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Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 10:19
von viktualia
Das meisten konventionelle Milch- und Mastvieh hat halt nun mal größere Mengen Getreide und Ölsaaten in der Ration, um den für die abgerufenen Leistungen nötigen Energie- und Eiweißbedarf zu decken.
Ein sinnvoller Versuch wäre dann halt vergleichbare Rationen mit und ohne Glyphosat-Restgehalten zu untersuchen.
Ist schon o.k. so, dass Tiere die geschlachtet werden sollen was mehr gefüttert werden - sie sind ja tot, bevor es zu Langzeitschäden kommt.
Man kann es an Kuschelkaninchen sehen: die bekommen dieselben unseligen Futtermengen, zum Teil auch in BIO, na ja, und die leben halt nicht wirklich länger, bzw. mästen die Pharmaindustrie mit Colosan und Benebac und wie das Zeug all heist.
Glyphosat durch die Wirkung auf die Darmflora evtl. ein Hauptauslöser für diverse Zivilisationskrankheiten sein.
Versteh ich nicht, die Menge an kurzkettigen Kohlenhydraten reicht doch völlig für das Ergebniss aus????
Auch "Biozucker" oder "Bioauszugsmehl" würde so wirken.....
Das, was ich füttere wird wachsen, da brauch ich doch keine "Datenlage" für.
Und wenn ich die "Datenlage" sichten wollte, würde ich mich als erstes auf die Wirkweise von Oregano und Konsorten beziehen,
also was ist Futter für die "Guten" und in welcher Menge steht es den "Zivilisierten" noch zur Vefügung...
(Lach, hilft auch Oregano, der Glyph-Reste enthält gegen Kokis. Aber das meintest du sicher nicht.)

P.S.: du hattest mal nen link über "artgerechte Menschenhaltung" und dass da keiner schaut, ob der "Raufutteranteil" stimmt.
Diese Ebene der "Datenlage" scheint mir hier entscheidender....

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 10:35
von Manfred
Natürlich verändert sich mit der Zusammensetzung der Nahrung auch die Darmflora.
Vergleichen musst du halt jeweils gleiche Ernährung mit und ohne Glyphosat.
Dann nimm für deinen Versuch halt gemüselastig ernährte Menschen.
Aber auch wenn die untersuchten Wesen von tatsächlichem oder vermeintlichem Junkfood leben:
Eine weitere Verschlechterung macht es trotzdem noch schlechter.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 19:03
von misfits
vielleicht sollten wir alle mal einen Glyhosat-Test (Urin) machen , Kosten 60€.
Dann hätten wir was zum Vergleichen.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 19:34
von strega
wo kann man/frau das machen? Gesundheitsamt?

So rein interessehalber...

hatte einige Zeit lang unerklärliche Bauchschmerzen vor ein paar Monaten. Mein Heilpraktiker hat sich dann auf die Suche gemacht nach der Ursache. Und hat Rückstände eines Pestizids gefunden, nicht Glypho, sondern etwas, das in D verboten ist. Will heissen, ich kauf noch weniger Obst und Gemüse wie ich eh schon tat vorher, nur eigenes Obst hab ich noch nicht und Pasta und Bier kauf ich zuweilen, aber irgendwoher muss ich es ja mir reingepfiffen haben.

Soll nun nicht heissen dass Glypho im menschlichen Organismus so tierisch gesund wär, weil es ja erlaubt ist in Deutschland.... nur fehlen da wohl einfach die aussagekräftigen Langzeitstudien... und falls Glypho Probleme macht im menschlichen Darm würden die meisten Mediziner nicht nach genau DIESER Ursache suchen.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 19:53
von Benutzer 72 gelöscht
ob das seriös ist, noch aktuell? http://glyphosat-test.de/index.php

bin jetzt auch fast neugierig geworden.....

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 20:47
von Rohana
Die meisten Menschen haben doch eh keine gescheite Darmflora mehr weil sie sich a) schlecht ernähren - das geht auch mit Bio-Lebensmitteln - und b) bei jeder kleinen Krankheit Antibiotika eingeworfen werden, was definitiv die Darmflora zerstört. Da brauch man gar kein Glyphosat für. Aber jetzt ist Glyphosat ein perfekter Sündebock um weiter so machen zu können wie vorher, wenn es nur verboten würde... :dreh:

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 20:53
von misfits
willst du damit sagen, es käme ja eh nicht mehr darauf an?

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 22:24
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben:und b) bei jeder kleinen Krankheit Antibiotika eingeworfen werden,
genau das ist ja das fiese an so Dingen wie Herbiziden, Pestiziden oder anderen Umweltgiften!

Antibiotika werden keinem Menschen einfach so "eingeworfen". Man nimmt sie oder man nimmt sie nicht. Ich habe wenn ich mich recht erinnere, in meinem ganzen Leben zweimal ABs genommen. Meinen 4 Kindern habe ich bisher noch nie welche eingeworfen...

Aber ob wir Glyphosat im Körper haben oder nicht, das kann ich nicht bewußt entscheiden!
Jetzt mal ganz unabhängig davon, ob es wirklich arg schädlich ist oder nicht.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 23:10
von Rohana
misfits hat geschrieben:willst du damit sagen, es käme ja eh nicht mehr darauf an?
Nö. Aber wie willst du sicherstellen dass Untersuchungen zu Glyphosat keine Beeinflussung durch andere Faktoren erleiden?

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Fr 3. Nov 2017, 09:00
von viktualia
Wenn man was über den Zustand seiner Darmflora wissen möchte, bringt ein Urintest nicht wirklich weiter.
Da wird nämlich Urin getestet.....
Und wenn so ne Darmflora nicht die Eigenschaft hätte, sich zu regenerieren, sähen wir auch ganz schön alt aus....

Mal davon abgesehen, dass ich Anlass zu der Vermutung habe, dass die Darmflora so individuell wie ein Fingerabdruck ist.

Ernsthaft: ein Urintest ist immer was ziemlich aktuelles, per definitionem, dafür sind die Nieren halt da, zum Ausspülen der "Tagesgeschäfte";
was wollt ihr denn so rausfinden, bzw. die rhetorische Frage, die mir auf den Fingerspitzen brennt, ist:
was soll die "Wissenschaft", also ein Testergebniss, denn überhaupt aussagen, ich denk, ihr glaubt denen nicht?

Ich selber würde vor einem Test erst mal rausfinden wollen, ob es sich in meinem Fett oder in meiner Leber anreichert, oder in den Knochen.
Wenn ich davon ausgehe, dass es rein wasserlöslich ist, wüßte ich doch, dass das weg ist, was ich ausscheide.
Mir fehlt da grad die Logik.
(Nen Test von 30 bis 60 Euro machen, um rauszufinden, ob das Billiggemüse heute verseucht war - da kann ich doch gleich Bio kaufen.
Es könnte ja auch das Bier gewesen sein, oder JKK im Rucola. Ach nee, der geht auf die Leber....)

Ich bin immer noch nicht FÜR Glyph´, aber das kanns jetzt auch nicht sein.....
"So wenig wie möglich" lässt sich auch ohne Tests durchziehen, privat als Konsument.
Und den Spielraum für "soviel wie nötig" bestimmen wir durch unser Konsumverhalten mit.

Und da meine ich nicht die 30-60 Euronen mit.
(Und auch nicht misfits oder strega oder Ina, ihr macht das schon gut - aber wir brauchen als Gesellschaft nicht nur "saubere Felder"
wir müssen uns an diese größeren Entscheidungsspielräume gewöhnen; die Unsicherheit, die damit einhergeht kommt nicht nur vom Glyph´.)