Re: Vom Kompost zur Humuserde
Verfasst: Do 27. Jun 2024, 15:29
So langsam wird es zur Realsatire.
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Ich hab doch gesagt dass die verschiedenen Stationen oder meinetwegen Phasen, Zustände dieses Kreislaufs unterschiedlich lang andauern/eingenommen werden können. Nix mit unbedingt "gleich wieder". Du wolltest wissen wo eigentlich der Stickstoff im Boden so rumgammelt, du hast Antworten bekommen die dir nicht gefallen haben, oder die du eh schon wusstest... also sollte dir auch bekannt sein dass es nunmal ein Kreislauf ist.Eberhard hat geschrieben: Do 27. Jun 2024, 15:09 Nochmal zur Verdeutlichung: Speichern ist etwas anderes als Kreislauf.
Binden heißt ja nicht (in meiner Sprachwelt), dass man das gebundene gleich wieder laufen lässt.
Ich hab kein Blaukorn.Zur Lagerhallenantwort: Man stelle sich mal 100 gefüllte Lagerhallen mit je 400 t und einer jährlichen Abnahme von insgesamt 20 t vor.
Wenn Du Deinen Kürbis direkt in den 25 kg-Blaukorn-Sack pflanzt, wie heftig wirst Du jährlich nachliefern?
Anscheinend hast du die Nitrifikation/nitrifizierenden Bakterien übersehen. Sind übrigens seit 1890 beschrieben.Eberhard hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 10:30 Aufnahme duch Mikroorganismen: Es wäre cool, wenn es nitrat- und ammoniumfressende Bakterien gäbe, die da relevant organische Stoffe aufbauen würden. Die hat man in den vergangenen Jahrhundert aber noch nicht etablieren können, evtl. noch nicht mal gefunden. Von irgendetwas müssten diese Organismen auch ihre Lebensenergie für eigenen Stoffwechsel beziehen, die Aufnahme dieser Ionen wird da nicht ausreichend sein.
Welcher der genannten Teilnehmer liegt so langfristig fixiert vor, wäre also mengenrelevant fixierbar?Als Nitrifikation bezeichnet man die bakterielle Oxidation von Ammoniak (NH3) bzw. Ammonium-Ionen (NH4+) zu Nitrat (NO3−).
Keiner.Eberhard hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 12:54 Da habe ich gar nichts übersehen.Welcher der genannten Teilnehmer liegt so langfristig fixiert vor, wäre also mengenrelevant fixierbar?Als Nitrifikation bezeichnet man die bakterielle Oxidation von Ammoniak (NH3) bzw. Ammonium-Ionen (NH4+) zu Nitrat (NO3−).
Ich meine, das sei bei Bio-Landwirten gute betriebliche Praxis, und ist auch so manchem konvi nicht neu. Falls du bei deinen Recherchen darauf stösst, dass früher die Pferdeäpfel und Ochsenfladen auf der Strasse sorgfältig aufgesammelt wurden, dann findest du ebenfalls hier den Grund. Der Seifert hat das nicht erfunden, aber in seiner Jugend wohl noch überall gesehen.Eberhard hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 12:54 Immerhin schlägt die Kompostierung von Mist (empfahl schon der alte Alwin Seifert, und nicht wegen der ENTSORGUNG von Mist) und die Behandlung von Gülle in die gleiche Kerbe (zuzüglich der Minderung von Nährstoffverlusten bei gut geführten Prozessen) - auch nichts neues, aber seltener propagiert und angewandt.
Die Pflanzen haben also eigene Vorratslager, die zur langfristigen Vorratshaltung dienen? Wie ist das dann mit Ernte und Entfernung und den 25 Jahren Bindung?emil17 hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 14:48 Deshalb speichern Pflanzen den Stickstoff wenn schon in der Regel in sich selbst, und nicht in Form von Nitrat oder Ammonium.
Mancher heutige Pferdehalter würde auch heute solche Sammler mit großer Freude begrüßen, weil eben der Mist in seiner Betrachtung eine Sorge und nicht eine Chance ist. Auch wurden Großstädte vor dem Aufkommen von Autos mit Pferdeäpfeln in Größenordnungen eingedeckt - "Sammler" mussten eigens eingestellt und bezahlt werden.emil17 hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 14:48 früher die Pferdeäpfel und Ochsenfladen auf der Strasse sorgfältig aufgesammelt wurden
Der Ammoniak, den funtionierende Sinne (Nase) wahrnehmen, hat sich aus Mist und Gülle bereits verabschiedet und ist unter Verlust zu verbuchen, weit ehe er eine Wirkung an gewünschter Stelle entfalten könnte. Auch bei verschiedenen Kompostierungen riecht es.
Deine Worte in meinen Mund zu legen und mir als Aussage zu unterstellen wird auch diesmal nicht klappen. Du wiederholst nur Muster, die jemand mit Verstand leicht durchschauen kann. Ob Du das selber bemerkst, darüber (bösartige Absicht oder Honig im Kopf) bin ich unschlüssig.emil17 hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 14:48 Aber da ist dir ja schon fast eine Antwort auf meine Frage eingefallen, was denn an der bioyzklisch veganen Humuserdebereitung aus Kompost abgesehen vom veganen so neu sei.
Deshalb schreibe ich Dauerhumus, wenn ich Dauerhumus meine, und weil da Streu steht, meinte ich Streu. Das ist ganz einfach.Eberhard hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 15:33 Weiter im Kontext: Zu Dauerhumus würde ich Pflanzen nicht hinzuzählen, die Streuschicht im Wald auch nicht. Das geben die bisherigen Definitionen, wenn für manche auch zu unergiebig, auf keinen Fall her.
Hast du etwas geraucht, oder muss das so ???Eberhard hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 15:33 Ich halte viel von lebenden Pflanzen und lebenden Pflanzenwurzeln, durchaus auch parallel zu Marktfrüchten
Falls die Frage wirklich ernst gemeint ist: Die Speicherorgane samt dem Stickstoff drin werden als Ernte vom Landwirt aus dem Kreislauf entfernt, wenn es Kartoffeln oder Zuckerrüben sind, denn deshalb werden diese Pflanzen angebaut. Viele Kulturpflanzen haben nicht extra Speicherorgane. Am Stickstoffentzug durch die Ernte ändert es nichts.Eberhard hat geschrieben: Fr 28. Jun 2024, 15:33 Die Pflanzen haben also eigene Vorratslager, die zur langfristigen Vorratshaltung dienen? Wie ist das dann mit Ernte und Entfernung und den 25 Jahren Bindung?
Weiter:Einen ganz eignen Abschnitt verdienen die Enthusiasten, überspannten, romanhaften Menschen, Kraftgenies und exzentrischen Leute.
Sie leben und weben in einer Atmosphäre von Phantasien wie ein Fisch im nassen Elemente, und sind geschworne Feinde der kalten Überlegung. (...) Sie streben ohne Unterlaß nach dem Außerordentlichen und Übernatürlichen; verachten das naheliegende Gute, um nach fernen Erscheinungen zu greifen; versäumen das Nötige und Nützliche, um Pläne für das Entbehrliche zu machen; legen die Hände in den Schoß, wo es Pflicht wäre zu wirken, um sich in Händel zu mischen, die sie nichts angehen; reformieren die Welt und vernachlässigen ihre häuslichen Geschäfte; finden das Wichtigste zu klein und das Abgeschmackteste erhaben; verstehen das Deutlichste nicht und predigen das Unbegreifliche. Vergebens stellst Du ihnen die Gründe der gesunden Vernunft vor; sie werden Dich als einen gemeinen Menschen, ohne Gefühl, ohne Sinn für das Große, verachten, Mitleiden mit Deiner Weisheit haben und sich lieber an ein paar andre Narren von ähnlichem Schwunge schließen, die in ihren Unsinn einstimmen.
Das schaffe ich nicht. Auch Freiherr von Knigge ist offenbar daran gescheitert, denn:Ist Dir's also darum zu tun, einen solchen Schwärmer von etwas zu überzeugen oder auch nur irgend in Ansehn bei ihm zu stehn, so müssen Deine Gespräche warm und feurig sein, und Du mußt mit ebensoviel Enthusiasmus der gesunden Vernunft das Wort reden, als womit er die Sache seiner Torheit verficht.
Selten aber richtet man überhaupt etwas mit solchen Menschen aus, und es ist am besten getan, der Zeit ihre Kur zu überlassen.