RichardBurgenlandler hat geschrieben:Firmenhandys !!! ...
die zu Hause zum troubleshooting verwendet werden, weil in der Bude wieder einmal die Hölle los ist und keiner weiter weiß.
Das kann man nur mit klaren Absprachen erträglich gestalten:
Erstens, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, wies so schön heisst. Man sollte, wenns häufiger bis regelmässig vorkommt, Bereitschaftsdienst absprechen und das ist dann ein Teil der bezahlten Arbeit.
Gerade bei Teilzeitleuten kommt der Chef gerne mal in Versuchung, davon auszugehen, dass die ja immer da sind und immer Zeit haben. Auf der Gehaltsabrechung werden die Anstellungsprozente dann wieder genau eingehalten.
Man kann die Dinger übrigens nach Feierabend auch ganz einfach abschalten.
Wenn man dauernd erreichbar ist, gewöhnen sich die Leute dran, bei jedem Mist den Emil oder Fritz anzurufen statt selber zehn Sekunden nachzudenken.
("Es druckt nicht und der Bericht muss raus" - " Ist das Stromkabel richtig eingestöpselt? Nein?" "Aber gestern war er noch eingesteckt, wer hat denn ... ?" "Ich wars nicht und gestern hat er ja auch gedruckt")
Wenns nur mal ausnahmsweise vorkommt und der Chef sonst auch unkompliziert und flexibel ist (man hat manchmal auch selbst unvorhergesehene Dinge oder kann von der Firma irgendwas für Privatgebrauch ausleihen oder erledigen), dann würde ich es nicht so eng sehen.
Wenn man nicht unerreichbar sein will und trotzdem nicht dauernd angerufen werden will, hilft es, sich bei manchen Leuten (es sind erfahrungsgemäss immer die gleichen, die anrufen) am Telefon so umständlich oder blöd anzustellen, dass sie es irgendwann aufgeben. Bei EDV-Problemen am besten das Betriebssystem neu installieren lassen, dann hat man einige Stunden Ruhe.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.