Seite 10 von 11

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Mi 1. Feb 2017, 09:02
von Gaggele
Hab zwei weitere Pfadfinder in unserem Stamm in die "SO-Sucht" verholfen :grinblum:
Bin endlich nicht mehr alleine hier :daumen:

Nachdem ich jetzt immerhin 4 verschiedene Hersteller testen konnte ist meine absolute Einsteiger-Empfehlung folgende:

- Petromax ft9 (wenn der Deckel umgedreht aufgelegt wird ist er so hoch wie ein ft6, hast also beide Möglichkeiten) ca. 80,--
bei ausschließlicher Outdoornutzung oder evtl. mal im Backofen mit Füße, bei kombinierter Nutzung auf dem E-Herd: ohne Füße dafür mit
- Petromax Untersetzer ca. 8,--
- Petromax Deckelheber (da bin ich mit dem einfachen voll zufrieden, ist auch auf dem Tisch besser zu handhaben) ca. 10,--
- Petromax Pfannenknecht zur Deckelablage und zur Nutzung des Deckels als Pfanne ca. 20,--
- Schweißerhandschuhe ca. 10,--
- Kohlenschaufel ca. 2,--
- bei Nutzung mit Grillbriketts eine Kohlenzange ?
- Kokosbesen zum abfegen vor dem Servieren ca. 2,--

Da kommt man also mit ca. 130,-- Euro für eine komplette Erstausrüstung hin. Wer sich dann noch eine Holzkiste baut, in der alles Platz hat, der hat dann auch mein nächstes Etappenziel erreicht :-)

Wer möchte kann sich natürlich noch reichlich mit Papier-Literatur eindecken. Da gibt es natürlich sehr unterschiedliche Schwerpunkte, wie überall:
von Geldmache bis Schatzbüchlein, vom Hosentaschenheft bis Bildband. Doch manche wollen eh lieber das Internet...

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Di 2. Jan 2018, 20:33
von Taraxacum
Bin vergangenes Jahr auch der Potje Sucht verfallen. Das Problem ist, die vermehren sich, wenn man nicht aufpasst. Hatte mich damals für den Petromax ft6 entschieden und recht schnell noch den ft3 dazugeholt. Plötzlich waren es dann schon 3 mit dem ft 4,5. Eine Kastenform hat sich auch noch hier eingeschlichen und diverses Kleinzubehör. Was ebenfalls genial ist, ist der Atago. spart Glut, ist auch heiß noch transportabel und kann als Herd für Pfannen genutzt werden. Als wir Ende des Jahres die Enten und Gänse geschlachtet haben, konnte das Essen langsam vor sich hinköcheln, ohne dass man sich groß drum kümmern muß. 2-3 Stunden vor dem Essen ansetzen und einfach aus dem Topf servieren. Grünkohl mit Kassler, einfach nur ein Traum. Wenn man eine halbe Stunde vor Ende die Kartoffeln zugibt, kommt das ganze Gericht fertig aus einem Topf. Spart sogar Abwasch. Brot und Kuchen habe ich auch schon probiert, muss aber noch mehr üben, Das Ergebnis war zwar eßbar aber noch nicht wirklich zufriedenstellend. Eintöpfe, Fleischgerichte und Aufläufe sind mittlerweile gar kein Prblem mehr. Fleich wird so zart, dass es fast vom Knochen fällt. Und dann der Duft, der durch den Garten zieht. Da kommen die hungrigen Männer von ganz allein zum Essen.

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Mi 3. Jan 2018, 18:18
von Waldläuferin
Ich muss zugeben, ich bin auch infiziert. Petromax ft 6 und ft 3. Der ft 6 passt genau in den Atago. Der Atago ist der beste Grill ever und dienst auch als Feuerschale. Außerdem habe ich mir das Sandwicheisen geholt.
Wo soll das hinführen?
Weihnachten haben wir auf Atago im ft6 Gänsekeulen gemacht, ein Traum.

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Mi 3. Jan 2018, 19:51
von Taraxacum
Stimmt, das Sandwicheisen https://www.selbstvers.org/forum/postin ... 22&t=14835#, das Lieblingsspielzeug meiner Jungs beim Campen. Die können ein ganzes Wochenende nur von Sandwiches leben. Geht im Feuer und in der Glut. Grillen und Braten kann man damit auch super. Da wir immer mal wieder eine Woche campen und am Feuer kochen ist das Gusseisenkochgeschirr schon toll. Wenn es nur nicht so schwer wäre, für Wandertouren ist es leider nichts. Da muß sich immer jemand opfern, der am Ziel mit einem gut gefüllten Topf auf die hungrige Meute wartet ....https://www.selbstvers.org/forum/postin ... 22&t=14835#

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Mi 3. Jan 2018, 19:51
von Taraxacum
[quote="Taraxacum"]Stimmt, das Sandwicheisen, das Lieblingsspielzeug meiner Jungs beim Campen. Die können ein ganzes Wochenende nur von Sandwiches leben. Geht im Feuer und in der Glut. Grillen und Braten kann man damit auch super. Da wir immer mal wieder eine Woche campen und am Feuer kochen ist das Gusseisenkochgeschirr schon toll. Wenn es nur nicht so schwer wäre, für Wandertouren ist es leider nichts. Da muß sich immer jemand opfern, der am Ziel mit einem gut gefüllten Topf auf die hungrige Meute wartet

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Do 4. Jan 2018, 11:47
von Waldläuferin
Basislager und Rundwanderungen. Oder Wanderung und zurück mit ÖPNV, falls vorhanden.

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Fr 5. Jan 2018, 21:28
von Taraxacum
Beim Campen haben wir ja ein Basislager. Da fehlt dann nur das Heinzelmännchen, das des Pott rechtzeitig füllt und beheizt, so dass die hungrige Meute was zu futtern vorfindet. So muss die Wartezeit mit Sandwiches überbrückt werden. Mal eine Frage, wie lange kann man denn das Essen im Potje lassen, ohne dass die Patina Schaden nimmt. Mir ist spontan eine Idee gekommen, einfach früh alles vorzubereiten und den Pott mit der Glut in den Atago zu stellen und diesen dann ins Zelt (Tipi bei uns) zu packen. Brandschutz ist damit gegeben, Glut ist aus, wenn das Essen fertig ist und später braucht man nur noch am Feuer aufzuwärmen. Bisher habe ich immer sofort serviert und dann die Reste in einen Emailietopf gefüllt. Würde die Idee funktionieren?
Bei mehrtägigen Rad- oder Wandertouren mit begrenztem Gepäck ist das natürlich leider nichts. Dazu sind die Dinger einfach zu schwer. Wo wir campen, gibt es in der Regel keine Öffentlichen. Hab im Job schon mit zu viel Menschen zu tun, da brauche ich das im Urlaub auf keinem Fall. Da bevorzuge ich das Robinsondasein auf einer einsamen Insel bzw. hier gibt es ja auch noch völlig abgelegene Gegenden. Übrigens schleppen wir immer auch noch eine Menge Obst und Gemüse aus unserem Garten mit. Hab da ein Problem mit, diese Sachen zu kaufen wenn es im eigenen Garten vorhanden ist.

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 20:53
von Waldläuferin
Warum sollte das nicht gehen? Wäre einen Versuch wert. Beim atago kann ja kein Funken rauskommen, würde ich als ungefährlich einschätzen. Ich würde zum Kochen wenig Kohlen geben, damit das Gemüse beim Aufwärmen nicht völlig zerkocht.
Bei uns war immer alles weggefuttert, daher nie was aufgewärmt :lol:

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: So 7. Jan 2018, 11:24
von centauri
Wir haben ja schon einige Biwak- Camps für Kinder in der Dahlener Heide gemacht.
Da brannte natürlich auch immer ein Lagerfeuer. Da haben Frühs nochmal Holz angelegt und faustgroße Findlinge in die Glut gelegt. Dann wurde sowieso erst mal gefrühstückt. Nach dem Frühstück wurde neben dem Lagerfeuer eine Grube gegraben. Dei hälfte Glut rein geschmissen, die hälfte heißen Steine drauf gelegt.
Dann den 14 Zoll DO drauf gestellt, außen wieder heiße Steine rum und die Restliche Glut oben drauf. Das Ganze mit Erde und mit Grassoden abgedeckt. Dann ging es ab zur Wanderung. Nach der Wanderung wurde der Erdofen wieder ausgegraben und das Essen war fertig. Gefüllt haben wir den DO mit Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und sämtliche Kräuter die wir am Tag davor gesammelt haben. Der Nebeneffekt ist das man die Kinder auch mit sowas beschäftigen kann. Die einen kümmern sich um Steine, die anderen ums Feuer die nächsten graben rum usw.. Langeweile kommt da nicht auf. :)

Re: Potjie und Dutch Oven

Verfasst: So 7. Jan 2018, 11:30
von holzgaser
Mir ist spontan eine Idee gekommen, einfach früh alles vorzubereiten und den Pott mit der Glut in den Atago zu stellen und diesen dann ins Zelt (Tipi bei uns) zu packen
Achtung das kann zur Kohlenmonoxidvergiftung führen!!!!