Ameisen vertreiben

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Amigo
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Re: Ameisen vertreiben

#41

Beitrag von Amigo »

Ameisen sind als Volk oder Gemeinschaft schon faszinierend.
Ähnlich den Bienen. Leider geben sie keinen Honig.
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Zacharias
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Re: Ameisen vertreiben

#42

Beitrag von Zacharias »

Natürlich reines Bor, warum nicht?
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Zacharias
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Re: Ameisen vertreiben

#43

Beitrag von Zacharias »

In diesem Jahr verstehe ich endlich, warum man Ameisen bekämpfen will. Es sind Milliarden. Nun bin ich gerade zufällig auf eine Reportage über Tapinoma magnum gestoßen und das ist nicht lustig. Sie knabbert an Leitungen, Mauern und Häusern. Ich befürchte, dass ich sie habe, denn die Nester wirken viel größer als normale. Sie nistet bis 1m unter der Erde und ist dadurch schwer zu bekämpfen. Gegen Bor scheint sie resistent zu sein und Kieselgur hilft auch nicht so gut wie sonst.
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emil17
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Re: Ameisen vertreiben

#44

Beitrag von emil17 »

Wegen Tapinoma magnum guckst du hier:
https://www.umweltbundesamt.de/grosse-druesenameise
Hast du denn ein Nest gesehen? Meist ist schon das Auffinden eines Baues ein Problem.

Wenn du ein Nest gefunden hast und es möglich ist, einfach viel kochendes Wasser drübergiessen. Oder mit einem gut ziehenden Industriesauger ausräumen und den dann weit ab entleeren. Ein Aschebehälter für Staubsauger hilft sehr, weil dann die Ameisen und das Nestmaterial da drin bleiben und nicht im Staubsauger sind und man den sehr einfach entleeren kann. Damit dürfte man für einige Zeit Erleichterung bekommen.

Ist es denn wirklich diese Art?
Das Bestimmen von Ameisen ist schwierig und gelingt ohne Übung und Einarbeitung (Insektenanatomie, Fachbegriffe, Erkennen typischer Merkmale) nur mit wenigen einfach zu bestimmenden Arten. Es braucht eine Stereolupe und Fachliteratur.
Im Zweifelsfall einige Exemplare einfangen und in ein Probegläschen mit Brennspiritus geben und bestimmen lassen; die zuständigen amtlichen Stellen sollten das erledigen.

Ob sich die wärmebedürftige Art dort halten kann, wo du bist, ist eine andere Frage. Meistens überleben ungebetene Gäste aus dem Süden kalte Winter nicht. Problematisch werden die deshalb zuerst in Städten, in Gewächshäusern oder in Gegenden mit Weinbauklima.

An tief schwarzen häufigen Arten käme etwa Lasius fuliginosus in Frage, die sehr auffällige Strassen bildet. Die Tiere glänzen und geben beim Zerquetschen einen eigenartig unangenehmen Geruch. Die Nester sind in hohlen Bäumen, aber auch in Gebäuden.

Die wirklich problematischen Arten wird man ohne professionelle Hilfe nicht mit Hausmitteln los. Ein Problem dabei ist, dass diese Arten meistens viele Königinnen in mehreren miteinander verbundenen Nestern haben - eine Strategie, die man im übertragenen Sinne auch von problematischen Unkräutern wie Giersch kennt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Zacharias
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Re: Ameisen vertreiben

#45

Beitrag von Zacharias »

Nein, ich bin natürlich nicht sicher, dass ich sie habe. Auffällig ist aber, dass sie viel resistenter sind als normale Ameisen. Ich hatte die übliche Ameisenstraße im Haus, als es wärmer wurde. Ich stelle dann immer ein kleines Tellerchen mit einem Zucker-Bor-Gemisch hin. Das dauert, aber die Ameisen bringen es in den Bau, daher hilft das viel nachhaltiger, als wenn sie gleich sterben. Haben sie auch gemacht, aber es wurde kaum weniger. Das habe ich so noch nie erlebt. Die Nester, die ich erkennen kann sind bei meinen Pflanzen, daher heißes Wasser unmöglich. Gestern habe ich bei einer Tomatenpflanze Kieselgur gestreut. Vorhin nachgeschaut - munteres Treiben. Es gibt hier praktisch keine Pflanze mehr ohne Ameise und Läuse. Brennnesselsamen ernten ist so gut wie unmöglich. Das ist schon sehr auffällig. Hab gestern noch über Tapinoma magnum gelesen. Ich denke auch, der ist es hier zu kalt. Aber die Art, die jetzt hier ist, ist definitiv anders als bisherige Ameisen. Nicht nur bei mir, auch andere haben die Probleme.
Behörden? Vor ein paar Jahren habe ich den Eichenprozessionsspinner an Bäumen in der Nähe entdeckt. Da hat niemand auf Meldung reagiert. Googelt man danach, findet man 2 estnische Zeitungen, die über das Problem in Deutschland berichtet haben. Ich habe die Anwohner informiert, sie schauten nur erstaunt. Einer hat sich dann beeindrucken lassen und kam mit einer Gasmaske! Die hat er natürlich recht schnell wieder abgesetzt. Naja, wer sich bewusst einer Asbest-Staubwolke aussetzt, von dem kann man wohl auch nicht verlangen, dass er andere Gefahren ernst nimmt.
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