Hier gibt es einen viel geliebten (und je nach Standpunkt viel gehassten) Status. Das ganze nennt sich Autoentrepreneur und ist für Kleinunternehmen bis, ich glaube 30.000 Euro Umsatz, wo kaum Auflagen und eine vereinfachte Steuererklärung gibt.
Und hier ist es auch so, dass wer in die Kategorie Künstler fällt Auflagen hat. Zum Beispiel darf jemand hier als Kunsthandwerker Krippenfiguren in immer der gleichen Art und Weise produzieren. Immer das selbe Muster. Ein Künstler darf das nicht. Mein Mann darf so zum Beispiel nur 30 Abzüge von einem Bild machen, muss jedes Bild nummerieren und mit Hand signieren (also keine Unterschrift in das Bild rein kopieren). Für jedes verkaufte Bild muss er eine komplette Rechnung erstellen mit Datum, Name und Adresse des Käufers usw. Dafür hat er einige Vorteile zum Beispiel bei der Sozialversicherung. Ein "normaler" Fotograf darf von einem Bild so viele Abzüge machen, wie er möchte. Kann also deutlich länger das gleiche Motiv nutzen. Er braucht auch nicht das ganze Tralala mit der Rechnung. Dafür hat er einige andere Nachteile. Es kommt halt darauf an, wo man hin möchte.
Für die generelle Arbeitsweise bzw Überlegungen wie man arbeitet, gibt es schon einige Punkte, die für Künstler genau so gelten wie für Kunsthandwerker. Die Preise für Standgebühren zum Beispiel. Preise sind nirgendwo extensibel wie man das möchte. Das gilt auch für "Kunst". Die meisten können eben keine horrende Preise für ihre Werke verlangen. Ein guter Freund ist "Schnitzer", will meinen, er schnitzt Dekorationsgegenstände wie Skulpturen und Schmuck. Ich sehe ihn als Künstler aber er läuft unter Kunsthandwerk. Ab einem bestimmten Preis ist einfach Schluss. Obwohl er wirklich sehr schöne Dinge macht.
