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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 06:52
von Zottelgeiss
Einmalhandschuhe sind nicht wirklich dicht, die lassen tatsächlich Feuchtigkeit durch, wenn sie mit den falschen Mitteln in Berührung kommen oder total durchweicht werden (Hände ins Wasser stecken). Das Material spiel sicher auch eine Rolle. Ich verwende Latex. Aber als Keimbarriere sind die schon gut. Man sollte öfter wechseln. Und beim ausziehen auf links drehen, dabei den ersten Handschuh außen anfassen und umgedreht abziehen, den zweiten dann so weit innen wie möglich anfassen und auch umgedreht abziehen, beide Handschuhe sind dann ineinander gezogen und ein Knäuel mit Innenseite nach außen. Wegwerfen, Hautkontakt und Flächen wie. z.B. Mülleimerdeckel , soweit wie möglich vermeiden, dann Hände gründlich waschen bzw. desinfizieren.
Eigentlich muss man nichts anfassen, was irgendwie "eklig" ist. Aber eine Mundschutzpflicht außerhalb der eigenen vier Wände hielte ich für äußerst sinnvoll.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 08:33
von emil17
Pflicht mag sinnvoll sein, aber da das Material nicht flächendeckend da ist, ist es wohl besser, wenn man die Masken denen überlässt, die sie wirklich brauchen (Sanitäts- und Verkaufspersonal)
Was ich wichtig finde, sind Veränderung der Alltagsgewohnheiten.
Ein Beispiel: Hier ist der Dorfladen um die Ecke, da geht man dann bis dreimal hin pro Tag. Jetzt hängt der Einkaufszettel in der Küche, man lässt die DInge zusammenkommen und geht nicht mehr alle Tage einkaufen.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 08:46
von Teetrinkerin
Sorry, für den Themenwechsel, aber mir geht gerade anderes durch den Kopf:
Wenn man Lagerhaltung plant, dann ist es ja auch Voraussetzung, entsprechende Lagermöglichkeiten zu haben. Bisher haben wir leider nur einen zu warmen Keller und eine eingegrabene Wa-Ma-Trommel. Wir wollen aber bis zu diesen Herbst noch eine Art eingegrabenes Frühbeet in Angriff nehmen (einfach mal auf youtube nach Erdkeller schauen - Ingoderliegeradler hat da was tolles gezeigt, was wir umsetzen möchten).
Eine weitere Idee ist es, in einem Kellerschacht (vom Heizungsraum) Gemüse oder Obst zu lagern. Das habe ich nun auch schon ein paar mal gelesen, aber nichts genaueres, welche Vorkehrungen dafür am besten getroffen werden. Nun hätte ich die Möglichkeit, an zwei Styroporkisten zu kommen. Macht das Sinn? Ich dachte, dann könnte man sich das Dämmen des Schachtes mit irgendwelche Materialien sparen. Nur oben auf etwas Dämmung und ein Brett - fertig.
Meint ihr, das könnte klappen mit den Styroporboxen?
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 09:09
von 65375
Ich würde da überhaupt nichts machen außer sauber und mäusesicher und ein dickes Brett drauf gegen Sonne, Frost und Dreck.
Bei Styroboxen gibt's ratzfatz Schimmel, weil kein Luftaustausch möglich ist.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 09:16
von Teetrinkerin
Das waren auch meine Bedenken. Andererseits wird evtl. auch etwas "Frostschutz" benötigt. Hier in Oberschwaben können die Temperaturen durchaus auch mal zapfig kalt werden (wobei die letzten beiden Winter sehr mild waren - aber Frost im zweistelligen Bereich sind immer möglich, teilweise sogar auch unter -20°C).
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 09:37
von si001
Teetrinkerin, schau mal
hier. Ich habe mal unsere Lösung beschrieben und bebildert.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 09:43
von Sven2
@ Rati:
Nicht dicht hab ich jetzt tatsächlich keinen expliziten Beleg gefunden, ich dachte das irgendwo auch schriftlich zu haben, dann ists wohl meine eigene Erfahrung... Hab beim hantieren mit blauer Lebensmittelfarbe manchmal leicht blaue Finger oder (viel schöner) kennt ihr so Hitzecremes? Die gehen gerne mal durch...
Das RKI spricht von Fehlern (
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Kr ... chuhe.html), und es gibt eine gewisse Menge an defekten Handschuhen pro Packung, das wird mit dem AQL Wert auf der Packung angegeben. Das sind auf jeden Fall die Risikofaktoren, wodurch was durckommt. Erfahrungsgemäß gibts einfach gute und schlechte Handschuhe, trotz gleichen standards...
Dazu noch interessant:
https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/ ... Pflege.pdf
Empfohlene Tragedauer max. 20 min
Fürs Einkaufen evtl en bissl kurz
So, genug vom Thema abgelenkt
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 09:51
von si001
Zum Kellerlichtschacht: Styroprboxen würde ich auch nicht nehmen. Da fehlt er Luftaustasch.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 09:55
von Teetrinkerin
Super, lieben Dank für den Link! Hab ich mir direkt angeschaut
Unser Kellerlichtschacht ist aus U-Steinen, ich denke, das ist sogar noch besser, als die Kunststofflichtschächte. Nur leider ist das Fenster zum Aushängen - also muss ich da immer solche Mengen gleich entnehmen, dass es für 1-2 Wochen reicht (ich denke, die Einhängevorrichtung wird sonst irgendwann Schaden nehmen).
Scheint also wirklich sehr einfach und unproblematisch unzufunktionieren sein. Und die Styroporboxen sind raus
Übrigens habe ich gerade Kartoffeln bestellt (nicht zertifiziertes Pflanzgut, kann aber dennoch verwendet werden). Also nochmal ein Schritt Richtung mehr SV. Ich freue mich! Hoffentlich habe ich heuer mehr Glück mit den Kartoffeln - ich hab nämlich den Anbau vor 3 Jahren aufgegeben, da ich immer wenig Glück damit hatte (entweder wenige, kleine Knollen aufgrund Trockenheit oder Krautfäule wegen schwüler Hitze).
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mo 23. Mär 2020, 10:08
von viktualia
So, genug vom Thema abgelenkt
Find ich nicht unbedingt, sich den Säureschutzmantel mit dem Plastikzeug platt machen ist weit verbreitet und ein Risikofaktor.
(Letztes Jahr hab ich von einer Mitarbeiterin unserer Kantine erfahren, dass es auch offiziell inzwischen so gehandhabt wird:
Brötchen mit der Hand eintüten ist (war) hygienischer als mit Plastik.)
Aber nochmal kurz zu den Masken:
selber nähen ist wirklich eine gute Alternative.
Es heist ja, das würde mit "der westlichen Mentalitität" nicht passen und wäre darum im asiatischen Raum verbreiteter.
Ich denke, das wird sich bald ändern.
Und vielleicht reicht es ja, die Masken zu "individualisieren",
also bunt/hautfarben oder sie mit nem lachenden Mund bemalen.
Oder im "Hello Kitty-Design", oder wie die untere Hälfte einer venezianischen Maske.
Wär auch ne schöne Beschäftigung für die Dauer der Massnahmen.
(Geschenk für´s Osterkörbchen....)
Zum Nutzen: die sollen nicht mich schützen, sondern andere vor mir.
Diesen Gedanken (also sich selber als Risiko-Faktor sehen, statt nur Angst vor andern haben)
finde ich wichtig; allein dafür wären mehr Masken von Vorteil.
(und nein, das ist ein Zufall, dass ich mal wieder nicht (ganz) mit Emil einer Meinung bin;
und warum der "Schutz unserer Beschützer" wichtig ist, sieht man ja an Muttchen grad gut.)
(Das Merkel in Quarantäne ist, weil sie ihre Pneumonie Spritze
von einem inzwischen positiv getesteten Arzt bekommen hat, habt ihr mitbekommen?)