Tagasaste aka Baumluzerne
Moderator: kraut_ruebe
Tagasaste aka Baumluzerne
Welche europäischen Bäume sind stickstoffsammelnd und schnellwachsend und mit Tagasaste vergleichbar?
I love life. And it loves me right back.
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mchristian
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Re: Tagasaste aka Baumluzerne
Sabi(e)ne hat geschrieben:Welche europäischen Bäume
aber amerikanische, in europa weit verbreitet, wären robinie und gleditschie, wobei die gleditschie als futterpflanze (früchte) verwendung finden könnte. http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BClse ... Systematik
http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanische_Gleditschie
Es muß sich alles ändern, damit es bleibt, wie es ist.
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zaches
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Re: Tagasaste aka Baumluzerne
das würde ich nicht als einheimisch btrachten...Beheimatet ist der Gemeine Erbsenstrauch im nordöstlichen Asien von der Mandschurei bis nach Sibirien.
hinzu kommt, daß der erbsenstracuh zwar dauern in Permakulturliteratur auftaucht - als Geflügelfutter und menschnefutter für Notzeiten - aber ich habe den Strauch siet 4 Jahrne im Garten - ist 3 m hoch - sehr schmal gewachsen und hat als superernte bisher ca 13gr Minierbsen hervorgbracht.
Praxistest bisiher: ungenügend.
lg, zaches
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greymaulkin
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Re: Tagasaste aka Baumluzerne
@zaches: Kann ich unterstreichen. ich habe mir den auch ins Hühnergehege gepflanzt. Gut, er wächst da. Das ist aber auch alles. Ich konnte bisher noch garkeine Ernte einfahren.
Nicht mal 13gr......
Braucht man da vielleicht zwei für? So wie bei Walnußbäumen? Das wäre in der Literatur aber doch dann sicherlich irgendwo mal erwähnt worden.
Gruß, Bärbel
Braucht man da vielleicht zwei für? So wie bei Walnußbäumen? Das wäre in der Literatur aber doch dann sicherlich irgendwo mal erwähnt worden.
Gruß, Bärbel
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Olaf
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Re: Tagasaste aka Baumluzerne
Immerhin: Unlängst (zum Vogelscheuchewettbewerb 2 Dörfer weiter) sah ich einen "Baum", hab ihn auch extra fotografiert für hier, weil ich nicht wusste, was das ist.
Hab das dann aber vergessen zu erfragen:
Das war also offenbar ein Erbsenstrauch und er hing über und über mit Schoten voll.
Theoretisch müssten wir die BIlder vom Vogelscheuchenwettbewerb ja noch haben...ich mail nachher mal meine Frau an....
Hab das dann aber vergessen zu erfragen:
Das war also offenbar ein Erbsenstrauch und er hing über und über mit Schoten voll.
Theoretisch müssten wir die BIlder vom Vogelscheuchenwettbewerb ja noch haben...ich mail nachher mal meine Frau an....
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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mchristian
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Re: Tagasaste aka Baumluzerne
@greymaulkin @zaches:
Das ist interessant. Ich habe heuer 10 Erbsensträucher gepflanzt das war vor ca. 1,5 Monaten. Kann daher noch keine Erfahrungen mit dem Strauch beisteuern. Aber es sind ja nicht nur die Hülsen nutzbar sondern auch das Grünzeug als Futter. relativ hoher Eiweisgehalt. Als weiteres Nutzen die N-Fixierung. Das wäre für mich schon Grund genug den Strauch in Vergesellschaftung mit Obstbäumen zu pflanzen.
weitere Stickstofffixierer wären: Erle, Essbare Ölweide, Sanddorn;
lg ch
Das ist interessant. Ich habe heuer 10 Erbsensträucher gepflanzt das war vor ca. 1,5 Monaten. Kann daher noch keine Erfahrungen mit dem Strauch beisteuern. Aber es sind ja nicht nur die Hülsen nutzbar sondern auch das Grünzeug als Futter. relativ hoher Eiweisgehalt. Als weiteres Nutzen die N-Fixierung. Das wäre für mich schon Grund genug den Strauch in Vergesellschaftung mit Obstbäumen zu pflanzen.
weitere Stickstofffixierer wären: Erle, Essbare Ölweide, Sanddorn;
lg ch
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mchristian
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Re: Tagasaste aka Baumluzerne
@greymaulkin @zaches:
Noch was: wisst ihr, ob eure Sträucher Wurzelknöllchen bilden? Sind die richtigen Bakterien vorhanden? Wenn nicht, ist das vielleicht der Grund für den ungenügenden Wuchs! In diesem Fall müsste man inokulieren. Dh. etwas Erde mit den richtigen Bakterien zusetzen. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Inokulation. Aber ich weiß nicht welcher Bakterienstamm bei Erbsensträuchern nötig ist. Man müsste einen Strauch finden der sehr gut wächst, dort Erde entnehmen und bei euren Sträuchern zuführen. Bei den von mir gepflanzten Sträuchern kann ich mich erinnern, dass schon im Topf Wurzelknöllchen zu sehen waren.
Noch was: wisst ihr, ob eure Sträucher Wurzelknöllchen bilden? Sind die richtigen Bakterien vorhanden? Wenn nicht, ist das vielleicht der Grund für den ungenügenden Wuchs! In diesem Fall müsste man inokulieren. Dh. etwas Erde mit den richtigen Bakterien zusetzen. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Inokulation. Aber ich weiß nicht welcher Bakterienstamm bei Erbsensträuchern nötig ist. Man müsste einen Strauch finden der sehr gut wächst, dort Erde entnehmen und bei euren Sträuchern zuführen. Bei den von mir gepflanzten Sträuchern kann ich mich erinnern, dass schon im Topf Wurzelknöllchen zu sehen waren.
- emil17
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- Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind
Re: Tagasaste aka Baumluzerne
Einheimische Bäume aus der Familie der Leguminosen gibt es hier nur den Goldregen, wenn man von der eingebürgerten Robinie absieht.
An Sträuchern kommen in Frage neben der erwähnten Caragana:
Colutea arborescens (Blasenstrauch, heisse, trockene Standorte)
Coronilla emerus (Strauch-Kronwicke, warme, leichte Kalkböden, Flaumeichenwälder; im Süden Deutschlands einheimisch)
Laburnum anagyroides (Goldregen) - die Wildform ist selten in Wäldern zu finden.
Verschiedene Ginster-Arten; davon manche wie der Besenginster streng kalkfliehend und nur in Seeklima wirklich gedeihend.
Colutea und Caragana sind typische Arten des kontinalen Steppenklimas, sie können nasskalte Böden überhaupt nicht ausstehen.
Neophyten: neben Robinie Amorpha fruticosa (Bastardindigo), eine ziemlich hässliche invasive Pflanze warmer Standorte (z.B. Poebene).
In Deutschland würde ich für Stickstoffgründüngung auf die zahlreichen Kräuter der Leguminosenfamile ausweichen, zumal diese als Futterpflanzen und Gemüse nutzbar sind. So ziemlich alle genannten Gehölze sind giftig.
An Sträuchern kommen in Frage neben der erwähnten Caragana:
Colutea arborescens (Blasenstrauch, heisse, trockene Standorte)
Coronilla emerus (Strauch-Kronwicke, warme, leichte Kalkböden, Flaumeichenwälder; im Süden Deutschlands einheimisch)
Laburnum anagyroides (Goldregen) - die Wildform ist selten in Wäldern zu finden.
Verschiedene Ginster-Arten; davon manche wie der Besenginster streng kalkfliehend und nur in Seeklima wirklich gedeihend.
Colutea und Caragana sind typische Arten des kontinalen Steppenklimas, sie können nasskalte Böden überhaupt nicht ausstehen.
Neophyten: neben Robinie Amorpha fruticosa (Bastardindigo), eine ziemlich hässliche invasive Pflanze warmer Standorte (z.B. Poebene).
In Deutschland würde ich für Stickstoffgründüngung auf die zahlreichen Kräuter der Leguminosenfamile ausweichen, zumal diese als Futterpflanzen und Gemüse nutzbar sind. So ziemlich alle genannten Gehölze sind giftig.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Tagasaste aka Baumluzerne
Danke, Emil,
es ging mir in erster Linie um Windschutzbäume mit Leguminosen-Effekt. Nordeutsches Tiefland halt, mit sehr viel Wind.
Hier ist es GsD im Gegensatz zu Ostnorddeutschland die meiste Zeit zu naß, um sichtbare Staubstürme zu ermöglichen - aber wie gesagt, hier ist plattes Biogas-Land - nach dem Mais steht nur noch Stoppel, und dann kommt wieder Mais drauf.
Kräuter sind da ein bißchen niedrig als Windschutz
Mollison hat halt eher auf die Südhalbkugel gezielt, ich find es schwierig, seine Empfehlungen nach Nordeutschland umzustricken. Einiges geht, aber bei den Pflanzen muß man anscheinend das Rad neu erfinden....
Ich brauche was, was das Bodenleben restauriert und begünstigt, und trotzdem schnell wächst über ein paar Jahre, und auch einen Nutzen für die Viechers hat.
Düngen müßte ich da mit Sicherheit erstmal sehr lange nicht (die Güllemengen sind unvorstellbar), aber eine Trinkwasseranalyse auf PSM und Nitrate wird auch nötig sein.
Langfristig möchte ich auf hofeigenes Futter mit möglichst wenig Zukauf raus - und es geht nicht um größere Tierbestände, sondern um Hobbygröße.
Halt so wenig Geld ausgeben wie möglich und viel bis das meiste selbst produzieren.
Reine Subsistenzwirtschaft mit Bionähe auf einer Fläche, die als Garten zu groß und als Acker hier oben zu klein ist.
Da ich das ja schon 7 Jahre hatte, mit allem Klimbim, weiß ich, was ich heute anders machen würde, und versuche, mir aus den Büchern, meiner Erfahrung, und den Hinweisen hier im Forum ein "rundes" Konzept zu entwickeln.
(und niemals wieder Puten oder Mularden
).
es ging mir in erster Linie um Windschutzbäume mit Leguminosen-Effekt. Nordeutsches Tiefland halt, mit sehr viel Wind.
Hier ist es GsD im Gegensatz zu Ostnorddeutschland die meiste Zeit zu naß, um sichtbare Staubstürme zu ermöglichen - aber wie gesagt, hier ist plattes Biogas-Land - nach dem Mais steht nur noch Stoppel, und dann kommt wieder Mais drauf.
Kräuter sind da ein bißchen niedrig als Windschutz
Mollison hat halt eher auf die Südhalbkugel gezielt, ich find es schwierig, seine Empfehlungen nach Nordeutschland umzustricken. Einiges geht, aber bei den Pflanzen muß man anscheinend das Rad neu erfinden....
Ich brauche was, was das Bodenleben restauriert und begünstigt, und trotzdem schnell wächst über ein paar Jahre, und auch einen Nutzen für die Viechers hat.
Düngen müßte ich da mit Sicherheit erstmal sehr lange nicht (die Güllemengen sind unvorstellbar), aber eine Trinkwasseranalyse auf PSM und Nitrate wird auch nötig sein.
Langfristig möchte ich auf hofeigenes Futter mit möglichst wenig Zukauf raus - und es geht nicht um größere Tierbestände, sondern um Hobbygröße.
Halt so wenig Geld ausgeben wie möglich und viel bis das meiste selbst produzieren.
Reine Subsistenzwirtschaft mit Bionähe auf einer Fläche, die als Garten zu groß und als Acker hier oben zu klein ist.
Da ich das ja schon 7 Jahre hatte, mit allem Klimbim, weiß ich, was ich heute anders machen würde, und versuche, mir aus den Büchern, meiner Erfahrung, und den Hinweisen hier im Forum ein "rundes" Konzept zu entwickeln.
(und niemals wieder Puten oder Mularden
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