Wenn ich die Tulpenzwiebeln in einen Korb aus Plastik oder Hasengitter pflanze, dann freuen sich die Mäuse über den reich gedeckten Wintertisch, gleich passend in einem Korb serviert.
Und weil mir das zu blöd geworden ist, habe ich die Tulpenzwiebeln rundherum in Hasengitterdraht verpackt. Im 1. Frühling eine wahre Pracht und Augenweide, im 2. Frühling ein paar mickrige Tulpenblätter.
Gestern hab ich im Blumengarten umgegraben und dort nach den Hyazinthenzwiebeln geschaut, die Mäuse haben schon Versuche gemacht, wie sie ihren Speiseplan mit den Zwiebeln aufwerten werden.
Tulpen und Hyazinthen war schon immer ein Kampf, die Mäuse haben mir die Schalen, die ich mit Blumenzwiebeln bepflanzt, ins Gewächshaus gestellt habe, total ausgeräumt.
Die einzige Möglichkeit an Tulpen und Hyazinthen zu kommen, ich pflanze die Zwiebeln im Herbst in Töpfe und stelle sie in ein Nebengebäude, in dem die Katzen wohnen. Im Frühjahr dann raus in die Beete, vorausgesetzt, ich vergesse das Giessen nicht und das Zudecken, Katzen gehen lieber in frische Blumenerde zum Geschäft machen als in die Katzentoilette.
Deshalb habe ich sehr, sehr viele Narzissen, die mögen die Mäuse nicht, ich kann sie auspflanzen und verwildern lassen, die Hasenglöckchen sind ein Jahr zum Blühen gekommen, mal sehen, wie es nächstes Frühjahr aussieht. Wenn ich die Bilder von grossen blühenden Tulpenflächen sehe, dann werde ich schwermütig

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Wegen dem Abmähen - ich habe die Narzissen unter die Obstbäume gepflanzt, dort bleibt dann eben das Gras länger stehen. Eine blühende Wiese mit Frühlingsblühern geht nicht, das Gras wird dann zu alt bis die Blumen eingezogen sind und die Karnickels mögen das nicht mehr-
So ist das Leben immer ein Kompromiss. Wir scheinen ganz besonders verfressene Mäuse zu haben- und ganz besonders faule Katzen.
