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Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 19. Apr 2017, 13:55
von Peterle
Irgendwie wird man auch in kleinerem Maßstab Geld sparen können und in etwas Grösserem, so ab 600qm vermutlich auch etwas zum Tauschen haben.
Aber dazu muss man vermutlich auch Kleintiere wie Karnickel halten und Zugriff auf ein Kleefeld oder ähnliches haben.

Seymore schreibt, dass Kohl sehr wichtig war in der Selbstversorgung früher. Klar, das ernährt besser als Salat oder Gurke. Karnickel vermehren sich auch wie verrückt und machen ordentlich Mist.
Falls möglich noch ein paar Hühner, aber da wird der Platz schon wieder knapp. Insgesamt muss sich das irgendwie selbst am Laufen halten.

Vielleicht sollten wir noch mal bei den Alten nachlesen, aber komfortabel war das damals bestimmt auch nicht.

Gruß

Peter

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 19. Apr 2017, 14:37
von Benutzer 2354 gelöscht
Ich find Inas Ansatz : Gewinnen durch Sv wesentlich besser.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 19. Apr 2017, 14:50
von Peterle
Ich wollte nur mal wieder etwas realer werden. Heile Welt zusammenrechnen liegt mir nicht :)

Gruß

Peter

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 19. Apr 2017, 17:22
von emil17
Mir liegt gewinnen statt sparen auch besser.
@wranger: die genaue Rechnung wäre nötig, wenn du Unternehmer wärst.
Wenn du eine Arbeit machst, um damit Geld zu verdienen, musst du so rechnen wie ich es vorschlage.

Wenn du herausfindest, dass der Gegenwert einer Gartenarbeitsstunde 4 Möhren sind, dann musst du dir überlegen, ob du es trotzdem tun willst.
Ein Arbeitgeber, der für eine Stunde den Gegenwert von 4 Möhren zahlt, ist ein Ausbeuter.
Man kann sich auch selbst ausbeuten.
Macht man es gern, und hat man genug Zeit von der Sorte, die kein Geld ist, dann sind die geernteten Möhren ein Gewinn.
Kein vernünftiger Mensch legt einen Gemüsegarten an in der Absicht, nichts zu ernten, und kein vernünftiger Mensch kauft sich einen Gemüsegarten, wenn er bloss am Geldwert der Ernte interessiert ist. Deshalb ist Geld kein geeignetes Mass, um den Sinn eines SV-Gartens darzustellen. Und genau das ist der Titel dieses Fadens.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Do 20. Apr 2017, 15:37
von Blümle
(vorigen Seiten nur überflogen)
Also ich finde, dass man mit dem Anbau von eigenem Obst und Gemüse einiges an Geld spart. Gurken wurden in diversen Threads als ziemlich unwirtschaftlich bezeichnet. Dabei kostet eine Pflanze aus Dreschflegelsamen (also Bio) gezogen gerade mal 25Cent und das auch nur, wenn nicht alles aufgeht. Unsere Gartengeräte sind uralt und wurden schon von meinen Großeltern abbezahlt. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen Töpfchen zum einsäen zu kaufen. Dafür nehmen wir Schalen, in denen Pilze verkauft werden oder Töpfe von Zierpflanzen, die irgendwann mal gekauft wurden. Blumenerde braucht es auch keine. Letztendlich bleibt es bei den Kosten von 25Cent/Pflanze. Da Gurkenpflanzen sehr reichlich tragen, können wir mit drei Pflanzen uns und unseren Nachbarn mit Gurken selbst versorgen.
Selbst wenn eine Pflanze nur 10 Gurken hervorbringen würde, würde eine Gurke 2,5 Cent kosten. :hmm: Also ich hab seit Jahren keine Gurken mehr gekauft und daher keine Ahnung wieviel eine kostet, aber ich denke schon mehr.
Das war jetzt nur ein Beispiel, aber man kann mit Gemüseanbau definitiv sparen. Wenn man viele Dinge (Geräte) erst kaufen muss, ist das natürlich nicht gerade optimal.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Do 20. Apr 2017, 18:10
von Rohana
Was du auch bezahlst, ist Zeit. Entweder du kaufst eine Gurke hier und jetzt, am 20. April, oder du hast zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nichtmal ein Pflänzchen und denkst an Gurken zur Gurkenzeit. Zur Erntezeit sind die auch im Laden "spott"billig verglichen mit jetzt! Natürlich nie 2,5 Cent, aber dafür musst du zusehen dass die Pflanze einen guten Standort hat, ausreichend Wasser, Licht und Dünger, Schutz vor Wetter, Schutz vor Krankheit etc etc. Es ist ja nicht gesagt dass immer alles von alleine wächst ohne dass man je was dazu tun muss - an Geld- und auch an Zeitaufwand.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Do 20. Apr 2017, 18:30
von Peterle
Ich finde dieses Modegemüse (ich gehen mal von Salatgurken aus) zur Selbstversorgung nur bedingt geeignet.
Klar, bei dem Überschuss an Kalorien im sonstigen Essen sind Gurken und Salat (Ausnahme Feldsalat) sehr gesund. Tatsächlich ist der Nährwert aber sehr bescheiden.

Aus diesem Grunde gehe ich mit Seymore konform welcher beschreibt, dass Kohl und Bohnen schon mal eine gute Grundlage sind für die Selbstversorgung. Dazu das Schwein des kleinen Mannes und die Kasse wird tatsächlich entlastet.
So toll ein Salatteller ab und an auch mal ist, davon leben und körperlich arbeiten passt nicht zusammen.

Gruß

Peter

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Do 20. Apr 2017, 18:37
von Adjua
Ab wieviel selbst produzierten Kalorien reden wir denn deiner Meinung nach von Selbstversorgung, Peterle?

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Do 20. Apr 2017, 18:53
von Peterle
Je Tag sollte jemand der körperlich schafft >= 2500kcal zu sich nehmen (je nach Belastung). Nehme ich mal Salat und Gurke, dann ist der tägliche Beitrag überschaubar. Die Last der Ernährung verlagert sich dann auf die anderen Nahrungsmittel. Mir ist schon klar, der Magen ist voll, Sättigungsgefühl stellt sich ein..

Wenn ich beim Griechen einen Salat bestelle bekomme ich .. eine Gemüseplatte! Hauptbestandteil ist Kraut (Kohl). In KHs habe ich in der Rekonvaleszenz mal längere Zeit nur Salate, Gurken etc., also leichte Kost gegessen. So nach 1 1/2 Wochen hatte ich einen Hunger! Brötchen mit Wurst, Suppe (um so fetter um so besser) , jeder Doc. wäre lang hingeschlagen.

Deswegen sehe ich Solcherlei nicht wirklich als Selbstversorgung, sondern eher als Naschwerk oder Fasten light.

Gruß

Peter

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Do 20. Apr 2017, 18:58
von Olaf
Der da von "neulich im Garten" hat das mal, zum goog+n bin ich zu faul, mal über ein Jahr akribisch aufgeschrieben, was er so produziert hat, an Pflanzenzeugs und Kalorien und als sozusagen Vollzeitjob. Erstens hat der dafür meinen höchsten Respekt, nicht labern, sondern messen find ich gut.
Zum andern, das Resultat war erschütternd, es war weniger, als die Menschen in Dtschld. in den Nachkriegsjahren im Schnitt zur Verfügung hatten, und damals sind sehr viele verhungert. Wenn allerdings, sagt er, er das Fleisch reinrechnen würde, sähe die Bilanz deutlich positiver aus.
Edit: weil Peter ja schon was geschrieben hat, es waren so 600 oder 800 kcal, auf die der kam....weiß ich jetzt nicht genau, jedenfalls zum Leben zu wenig und zum Sterben je nach Veranlagung zu viel