Was das jetzt allerdings mit einem Ohrstich, bei dem ich das Tier ja vorher trotzdem fange und gestresst Betäube versteh ich nicht.
In dem Video nimmt der Mensch den Hahn an den Flügeln-für meine Begriffe ist das schmerzhaft für das Tier, zumal es nicht nur 2-3 Sekunden beim Einfangen sind.
Ich fange ein Huhn und klemme es sofort unter den Arm und halte ihm die Augen zu. Nach Möglichkeit fange ich sie sogar frühmorgens im Dunklen direkt von der Stange, das ist am streßfreiesten für alle.
Dann biegt der Mensch in dem Video dem Hahn den Kopf sehr weit zurück, was mir auch nicht sonderlich sanft aussieht.
Und dann legzt er den Hahn auf die Wiese (ob der durch die Herumschwenkerei "betäubt" ist, wage ich zu bezweifeln, der wird desorientiert sein) und streckt den Hals aus und macht mit der Hand die Hackebeil-Bewegung.
Für mich völlig unprofessionell. WIll der dem Hahn den Kopf auf der Wiese abhacken? Ohne Hackklotz? Dann wirds echt tierquälerisch, weil der Boden ja weich ist und das Beil womöglich die Wirbelsäule nicht durchtrennt, sondern in den Boden drückt.
Und den Vogel ohne richtige Betäubung den Kopf abhacken bedeutet, das er reflexartig mit den Flügeln schlägt und mit den Beinen strampelt, das Blut überall verspritzt. Im Gegensatz zu einer betäubung durch Schlag und Ohrstich, bei dem das Tier immer gut festgehalten wird und ausblutet, ohne herumzuzappeln.
Das alles bringt mich zu der Meinung, das das Video nicht zur Nachahmung empfohlen werden kann, ja sogar tierschutzrelevant ist (zumindest in D. dürfen Tiere nur nach sachgerechter Betäubung getötet werden, ob diese esoterische Herumschwenkerei dazu zählt, wage ich zu bezweifeln).
Mal sehen, wann die ersten Tierschützer auftauchen und auch noch die Hausschlachtung zur SV verbieten wollen, wenn sie solche Videos sehen...