Ich habe Kollegen, die jeden Tag um 5 Uhr aufstehen und 1,5 Stunden in die Schule fahren. Freizeit? Partnerschaft? -> Fehlanzeige.Little Joe hat geschrieben: ... ich würd das mit dem "Pendeln" nicht von vornherein verdammen. Wie bei allem kommt es auf die Umstände an. Nachdem ich in der letzten Zeit total unzufrieden mit meinem "Zeitmangement" war, hab ichs in der letzten Woche endlich angepackt und was umgebaut. Im neuen Jahr werd ich nur noch Montags, Dienstags und Mittwochs komplett arbeiten (von 8.00 bis 16.00) Donnerstags und Freitags bleib ich zu Hause. Allein durch das Spritgeld was ich dabei einspare geht die Rechnung ganz gut auf. Natürlich müssen die Gegebenheiten vor Ort dementsprechend angepasst sein,( Raubzeugsichererer Hühnerauslauf mit automatischer Hühnerklappe, Licht bei den Pferden um auch im Dunkeln noch was zu schaffen, die Hunde gehen Montags und Mittwochs mit zur Arbeit). Ich weiss, das geht nicht in jedem Job aber da, wo es geht ist es zumindest für den Anfang sicher ne gute Alternative. Was man dann paralell als 2tes Standbein aufbaut wird sich zeigen.
Einige bewerben sich seit Jahren um eine Stelle in vernünftiger Wohnnähe. Fehlanzeige auch da, der Lehrermangel betrifft nur die Städte.
Hund in den Dienst? O ja, HIN UND WIEDER ist das möglich, wenn das Tier als Anschauobjekt dienen soll. Am Hund liegts nicht, der ist ein friedlicher Zeitgenosse. Aber da ist ein Kollege "allergisch", der nächste kriegt bei jedem Haartier die Panik, der Dritte hat null Tiererfahrung und mag Tiere einfach nicht, der Vierte braucht eine Religion als Seelenkrücke und diese verbietet Tiere usw. usw....
Deine Dienstzeiten wären für mich gesetzlich nicht möglich, bei über 16 Werteinheiten darf kein freier Tag mehr sein. Allerdings fahre ich öffentlich in den Dienst oder manchmal mit einem Car-2-go.
Mein Bruder ist aufs Land gezogen, in eine größere Gemeinde. Er fährt 1 Stunde in jede Richtung mit dem Zug, ein Auto kann er sich nicht leisten. Außerhalb der Stoßzeiten fährt dieser Zug alle 2 Stunden. Eine Chance auf Arbeit in Wohnnähe hat er nicht.
Insgesamt haben die meisten Pendler, die ich kenne, einfach kein Leben mehr und können sich nicht einmal eine Katze halten.
In meiner Ganztagsklasse sitzt der Sohn eines Nebenerwerbs-Landwirts-Ehepaars. Die Eltern müssen arbeiten, das Kind ist Mo-Fr von 8:00-17:30 in der Schule. Ob das dann der Sinn des Wohnsitzes am Lande ist, lasse ich dahingestellt.
