Also, wenn ich mir keine Listen schreibe, dann vergesse ich was zu tun ist und dann macht mich das widerrum unzufrieden. Unerledigte Punkte auf der Liste finde ich weniger schlimm. Komischerweise.
Was auf der Liste steht ist quasi schon zu 10% erledigt
kraut_ruebe hat geschrieben:
zur themaentwicklung: to do listen sind mist. alles was gemacht werden muss weiss man oder sieht man. was abends noch nicht erledigt ist kann so wichtig nicht gewesen sein
Sehe ich genauso - was du morgen kannst besorgen, das verschieb auf übermorgen (Leider vergess ich diese Regel ab und zu und dann ist Stress angesagt)
Früher habe ich mir auch 10 Baustellen auf einmal aufgehalst. Das lustige war, - einige waren weiter entfernt - sowie sie aus meinen Augen waren, waren sie fast auch aus meinem Sinn, ich hatte dann oftmals Mühe mich zu erinnern, was da so dringend gemacht werden mußte. Später sah ich das als Selbstschutz meines Gehirns an - es dachte sich für sein Überleben wäre es wohl besser, ab und zu mal eine kleine Amnesie zwischenzuschalten
Heute habe ich erkannt, dass man sowieso nie fertig wird und sobald man einigermaßen <menschenwürdige> Umstände geschaffen hat: Dach über dem Kopf, fliesend kalt Wasser, Strom, Ofen, Bett, Küche - kann man es langsam angehen lassen. Denn es kommen immer wieder neue Ideen, sobald die alten abgearbeitet sind - oder ist einer von euch ohne Ideen, was er noch machen möchte
@Kef, wenn ich so richtig große Bauabschnitte o.ä. fertig gestellt hatte, bin ich oftmals nach der ersten Freude in ein ganz tiefes Loch gefallen Sch..sse, ich habe keine Arbeit mehr Dieses Loch ist viel tiefer, als dass, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll - zum Glück fanden sich immer wieder schnell neue <wichtiggggggge> Arbeiten, die getan werden mußten.
Fischerin hat geschrieben:Ich am Freitag Bäder geputzt, Haus gesaugt, aufgeräumt, abgestaubt. Der Grund: am Samstag wollten meine Eltern zum Kaffee kommen
schon falsch: Putzen ist Vergangenheitsbewältigung.
Fischerin hat geschrieben: und die kamen auch noch ein halbe Stunde nach dem Besuch.
Ich habe vollstes Verständnis - für ihn.
Bei der Konstellation: Wohnung putzen weil die Schwiegereltern kommen, werden Ehefrauen unausstehlich. Da geht mann aus reinem Selbsterhaltungstrieb.
karl-erwins-frau hat geschrieben:
Was auf der Liste steht ist quasi schon zu 10% erledigt
Ich versuchs mal: das gleiche 5mal aufschreiben und die Hälfte ist schon gemacht! Wenns nur so wäre ...
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Picassa hat geschrieben:Uh!!!!
Dieses Loch ("schei...e, keine Arbeit mehr") hatte ich noch nie!!! Wie machst Du das, ahora!?!?
Glückliche Umstände bescherten mir viele kleine Helferlein, denen es so gut hier gefiel, dass sie ständig neue Arbeit entdeckten und fertigstellten, so daß für mich kaum was übrig blieb. Aber in der Zwischenzeit habe ich zum Glück wieder einige neue Ideen entwickelt, wie man so einiges doch noch verbessern könnte - Ich brauche <dringend> ein Gewächshaus, der Holzunterstand <muß> erneuert werden. Der Hühnerauslauf hat lauter Löcher, das Huhn steht schon wieder in der Küche und frißt Brekkies
Hier gibt es Menschen, die leben in Appartments in Appartmenthäusern, wie geht das? - Ohne Garten, ohne Tiere, ohne Holzofen - artgerecht ist das nicht
Ich weiß nicht, ob die MEnge der Arbeit wirlich etwas mit dem Maß des Glücks zu tun hat.
So viele Frauen in meiner Umgebung sind oder waren in einer Krise. Und alle haben einen völlig unterschieldichen Lebensstil.
1. sie arbeitet den ganzen Tag in einem unangenehmen Beruf, am Wochenende wird ein großes Haus renoviert, der schöne Garten genossen, viele Freunde helfen, keine Kinder, keine Tiere.
2. sie arbeitet viel und liebt ihren Beruf, keine Tiere und Kinder, kleine Wohnung, helfender Mann, tolles Hobby
3. sie arbeitet nur nebenbei, hat eine helfende Schwiegerfamilie, 2 Kinder, helfende große Tochter, gutverdienender Mann, tolles Haus mit tollem Garten, alles fertig renoviert.
4. sie abeitet nicht, Kinder sind in der Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr, kleine Wohnung in ihrer Traumstadt, Mann ist nur 4 Tage die Woche daheim.
5. sie arbeitet gegen Geld nur sporadisch, renoviert Hof, versorgt Kinder und Tiere selbst, keine helfende Familie
6. sie hat gerade von Nachschichten auf Morgenschichten gewechselr, eine Handvoll Kinder, helfender Mann, der viel zu Hause ist, kleines Haus mit Minigarten.
so kann ich die Fallbeispiele aufzählen, die mir im letzten Jahr begegnet sind.
Allen ist gemeinsam, daß sie am Rande ihrer Kräfte balancieren oder schon abgestürzt sind. Manch haben sich schon bekrabbelt, andere noch n icht einmal das problem erkannt.
Alle meine, sie werden ja niiiiie fertig mit dem, was sie sich vorgenommen haben. Was auch immer das ist. Nr. 4 schafft es gerade mal ihre 5 fenster einmal jährlich zu putzen und die BEtten werden nie gemacht. Dafür ist es bei Nr. 6 immer so sauber, daß man vom Boden essen kann, nie liegt etwas unordentlich rum, jede Woche in fertiges Strickstück aus selbstgesponnener Wolle.
Wie ich es auch drehe und wende - von den äußerlichen Umständen bekomme ich keinen Henkel dran - ich habe aber gelernt, alle Bewertungen der Leben anderer mal genaz schnell sein zu lassen. Denn alle Frauen die ich kenne haben keinen sichtbaren Grund unglücklich zu sein, sind aber dennoch depressiv drauf, Burnout, chronische Erschöpfung oder wie auch immer.
es scheint, als würde es eben zur persönlich Entwicklung gehären, seine eigenen Grenzen zu erfahren!
lg, zaches
"Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben." Paul von Heyse
ahora, also solltest Du jemals wieder in dieses ich-weiß-nicht-was-ich-tun-soll-Loch fallen: Du bist jederzeit herzlich eingeladen, zu uns zu kommen! Hier gibt es echt immer genug zu tun, auch im Winter!!!!
(hihihi, du bist echt süß!)
zaches, ich versuche gerade, mich in eine Deiner genannten Kategorien einzuordnen. Es gelingt mir leider nicht.
Ich frage mich, in manchen Momenten, warum ich so unzufrieden bin. In anderen Momenten bin ich dagegen wieder glücklich und zufrieden. Wie kommt es, dass man immer wieder totunzufrieden, danach aber ausgeglichen und fröhlich ist?
Wir lesen zu viel. Wir hören zu viel. Wir konzentrieren uns zu wenig auf uns selbst.