Schnecken verwüsten fast alles

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65375
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#111

Beitrag von 65375 »

LJB hat geschrieben:Gift kommt nicht in Frage, egal in welcher Form. Bierfallen habe ich aufgestellt und die funtionieren einwandfrei, es sind aber zu viele.
Bier ist für die Schnecken auch Gift, sonst könnte man sich's sparen.
Ferramol ist für andere Tiere völlig unschädlich. Die Schnecken ziehen sich zurück und zersetzen sich, ohne daß man es mitbekommt.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Schnecken verwüsten fast alles

#112

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

LJB hat geschrieben:Gift kommt nicht in Frage, egal in welcher Form. Bierfallen habe ich aufgestellt und die funtionieren einwandfrei,

Bier ist auch Gift! :wink_1:

Unser Garten in NÖ ist auch ein Schneckenparadies - und weil wir dort nicht wohnen, geht das mit dem Absammeln auch nicht wirklich.
Voriges Jahr haben wir den Garten dort überhaupt "ausgelassen" - sprich so gut wie nichts angebaut (aus privaten Gründen, aber auch weil es in Wien - wo wir wohnen - einfach einfacher ist)

Die Pflanzen, die heuer trotzdem kommen, überleben die Schnecken wie nichts! (da geht es jetzt vor allem um mehrjährige bzw. Selbstausaat).

bin noch nicht ganz klug geworden, aber irgendwas dürfte da dran sein, dass die Schnecken kommen, wenn die Pflanzen schwächeln - oder es liegt an der Bodenbearbeitung. Bernhard hat da im alten Forum viel erzählt....
Schnecken sind irgendwie Putzleute.

ist alles nicht wirklich eine Lösung für jemanden, der aber Gemüse anbaun will.
Wir werden heuer einen Schneckenzaun kaufen, sonst ist das zu frustrierend mit dem ewigen Tiere-Töten.

Wenn die Pflanzen größer sind, schmecken sie den Schnecken nicht mehr sooo gut - außerdem können die meisten Pflanzen trotzdem leben.
Wir haben Schnecken auch auf allen "Unkräutern", die überleben das aber trotzdem.

Eigenes Saatgut gewinnen ist eine gute Prophylaxe!
Nur leider ist der Anfang echt schwierig...

Viel Erfolg!!
Nightshade
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#113

Beitrag von Nightshade »

Nur eine tote Wegschnecke ist eine gute Wegschnecke.

In diesem Sinne töte jede, die du siehst und mache einen Strich auf einer Liste. Auf diese Weise kannst die Bestandsentwicklung über mehrere Jahre verfolgen. Die zahl sollte dauerhaft rückläufig werden.

Rekord bei uns: Rund 11 000 Nacktschnecken auf 500m2 in einem einzigen Sommer.

Aber das ist Vergangenheit. Inzwischen erreichen wir keine 200 mehr und noch immer wird jede getötet, die wir irgendwo entdecken. Seit 2008 bricht der Bestand endlich zusammen, nachdem wir alle Nachbarn zu dieser Strategie überredet haben.
Jedes Familienmitglied tötet jede spanische Wegschnecke, die es erblickt, egal wo. Was eingeschleppt wurde, kann auch wieder ausgerottet werden.

Mich frustriert es keineswegs, Nacktschnecken und Zecken zu töten. Hier wie da wird ein massenhaft auftretendes Ärgernis beseitigt.

Die Häuslschnecken werden bei uns generell geschont, die Salatschnecken großteils. Die richten kaum Schaden an, was die fressen, entbehren wir gerne. Es geht nur um die roten Nacktschnecken.
Erfreulicherweise haben wir jetzt wieder mehr Schnirkelschnecken und Weinbergschnecken. Denen tut die Beseitigung der eingeschleppten Konkurrenz sichtlich gut.

Bier bringt nicht viel, lockt sie eher aus der weiteren Nachbarschaft an.
Tagetes detto. Du bräuchtest Unmengen Tagetes, damit diese Ablenkfütterung funktioniert. Und außerdem legen gut gefütterte Schnecken mehr Eier.
Schneckenkorn tötet ALLE Schnecken und das möchte ich nicht. Weinbergschnecken und Co. sind willkommen.

->Schnecken immer töten. Ich empfehle Ammoniakwasser oder die Gartenschere.
-> Im Herbst die Gelege suchen und vernichten. Sie stecken meist unter flachen Steinen.
-> Lockende Verstecke anbieten und diese täglich kontrollieren. Auf diese weise erwischt man die jungschnecken im Frühjahr.
->Mulchen. Wenn du Glück hast, nehmen sie das verrottende Zeug zuerst und verschonen das Gemüse. Aber du musst die Schnecken am Mulch immer einsammeln.
-> Die Schnecken mögen die Kupferspritzmittel für Erdäpfel und Tomaten nicht. Ein Hauch davon auf bedrohte Jungpflanzen, und schon steigt deren Überlebenschance.
(So ganz nebenbei bekämpft das auch gleich den Mehltau.)
-> Kein Komposthaufen, der wird zur Brutstätte. Abfälle sofort aufs Beet und die Reste im Herbst/Frühjahr einarbeiten.
Wanted
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#114

Beitrag von Wanted »

Anstatt den sauteuren Schneckenzaun aus Metall zu kaufen kannst Du auch einfach U-Schienen für den Trockenbau holen. Die U-Schienen kosten weniger als 1,- Euro pro Meter, während ein Schneckenzaun schnell 8-10,- Euro pro Meter kostet.
Ich hab mir die Dinger an die Holz-Hochbeete geschraubt und jetzt krabbelt da nix mehr hoch!
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65375
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#115

Beitrag von 65375 »

Ich hatte früher nur Nacktschnecken. Seit ich Schneckenkorn eingesetzt habe und hin und wieder einsetze, finde ich auch ab und zu mal wieder eine mit Haus. Weinbergschnecken gibt es in meinem Garten leider gar keine, das war aber auch schon vor dem Korneinsatz so. Tigerschnegel fressen kein Schneckenkorn, meine jedenfalls nicht.
LJB

Re: Schnecken verwüsten fast alles

#116

Beitrag von LJB »

Nun ja, ich bin eh mit der Einstellung in dieser Saison gegangen das wir nichts machen und was überlebt bleibt was gefressen wird eben nicht! Auch haben wir alles Sorten gekauft wo wir Samen sammeln können bzw selber aussähen. Wenn aber gleich nichts überlebt ist das weggeschmissenenes Geld. Wegen dem Bier war ich eher der Meinung das die schnecken ersäufen und für andere Tiere unschädlich ist bzw nicht im Boden kommt usw. Ganz gezielt. Ich habe mall rundum platt gemäht. Und Gott sei dank haben wir keine rote schnecken sondern braun graue und vereinzelt tigerschnegel. Wir werden noch pflanzen vorziehen damit hoffentlich der samengewinnung gewährleistet ist!
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emil17
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#117

Beitrag von emil17 »

Wenns arg schlimm ist: Sämlichnge in Kistchen mit schneckeneierfreier Erde auf dem Balkon vorziehen. Brettchen auslegen. Täglich absammeln. Bei Einbruch der Dunkelheit kommen sie raus.
Was sich erwischen lässt, wird guillotiniert - nur so gehts. Kochendes Wasser und dann auf den Kompost, oder ins Klo damit.
Asche, Kalk und so bringt bei wirklich dauernd nassem Wetter wenig. Mit Salz bestreuen ist Tierquälerei und auch ästhetisch grauslich.

Eine lustige und sehr wirksame Variante ist ein elektrischer Schneckenzaun: Aussen auf den Einfassungsbrettern im Abstand von 1 cm parallel zwei blanke Drähte oder Elektrozaunband aufnageln und mit einem Modelleisenbahn- oder Klingeltrafo unter Kleinspannung setzen.
Ich habe gelesen (aber nicht ausprobiert) dass es schon reicht einen Kupferdraht parallel zu einem verzinkten Zaundraht zu nehmen.
Das Hauptproblem ist nur, dass die blöden Viecher sich auch aus Eiern entwickeln, die innerhalb der Umfassung abgeleget worden sind.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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citty
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#118

Beitrag von citty »

Hi,

genau, ich ziehe auch alles vor obwohl es bei uns nur ganz wenig Schnecken gibt.

LG Citty
kleinesLicht
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Re: Schnecken verwüsten fast alles

#119

Beitrag von kleinesLicht »

Ich habe um mein Gaertchen am Haus einen mobilen Huehnerzaun gezogen, damit die vier Vandalen (Laufenten) nicht jedes liebevoll erwartete Pflaenzchen gnadenlos niedertrampeln. Da kennen sie nix... :ohoh: aber die Truppe ist unschlagbar gegen Schnecken. Die patroullieren den lieben langen Tag auf dem Grundstueck rum und finden einfach alles, was einer Nacktschnecke auch nur im Entferntesten aehnlich sieht. Sollte ich doch mal eine Schnecke innerhalb des Zaunes finden, werden die dreisten Vier gerufen, eilen lamentierend herbei und das wars dann mit der Nacktschnecke.
viele Grüße
ein kleines Licht
bioke

Re: Schnecken verwüsten fast alles

#120

Beitrag von bioke »

Apropos Bierfallen, es gibt die aus grünem Plastik mit überkragendem Deckel, sieht aus wie ein Pilzhut. Zwischen Hut und Becherrand ist ein Spalt von ca 20mm. Den habe ich auf 7-8 mm verringert und statt Bier in jede Falle 20 Körner Ferramol eingefüllt. Die Gehäuseschnecken kommen so nicht an das Gift heran, die spanische Wegschnecke quetscht sich durch den Spalt durch. Der Verbrauch an Ferramol ist dadurch extrem gering.
Allerdings kombiniere ich das mit dem manuellen Absammeln und kann nicht sagen was den größeren Effekt hat.
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