. Diese Rasse ist nämlich extrem krankheitsanfällig. Deswegen bin ich ganz schnell davon abgekommen, reine Nubier zu züchten. Der Papabock Zwolle z.B. hatte über viele Monate chronischen Durchfall, zudem ständige Klauenentzündungen und immer mal wieder Erkältungen. Mein Versuch ist nun, ob man über andere Rassen Robustheit in die Rasse bekommt. Ich bin nun bei 75% angelangt (Böcke immer reinrassig, Ziegen die vorhandenen) und bis jetzt sieht es gut aus. "Richtige" Nubierlämmer dürfen aufgrund der Anfälligkeit nämlich die ersten Wochen nicht den Stall verlassen und meine leben von Anfang an in Offenstallhaltung. Falls mein Versuch scheitert verzichte ich auf Schönheit und gute Milchwerte und kehre reumütig zu den Robustrassen und Stinkeböcken zurück.
@ Tanja
Ich bin gerade die Inserate am erstellen. Vielleicht sollte ich deinen Satz reinschreiben?
- Reisende
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- Registriert: Fr 20. Jul 2012, 15:05
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Re: Lammzeit 2014
mal ne dumme frage:
liegt die krankheitsanfälligkeit vll in unserem klima begründet? ich mein nubier... afrika....
ich muss mich oft wundern, zb wenn ich höre dass in tirol ofm gehalten werden. da gehören die doch gar nicht hin, dafür sind sie nicht angepasst. oder?
liegt die krankheitsanfälligkeit vll in unserem klima begründet? ich mein nubier... afrika....
ich muss mich oft wundern, zb wenn ich höre dass in tirol ofm gehalten werden. da gehören die doch gar nicht hin, dafür sind sie nicht angepasst. oder?
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
-
centauri
Re: Lammzeit 2014
Denke mal schon das es was ausmacht.
Ist ja bei Pflanzen auch so.
Auch andere Keime sind bei uns vorhanden.
Ist ja bei Pflanzen auch so.
Auch andere Keime sind bei uns vorhanden.
Re: Lammzeit 2014
Nubier sind ja kein direkter Afrikaimport, sondern wurden aus importierten Tieren gezüchtet (vielleicht sogar unter Beimischung europäischer Landschläge?). Das OFM wird nicht gerade für die hochalpine Umgebung geeignet sein, gibt aber auch mildere Gegenden in Tirol. In der Schweiz gibt es offenbar mehr Halter - aber da gibts auch verschiedene Gegenden mit unterschiedlichen Bedingungen.Reisende hat geschrieben:mal ne dumme frage:
liegt die krankheitsanfälligkeit vll in unserem klima begründet? ich mein nubier... afrika....
ich muss mich oft wundern, zb wenn ich höre dass in tirol ofm gehalten werden. da gehören die doch gar nicht hin, dafür sind sie nicht angepasst. oder?
