Eierskandal
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Manfred
Eierskandal
Habt ihr die Meldungen gelesen?
200 Betriebe aus Nord- und Ostdeutschland sollen jetzt schon betroffen sein und die Untersuchungen laufen weiter.
Ein Großteil hat wohl zu viele Tiere pro Fläche gehalten, umd die Eier als Bio-, Freiland-, oder Bodenhaltung verkaufen zudürfen.
Aber auch bei den Futtermitteln sollen Auflagen für die jeweiligen Siegel umgangen worden sein.
Willkommen in der Billig-Bio, Billig-Freiland, Billig-Bodenhaltungs-Eierwelt.
Aus den beiden Regionen stammten übringens auch die Antibiotika-Gickerl des letzten Geflügelskandals.
Das kommt bei raus, wenn ein paar Großunternehmen den Geflügelmarkt beherrschen. Die meisten Hühnerbauern sind längst keine Bauern mehr, sondern nur noch Scheinselbständige, die für ein paar große Firmen im Lohn mästen oder Eier erzeugen.
Der Plan für den Stall kommt von der Firma, die Jungtiere kommen von der Firma, das Futter kommt von der Firma, der Tierarzt kommt im Auftrag der Firma, Fleisch und Eier gehen an die Firma. Das Risiko liegt beim Bauern. Funktioniert so ähnlich, wie die ganzen Logistikfirmen mit ihren "selbständigen" Paketfahren, die sogar die Autos auf eigenes Risiko leasen müssen.
Man kann nur jedem raten, seine Eier und sein Geflügelfleisch im eigenen Garten zu produzieren.
200 Betriebe aus Nord- und Ostdeutschland sollen jetzt schon betroffen sein und die Untersuchungen laufen weiter.
Ein Großteil hat wohl zu viele Tiere pro Fläche gehalten, umd die Eier als Bio-, Freiland-, oder Bodenhaltung verkaufen zudürfen.
Aber auch bei den Futtermitteln sollen Auflagen für die jeweiligen Siegel umgangen worden sein.
Willkommen in der Billig-Bio, Billig-Freiland, Billig-Bodenhaltungs-Eierwelt.
Aus den beiden Regionen stammten übringens auch die Antibiotika-Gickerl des letzten Geflügelskandals.
Das kommt bei raus, wenn ein paar Großunternehmen den Geflügelmarkt beherrschen. Die meisten Hühnerbauern sind längst keine Bauern mehr, sondern nur noch Scheinselbständige, die für ein paar große Firmen im Lohn mästen oder Eier erzeugen.
Der Plan für den Stall kommt von der Firma, die Jungtiere kommen von der Firma, das Futter kommt von der Firma, der Tierarzt kommt im Auftrag der Firma, Fleisch und Eier gehen an die Firma. Das Risiko liegt beim Bauern. Funktioniert so ähnlich, wie die ganzen Logistikfirmen mit ihren "selbständigen" Paketfahren, die sogar die Autos auf eigenes Risiko leasen müssen.
Man kann nur jedem raten, seine Eier und sein Geflügelfleisch im eigenen Garten zu produzieren.
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Ragna
Re: Eierskandal
Habe ich auch schon gesehen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 85377.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/s ... 32952.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 85377.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/s ... 32952.html
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Thomas/V.
- Förderer 2017

- Beiträge: 6745
- Registriert: Mi 4. Aug 2010, 17:00
- Familienstand: verheiratet
Re: Eierskandal
Ich finde es ja bezeichnend, das die Abstände zwischen den Skandalen immer kürzer werden...
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
- Minze
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- Registriert: Mi 4. Aug 2010, 14:29
- Familienstand: glücklich verheiratet
- Wohnort: Ostprignitz-Ruppin
Re: Eierskandal
Manfred hat geschrieben:Man kann nur jedem raten, seine Eier und sein Geflügelfleisch im eigenen Garten zu produzieren.
Ich habe mich allerdings schon lange gefragt, wo sie plötzlich herkommen, die vielen Bio Eier, die überall angeboten werden bei Li**, Al** und Co.
Liebe Grüße
Minze
Minze
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Manfred
Re: Eierskandal
Das fragen sich viele. Und die Antwort ist: Aus Großbetrieben in Neufünfland und im Nordwesten.
Und dann steht da ein Stall neben dem anderen. In jedem 3000 Hühner. Und raus in den decklungslosen Auslauf trauen sie die meisten nie. Kennen sie ja auch nicht. Als Junghennen werden sie aufgezogen wie die konventionellen auch.
Künast-Bio halt.
Neulich habe ich in einer Doku einen konventionellen Freilandbetrieb gesehen und mich gewundert, wieso da so viele Hühner draußen auf der Freifläche sind. Die Antwort: Die hatten Hähne mit dabei. Die gehen raus in die Fläche und das Weibsvolk läuft brav hinterher. Und abends treiben die Hähne die ganze Bande zurück in den Stall.
Aber es kostet halt, pro 50 Hühner oder so einen Hahn mit durchzufüttern. Also braucht man Abnehmer, die das bezahlen.
Und dann steht da ein Stall neben dem anderen. In jedem 3000 Hühner. Und raus in den decklungslosen Auslauf trauen sie die meisten nie. Kennen sie ja auch nicht. Als Junghennen werden sie aufgezogen wie die konventionellen auch.
Künast-Bio halt.
Neulich habe ich in einer Doku einen konventionellen Freilandbetrieb gesehen und mich gewundert, wieso da so viele Hühner draußen auf der Freifläche sind. Die Antwort: Die hatten Hähne mit dabei. Die gehen raus in die Fläche und das Weibsvolk läuft brav hinterher. Und abends treiben die Hähne die ganze Bande zurück in den Stall.
Aber es kostet halt, pro 50 Hühner oder so einen Hahn mit durchzufüttern. Also braucht man Abnehmer, die das bezahlen.
Re: Eierskandal
...die Aufregung ist aber schnell vorbei, wenn es zum Einkaufen geht. Dann bitte schön billig im Supermarkt...
Alle sagten: Das geht nicht. Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht.
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woody
Re: Eierskandal
Der eigentliche Skandal ist, daß sich nach den letzten Skandalen nichts geändert hat und sich vermutlich auch nichts ändern wird.
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Manfred
Re: Eierskandal
Naja. Dann ist halt die Frage, ob es überhaupt Skandale sind. Der Mehrheit der Verbraucher ist es einfach egal.
Die kaufen die Lasagne und die Eier, egal wo sie her sind und was drin steckt. Also ist es für sie kein Skandal.
Kennst du irgendwen persönlich, der das Pferdefleischproblem ernsthaft als solches ansieht?
Oder kennst du jemanden der ernsthaft glaubt, dass seine Supermarkteier von einem kleinen, romantischen Bauernhof stammen, wo der Bauer jede Henne beim Namen kennt?
Und die Minderheit, die es interessiert, kann ja Ware aus nachvollziehbarer Herkunft kaufen.
Dass irgendwelche Massenware-Siegel mit weltweiter Transportiererei als Kriterium dafür nicht geeigent sind, sollte jedem denkenden Menschen klar sein. Solche Warenströme sind einfach nicht überwachbar. Und die Überwacherei selbst ist auch nur ein Geschäftszweig wie jeder andere.
Die kaufen die Lasagne und die Eier, egal wo sie her sind und was drin steckt. Also ist es für sie kein Skandal.
Kennst du irgendwen persönlich, der das Pferdefleischproblem ernsthaft als solches ansieht?
Oder kennst du jemanden der ernsthaft glaubt, dass seine Supermarkteier von einem kleinen, romantischen Bauernhof stammen, wo der Bauer jede Henne beim Namen kennt?
Und die Minderheit, die es interessiert, kann ja Ware aus nachvollziehbarer Herkunft kaufen.
Dass irgendwelche Massenware-Siegel mit weltweiter Transportiererei als Kriterium dafür nicht geeigent sind, sollte jedem denkenden Menschen klar sein. Solche Warenströme sind einfach nicht überwachbar. Und die Überwacherei selbst ist auch nur ein Geschäftszweig wie jeder andere.
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Sabi(e)ne
Re: Eierskandal
Bei mir sagt der Mann mittlerweile beim Anblick eines Biosiegels auch nur noch "die beschei*** doch auch alle" -
ich diskutiere das mit ihm gar nicht mehr, ich hab die Nase soooooo voll.... 
Re: Eierskandal
Vor ein paar Wochen....stand im Rahmen eines Bioland - Seminars jemand neben mir und redete auf einen anderen Teilnehmer ein....irgendwann drangen mir von diesem Biolandbetriebsinhaber die Satzfetzen ins Ohr "....und zum Schluss sind da nur noch 8 Prozent Lammfleisch drin, heheheee .....die Leute wollen beschissen werden" .
Dieser Biolandwirt nimmt fast 50 ct fürs Hühnerei und so um 36 Euro fürs kilo Keule.
Während seine Tiere an Wurmbefall und Futtermangel verrecken.
Einem Freund, der als Kleinstbetrieb Schafe hält und nicht biozertifiziert ist, wollte er Schafe abkaufen und als Biotiere weitervermarkten "das merkt doch keiner".
geil, gell? Bio ist Bürokratie und Beschiss.
Die Dioxinmeldungen aus dem biofutters ind auch schon wieder vergessen.
da fütter ich lieber meine Hühner, Schafe und Schweine mit echtem konvi - Getreide und Erbsen von hier, schrote es selber und trag es ihnen jeden Morgen und Abend hin..... .
L.
Dieser Biolandwirt nimmt fast 50 ct fürs Hühnerei und so um 36 Euro fürs kilo Keule.
Während seine Tiere an Wurmbefall und Futtermangel verrecken.
Einem Freund, der als Kleinstbetrieb Schafe hält und nicht biozertifiziert ist, wollte er Schafe abkaufen und als Biotiere weitervermarkten "das merkt doch keiner".
geil, gell? Bio ist Bürokratie und Beschiss.
Die Dioxinmeldungen aus dem biofutters ind auch schon wieder vergessen.
da fütter ich lieber meine Hühner, Schafe und Schweine mit echtem konvi - Getreide und Erbsen von hier, schrote es selber und trag es ihnen jeden Morgen und Abend hin..... .
L.
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger :-)
