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Indischer Kleinbauer stellt angbl.Reis-Ertragsweltrekord auf

Verfasst: Do 23. Okt 2014, 19:27
von Manfred

Indischer Kleinbauer stellt Reis-Ertragsweltrekord au

Verfasst: Do 23. Okt 2014, 20:48
von Manfred
Ein kritischer Artikel des IRRI. Dabei geht es um einen angeblichen Weltrekord in Indien:

http://irri.org/blogs/achim-dobermann-s ... -beyond-it

Re: Indischer Kleinbauer stellt Reis-Ertragsweltrekord auf

Verfasst: Do 23. Okt 2014, 21:11
von Sabi(e)ne
Der Kommentator hat ja schön dargelegt, warum für so ein Ergebnis niemals eine C-3 Pflanze wie Reis in Frage kommen kann - da müßte seiner Meinung nach schon eine C-4 Fotosynthese wie beim Mais laufen.
Und er schreibt, daß selbst die Hälfte des Ertrages schon genial wäre, weil man im Land meist so um 2t/ha schafft.
Ich hab grad Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle, daß ernsthaft jemand per GMO anfängt, mit den wichtigsten Nahrungspflanzen rumzuspielen - natürlich alles nur aus wissenschaftlichen Gründen, und zum Wohle der Menschheit, natürlich.

Ich dachte, Indien hätte seine Lektion in den letzten Dekaden gelernt - wie viele Bauern haben sich nochmal aufgehängt, weil die teuren Hybriden nicht vermehrt werden konnten, und sie kein Geld dafür hatten?

Was ist eigentlich aus dem VitaminA-Reis (aka golden Rice) geworden?

Re: Indischer Kleinbauer stellt angbl.Reis-Ertragsweltrekord

Verfasst: Do 23. Okt 2014, 21:14
von Manfred
Mein letzter Wissensstand zum golden Rice war, dass in Indonesien das Zulassungsverfahren läuft. Ist aber schon eine Weile her.

Re: Indischer Kleinbauer stellt angbl.Reis-Ertragsweltrekord

Verfasst: Do 23. Okt 2014, 23:29
von unkrautaufesserin
Dazu fällt mir nur ein, was mein Stationsarzt schon in DDR-Zeiten sagte: ich glaube nur an die Statistik, die ich selbst gefälscht habe... :pfeif:

Liebe Grüße, M

Re: Indischer Kleinbauer stellt angbl.Reis-Ertragsweltrekord

Verfasst: So 23. Nov 2014, 18:03
von emil17
Der IRRI-Artikel legt vor allem schön dar, warum meistens nicht die Photosynthese leistungsbegrenzend ist. Auch ein C4-Reis, so es ihn gäbe, würde für 22t/ha Ertag die 350kgN/ha irgendwo hernehmen müssen.
Unter dauernd optimalen Bedingungen leiden Kulturpflanzen bei soviel Stickstoff massiv an Krankheiten. Das kommt auch auf die Bilanz.
Die grösste Trockenmasse-Produktion hat man bei Biomasseplantagen, wo nur nährstoffloses Holz oder Fasermaterial erzeugt wird.
Um das Welternährungsproblem zu lösen, wäre es wohl besser, Sorten für Grenzertragsflächen zu züchten, statt immer bessere Hochleistungssorten für beste Böden.