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Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mo 8. Jul 2013, 19:01
von Spencer
Da bekommt man netten Besuch aus dem Nordwesten und was mach ich ? Spann die Leute ein beim Zaun bauen :pfeif:

Aber gerade bei solchen Arbeiten ist es schön ein paar helfende Hände dabei zu haben....

Wenn es so weiter geht bleibt der Rehboch den nächsten WInter draußen.
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Die ersten Stangenbohnen (Neckar Gold) ranken sich auch an dem Zuckermais (Rainbow) empor. Leider hatte ich nur noch ein paar Bohnensamen übrig, weil die Schnecken alles am Bohnentipi abfressen mussten und ich somit neu gesät habe. Aber als Test waren noch ein paar Samen für die Milpa da gewesen.
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Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mo 8. Jul 2013, 19:05
von Spencer
Das schöne ist, wenn der Besuch mit einem MB-WoMo ankommt wo das Dach begehbar ist und man kann dadurch mal ein paar Bilder machen, aus einer Perspektive, die man sonst nicht hat.

Und schon sieht man, das nicht nur das Leben ein Kreis(lauf) ist, sondern wenn man will auch ein Teil des "Gartens"... ;)
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Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mo 8. Jul 2013, 20:02
von centauri
Hallo spencer,

Das sieht echt toll aus.
Alle achtung!

Lg thomas

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mo 8. Jul 2013, 22:26
von Sonnenstrahl
Ein wirklich sehr schöner Garten- und ganz besonders die Kapuzinerkresse. Meine ist total voller Läuse und wächst nicht wirklich vom Fleck. Sie hat auch nur eine einzige Blüte. Aber das liegt wohl an den Ameisen, die die Blattläuse im ganzen Garten verteilen :motz:

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Di 9. Jul 2013, 21:29
von Bhanta
Hallo Spencer :) . Groesste Hochachtung vor deiner Arbeit! Sieht nicht nur toll aus, sondern bringt auch genuegend auf den Tisch- grandios...LG, Bhanta.

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mi 10. Jul 2013, 11:23
von Spencer
...ähm... Danke für die positiven Aussagen.

Aber ich hab doch noch gar nicht viel gemacht. Was da wächst ist ja erst nur mal ein Test und zum Lernen. Ich denke auch soviel kommt da gar nicht auf den Tisch ;)

In diesem Jahr liegt der Fokus ja erst mal auf dem Zaun, damit der Rehbock nicht noch den Rest an Obstbäumen beschädigt. Und dann will ich noch den Bauwagen machen. Ein wenig Arbeit ist da noch dran. Das Heubeet ist ja auch erst mal nur ein Test. Im nächsten Jahr möchte ich dann ein richtiges Gemüsebeet und auch paar mehr Kartoffeln machen. Ich denke aber, da ich ja merke wie ich in der Saison mit Zeitproblemen zu kämpfen habe, werde ich mich auf das Faulenzergemüse versteifen. Zum Glück sind wir ja in einem Forum wo man viele Sachen genannt bekommt, für den "Faulenzer".

Wirklich interessieren würde mich, ob es wirklich jemand gibt, der zu fast 100 % einen Permagarten hat. Also der wirklich im Kreislauf existiert. Wo nur leicht helfend eingegriffen wird. Ich mein, mit Brennessel und Giersch kann ich da auch mithalten :lol: Aber mich interessiert ob wirklich jemand Gemüsesorten anbaut im Rahmen der Permakultur, diese sich also alleine aussäen usw.

So wie dieser Garten hier...

http://www.youtube.com/watch?v=VH1fPDjQ1vk

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mi 10. Jul 2013, 13:38
von Gelöschter Benutzer 54
ich versuchs grade (von funktionierenden kreisläufen ist aber noch lange keine rede bei mir, da gehen auch wohl noch jahre ins land bis das rund läuft)

allerdings stört es mich dabei nicht, dass die eine oder andere gemüsesorte sich nicht selbst von alleine aussät sondern die samen durch meine hände gehn und zum gegebenen zeitpunkt wieder nach draussen kommen. ich bin in diesem punkt (wie bei so manch anderen) auch ein teil des kreislaufes. solang es mein eigenes saatgut ist seh ich den punkt der permanenz für mich erfüllt.

aber natürlich hab ich freude dran wenn etwas von alleine wiederkommt und diesen anteil möcht ich auch stetig weiter erhöhen. ich denk das wird eine lebenslange aufgabe sein daran immer weiter zu arbeiten.

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mi 10. Jul 2013, 14:19
von Spencer
Das ist ja interessant.

Kann mal sich darüber mal mehr "unterhalten" ? Von mir aus auch per PM. Falls Du mal Zeit und Bock hast.
Sowas in der Art "ich habe folgende Gemüsesorten die sich gut selbst aussäen....." "mehrjährig steht bei mir dieser Kohl.. dieser Salat.."
Das würde mich echt freuen, wenn ich in der Richtung ein paar Tips bekommen könnte, damit ich dann nächstes Jahr in der Richtung weiter machen kann. Wildobsthecke, Obstbäume und Beerensträucher hab ich ja gepflanzt.
Hab auch schon ein wenig über russischen Kohl und solche Sorten gelesen, die mehrere Jahre an einem Standort bleiben können. Aber bei Mischkultur geht das wohl auch mit anderen Sorten.
Erfahrungsberichte gibt es ja eher wenige im Netz. Meist sind das Anleitungen, aber was da wirklich funzt ist die zweite Frage. Ich sag nur Kartoffelturm.
Daher sind Deine Erfahrungen viel Wert für einen wie mich...

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Mi 10. Jul 2013, 23:04
von Gelöschter Benutzer 54
klar :)

ein bissl richtet es sich natürlich auch wie der winter bei einem aussieht. bei mir ist der winter eher kurz, aber kalt ist es hier auch leider - so mit minus 10 bis minus 15 muss ich auf kurzen strecken rechnen, mit etwas pech hats alle paar jahre auch mal mehr.

den meisten erfolg was ausdauer/selbstausaat anlangt hab ich mit alten sorten. ich denk auch dass viele sorten nur deshalb noch nicht ganz weg sind weil sie sich selbst drübergerettet haben.

was gut übern winter kommt und vollkommen allein vor sich hinwächst ist ewiger kohl, ewige zwiebel, etagenzwiebel, rockenbolle, wilder knoblauch, weingartenknoblauch, andenlauch, schnittknoblauch und dann hab ich noch so ein eher kleines etagenzwiebelchen welches richtig schön blau blüht, das macht sich auch seit jahren gut.

der andenlauch ist mir leider im frühjahr kaputtgegangen, der stand zu feucht. der winter hat ihm nix gemacht, das war nur der falsche platz. alle anderen von den diversen lauch/zwiebel-gewächsen standen besser und wenn sie sich weiter brav vermehren können die einen gutteil oder vielleicht sogar mal alles an meinem bedarf decken.

mit kohl hab ich ausser dem ewigen kohl noch keine besonderen erfahrungen. möcht ich aber noch ausprobieren.

kartoffel violetta macht sich auch gut. die sät sich aus und die kleinen welche im boden bleiben treiben auch von alleine aus. dieses jahr hab ich noch ein paar andere sorten eingekauft und werd mal sehen ob das klappt wenn ich da gezielt welche drin lasse.

wildtomaten und manchmal auch 'normale' tomaten sind auch brav, da sind heuer einige aufgegangen von allein. ich hab jedes jahr irgendwelche die von alleine kommen. das läuft etwas unregelmässig, war aber immer unbeabsichtigt. diesmal lass ich absichtlich früchte dran und schau mal ob das was bringt.

dies jahr versuch ich mich an der wintererbse. die wird im oktober ausgesät und ist im mai reif, ich werd ein paar liegen lassen - wenn kein getier sie wegfrisst sollten/könnten die dann ja im winter drauf wieder keimen.

rosmarin hält die sorte 'arp' bei mir dem winter stand. banane die m. basjoo und die m. sikkimensis. dreiblättrige zitrone und milchorange geht bei mir auch.

hirschhornwegerich, rote melde und erdbeerspinat mag ich auch gern. die kommen zuverlässig wieder, ich muss nur sehen wo, denn die wandern hin wo sie wollen.

bei erdbeeren taugt die sorte 'weisse ananas' zum verwildern. die macht keine ausläufer, sondern wird immer dicker und buschiger und ertagreicher.

es gibt bestimmt mehr, so auf die schnelle hab ich sicher was vergessen. falls du was bestimmtes wissen willst, dann immer her mit den fragen :)

(kartoffelturm bzw. bei mir mehr kartoffeltonne hat voriges jahr bei mir gut funktioniert, auch heuer hab ich meine tonne wieder besetzt. wenn ich nicht vergesse mach ich diesmal ein paar fotos von der ernte)

Re: Permakultur im Nordosten ?

Verfasst: Do 11. Jul 2013, 06:56
von Picassa
Spencer, Kraut-Rübe, tauscht euch ruhig weiter hier im Forum (statt über PN) aus, ist sehr interessant, dies mitzulesen :hhe: