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Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 10:50
von Tscharlie
Weil es im Düngerthread eigentlich nichts zu suchen hat, daher hier meine Frage:
Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen, also was würde wachsen, wenn der Mensch nicht eingreift?
Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 12:55
von unkrautaufesserin
Ich komme aus Miriquidi, das heißt übersetzt finsterer Wald. Beantwortet das Deine Frage?
Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 13:45
von Tscharlie
Ja ich denke schon, hier wäre das wohl nicht ganz so.
Denn in der südwestlichen Nordoberpfalz wären wohl Kiefernwälder, mit einsprenkel von Espen und Birken und in den höheren Lagen, dann langsam Tanne/Fichte/Lärche.
Aber im Tal der Heidenaab würden sich die Bäume wohl nicht halten, denn regelmäßig wird das Tal großflächig überspült, da wären wohl Weiden (die Bäume nicht die Grasflächen).
Dort wo ich aufgewachsen bin, südlich von München, wären wohl Buchen und Eichenwälder, nur im Isartal wären auch keine größeren Bäume, weil die von der "Reißenden" mit genommen werden würden. (Isar = die Reißende)
Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 13:55
von Nordhang
Das hab ich ungewollt gemacht.In 6 bis 10 Jahre mit wenig Eingriff im Nordschwarzwald : Aus Rasenfläche würde Reinbestand Wiesenkerbel die langsam verbuscht. Pflaumenwurzelausläufer werden zu Bäumen. Hecken werden zu Baumreihen. Holunder unterdrückt den Bewuchs darunter. Brennesseln und Brombeeren überwuchern Gemüsebeete. Buschwindröschen erobert die Fläche unter Laubbäume. Gartenteich wird zum Wasserloch voller Blätter. Der Ahorn saamt sich im ganzen Garten aus. Weiden und Birken bringt der Wind. Mikroklima wird feuchter was Tafelobst nicht gut tut. Da es wenig grosse Pflanzenfresser gibt wird es wohl Laubwald. Je nach Samenflug. Von den vorhandenen Fichten kahm 0 Naturverjüngung.
Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 15:32
von Maria
wollte spontan antworten: "so wie mein Garten"

Aber neee - ganz so isses dann doch nicht, hier wächst recht schnell Wald.
Die Bäumchen, die ich rauszieh, sind Ahorne, Eschen, Tannen, Kiefern, Fichten und vereinzelt auch Lärchen. Das ist auch das, womit die große Wiese tatsächlich zugewachsen ist (inklusive Brom- und Himbeeren), bis die Ziegen kamen.
Im Wald wächst einiges - das meiste kenn ich noch nicht - Schwarzbeeren, Gilbweiderich und Lungenkraut mal auf jeden Fall.
Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: So 26. Jul 2026, 09:40
von Maja
Geestrand, unser Ortsname enthält einen Hinweis auf Rodungen - ohne Menschen würde wahrscheinlich wieder lichter Laubwald draus.
Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: So 26. Jul 2026, 11:30
von Maria
Gestern Abend und heute Vormittag wieder ist mir etwas aufgefallen ...
Ich bin fast schon genervt vom lauten "piiiiiiiii" der Raubvögel. Ja, nein, ich befreunde mich eh damit, inzwischen klingt es schon nach Heimat. Aber jetzt verstehe ich den Iren, bei dem ich in meiner Jugend Urlaub gemacht habe und als ich vom Geschrei der Möwen begeistert war, sagte er trocken "fockin' bird" und dann kam auch die Erklärung - sie schreien ununterbrochen und laut.
Kann es sein, dass Menschen immer das seltene schön finden und das "gewöhnliche" weniger schützenswert??
Dabei gibt es (fast) alles irgendwo in Mengen (und dort bleibt es auch, wenn es nicht bekämpft wird, weil "zuviel") -es ist halt nicht überall da?
Und die Moral von der Geschicht:
schätze, was du hast! such's andere nicht

Re: Wie würde bei Euch eine Urlandschaft aussehen?
Verfasst: So 26. Jul 2026, 21:08
von Rohana
Ist doch immer so dass Dinge egal welcher Art durch Seltenheit einen höheren Wert bekommen, und in der Natur ist eh nie alles gleichmässig verteilt.