Auch da bleibt die Frage, wo du wohnst. Offenbar ist das Gefälle beträchtlich. ;-)Renysol hat geschrieben: Was sind das denn für Argumente?
Es ist zwar ruhig hier, aber auch wenn das Auto fast jeden Tag hier vorbeifährt, brauche ich
dafür zwar keinen Gurt, aber schon wenn ich bergab ins Rutschen komme, dürfte der Gurt
sehr hilfreich sein.
Wenn ich mich in Wien in einer Gasse mit "Achtung x% Gefälle" abhänge, um mal nach Hundchens im Kofferraum zu gucken, rutsche ich deshalb nicht gleich gegen das Handschuhfach.
In meiner Kindheit gab es keine Gurtenpflicht, keine Kindersitzpflicht, keine Fahrradhelmpflicht. Ich lebe noch, trotz Italienreisen und Radlfahren im Bezirk.
(Allerdings wurde ich vom Herrn Papa auf Verkehrsregeln gedrillt, welche heutigen Radfahrern einfach egal sind.)
Gewiss macht die Gurtenpflicht insgesamt Sinn. Aber z.B. nicht auf einem Forstweg in der Au - wo sich ergo auch kein Schwein daran hält.
Richtig, ich habe ihn nicht gelesen.Renysol hat geschrieben:Auf den Rest deiner Erwiderungen gehe ich nicht ein, darum geht es nicht, aber es zeigt sich,
dass du den Bericht
http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pub ... 1.html#z11
nicht gelesen hast. Was wohl auf den Großteil der Bevölkerung zutreffen dürfte.
Erstens ist der Bundestag nicht für mich verantwortlich, zweitens ist unser Bundesheer auf Zack und drittens ist es bei uns total normal, dass im Gebirge mal Leute tagelang ohne Strom sind.
Für 14 Tage ohne Strom reichen die normalen Haushaltsvorräte. Ich kenne absolut niemanden, der nicht so lange durchhalten könnte. (Die Leute überleben ja auch Arbeitgeber, die Gehälter ganz legal zwei Monate im Nachhinein zahlen dürfen.
Natürlich kann hier ein gröberer Tornado stattfinden. War ja alles schon da.
Aber es ist ein wenig übertrieben, sich aufgrund des Vorfalls von 1916 einen Tornadokeller mit Vorräten und Notstromaggregat anzulegen.
Auch wegen des Vorfalls von 1986 haben sich nur wenige Leute einen Atombunker geschaufelt, obwohl er sich gerade bei uns jederzeit wiederholen könnte. Die meisten halten das nicht für eine sinnvolle Massnahme gegen Verstrahlung. Sie wollen diese Kraftwerke abgeschaltet und Solarkraft o.ä. gefördert sehen, wollen also eine zeitgemäße Vorbeugung solcher Katastrophen.
Natürlich - wir alle zahlen ja die Existenz des Heeres von unseren Steuergelder. Das ist eine gemeinschaftliche Krisenvorsorge.Renysol hat geschrieben:Wenn es Katastrophen gibt, wie etwa große Überschwemmungen, wird von allen Seiten
nach THW und Bundeswehr um Hilfe gerufen. Warum ist es dann aber so, dass vorher
viele möglichst gar nichts davon wissen wollen, was diese Experten sagen? Das erinnert
mich echt an den Vogel Strauß.
Die Folgen der Überschwemmung habe ich direkt miterlebt. Die fragliche Siedlung ist längst freigeschaufelt (zunächst von Heer/Feuerwehr und dann von privaten Hilskräften) und sieht normal aus. Den Pächtern wurde die Jahrespacht ermäßigt/erlassen, um ihren Schaden begrenzen zu helfen.
Es wird der nächste Supervulkan ausbrechen - nur wann?Renysol hat geschrieben:Besonders, wenn der weiter oben verlinkte Tainter (leider nur auf Englisch) darlegt, dass
mit der gleichen Logik wie etwa, dass deine Festplatte mit Sicherheit kaputt geht, auch
mit Sicherheit das gesamte Stromnetz zusammenbrechen wird, die einzige Frage ist: wann? .
Es wird das nächste Atomkraftwerk hochgehen - nur wann?
Es wird der nächste schwere Sturm kommen und die nächsten Lawinen - nur wann?
Es wird das nächste Erdbeben kommen - nur wann?
Die Donau wird über die Ufer treten wie dieses Jahr oder schlimmer - nur wann?
Es wird der nächste Terroristen-Anschlag stattfinden - nur wann?
Von privaten Katastrophen wie Scheidung oder Jobverlust ganz zu schweigen.
Es gibt das Sprichwort, man solle an die Brücke überqueren, wenn man sie erreicht. Da ist viel Wahres dran.
Man kann nicht für jede Katastrophe vorsorgen, soll es auch gar nicht. So verbringt man nur sein Leben in Angst.

