Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

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Thomas/V.
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Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#31

Beitrag von Thomas/V. »

Herzlichen Glückwunsch ;) .
wandern die ersten Zucchinischeiben und -gerichte in die erste Schublade, freu!
Zuccini bitte nicht roh einfrieren, das wird nur Matsch, wenn es wieder auftaut. Fertig gebratene und einzeln eingefrorene Puffer z.B. gehen gut und man kann sie auch stückweise wieder rausnehmen.

Den GS irgendwo hin stellen, wo es kühl ist, aber frostfrei.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
Picassa

Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#32

Beitrag von Picassa »

Ja, ist schon klar, pure TK-Zucchini nehme ich nur als "Füllmaterial" für Gulasch oder Suppen/Eintöpfe, dafür sind sie ganz ok.
Das mit den Puffern will ich auf jeden Fall dieses Jahr ausprobieren.
Heute gibt's Zucchini in Tomatensoße, wovon ich einen Teil einfrieren will. Ein bisschen angedickt, kann ich mir das sogar als Grundlage für eine Pizza vorstellen.
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emil17
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Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#33

Beitrag von emil17 »

Zurück zur Kostenrechnung:
Die Kosten für den Strom, der durch die Gefriertruhe läuft, das dürften im Jahr auch bei der AA+++ einige hundert kWh sein, müssen natürlich durch den Mehrwert der Ernte aufgebracht werden.
Man kann rechnen, wie man will: finanziell lohnt sich die Sache hoffnungslos nicht. Die gleiche Zeit irgend einer bezahlten Arbeit nachgehen und das Zeug kaufen ist deutlich kosteneffizienter.
Alle anderen Werte, die der eigene Garten mit sich bringt, in Geld zu messen ist sinnlos. Geld ist ein Warentauschmittel, es taugt nicht als Masseinheit für persönliches Wohlergehen.
Das könnten selbst eingefleischte Rechner begreifen: Jeder Mensch kommt nackt auf die Welt und das letzte Hemd hat auch keine Taschen. Also ist das Leben finanziell so oder so ein Nullsummenspiel.

Als Privattäter für den Eigenverbrauch muss ich keine Umwegrentabilitäten berechnen, denn ich kann nur Geld ausgeben das ich habe und nicht welches, das ich nicht verbraucht habe, um etwas nicht zu kaufen. Halbrechnungen (Hühner sind mein Hobby, deshalb rechne ich Futterkosten nicht, aber mit dem Verkauf der überschüssigen Eier verdiene ich schön Geld) sind allerdings noch schlimmer als gar keine.
Entweder rechnet man alles, wie es der Erwerbsbauer oder Gärtner machen muss, oder man lässt es.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Picassa

Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#34

Beitrag von Picassa »

emil17 hat geschrieben:Man kann rechnen, wie man will: finanziell lohnt sich die Sache hoffnungslos nicht.
Allein schon die monatlichen Kosten für die Grundsteuer sowie der Strafzoll für Regenwasser frisst den ganzen "Gewinn" unseres Gemüsegartens.
Aber darum geht es ja hier nicht.
Sondern um eine Gegenüberstellung der Kosten und des Ertrages (nicht des Gewinns).
Die Freude an der Gartenarbeit, die frische Luft, die Bewegung, das ungespritzte Obst und Gemüse, die Tiere, die man beobachten kann... das alles ist unbezahlbar.
Adjua
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Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#35

Beitrag von Adjua »

emil17 hat geschrieben: Entweder rechnet man alles, wie es der Erwerbsbauer oder Gärtner machen muss, oder man lässt es.
Ich sehe die Sache sehr viel einfacher: ich schaue, was ich mit und ohne Garten monatlich verbrauche. Ohne Garten ist es teurer, weil ich dann in einem gewissen Rahmen Konsumdrang befriedige - oder auch Basteldrang, der sich in einer städtischen Umgebung in Computer und Peripherie ausleben will, was wesentlich teurer kommt. Ob das seine Ursache darin hat, dass ich ein undisziplinierter Mensch bin, oder daher, dass Ich nicht so funktioniere, wie es der vernünftige Plan sein sollte, ist für mich unerheblich.

Wenn ich mehr arbeite, erhöht sich bei mir bloß das Bedürfnis nach sinnlosen Ersatzbefriedigungen und ich fange wieder an, Zeitaufwendiges durch Geld abzukürzen. Wie man es dreht und wendet: Es bleibt mit meiner Lebensweise mit Garten mehr Geld übrig als ohne.
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emil17
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Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#36

Beitrag von emil17 »

Adjua hat geschrieben:Wie man es dreht und wendet: Es bleibt mit meiner Lebensweise mit Garten mehr Geld übrig als ohne.
Diesen Ansatz habe ich mir noch nie überlegt.
Mit nem Garten haste weniger Zeit Geld für Sinnlosigkeiten auszugeben.
Und weil man, wenn der Garten wirklich gross ist, abends zu müde ist, um sich auf den Keks zu gehen, ist die Sache auch noch parterschaftsfördernd!
Aus Erfahrung weiss ich, dass meine Frau einmal jährlich irgendwelche inneren Nöte bekommt, wo dann irgendwelche Möbel, die wir schon jahrelang haben und die noch gut sind, plötzlich unmöglich sein sollen und dringend ausgetauscht werden müssen. Und nun verstehe ich, warum das immer Ende Winter ist.

Wie man diesen zweifellos bestehenden Zusammenhang und all die letztlich geldwerten indirekten Vorteile betriebswirtschaftlich korrekt deklariert, müsste uns ein Profi beantworten.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Gelöschter Benutzer 54

Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#37

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

betriebswirtschaftlich ist das recht einfach hochgerechnet.

ein jahr lang alles aufgeschrieben und die kosten von neuen möbeln, spielsachen, versöhnungsgeschenken ebenso wie die ausgaben für den garten und die gutschriften für die ernte und nicht verbrauchte OTC-medikamente/zigaretten/bonbons/langeweilelieferpizzen im haushaltsbudet mitbilanzieren.

nach der ersten bilanz kann man kennzahlen vergeben für die einzelnen posten und die steigerung oder den abfall des zufriedenheitsgrades sowie die lagerdrehung künftig in prozenten messen.
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Dagmar
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Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#38

Beitrag von Dagmar »

Hallo,

ich habe zwar noch keinen Garten, aber mein Renovierungsprojekt in Sachsen. Und immer wenn ich vor Ort bin und jeden Tag mehr oder weniger arbeite, merke ich, daß ich weniger esse - ganz klasse, weil ich sowieo Übergewicht habe. Und nach zwei Wochen spannt die Hose nicht mehr so. :rot: :rot:

Und da ich davon ausgehe, daß ich dann irgendwann mal meine Zeit für den Anbau von Lebensmitteln und der Haltung von Tieren einsetzen werde - wird das wohl dann dazu führen, daß ich endlich mal einfach und sinnvoll abnehmen werde. :pfeif:

Betriebswirtschaftlich ausgerechnet habe ich das auch noch nicht, aber sinnvoll für mich ist es allemal.


Dagmar

P.S. Das schreibe ich im Moment am Arbeitsplatz, wo ich aus lauter Frust über ein unnötiges Ereignis hier, jetzt am liebsten wieder mal etwas "Frust"süßigkeit zu mir nehmen möchte.
"Ich weiß, daß ich nichts weiß"
Manfred

Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#39

Beitrag von Manfred »

Adjua hat geschrieben: Ich sehe die Sache sehr viel einfacher: ich schaue, was ich mit und ohne Garten monatlich verbrauche. Ohne Garten ist es teurer, weil ich dann in einem gewissen Rahmen Konsumdrang befriedige - oder auch Basteldrang, der sich in einer städtischen Umgebung in Computer und Peripherie ausleben will, was wesentlich teurer kommt. Ob das seine Ursache darin hat, dass ich ein undisziplinierter Mensch bin, oder daher, dass Ich nicht so funktioniere, wie es der vernünftige Plan sein sollte, ist für mich unerheblich.

Wenn ich mehr arbeite, erhöht sich bei mir bloß das Bedürfnis nach sinnlosen Ersatzbefriedigungen und ich fange wieder an, Zeitaufwendiges durch Geld abzukürzen. Wie man es dreht und wendet: Es bleibt mit meiner Lebensweise mit Garten mehr Geld übrig als ohne.
Das ist ein sehr interessanter Ansatz.
Aber erzählt das Merkel und Schäuble nicht. Sonst muss ich als Bauer bald die eingesparten Kosten für Urlaubsreisen als geldwerten Vorteil versteuern...
Adjua
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Re: Kosten und Ertrag vom Garten-(gemüse, obst.....)

#40

Beitrag von Adjua »

Manfred, euch Germanen traue ich sowas wie eine Spass-an-der-Arbeit-Steuer durchaus zu ... :mrgreen:
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