edible Landscapes - essbare Landschaften

Little Joe

edible Landscapes - essbare Landschaften

#1

Beitrag von Little Joe »

Hallo Ihr :mrgreen: , bisher habe ich oben am Haus den Küchengarten, welcher mich gut mit Gemüse für die warme Jahreszeit versorgt. Im hinteren Teil des Gartens hab ich die Beerensträucher, das Gewächshaus und einiges an Wildobst. Den Großteil des Gartens habe ich bisher ein wenig vernachlässigt. Hier stehen am Rand 8 Pflaumenbäume, zwei Süsskirschen (eine sehr alte und eine neue), drei Apfelbäume (ein alter und 2 neue), ein 4jähriger Birnbaum und einige 2jährige Kirschpflaumen. Bis auf zwei Hochbeete an der Aussenküche gibt es bisher keine Beete.
Meine Idee ist jetzt diesen Teil des Gartens so umzugestalten, dass er mich sowohl mit weiterem Gemüse versorgt, als auch was fürs Auge bietet. Bisher habe ich jetzt erst mal für genügend Licht und Sonne gesorgt. d. h. die Ostseite hat jetzt fast ganzjährg, ganztägig Sonne, die Südseite wird durch den großen Apfel und Kischbaum beschattet im Westen steht das Hühnerhaus und an der Nordseite das Wohnhaus. Hinter dem Hühnerhaus beginnt direkt der Wald deswegen ist es hier ganz schnell schattig.
Die Wildblumenwiese unter den Obstbäumen soll so bleiben, bei dem Rest suche ich Ideen. Vor allem brauche ich Ideen für Sträucher oder Stauden, die nicht höher wie 1,50m werden entlang des Zaunes an der Südseite, davor soll essbares Grünzeug wachsen, am Besten mehrjährig. Ideen für Beetbegrenzungen sind auch willkommen.
Dann lasst die Ideen mal sprudeln. :)
Gelöschter Benutzer 54

Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#2

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

schön und essbar und in etwa bis 1 meter oder 1,50 hoch sind gemüsemalve und rote melde, amaranth, artischocke, echter meerkohl, ewiger kohl, rhabarber,..

niedrig (für die vorderste reihe) und nett sind die verschiedenen essbaren kleesorten. ich hab ne blutrote sorte und den (peruanischen?) sauerklee mit den knollen, beide hübsch anzusehen. wassersalat blüht auch hübsch, eisperlensalat sieht auch nett aus (die beiden salate sind aber einjährig)

bodendeckend und essbar sind div beeren, zB rebhuhnbeere, die kriecht regelrecht und auch süsskartoffel find ich nett als bodendecker, wenn man das grün nicht hochleitet windet es sich über alle freien stellen der beete mit schönen sattgrünen blättern.

wobei hübsch natürlich relativ ist, und es sicher noch viel mehr gibt.
Benutzer 72 gelöscht

Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#3

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Ziest (Wald-, Sumpf- oder Heilziest)
Baumspinat (der, der mit dem Buchweizen verwandt ist) - wird allerdings sehr groß
kleiner Wiesenknopf
Etagenzwiebel
Hirschhornwegerich (sehr klein, robust und im Winter beerntbar)

Es hängt sehr vom Boden ab, welche Pflanzen zum Verwildern geeignet sind - ich tät vieles ausprobieren....

so haben wird gemacht, und am Schluss war das, was am besten wuchs - eßbar, seeeehr gesund und lecker: :pft:

Brennessel
greymaulkin
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Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#4

Beitrag von greymaulkin »

bunten Mangold
sieht sehr hübsch aus, ist eßbar und samt sich selbst aus, wenn´s ihm behagt
dazwischen ein paar Dahlien-perfekt!

Gruß, Bärbel
Little Joe

Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#5

Beitrag von Little Joe »

Hab heut ein sehr schönes Buch bekommen

the edible landscape - Emily Tepe - Voyageur Press

(gibts gebraucht bei Amazon GB recht günstig)

... sind wirklich ganz tolle Ideen drin, auch für kleine Gärten
Benutzer 72 gelöscht

Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#6

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

ist zwar nicht ganz passend zur Überschrift (oder zählt ein Balkon schon zur Landschaft??):
in so gut wie allen Balkonkisterln keimt gerade Postelein (Winterportulak)!! :michel:

Wir freun uns schon aufs baldige Naschen.....

(der säht sich selber aus)

Und weil ich zur Zeit gerade so eine Lust auf Blätter-Essen hab:
welche Bäume sind denn dafür gut geeignet als Salatersatz? gibt es da überhaupt etwas??
ich mein, von den allermeisten Blättern kann man nicht so wirklich eine Schüssel voll wegessen, so wie beim normalen Kopfsalat eben.....

Und :lol: beim Nachhausegehen, am Straßenrand - ich dachte schon, ha! hier werd ich satt (aber leider gehen dort die Hunde...):
da wuchs fast ausschließlich Franzosenkraut, Amaranth, Käsepappel, Wegerich und Brennessel...
es gibt viele "Wilde", die man gut essen kann - oder? :)

@Vera Beetnik: danke fürs Video! schau ich mir heut abend an....
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Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#7

Beitrag von elli »

@ ina maka Franzosenkraut????? http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinbl%C3 ... Knopfkraut isst Du das??? In meinem Garten ist das die häufigste und meistgehasste Pflanze!
Ich habe es noch nie probiert! Muss ich gleich mal tun.
Und ich mache mich immer lustig über zwei meiner Freundinnen, die Giersch niemals essen würden, weil sie sich immer so über ihn ärgern. :hhe:
Hildegard
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Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#8

Beitrag von Hildegard »

@elli
Franzosenkraut WAR ein gehasstes Unkraut auf den Kartoffeläckern der Nachbarn.Ich habe im Garten extra ein Beet gemischt mit Melde..auch so ein Sch...kraut..."kultiviert."Inzwischen kann man sogar die Samen kaufen.
Vorteil: Das kommt immer wieder von selber und bleibt bis in den Herbst hinein.Blätter schmecken als Salat hervorragend, gesamte Pflanze püriert als Smoothiebeigabe ist eine Mineralienbombe.Und vollkommen gratis.
3.im Bunde ist die Vogelmiere, die sorgt auch im Winter für Chlorophyll und sprießt sogar praktischerweise aus den Orchideentöpfen am Fenster..keine Ahnung wie die da hinkam.
Brennnessel hat natürlich AUCH einen Ehrenplatz.

Franzosenkraut:
Aufgeklärte Wildkrautgärtner nutzen das Knopfkraut lieber als leckeren Vitamin- und Mineralienspender. Obwohl es dem Kopfsalat geschmacklich sehr ähnlich ist, lässt das Franzosenkraut seinen Kulturkollegen bei den Inhaltsstoffen glatt im Regen stehen. Franzosenkraut ist sehr eiweißhaltig und reich an Mineralien wie Kalium und Phosphor. Es enthält fünfmal mehr Magnesium und elfmal mehr Calcium als die gleiche Menge Kopfsalat. Auch bei den Vitaminen steht es besser da und bringt viermal mehr Vitamin A und neunmal mehr Vitamin C auf den Teller. Mit 14 mg pro 100g ist das Franzosenkraut eine der eisenhaltigsten Pflanzen überhaupt und schlägt den Kopfsalat hier um das zwölffache. Zudem enthält es besonders viel Mangan. Mangan ist wichtig für die Bildung von Knochen- und Bindegewebe und spielt eine wichtige Rolle im Fett- und Kohlehydratstoffwechsel.
http://www.iknews.de/2013/07/28/das-kno ... geschmack/
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
elli
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Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#9

Beitrag von elli »

@...Franzosenkraut:
Aufgeklärte Wildkrautgärtner...." okay, dann werde ich mal probieren, ob ich auch eine aufgeklärte Wildkrautgärtnerin werden kann und heute Franzosenkraut auf den Tisch bringen.
Und falls jemand Samen braucht - ich kann liefern!!!! :haha: Kann ich aber erst empfehlen, wenn ich ein paar Rezepte ausprobiert habe.

Ackermelde habe ich auch sehr viel, und ich habe sie bisher auch gern geerntet. Aber die rote Melde mögen wir lieber. Das ist sicher eine Züchtung, so wie die Gartenmelde. Beide haben viel größere Blätter. Mal sehen, ob sie sich untereinander kreuzen. Die rote Melde scheint sich nicht zu verändern. Mal sehen, wie die Gartenmelde wiederkommt.

Giersch mag ich sehr gern (essen )und pflücke ihn überall am Grundstücksrändern, solange er klein ist und es nicht viel anderes gibt. Aber im Stauden- und Sommerblumenbeet ist er eine unbesiegbare Plage, wenn er alles mögliche niedermacht, was ich lieber riechen oder sehen möchte.

Nachdem ich neulich einer gartenungeübten Nachbarin augenzwinkernd erklärt habe, dass ich Richtung Permakultur gehe (nach mehrfach wochenlangen Krankheitspausen) könnte ich meinen Garten jetzt ja fast "edible landscape" nennen, zumindest den beackerten Teil, und wenn ich die "Bienen-essbaren" Pflanzen wie Perserklee und Phacelia einschließe.
Sie fand ihn übrigens schön, ganz im Gegensatz sicher zum Rest des Dorfes, wo immer viel unbedeckte Erde zu sehen ist. Aber das hatte ich vor meiner Einladung auch vermutet, sonst hätte ich es nicht gemacht.

Dem Thema verdanke ich einige neue Ideen für kommende Jahre. Danke.
Little Joe

Re: edible Landscapes - essbare Landschaften

#10

Beitrag von Little Joe »

Das schwierigste find ich alles ganzjährig bedeckt zu bekommen, wenn ich ZB einen Wirsing entnehme entsteht da eine Lücke, welche ganz schnell von (meist) unerwünschten Wildkräutern besiedelt wird. Bei dem Thema seh ich nur immer Fotos von Gärten, wo ein wahrer Essensurwald wuchert mit grad mal nm kleinen Weg mitten durch, frag mich wie die Menschen das anstellen.
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