Gegen die deutsche Schulpflicht
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keine-Ahnung
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Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Hier ein Film WORUM es geht (woum es gehen kann), nicht um seltene Randgruppen extremistischer Einstellungen, sondern um die Zukunft, um unsere Kinder:
http://www.alphabet-derfilm.at/
http://www.alphabet-derfilm.at/
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keine-Ahnung
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Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Statement zum Film alphabet:
Nach zwei Filmen – über den Umgang mit Nahrung (We feed the World) und Geld (Let’s make Money) – stellte ich mir die Frage, warum kommt es überhaupt zu solchen Fehlentwicklungen und Verwerfungen?
Warum geraten Kulturen und Gesellschaften, die sich als hoch entwickelt sehen, in den Strudel von gewaltigen Krisen?
Warum sind wir so unglücklich, obwohl wir scheinbar alles haben?
Warum leben wir oder viele von uns in ständiger Angst/Existenzangst, obwohl unsere Volkswirtschaften einen unfassbaren Reichtum hergestellt haben?
Warum funktioniert die Verteilung dieses Reichtums so schlecht?
Warum ziehen wir das System der geschlossenen Angstgesellschaft einer offenen, freienGesellschaft vor?
Warum leben wir in einer Erwerbsgesellschaft und nicht in einer Tätigkeitsgesellschaft?
Auf all diese Fragen würde ich gerne versuchen, mit dem vorliegenden Filmprojekt eine mögliche Antwort zu finden, und diese Antwort – darin sind sich Experten und Denker, Wissenschaftler wie Laien einig – lautet: Es liegt daran, wie wir auf dieses Leben vorbereitet werden, wie wir erzogen, sozialisiert und letztlich gebildet werden, mit anderen Worten, welches ”Alphabet” wir übergestülpt bekommen, mit dem wir dann ausgerüstet auf und in die Welt losgehen.
Die Idee zu diesem Film war also nicht Bildungssysteme miteinander zu vergleichen oder gar zu bewerten, sondern von einem nicht mehr tauglichen ist-Zustand ausgehend, die Menschen auf eine Reise einzuladen, deren Ziel es ist, in Bewegung zu kommen, um selbst die ersten Schritte zu tun. Leben meint bewegung. Demokratie meint so viele, wie nur möglich. Die Verantwortung für die Folgen unseres Handelns zu übernehmen, meint uns alle. Es ging darum, vor der eigenen Haustüre zu kehren. Denn eines ist klar, unser westliches Modell einer sogenannten modernen, fortschrittlichen Gesellschaft ist einerseits ins Stocken geraten und an seine Grenzen gestoßen und wird andererseits als alternativloses Patentrezept verkauft. Es ist aber weder ehrenhaft noch verantwortungsvoll, etwas als die einzige Lösung in die Welt hinaus zu posaunen, was längst vergangen ist. Denn das Neue ist nicht die Fortschreibung des Alten, wie uns die Geschichte lehrt.
Erwin Wagenhofer
Nach zwei Filmen – über den Umgang mit Nahrung (We feed the World) und Geld (Let’s make Money) – stellte ich mir die Frage, warum kommt es überhaupt zu solchen Fehlentwicklungen und Verwerfungen?
Warum geraten Kulturen und Gesellschaften, die sich als hoch entwickelt sehen, in den Strudel von gewaltigen Krisen?
Warum sind wir so unglücklich, obwohl wir scheinbar alles haben?
Warum leben wir oder viele von uns in ständiger Angst/Existenzangst, obwohl unsere Volkswirtschaften einen unfassbaren Reichtum hergestellt haben?
Warum funktioniert die Verteilung dieses Reichtums so schlecht?
Warum ziehen wir das System der geschlossenen Angstgesellschaft einer offenen, freienGesellschaft vor?
Warum leben wir in einer Erwerbsgesellschaft und nicht in einer Tätigkeitsgesellschaft?
Auf all diese Fragen würde ich gerne versuchen, mit dem vorliegenden Filmprojekt eine mögliche Antwort zu finden, und diese Antwort – darin sind sich Experten und Denker, Wissenschaftler wie Laien einig – lautet: Es liegt daran, wie wir auf dieses Leben vorbereitet werden, wie wir erzogen, sozialisiert und letztlich gebildet werden, mit anderen Worten, welches ”Alphabet” wir übergestülpt bekommen, mit dem wir dann ausgerüstet auf und in die Welt losgehen.
Die Idee zu diesem Film war also nicht Bildungssysteme miteinander zu vergleichen oder gar zu bewerten, sondern von einem nicht mehr tauglichen ist-Zustand ausgehend, die Menschen auf eine Reise einzuladen, deren Ziel es ist, in Bewegung zu kommen, um selbst die ersten Schritte zu tun. Leben meint bewegung. Demokratie meint so viele, wie nur möglich. Die Verantwortung für die Folgen unseres Handelns zu übernehmen, meint uns alle. Es ging darum, vor der eigenen Haustüre zu kehren. Denn eines ist klar, unser westliches Modell einer sogenannten modernen, fortschrittlichen Gesellschaft ist einerseits ins Stocken geraten und an seine Grenzen gestoßen und wird andererseits als alternativloses Patentrezept verkauft. Es ist aber weder ehrenhaft noch verantwortungsvoll, etwas als die einzige Lösung in die Welt hinaus zu posaunen, was längst vergangen ist. Denn das Neue ist nicht die Fortschreibung des Alten, wie uns die Geschichte lehrt.
Erwin Wagenhofer
Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Diesen Film wollte ich auch grade verlinken.keine-Ahnung hat geschrieben:Hier ein Film WORUM es geht (woum es gehen kann), nicht um seltene Randgruppen extremistischer Einstellungen, sondern um die Zukunft, um unsere Kinder:
http://www.alphabet-derfilm.at/
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
hab einen interessanten blog entdeckt, der ein bisschen zu dem Thema passt 
LRS-blog heißt er, für die, die nicht gerne links anklicken
LRS-blog heißt er, für die, die nicht gerne links anklicken
Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!
Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Der Film kommt ja wie gerufen zu diesem thread.
Schon die Inhaltsangabe bestätigt was ich bisher zur dem Thema dachte , was aber den Vorstellungen des Mainstreams diametral entgegensteht. Denn der Mainstream fordert immer noch mehr Schulzwang, noch mehr Mittel und noch mehr Drill...
Bin durch das Bildungssystem wie viele andere nur indirekt betroffen : denn man ist gezwungen mit den Menschen zu leben, die dieses Bildungssystem hervorbringt: stromlinienförmige, standardisierte und phantasielose menschliche Roboter, die nichts Neues mehr hervorbringen sondern nur imitieren...
Und zur Finanzierung dieser Bildung muss jeder Opfer bringen...
Weniger Zwang wäre besser und sparsamer.
Schon die Inhaltsangabe bestätigt was ich bisher zur dem Thema dachte , was aber den Vorstellungen des Mainstreams diametral entgegensteht. Denn der Mainstream fordert immer noch mehr Schulzwang, noch mehr Mittel und noch mehr Drill...
Bin durch das Bildungssystem wie viele andere nur indirekt betroffen : denn man ist gezwungen mit den Menschen zu leben, die dieses Bildungssystem hervorbringt: stromlinienförmige, standardisierte und phantasielose menschliche Roboter, die nichts Neues mehr hervorbringen sondern nur imitieren...
Und zur Finanzierung dieser Bildung muss jeder Opfer bringen...
Weniger Zwang wäre besser und sparsamer.
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hobbygaertnerin
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Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Hallo Manfred,
ich werde mir das Buch von Spitzer auch zulegen, habe ihn in einem Vortrag "Wie Kinder lernen" persönlich erlebt und war davon sehr angetan. Auch wie er sich wacker in einigen Diskussionsrunden im Fernsehen geschlagen hat- aber ich vermute, dass sein und das Wissen vieler anderer Experten im Bereich - Gehirnforschung-
nicht wirklich ernst genommen werden.
Das Wort Bildung wird ständig benutzt, aber die Frage, was der Einzelne, die Gesellschaft unter Bildung versteht- die höre ich wenig.
Mich beschäftigt schon eine Weile- der Aufstieg und Niedergang von Hochkulturen- gibt viele Thesen dazu-
ich möchte mir dazu meine eigene Meinung bilden.
Zum Glück habe ich meine Schulzeit so unbeschadet überstanden, dass mir die Freude am Lernen geblieben ist und die Schulzeit unserer Kinder liegt auch hinter uns.
Mich würde interessieren, was sich in den 10 Jahren getan hat- lernen heute Kinder von Anfang an- auch wie man effizient lernt- oder werden sie heute noch genauso mit Wissen vollgestopft- bis die Köpfe rauchen?
Habe viele Jahre im Elternbeirat versucht, kleine Veränderungen zu bewirken- das war ein Kampf gegen Windmühlen.
Ich möchte allerdings auch in keiner Haut eines Lehrers stecken- Kinder sind heute dank des umfassenden Medienangebotes sicher nicht mehr leicht zu motivieren und Eltern sehen die Schule immer mehr als eine Institution, die Bereiche leisten sollte, die sie nicht kann, auf der anderen Seite stecken sie in Lehrplänen und deutscher Behördenstruktur fest.
Die Lehrer/innen meiner Schulzeit und die der Zeit der Schulzeit unserer Kinder haben sich sehr unterschieden- oder verklärt sich der Blick mit der Zeit.
Ob die chinesische Art, ihre Kinder zu bilden, besser ist, keine Ahnung, aber ich vermute, dass sie uns als Land, das keine Rohstoffe hat- und nur immer mit dem Rohstoff Geist- sich geplustert hat- sehr schnell in die Tasche stecken werden.
Was mir auch auffällt, ganz gewöhnliches Alltagswissen, ganz einfache Dinge, die der "normale Mensch" für die Bewältigung des Alltages braucht, werden nicht mehr vermittelt- und meine Vermutung, dass Allen soviel Geld zur Verfügung steht, dass sie diese Alltagsbereiche alle outsourcen können- sprich sich diese Dienstleistungen alle zukaufen können- ist eher skeptisch.
Meine Vermutung ist aber auch, dass es gewollt ist, dass Menschen herangebildet werden, die so sind wie sie sein sollen- Spitzer hat in seinem Vortrag darüber gesprochen, dass mit selbstbewussten und selbstkritischen Menschen die Wirtschaft des ständigen Kaufens nicht laufen würde- sie würden ihre Zeit und Energieen anders bewusst einsetzen.
Dein Forum beherbergt viele selbstkritische Menschen- aber die breite Wirkung sieht anders aus- braucht man sich ja nur Werbung ansehen- und die Sender, die von den Werbeeinnahmen leben.
Auf der anderen Seite brauchen wir uns dann auch nicht wundern, wenn viele Menschen diese vorgezeigte Soapwelt als nachahmenswert sehen und versuchen auch so zu sein.
Ich bin heute sehr froh, dass ich mit Schulpflicht nichts mehr zu tun habe-
aber wie Lernen funktioniert, wie dieses Oberstübchen gut gefüttert - sich mit diesem Wissen auch auseinander setzt- sprich lebenslanges Lernen, das möchte ich auch so lange ich lebe- weiter betreiben.
Eine Frage an die SV`ler - was versteht ihr unter Bildung - und was sollte den Kindern vermittelt werden?
ich werde mir das Buch von Spitzer auch zulegen, habe ihn in einem Vortrag "Wie Kinder lernen" persönlich erlebt und war davon sehr angetan. Auch wie er sich wacker in einigen Diskussionsrunden im Fernsehen geschlagen hat- aber ich vermute, dass sein und das Wissen vieler anderer Experten im Bereich - Gehirnforschung-
nicht wirklich ernst genommen werden.
Das Wort Bildung wird ständig benutzt, aber die Frage, was der Einzelne, die Gesellschaft unter Bildung versteht- die höre ich wenig.
Mich beschäftigt schon eine Weile- der Aufstieg und Niedergang von Hochkulturen- gibt viele Thesen dazu-
ich möchte mir dazu meine eigene Meinung bilden.
Zum Glück habe ich meine Schulzeit so unbeschadet überstanden, dass mir die Freude am Lernen geblieben ist und die Schulzeit unserer Kinder liegt auch hinter uns.
Mich würde interessieren, was sich in den 10 Jahren getan hat- lernen heute Kinder von Anfang an- auch wie man effizient lernt- oder werden sie heute noch genauso mit Wissen vollgestopft- bis die Köpfe rauchen?
Habe viele Jahre im Elternbeirat versucht, kleine Veränderungen zu bewirken- das war ein Kampf gegen Windmühlen.
Ich möchte allerdings auch in keiner Haut eines Lehrers stecken- Kinder sind heute dank des umfassenden Medienangebotes sicher nicht mehr leicht zu motivieren und Eltern sehen die Schule immer mehr als eine Institution, die Bereiche leisten sollte, die sie nicht kann, auf der anderen Seite stecken sie in Lehrplänen und deutscher Behördenstruktur fest.
Die Lehrer/innen meiner Schulzeit und die der Zeit der Schulzeit unserer Kinder haben sich sehr unterschieden- oder verklärt sich der Blick mit der Zeit.
Ob die chinesische Art, ihre Kinder zu bilden, besser ist, keine Ahnung, aber ich vermute, dass sie uns als Land, das keine Rohstoffe hat- und nur immer mit dem Rohstoff Geist- sich geplustert hat- sehr schnell in die Tasche stecken werden.
Was mir auch auffällt, ganz gewöhnliches Alltagswissen, ganz einfache Dinge, die der "normale Mensch" für die Bewältigung des Alltages braucht, werden nicht mehr vermittelt- und meine Vermutung, dass Allen soviel Geld zur Verfügung steht, dass sie diese Alltagsbereiche alle outsourcen können- sprich sich diese Dienstleistungen alle zukaufen können- ist eher skeptisch.
Meine Vermutung ist aber auch, dass es gewollt ist, dass Menschen herangebildet werden, die so sind wie sie sein sollen- Spitzer hat in seinem Vortrag darüber gesprochen, dass mit selbstbewussten und selbstkritischen Menschen die Wirtschaft des ständigen Kaufens nicht laufen würde- sie würden ihre Zeit und Energieen anders bewusst einsetzen.
Dein Forum beherbergt viele selbstkritische Menschen- aber die breite Wirkung sieht anders aus- braucht man sich ja nur Werbung ansehen- und die Sender, die von den Werbeeinnahmen leben.
Auf der anderen Seite brauchen wir uns dann auch nicht wundern, wenn viele Menschen diese vorgezeigte Soapwelt als nachahmenswert sehen und versuchen auch so zu sein.
Ich bin heute sehr froh, dass ich mit Schulpflicht nichts mehr zu tun habe-
aber wie Lernen funktioniert, wie dieses Oberstübchen gut gefüttert - sich mit diesem Wissen auch auseinander setzt- sprich lebenslanges Lernen, das möchte ich auch so lange ich lebe- weiter betreiben.
Eine Frage an die SV`ler - was versteht ihr unter Bildung - und was sollte den Kindern vermittelt werden?
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Knurrhuhn
Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Ich kann das nicht als Elternteil beurteilen, da kinderlos, aber so "gesamtgesellschaftlich" betrachtet würde ich mir da schon ein paar Dinge wünschen....Eine Frage an die SV`ler - was versteht ihr unter Bildung - und was sollte den Kindern vermittelt werden?
Für mich wäre eine "Herzensbildung" sehr wichtig, die nicht nur in der Schule, sondern natürlich auch schon von Anfang an im Elternhaus vermittelt werden sollte. Also, daß die Menschen wieder lernen zu fühlen, Empathie entwickeln, einen humanen Umgang miteinander lernen, und nciht alles auf irgendwelchen verstandesgemäß erdachten Konzepten beruht und rein auf Leistung ausgerichtet ist.
Allerdings fürchte ich, daß ich da von der rosaroten Gänseblümchenwiese ausgehe, und sich erstmal das komplette Leistungs-System mit Betonung auf Wirtschaft und Wachstum ändern müßte. (Wobei da wieder die Frage wäre nach der Henne und dem Ei...was müßte sich tatsächlich zuerst ändern?!
Ansonsten fänd ich natürlich lebensnahe Bereiche wichtig, vor allem, daß Kindern ein wirklicher Bezug zur Natur vermittelt wird, wie praxisbezogener Unterricht zum Lebensmittelanbau (=Schulgarten). Daß Kinder lernen, mit offenen Augen durch die Gegend zu gehen, daß sie einheimische Pflanzen und Tiere erkennen und benennen können. Daß sie wieder wissen, daß Tollkirschen und andere Pflanzen giftig sind, damit diese nicht zum Schutz für Kinder und sonstige Menschen vernichtet werden müssen, weil sie ja so gefährlich sind.
Ich würde mir wünschen, daß sie lernen, Zusammenhänge zu erkennen, daß sie die Folgen einer Handlung abzuschätzen lernen und sich bei allem fragen, welche Konsequenzen ihr persönliches Handeln für andere Menschen, Tiere oder die Umwelt hat. Daß sie nicht glauben ein Mensch sei naturverbunden, nur weil er sich Tiere im Zoo oder Zirkus anguckt, und daß das eigentlich überhaupt nichts mit Tierliebe zu tun hat.
Und ich fände es toll, wenn ihnen auch Kultur wieder näher gebracht würde. Literatur, Theater und Musik, und zwar "echte" Musik, und nicht dieser aggressive Lärm und die unsägliche Beschallung, was heute als solche bezeichnet wird.
Naja, das sind nur ein paar Dinge, die mir so spontan zu dem Thema einfallen.
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Kerstines
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- Registriert: Mo 9. Aug 2010, 14:58
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Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
In unserem Schulsystem läuft ganz viel falsch (und man sehe es mir bitte nach, daß ich froh bin, in der DDR in die Schule gegangen zu sein).
Wenn ein ganz normales Mädchen in der ganz normalen Grundschule am Ende der 4. Klasse schreibt "Liba Vata", dann ist gehörig was schiefgegangen.
Schreiben lernen durch Hören, dementsprechend Rechnen lernen durch Würfeln usw?
Ratlos.
Kerstines
Wenn ein ganz normales Mädchen in der ganz normalen Grundschule am Ende der 4. Klasse schreibt "Liba Vata", dann ist gehörig was schiefgegangen.
Schreiben lernen durch Hören, dementsprechend Rechnen lernen durch Würfeln usw?
Ratlos.
Kerstines
"Es sind die Fantasten, die die Welt in Atem halten. Nicht die Erbsenzähler." Erich von Däniken
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Gegen die deutsche Schulpflicht
Da kann ich Knurrhuhns Antwort nur voll unterschreiben!hobbygaertnerin hat geschrieben:Eine Frage an die SV`ler - was versteht ihr unter Bildung - und was sollte den Kindern vermittelt werden?
und außerdem wünsch ich mir, dass die jungen Menschen lernen sich selber zu versorgen....
auch mit Wissen
- und dass sie lernen, selber zu denken.
Sie brauchen meiner Ansicht nach keine (teilweise veralterten) Theorien auswendig zu lernen, sie sollen selber Theorien aufstellen!
(kennenlernen sollten sie diese Theorien schon, aber doch nicht bei Prüfungen runterradeln können - nein, das ist echt ?? "obsolet"... oder?)
Singen
- hihi, meine Kinder sangen alle drei schon lange, bevor es ihnen jemand "beigebracht" hat!
Und das, obwohl ich "nicht singen kann"
- unter anderem deshalb, weil ich in der Schule lernte, dass ich schief singe, statt dass ich lernte, wie ich schöner singen könne....
Ok, sie singen schön, wirklich - "ganz von selber"! Ich glaube fast, Gesang ist angeboren - zumindest teilweise, so wie auch die Fähigkeit, eine Sprache zu lernen.
Jetzt erwarte ich mir von der "Bildung", dass sie diese Anlagen meiner (und fremder) Kinder nicht stört in ihrer Entwicklung!
Das mal als erstes und dann - wie soll ich sagen?
Sie sollen nicht mit "Wissen" vollgetrichtert werden, sondern lernen, wahr von falsch zu unterscheiden - selber!!
Und sie sollen Kochen lernen, Wäsche waschen, eine Steuererklärung ausfüllen, Freunde trösten .... Spass verbreiten können, ohne auf schädliche Hilfsmittel zurückgreifen zu müssen.
lernt man alles nicht wirklich in der Schule - und die Zeit, die die Kinder dort verbringen, die fehlt dann woanders!!
hab mir vor kurzem überlegt, ob man nicht statt Schulpflicht eine "Spielplatzpflicht" einführen sollt - eben um die Isolation zu vermeiden, in der manche Kinder dann (ohne Schule) eventuell fallen könnten...
Kinder brauchen andere Menschen - unbedingt!
möglichst viele und möglichst viele verschiedene.
Lehrer? bezweifle, dass sie das brauchen - Onkel, Tanten, Nachbarn und Großeltern könnten diese Aufgaben besser übernehmen, zumindest "in my opinion" .....
Meine Kinder sollen lernen, ihre eigenen "Prüfer" sein und gerne Prüfungen ablegen - denn Fehler sind nur dazu da, dass wir draus lernen....
Sie sollten die Möglichkeit haben, bei vielen verschiedenen Berufen mal dabei zu sein und auch was auszuprobieren.
und .....
sie sollten lernen, Rosa-Gänseblümchen-Wiesen zum Blühen zu bringen!!
